Willi Schneider (* 1903 in Braunau am Inn; † 1971) wurde so wie sein Bruder Rudi durch seine angeblichen übersinnlichen, medialen Fähigkeiten bekannt.
Der Vater der Schneider-Brüder (Josef) war Schriftsetzer. Vier seiner sechs Söhne, Willi, Rudi, Hans und Karl, wurde nachgesagt, übersinnliche Kräfte zu haben, letzteren zwei jedoch nur in geringen Maße.
Seine "spiritistische Erziehung" erlangte Willi Schneider durch Albert von Schrenck-Notzing in München. 1921/22 bezeugten angeblich etwa hundert Wissenschaftler (u.a. Harry Price) die telekinetischen und ektoplasmatischen Fähigkeiten von Willi S. in mehreren Treffen und waren von ihrer Echtheit überzeugt. U. a. war auch Thomas Mann bei einigen der Séancen anwesend und kontrollierte einmal sogar das Medium. Auch aus seiner Feder stammen mehrere Berichte über die Vorkommnisse an diesen Abenden. Das Ergebnis der Zusammenkünfte wurde in Experimente der Fernbewegung von Schrenck-Notzing 1924 veröffentlicht.
Willi wollte eigentlich Dentist werden. Nachdem er Schrenck-Notzing verlassen hatte, ging er aber nach Wien und später (Ende 1924) nach London, um zahlreiche weitere spiritistische Sitzungen unter anderem mit Universitätsprofessoren abzuhalten. Durch seine Konzentration auf das Studium schienen seine Kräfte abzunehmen.
Mann | Deutscher | Esoteriker | Parawissenschaft | geboren 1903 | gestorben 1971
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