| Wilde Möhre | ||||||||||||
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| Daucus1.jpg | ||||||||||||
| : | Asternähnliche (Asteridae) |
| : | Doldenblütlerartige (Apiales) |
| : | Doldenblütler (Apiaceae) |
| : | Möhren (Daucus) |
| : | Möhre (Daucus carota) |
| : | Wilde Möhre |
Die Pflanze bildet leicht bestachelte, borstig-behaarte Früchte aus. Früchte sind stachelige, in 2 Teilfrüchte zerfallende Doppelachänen und Klettfrüchte. Fruchtreife: VII-IX. Während der Fruchtreife bleiben die Doldenstiele dauernd einwärts gekrümmt („Vogelnestform“). Im reifen und abgestorbenen Zustand sind die Doldenstiele hygroskopisch beweglich d.h. die Dolden sind dann bei Trockenheit gespreizt und bei Feuchtigkeit als „Vogelnest“ zusammengezogen. Wintersteher. Eine normal entwickelte Pflanze bringt durchschnittlich 3600 Samen hervor. Die essbare Wurzel hat im Gegensatz zur Karotte keine gelblich oder orange Farbe. Dies liegt vor allem an dem geringen Gehalt an Karotin.
Die Wilde Möhre ist ein ein Tiefwurzler (bis 80cm tief wurzelnd). Die verholzende Wurzelrübe ist aus der verdickten Hauptwurzel und dem Hypokotyl entstanden. Sie besteht aus einem inneren Mark mit Leitgewebe und einem äußeren, zarten Teil mit Speichergewebe. Die Seitenwurzeln fallen bald ab und hinterlassen Narben d.h. Querriefen.
Die Heimat der Pflanze ist Afghanistan und Vorderasien. Man findet die Wilde Möhre bei uns verbreitet in Fettwiesen und Magerrasen, in ruderalen Pioniergesellschaften, an Wegen, Dämmen und in Steinbrüchen. Sie liebt lockere, sandige oder steinige, oft wenig bewachsene Böden. Nach ELLENBERG ist es eine Lichtpflanze, intermediär-kontinental wachsend, und eine Ordnungscharakterart wärmebedürftiger und Trockenheit ertragender zweijähriger bis ausdauernder Ruderalfluren (Onopordetalia acanthii).
Die Blüten sind „Nektar führende Scheibenblumen vom Heracleum-Typ“ und stehen in einer zusammengesetzten Dolde. Im Unterschied zu sonst ähnlichen Doldenblütlern sind die Hüllblätter groß und feingliedrig. Die oft in der Doldenmitte auftretende, durch Anthocyane schwarzrot gefärbte „Mohrenblüte“ ist eine Kontrastfärbung und dient der Anlockung von Bestäubern. Die Dolden krümmen sich nachts einwärts (=Nyktinastie). Besucher sind Insekten aller Art, besonders Käfer und Fliegen. Die Blüten sind eine Hauptpollenquelle für die Sandbienen Andrena pallitaris und Andrena nitidiuscula. Blütezeit: Mai bis September.
Die Pflanze kann durch den Inhaltsstoff Falcarinol Hautreizungen hervorrufen.
Sie enthält 17 mg/100 g Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe aber nur etwa 5 mg Vitamin C.
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