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Willem de Kooning (* 24. April 1904 in Rotterdam; † 19. März 1997 in Springs, New York) war ein US-amerikanischer Maler niederländischer Herkunft. Er wird der Stilrichtung des Abstrakten Expressionismus zugeordnet.

Leben


Willem de Kooning absolvierte bis 1920 eine Lehre als Dekorationsmaler, besuchte aber bereits ab 1916 Abendkurse an der Akademie der bildenden Künste und technischen Wissenschaften Rotterdam, wo er schließlich bis 1924 studierte. 1924 kam er in Belgien mit flämischen Expressionisten in Kontakt. 1926 zog er in die USA. Vor allem nach seiner Begegnung mit Arshile Gorky im Jahre 1929 wurde sein Stil zunehmender abstrakt. Um die Wende von den 1930ern zu den 1940ern malte de Kooning sowohl abstrakte als auch figurative Werke, später folgte eine Reihe von monumentalen abstrakten Frauenbildern, die sowohl an Göttinnen und antike Riten als auch an die zeitgenössische Frau erinnern.

1948 lehrte de Kooning am Black Mountain College und von 1950 bis 1951 an der Yale University.

1963 zog de Kooning von New York City ins benachbarte Long Island, wo er sich teils einer Landschaftsmalerei widmete. Die um diese Zeit entstandenen Werke erinnern zum Teil an die Werke von Peter Paul Rubens.

In seine letzten Lebensjahren erkrankte De Kooning an Alzheimer, er malte jedoch weiter.

Werke (kl. Auswahl)


Ausstellungen internat. Bedeutung, Werkschauen


  • Eine große Willem-de-Kooning-Retrospektive findet im Kunstforum Wien vom 13. Januar bis 28. März 2005 statt, wandert darauf folgend in Koonings Heimatstadt Rotterdam. Gezeigt werden vor allem großformatige Werke aus sechs Jahrzehnten seines Schaffens. In seinen Arbeiten aus den 1930er und 1940er Jahren zeigen sich noch enge Verbindungen zu seinen europäischen Vorbildern, besonders maßgebliche Einflüsse Picassos. Der Wechsel zum abstrakten Expressionismus erfolgte gemäß dieser Werkschau ziemlich abrupt Ende der 1940er Jahre. Rund um das so genannte "Woman Projekt" in den 1950ern findet sich viel "Kampf mit der Leinwand". Die beiden folgenden Jahrzehnte zeigen sich wesentlich souveräner und lockerer in großen, weit ausholenden Pinselführungen. Den Arbeiten der 1980er ist ein eigener Raum gewidmet, da Motive und Gestus sich deutlich verändern, weniger Spannungen und mehr inneren Frieden transportieren. Das Spätwerk der letzten Lebensjahre, das mehr als 300 Arbeiten aus der letzten Phase seines Schaffens umfassen soll, wird von der Werkschau laut der Expertise Walter Kittels nur unzureichend abgebildet. Hier steht für die Zukunft noch etwas aus, nachgeholt zu werden. Herausgestellt wird im übrigen die große Bedeutung der noch zu Lebzeiten Koonings gegründeten und gegenwärtig von seiner Tochter geleiteten Kooning Foundation, die zu den Leihgebern der Wiener Werkschau gehörte und viele Zugänge zu Privatsammlungen eröffnete. Diese Stiftung soll aber laut Auskunft der Direktorin des Wiener Kunstforums, Ingried Brugger, kaum Einfluss auf die hier umgesetzte Konzeption der Kooning-Retrospektive genommen haben.
  • Er ist Träger des Max-Beckmann-Preises.

Siehe auch


Pathos, Robert Rauschenberg, Spätwerk, Kunstszene

Weblinks


Mann | Maler des Abstrakten Expressionismus | Niederländischer Maler | US-amerikanischer Maler | US-Amerikaner

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