Georg-Wilhelm-von-Siemens.jpg Dr. Georg Wilhelm von Siemens (die Kurzform Wilhelm von Siemens ist gebräuchlicher) (* 30. Juli 1855, Berlin - † 14. Oktober 1919, Arosa) war ein deutscher Industrieller, Geheimer Regierungsrat und Sohn von Werner von Siemens.
1889 bekam Georg Wilhelm von Siemens von seinem Vater das Biesdorfer Rittergut zusammen mit dem Schloss Biesdorf.
Außerdem leitete er die damalige Firma Siemens-Schuckertwerke, die u.a. in Biesdorf (damals bei Berlin, heute ein Ortsteil) Luftschiffe in unstarrer Bausweise baute. Georg Wilhelm von Siemens nahm teilweise auch selbst an Probefahrten des Siemens-Schuckert-Luftschiffes SSL1 und SSL2 teil.
Ausführlicher Lebenslauf:
1855 - Wilhelm von Siemens wird am 30. Juli als zweiter Sohn von Werner Siemens und Mathilde in Berlin geboren.
1865 - Wilhelms Mutter stirbt.
1869 - Nach Vorschule und Besuch des Luisenstädtischen Gymnasiums Umschulung in das Kaiserin-Augusta-Gymnasium in Charlottenburg.
1872 - Wilhelm wechselt aus gesundheitlichen Gründen auf ein Lyzeum in Straßburg im Elsaß.
1873 - Erholungs- und Bildungsreise nach Italien.
1875/76 - Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger in Stuttgart.
1876 - 1879 - Studium der Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität in Heidelberg, Leipzig und Berlin.
1879 - Eintritt bei Siemens & Halske.
1882 - Wilhelm heiratet Elly Siemens.
1884 - Wilhelm wird Teilhaber der Firma.
1885 - Geburt des Sohnes Wilhelm Ferdinand.
1888 - Werner Siemens wird angesichts seiner Verdienste von Kaiser Friedrich III. in den erblichen Adelsstand erhoben. Die Familie trägt von nun an den Namen "von Siemens".
1888 - Wilhelm von Siemens zieht mit seiner Familie in die Villa im Park Biesdorf. Werner von Siemens überträgt das Gut, die Villa (Schloss) und den Park Biesdorf seinem Sohn Wilhelm im Jahre 1889.
1888 - Geburt der Tochter Mathilde Eleonore Eveline.
1890 - Werner von Siemens übergibt die Firmenleitung an den Bruder Carl und die Söhne Arnold und Wilhelm.
1897 - Siemens & Halske wird Aktiengesellschaft.
1898 Wilhelm von Siemens, Kirchenpatron der evangelischen Kirche in Biesdorf, spendete für den Umbau der Kirche eine Orgel und die elektrische Beleuchtung.
1904 Ernennung zum geheimen Regierungsrat. Weitere Ehrungen für seine Verdienste u.a. 1905 Dr. ing.h.c. der Technischen Hochschule Dresden und 1915 Ehrendoktor h.c.phil. der Universität Berlin.
1911 Erste Fahrt des Siemens-Schuckert-Luftschiffes (SSL1) über Biesdorf.
1919 Wilhelm von Siemens stirbt, wenige Monate nach dem Tod seiner Frau, während eines Kuraufenthalts in Arosa/Schweiz.
Mann | Deutscher | Unternehmer (Elektrotechnik) | Familie Siemens | Geboren 1855 | Gestorben 1919
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