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Der US-Amerikaner Willoughby Dayton Miller (* 1853; † 1907) war ein bedeutender Dentalwissenschaftler seiner Generation.

Ursprünglich hatte er an der University of Michigan Chemie, Physik und Mathematik studiert und 1875 akademische Abschlüsse in diesen Fächern erworben. Anschließend ging er nach Berlin, um hier seine Chemie- und Physikstudien zu vertiefen. Auf Anraten seines Landsmannes Dr. Frank Abbott, der in Berlin als Zahnarzt praktizierte, wandte er sich der Zahnmedizin zu. 1884 erhielt er als erster Ausländer eine Professur an einer deutschen Universität, und zwar für operative Zahnheilkunde an der Berliner Universität. Er studierte zudem Bakteriologie bei Robert Koch und erwarb den Doktortitel in Allgemeinmedizin.

Sein Hauptwerk "The Microorganisms of the Human Mouth" erschien 1890 und stellte die bahnbrechende und bis heute gültige Theorie auf, wonach Bakterien der Mundflora Kohlehydrate zu Säuren abbauen, die ihrerseits den Zahnschmelz entkalken, anschließend können Bakterien in den Zahn eindringen und das Dentin zerstören. Damit stellte er die zahnmedizinische Forschung auf eine solide biologische Basis. Alle wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Kariesprophylaxe seither stützen sich auf Millers Forschungsarbeit.

Miller war sechs Jahre lang Präsident des Zentralverbandes Deutscher Zahnärzte. Beim 4. Internationalen Treffen der Zahnheilkundler in St. Louis 1904 wurde er zum Präsidenten der Fédération Dentaire Internationale gewählt. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm angeboten, die Leitung der Zahnmedizinischen Fakultät der University of Michigan zu übernehmen. Im Juli 1907 kehrte er mit seiner Familie in die USA zurück, verstarb jedoch an einer durch einen Blinddarmdurchbruch verursachten Bauchfellentzündung, noch bevor er sein neues Amt antreten konnte.

Ein zahnärztliches Instrument trägt seinen Namen - die Miller-Nadel.

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Mann | US-Amerikaner | Zahnarzt | Geboren 1853 | Gestorben 1907

 

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