Wiktor Fedorowytsch Janukowytsch (ukrainisch , russisch ; * 9. Juli 1950 in Jenakijewe (ukrain. ; russ. /Jenakijewo)) in der Oblast Donezk) war vom 21. November 2002 bis zum 5. Januar 2005 Premierminister der Ukraine.
Janukowytsch arbeitete als Autoschlosser und Mechaniker. Etwa 20 Jahre war er anschließend in Führungspositionen von Industrieunternehmen („Donbasstransremont“ - Донбастрансремонт, „Ukrwuglepromtrans“ -Укрвуглепромтранс) sowie in der Donezker Oblast-Vereinigung fur Automobilverkehr tätig.
1996 wurde Janukowytsch als stellvertretender Vorsitzender in die Donezker Oblastverwaltung berufen. Vom 14. Mai 1997 bis November 2002 war er deren Vorsitzender sowie außerdem Abgeordneter im Donezker Oblastparlament. Von Mai 1999 bis Mai 2001 war er dessen Vorsitzender (Gouverneur).
Am 21. November 2002 wurde Janukowytsch als Nachfolger Anatolij Kinachs Premierminister der Ukraine. Am 31. Dezember 2004 kündigte Janukowytsch seinen Rücktritt als Ministerpräsident an. Präsident Kutschma nahm das Rücktrittsgesuch am 5. Januar 2005 an und bestimmte Vize-Regierungschef Mykola Asarow zum Nachfolger Janukowytschs.
Wiktor Janukowytsch wurde im Jahr 2002 „Mann des Jahres“ und erhielt den Verdienstorden 2. und 3. Klasse. Er ist Doktor der Wissenschaften, Professor, und Echtes Mitglied der Akademie für Wirtschaftswissenschaften der Ukraine. Er bekleidet noch weitere öffentliche Ämter, darunter ist er Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine. Er ist verheiratet mit Ljudmila Olexandriwna Janukowytsch und hat zwei erwachsene Söhne.
Kurzfassung: Janukowytsch kandidierte 2004 für das Amt des Präsidenten der Ukraine und gewann die Wahl nach ersten staatlichen Aussagen zunächst relativ knapp. Der Wahlsieg war jedoch von Wahlbetrugsvorwürfen in einem dermaßen glaubwürdigen Ausmaß überschattet, dass auch die Beobachter der OSZE Neuwahlen forderten, nicht jedoch die Beobachter der GUS und der BHHRG. Der Wahl folgten andauernden Massenproteste (Orangene Revolution). Der Oberste Gerichtshof in Kiew erklärte am 3. Dezember 2004 die Stichwahl vom 21. November unter Vorbehalt einer Parlamentsentscheidung und Gesetzesänderung für ungültig und ordnete unter dem gleichen Vorbehalt eine Wiederholung der Stichwahl an. Janukowytsch akzeptierte diese Entscheidung. Bei den erneuten Stichwahlen am 26. Dezember unterlag Janukowytsch mit 44,19 % der Stimmen gegenüber Wiktor Juschtschenko mit 51,99%.
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