| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Bad Wildbad.png | Karte_Bad_Wildbad_in_Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Karlsruhe | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Calw | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 420 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 105,26 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 11.250 (31. Dez. 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 107 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 9,2 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 75323 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07081 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | CW | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 2 35 079 | bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung des Stadtgebiets: | 6 Stadtteile/Stadtbezirke | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Kernerstraße 11 75323 Bad Wildbad | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | www.bad-wildbad.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | mail@bad-wildbad.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Dr. Walter Jocher (parteilos) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Es ist jedoch sicher, dass Wildbad schon im frühen Mittelalter bestand. Darauf deutet auch der 1904 entdeckte Urquell hin. Die dort aufgefundenen Gefäße und Eichenholzstücke wurden in Radiokarbon- und dendrochronologischen Untersuchungen auf das 12. Jahrhundert datiert.
Die erste sichere Nennung Wildbads ist von 1376, als der Bischof zu Speyer ersucht wird, den Wildbader Kaplan zu ermächtigen, selbst Taufen und Beerdigungen vorzunehmen und Legate sowie den Zehnten zu empfangen. Wildbad wurde zum Schutz mit einer Mauer umgeben und 1442 zur Amtsstadt erhoben. Im 15. Jahrhundert erscheint Wildbad bereits als bedeutender Badeort. Viele adlige und hochgestellte Gäste suchten in den Thermalbädern Heilung ihrer Gebrechen.
Während des Bauernaufstands 1525 befanden sich beispielsweise viele Ritter und einige Fürsten und Äbte in Wildbad. Ihre Herbergen waren mit Fahnen, Wappen und Schildern behängt, wodurch sich das Feuer beim großen Stadtbrand rasch ausbreiten konnte. In dieser Zeit war Wildbad eine der Hochburgen der Wismutmalerei. Die adligen Gäste nahmen gerne als Souvenir die auf Wismutgrund bemalten Kästchen mit. Sogar ein Flügelaltärchen der Äbtissin Veus soll dort 1551 hergestellt worden sein. Schon 1514 gab es in Wildbad eine städtische Ordnung der Maler, Dreher und Ladenmacher. Wildbad-1900-olgastrasse.jpg
Der von Kaiser Maximilian I. erstellte Freiheitsbrief, der 1525 verbrannte, wurde 1530 von Kaiser Karl V. erneuert.
Im Laufe der Jahrhunderte nahm Wildbad einen stürmischen Aufschwung, dank der Förderung durch die Grafen, Herzöge und Könige von Württemberg. Moderne Badegebäude, das Herzogliche Palais, die Kuranlagen, sowie moderne Hotels und Gasthäuser wurden erstellt um die ständig wachsende Zahl der Badegäste aufzunehmen. Unterbrochen durch Kriege und Stadtbrände wurde das herzogliche, später königliche Bad immer wieder aufgebaut und modernisiert.
Haupterwerbsquelle der Bewohner waren die Flößerei und die Waldwirtschaft. Die Landwirtschaft war unbedeutend. Verwegene Holzhändler (auch Schiffer genannt) brachten es zu Reichtum und Wohlstand, während die Einwohner ein karges Dasein fristeten. Erst nach Gewerbe- und Industrieansiedlungen, besonders der Firma Alfred Gauthier GmbH, gab es bessere Verdienstmöglichkeiten.
Mit dem Prädikat Luftkurort begann in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts der Fremdenverkehr als zusätzliche Erwerbsquelle. Heute ist der Stadtteil, der auch als Fünftälerort bezeichnet wird, eine Wohngemeinde mit guter Infrastruktur.
Um 1763 wurde Sprollenhaus größer durch die Ansiedlung von Kolonisten, die den Wald rodeten um Ackerland zu gewinnen und als Holzhauer ihren Unterhalt verdienten. Heute ist Sprollenhaus zusammen mit Nonnenmiß eine schön gelegene Wohngemeinde.
Von heimatgeschichtlichem Interesse ist auch, dass mit Urkunde vom 22. April 1561 der württembergische Reformator Johannes Brenz die Fautsburg (Vogtsburg) vom württembergischen Herzog als Lehen erhielt. Zum Lehen gehörten außer Wiesen und Ackern auch die Holz- und Wassergerechtigkeit sowie die Fautsberger Sägemühle (Aichelberger Sägemühle).
Die Weiler Aichelberg, Meistern, Hünerberg, Kälbermühle und Rehmühle bildeten im 19. Jahrhundert die Gemeinde Bergorte. Seit 1938 erhielten sie den Namen Aichelberg. Die Einwohner lebten überwiegend von der Land- und Waldwirtschaft. Der schön gelegen Stadtteil ist heute eine Wohngemeinde mit landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben sowie mit Fremdenverkehr.
| CDU | 33,0 % | +5,1 | 7 Sitze | ±0 |
| SPD | 26,8 % | +8,0 | 5 Sitze | +1 |
| UBKL | 25,3 % | -0,5 | 5 Sitze | -1 |
| FDP/DVP/FWV | 14,9 % | -8,1 | 3 Sitze | -2 |
| Andere | 0,0 % | -4,4 | 0 Sitze | -1 |
Die Sommerbergbahn Bad Wildbad führt auf den Wildbader Hausberg hinauf und überquert dabei eine Höhendifferenz von ca. 300 Metern.
Bekannte Persönlichkeiten Wildbads sind Ludwig Hofacker, die Badeärzte von Renz und Justinus Kerner, in Wildbad geboren wurde der württembergische Autor, Politiker (Paulskirche) und Übersetzer (Aristophanes) Ludwig Seeger. Auch der königliche Hofphotograph Karl Blumenthal ist mit seinen Bildern der alten Waldberufe weit über die Grenzen Wildbads hinaus bekannt.
Durch seine Liebe zum Schwarzwald ist ein bedeutender Künstler mit Aichelberg verbunden: Karl Wilhelm Bauerle (englisch: Bowerly), * 1831 in Endersbach (heute zu Weinstadt), † 1912 in Aichelberg (Schwarzwald; heute zu Bad Wildbad), war Kunstmaler in London, seit 1869 am Hof von Viktoria I. Königin von Großbritannien und Irland, seit 1876 als englischer Staatsbürger. Aus Ärger über den britischen Krieg gegen die Buren zog er nach Deutschland.
Herausragende Persönlichkeiten Calmbachs waren Johann Friederich Goßweiler, die Rössleswirtin Jakobina Friederika Lutzin und deren Sohn Christian Friederich von Lutz.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Bad Wildbad".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world