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Die Wilhelma ist kein Zoo im herkömmlichen Sinne. Durch die Kombination von Pflanzen und Tieren mit alter und moderner Architektur werden in einem historischen Park von 1850 etwa 10.000 Tiere aus aller Welt gezeigt. Mit fast 1000 Arten ist die Wilhelma nach dem Zoologischen Garten Berlin, dem artenreichsten Zoo der Welt, der zweitartenreichste Zoo Deutschlands. Neben Tieren werden auch etwa 5000 Pflanzenarten aus allen Klimazonen der Erde zur Schau gestellt.
Die bedeutendste Tierhaltung, und gleichzeitig eine der bekanntesten, ist das Menschenaffen
Im Jahr 1837 schließlich wurde der Architekt Karl-Ludwig von Zanth mit der Planung der Anlage beauftragt. Da der König in einer von Umwälzungen geprägten Zeit, nur wenige Jahre nach einer großen Hungerkrise, lebte, zögerte er, die hohen Kosten für das ehrgeizige Vorhaben aufzubringen. So vergingen noch einige Jahre, bis das erste Gebäude der Wilhelma fertiggestellt war. Mehrfach stand das Projekt gänzlich vor der Einstellung.
1842 wurde dann endlich mit dem Bau des ersten Gebäudes begonnen, das auf Anweisung des Königs "'Wilhelma" genannt wurde. Der Architekt Zanth verstand es den König für seine Ideen zu begeistern, sodass sie trotz aller Widerstände ausgeführt wurden. Ihm gelang es das, was man als maurischen Stil ansah, mit den Fähigkeiten deutscher Handwerker, den Wohnbedürfnissen eines schwäbischen Monarchen und dem mitteleuropäischen Klima zu verbinden. Über den Planungen war aus dem "Badhaus" ein komfortables Wohngebäude mit mehreren Räumen, darunter ein Kuppelsaal mit zwei angrenzenden Gewächshäusern mit je einem Eckpavillon geworden. Bei deren Eisenkonstruktion hatte Zanth Neuland betreten. Kostbar war auch der reiche Zierrat, der die Sprache der Alhambra wie kaum ein anderer Bau vorher und nachher aufnahm.
Mit der Auflösung des württembergischen Hofes ging sie 1918/19 in Staatsbesitz über und wurde als kleiner botanischer Garten mit einer Orchideen- und Kakteensammlung sowie der Azaleen-, Rhododendron- und Magnolienblüte als Hauptattraktion der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober 1944 fiel die Wilhelma den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Die exotische Pracht war vernichtet. Die Pflanzenschätze, soweit man sie nicht vorsorglich ausgelagert hatte, waren zerstört.
In rascher Folge entstanden neue Bauten. Erstes modernes Zoogebäude war das Aquarium, das 1967 eingeweiht wurde und die Wilhelma weltberühmt machte. 1968 folgten Raubtierhaus, Elefanten- und Nashornhaus sowie Flusspferdhaus. Albert Schöchle ging 1970 in den Ruhestand, sein Nachfolger wurde sein langjähriger Mitarbeiter Wilbert Neugebauer, in dessen Zeit u.a. die Affenhäuser, das Jungtieraufzuchthaus, die südamerikanische Anlage und die Anlage für afrikanische Huftiere vollendet wurden.
Im Jahr 1991 folgte die Eröffnung der großen Bärenanlage, 1993 konnten die Vogelfreifluganlage und der Schaubauernhof den Bürgern übergeben werden. Damit hatte die Wilhelma ihre heutige Größe erreicht. In der Kombination von Tieren und Pflanzen ist sie einzigartig.
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Im Jahre 1985 wurde es auf Veranlassung des damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth grundlegend saniert und zur Probebühne der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ausgebaut. Es ist das einzige noch in der Originalbemalung erhaltene Theater Deutschlands im pompejianischen Baustil.
Es dient seit 1987 der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart als Lern- und Lehrtheater, für die Studienbereiche Opern- und Schauspielschule, Figurentheater, Sprecherziehung, Liedklasse etc..
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