| Wildschaf | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Paarhufer (Artiodactyla) |
| : | Wiederkäuer (Ruminantia) |
| : | Hornträger (Bovidae) |
| : | Ziegenartige (Caprinae) |
| : | Schafe (Ovis) |
| : | Wildschaf (Ovis orientalis) |
Manche Zoologen rechnen auch die Schafe Nord- und Zentralasiens, das Argali und das Urial, zu dieser Art. Werden sie nicht als eigenständige Arten, sondern als Unterarten des Wildschafs gesehen, dann muss sich der Artname des Wildschafs zu Ovis ammon ändern.
Wildschafe haben eine Kopfrumpflänge von 130 Zentimeter, eine Körperhöhe von 90 Zentimeter und ein Gewicht von 50 (Männchen) bzw. 35 Kilogramm (Weibchen). Das Habitat sind gebirgige Landschaften. Hier bilden Weibchen und Lämmer Herden von bis zu hundert Tieren, während die Böcke Einzelgänger sind, die nur zur Paarungszeit zu den Herden stoßen.
Vor schätzungsweise 10.000 Jahren wurde das Wildschaf domestiziert. Als wahrscheinlichster Ort der erstmaligen Domestikation wird Anatolien angesehen. Schon vor 8000 Jahren gab es in Westeuropa Hausschafe. Vor etwa 7000 Jahren gelangten die Mufflons nach Korsika und Sardinien.
Man unterscheidet heute drei Unterarten:
Das Zypern-Wildschaf wurde im Verlauf des 20. Jahrhunderts fast ausgerottet, konnte aber zwischenzeitlich durch Schutzmaßnahmen auf eine Population von 2000 gebracht werden. Nach neueren Schätzungen (1997) ist der Bestand infolge von Krankheiten allerdings wieder auf 1200 gefallen.
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