Der Wildbann Dreieich war ein mittelalterlicher Wildbann im Maingau.
Die letzten dem Reich verbliebenen Teile des ursprünglichen Wildbanns wurden 1372 an die Stadt Frankfurt verkauft und bilden den Ursprung des heutigen Stadtwalds.
Verwaltungsmittelpunkt des Wildbannes war die Burg Hayn in der Dreyeich im heutigen Dreieichenhain. Dort residierte der Reichsvogt. Erster Vogt der Dreieich war Eberhard von Hagen, ein enger Vertrauter Kaiser Heinrichs IV. Der Vogt hielt einmal jährlich, während des Monats Mai, in Langen Gericht – das Maigeding.
Ab dem Spätmittelalter stand Hanau aufgrund seines Miteigentumsanteils 1/6 der Einkünfte zu, es hatte aber keine Gerichtsherrschaft inne. Der Wildbann Dreieich zählte hanauerseits zwar zur Herrschaft Babenhausen, nicht aber zum hanauischen Amt Babenhausen.
Das Recht zur Jagd im Wildbann konnte gekauft werden. Dafür musste bis 1832 ein Wildgeld entrichtet werden. Die Jäger der Biebermark bezahlten ihre Summe am Sonntag nach Fronleichnam in Mühlheim.
Die Inhaber dieser Wildhuben wurden als Hübner bezeichnet; sie hatten das Recht, den wirtschaftlichen Nutzen aus dem Wald zu ziehen. Die Wildhuben wurden als Lehen vergeben und waren erblich.
Buri, Friedrich Carl von, Behauptete Vorrechte derer Alten königlichen Bann-Forste, oder Ausführung derer dem königlichen Forst- und Wildbann zu der Drey-Eich anklebenden Oberherrlich- und Gerechtigkeiten ... nebst einem Beweiß- und Urkundenbuch, Büdingen 1742.
Buri, Friedrich Carl von, Drey-Eichisches Beweiß- und Urkundenbuch, worinnen alle und jede in vorstehender Ausführung zu der Drey-Eich angezogenen Beylagen, Offenbach 1744.
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Kurtze documentirte Demonstration daß der uhralte Reichs- und Königs-Forst zur Drey-Eichen, sambt der unzertrennlich damit verknüpfften Wildbanns-Obrigkeit sich auch über die Franckfurther Waldungen und Felder unwiedersprechlich erstrecke, und solches von der Stadt Franckfurth von Seculis bis hierher offt und vielfältig er- und bekennet worden mithin die bey einem hochpreißlichen kayserl. und des Reichs Cammer-Gericht jüngsthin per mera falsa narrata gegen das hoch-gräfliche Hauß Ysenburg erschlichene beyde Processe sowohl puncto Citationis ad reassumendum & c. recht geflissentliche Zunöthigungen seyen, Offenbach o.J. 1727.
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