| Winterlibellen | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
| : | Fluginsekten (Pterygota) |
| : | Libellen (Odonata) |
| : | Kleinlibellen (Zygoptera) |
| : | Lestoidea |
| : | Teichjungfern (Lestidae) |
| Gattung: | Winterlibellen |
Die Winterlibellen (Sympecma) gehören zur Familie der Teichjungfern (Lestidae). Bei den beiden Vertretern dieser Gruppe handelt es sich um die einzigen heimischen Libellen, die als vollentwickelte Imago überwintern.
Die Winterlibellen erreichen eine Flügelspannweite von vier bis 4,5 Zentimetern. Der Körper ist schlank und relativ lang, die Färbung reicht von einem hellen beige bis braun. Anders als alle anderen Teichjungfern legen die Winterlibellen ihre Flügel direkt auf einer Rückenseite zusammen, wenn sie nicht fliegen. Die Brust der Tiere trägt zwei dunkle Streifen. Dabei weist der obere Streifen der selteneren Sibirischen Winterlibelle (Sympecma paedisma) eine kleine Ausbuchtung auf, die der Gemeinen Winterlibelle (Sympecma fusca) fehlt.
Wie bereits erwähnt sind die Winterlibellen die einzigen Libellen, die den Winter als adulte Tiere verbringen. Dabei findet man sie im Winter meist etwas abseits der Gewässer in verschiedenen Schlupfwinkeln oder in der Vegetation. Bei starker Sonne kommen sie manchmal auch hervor, ansonsten bleiben sie jedoch in ihren Verstecken bis zum April. Die Paarung erfolgt ähnlich wie bei den anderen Teichjungfern, die Eier sticht das Weibchen in Tandemstellung mit dem Männchen in Wasserpflanzen, wobei beide Tiere auf der Unterlage sitzen.
Die Larven schlüpfen etwa drei Monate nach der Eiablage und halten sich an den Wasserpflanzen oder am Gewässergrund auf.
In Mitteleuropa sind nur die bereits erwähnten Arten anzutreffen. Weitaus häufiger ist dabei die Gewöhnliche Winterlibelle (Sympecma fusca), deren Verbreitungsgebiet den gesamten Bereich von West- und Mitteleuropa einnimmt. Die Sibirische Winterlibelle (Sympecma paedisca) ist demgegenüber in Deutschland nur an sehr wenigen Stellen anzutreffen, ihre Hauptverbreitung hat sie in Osteuropa und Asien. Sie ist relativ wenig erforscht.
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