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Wilhelm II. (* 28. Juli 1777; † 20. November 1847 in Frankfurt am Main) war von 1821 bis zu seinem Tode Kurfürst von Hessen.

Wilhelm II von Hessen-Kassel.jpg Der Sohn von Wilhelm I. studierte in Marburg und Leipzig. Am 13. Februar 1797 heiratete er Prinzessin Auguste, die Tochter des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II..

Als die Franzosen 1806 das Land besetzten, folgte er seinem Vater nach Holstein und Prag und ging dann 1809 nach Berlin. 1813 focht er im preußischen Heer bei Leipzig mit. Er erließ in Kassel am 30. Oktober 1813 den Aufruf an die Hessen zum Kampf gegen Frankreich.

Nach der Rückkehr seines Vaters übernahm er im März 1814 den Oberbefehl über die hessischen Truppen. Sie sollten in den Freiheitskriegen die Festungen Metz, Diedenhofen, Luxemburg und Saarlouis einschließen. Nach dem Pariser Frieden lebte er in Hanau.

Als er nach dem Tod seines Vaters am 27. Februar 1821 den Thron bestieg, erregte er durch mehrere zeitgemäße Reformen in der Verwaltung die schönsten Hoffnungen. Die Erwartung jedoch, dass er die verfassungsmäßige Wirksamkeit der Landstände herstellen werde, blieb unerfüllt, und noch weniger wollte er eine neue, zeitgemäße Verfassung gewähren.

Zu der dadurch hervorgebrachten Missstimmung kamen noch Spaltungen in der Familie selbst. 1821 erhob er seine Geliebte, Emilie Ortlöpp aus Berlin, zur Gräfin von Reichenbach (später zur Gräfin von Lessonitz). Die Kurfürstin, die beim Volke beliebt war, zog sich daraufhin vom Hof zurück, und viele vom Adel folgten ihrem Beispiel. Kurprinz Friedrich Wilhelm ging nach Berlin und söhnte sich erst 1830 mit seinem Vater wieder aus.

Nach einem Aufstand am 6. September 1830 berief Wilhelm II. die Landstände ein. Am 5. Januar 1831 wurde eine neue Verfassung beschlossen. Nachdem die Rückkehr der Gräfin Lessonitz am 11. Januar erneute Unruhen zur Folge hatte, verlegte der Kurfürst seine Residenz von Kassel nach Hanau und übertrug für die Dauer seiner Abwesenheit die Regentschaft dem Kurprinzen Friedrich Wilhelm.

Seitdem lebte der Kurfürst abwechselnd in und bei Hanau (in Philippsruhe), in Baden und besonders in Frankfurt am Main, getrennt von seiner Gemahlin. Nach ihrem Tod am 19. Februar 1841 heiratete er am 8. Juli die Gräfin Lessonitz. Als auch sie am 12. Februar 1843 starb, heiratete er am 28. August Karoline, Baronin von Bergen, geborene von Berlepsch.

Mann | Kurfürst (Hessen) | Geboren 1777 | Gestorben 1847

ヴィルヘルム2世 (ヘッセン選帝侯) | Willem II van Hessen-Kassel

 

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