| Wappen | Karte |
|---|---|
| Stadtwappen der Stadt Winterberg.png Wappen | Lage der Stadt Winterberg in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Landkreis: | Hochsauerlandkreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 670 m. ü. NN. (Innenstadt) |
| Fläche: | 147,86 km² |
| Einwohner: | 14.455 (31. Dez. 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 98 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 59955 |
| Vorwahl: | 02981 |
| Kfz-Kennzeichen: | HSK |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 58 048 |
| Stadtgliederung: | 14 Ortsteile bzw. Stadtbezirke |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Fichtenweg 10 59955 Winterberg |
| Website: | www.stadt.winterberg.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Werner Eickler (CDU) |
Winterberg ist eine deutsche Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und gehört zum Hochsauerlandkreis.
Um 1357 wurde Winterberg von Gottfried IV. von Arnsberg während dessen Krieges mit dem Kölner Erzbischof Wilhelm von Gennep zerstört. Zum Wiederaufbau gewährte der Bischof eine zunächst zehnjährige später verlängerte Steuerfreiheit. Im 14.Jahrhundert schloss Winterberg zum Schutz mehrfach Bündnisse mit umliegenden Städten. Winterberg_imwinter.jpg Zur Zeit der Hanse (13. bis 17. Jahrh.) lag Winterberg als Hansestadt im Schnittpunkt der Heerstraßen Köln – Kassel und Frankfurt – Soest. Die schlechten landwirtschaftlichen Bedingungen führten dazu, dass der Handel eine zentrale Rolle im Leben der Stadt spielte.
In der frühen Neuzeit ließ die Bedeutung der Stadt erheblich nach. Im Jahr 1694 zählte man noch 94 Bürger und vor 1800 hatte sie zusammen mit Beisassen, Knechte und Mägde nie mehr als 800 Einwohner. Hinzu kam, dass im Jahr 1791 die Stadt bis auf sieben Häuser vollständig abbrannte.
Wie in vielen anderen Orten der Region auch, kam es in Winterberg zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert mehrfach zu Hexenprozessen und Hinrichtungen. Am Bürger- und Stadthaus wurde am 19. November 1993 eine Gedenkstätte für Opfer der Gewalt im 16. Jahrhundert an historischer Stelle des „Winterberger Halsgerichts“ eingeweiht. An der Gedenkstätte befindet sich ein Bronzerelief mit Galgensymbol, geschaffen von Bildhauer Hans Sommer, und eine Tafel mit dem Text: „Dem Gedenken an sechs Frauen aus Winterberg, die 1523 als Hexen verurteilt – hier auf dem Richtplatz der Stadt Winterberg verbrannt wurden – nach Urteil im „Winterbergischen Halsgericht“ – Erster Hexenprozess in Westfalen, von dem ein Gerichtsbericht erhalten ist.“ Das letzte Opfer der Winterberger Hexenverfolgungen wurde erst 1728 hingerichtet
Am Ende des 18. Jahrhunderts hatte Winterberg noch immer eine gewisse Bedeutung als Handelsort. Nach zeitgenössischen Berichten wurden vor allem die im umliegenden Sauerland produzierten Eisenwaren von Wanderhändler vertrieben. Mit dem Niedergang der vorindustriellen Eisenwarenherstellung verlor die Stadt einen wichtigen Einkommenszweig. Da es außer eine bescheidenen heimgewerblichen Holzwarenproduktion kaum Erwerbsmöglichkeiten gab, blieb ein kläglicher der Wander- und Hausiererhandel auch im 19.Jahrhundert der Haupterwerbszweig der Stadt. Die Händler brachten zwar nach oft monatelanger Abwesenheit Geld in die Stadt, aber dies konnte den Mangel an sonstigen Verdienstmöglichkeiten nicht ausgleichen. Aus- und Abwanderung waren weit verbreitet, entsprechend schwach war auch die Entwicklung der Bevölkerung.
Eine Änderung trat mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Bestwig – Winterberg – Frankenberg im Jahre 1906 ein. Damit wurde das Tor zur Umwelt und für den Fremdenverkehr einschließlich Wintersport geöffnet.
Heute ist die Stadt Winterberg der bedeutendste Wintersportplatz Nord-Westdeutschlands und der Kur- und Fremdenverkehr die Haupterwerbsquelle der Winterberger Bevölkerung.
| Einwohnerentwicklung Winterberg 1818-1950 | |||||
| Jahr | Einwohner | ||||
| 1818 | 1115 | ||||
| 1843 | 1288 | ||||
| 1858 | 1373 | ||||
| 1864 | 1338 | ||||
| 1871 | 1105 | ||||
| 1885 | 1164 | ||||
| 1895 | 1265 | ||||
| 1905 | 1389 | ||||
| 1925 | 1900 | ||||
| 1933 | 2082 | ||||
| 1939 | 2254 | ||||
| 1946 | 3353 | ||||
| 1950 | 3492 | ||||
Außerdem liegt Winterberg mit seinem Kopfbahnhof am Endpunkt der Bahnlinie Ruhrgebiet–Arnsberg–Meschede–Olsberg–Winterberg.
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