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Kategorien erlauben es, Wikipedia-Artikel in bestimmte „Schubladen“ zu packen. Im Gegensatz zu echten Schubladen kann ein Artikel dabei in mehrere Schubladen gleichzeitig einsortiert sein; die Kategorien können ihrerseits wieder anderen Kategorien zugeordnet sein. Artikel werden damit als Elemente von Mengen entsprechend der Mengenlehre behandelt. Derzeit können die Elemente innerhalb einer Kategorie nur die Eigenschaft ihres Namens besitzen und danach sortiert werden.

Kategorien können in der Wikipedia für verschiedene Zwecke eingesetzt werden. Es besteht noch keine Einigkeit darüber, wo eine Verwendung nützlich ist und wo nicht. Mögliche Anwendungsfälle sind:

  • Die Einordnung von Artikeln in eine Systematik
  • Die Zuweisung von Artikeltypen zu Artikeln
  • Verschlagwortung von Artikeln
  • Grundlage für statistische Auswertungen über die Zusammensetzung der Artikel.

Neben Kategorien gibt es in der Wikipedia noch eine andere Möglichkeit, Themengebiete übersichtlich zusammenzufassen: sogenannte Portale. Einen nach Portalen gegliederten Einstieg in die Wikipedia gibt es unter Wikipedia nach Themen, mehr Informationen zu Portalen unter Portale. Des Weiteren gibt es auch Übersichten.

Grundlegendes


Die Artikelkategorisierung der Wikipedia erfolgt durch ein sehr flexibles Verfahren. Dieses Verfahren ist multihierarchisch und lässt mehrfache Zuordnungen zu. Prinzipiell kann jeder Autor jede Kategorie definieren, in der Hierarchiestruktur umhängen etc. Damit diese wünschenswerte Freiheit jedoch nicht dazu führt, dass der Sinn der Kategorisierung, die Auffindbarkeit von Artikeln bestimmter Bereiche sowie die Möglichkeit statistischer Aussagen letztlich nicht mehr gegeben ist, weil der Namensraum der Kategorien völlig chaotisch verwuchert, gilt für die deutschsprachige Wikipedia folgendes Verfahren:

Die Grobstruktur der Kategorisierung in einzelne Hauptkategorien, Hauptabteilungen und Artikeltypen werden durch interessierte Nutzer im Konsens festgelegt. Sichergestellt werden soll, dass statistische Grobanalysen der Wikipedia jederzeit möglich sind. Dazu muss die Anzahl der obersten Kategorien relativ begrenzt sein. Weiterhin soll das Anlegen nicht funktionierender Hierarchiestrukturen so schwer wie möglich gemacht werden.

Änderungen an dieser Grobstruktur können nur mit neuer Konsensfindung und unter sorgfältiger Abwägung bezüglich der „Folgekosten“ geschehen. Neue Hauptkategorien dürfen nicht „einfach so“ angelegt werden oder müssen gegebenenfalls gelöscht werden, falls sich Widerspruch erhebt. Werden sie angelegt, muss diese Seite hier entsprechend nachgepflegt werden.

Unterhalb der Hauptkategorien legen interessierte Fachbereiche die Strukturen fest. Wie weit die jeweiligen Fachbereiche eine allgemeine Freigabe der Kategorien erlauben oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Gibt es noch keine Koordinationsinstanz für einen Fachbereich, sollten sich interessierte Nutzer an der Unterkategorisierung zunächst an die jeweiligen Portale und Projekte wenden. Gibts da noch nichts, oder interessiert sich keiner, dann bitte eine eigene Koordinationsinstanz aufmachen, am besten auf der Diskussionsseite der Hauptkategorie!

Eine Kategorie kann wie ein Artikel bearbeitet werden und sollte durch eine kurze Beschreibung von verwandten Kategorien abgegrenzt werden. Dies erleichtert Lesern und Autoren den Umgang damit, Beispiel Kategorie:Basidienpilze.

Grundprinzip

Die Artikel werden in der Wikipedia nach drei unterschiedlichen Prinzipien kategorisiert:

  1. dem „gehört-zum-Fachgebiet“-Prinzip (belongs-to)
  2. dem „ist-ein-(Teil-von)“-Prinzip (is-a / part-of)
  3. mit einer örtlich/zeitlichen Fixierung

Das erste Prinzip wird über die Hauptkategorien, das zweite über die Artikeltypen, das dritte über Fixierungen gesteuert. Die Kombination aus diesen Merkmalen definiert letztlich die Schublade, in die ein Artikel gesteckt wird: So ist der Artikel „Charles Darwin“ dem Fachgebiet „Biologie“ zugeordnet und dem Artikeltyp „Person“. Charles Darwin ist eine Person und gehört zum Bereich Biologie. Sein Werk „Über die Entstehung der Arten“ ist ein Buch und gehört zum Bereich Biologie. Artikel können zudem örtlich und zeitlich fixiert werden, Darwin bspw. in die Ortsfixierung „England“ und die Zeitfixierung „19. Jahrhundert“

Der Artikel wurde nun drei Kategorien zugeordnet. Dabei können Mischkategorien angelegt werden, die dem Anwender das Kategorisieren erleichtern: „Englische Biologen des 19. Jahrhunderts“, diese Mischkategorien sollten aber besser auf ein Minimum beschränkt bleiben.

Hinweise für Autoren

Autoren, die Artikel klassifizieren möchten, sollten bitte folgendes beachten: Grundsätzlich sollte jeder Artikel einer oder mehrerer der im folgenden erklärten Hauptkategorien oder einer zugehörigen Unterkategorie zugeordnet sein,

das trifft jedoch nicht zu für:
Für alle (3) Fälle (nicht nur Diskussionen) siehe auch: Kategorien#Verwendung von Kategorien in Diskussionen (auf dieser Seite).

Wird ein Artikel in eine Kategorie eingeordnet, sollte er nicht gleichzeitig in einer ihrer Über- oder Unterkategorien gelistet sein. Wenn man sich mit der Unterkategorisierung eines Fachbereichs nicht auskennt, bitte einfach nur die Hauptkategorie verwenden und den Klassifikatoren des Fachbereichs die Detailarbeit überlassen. Bitte nicht einfach neue Kategorien aufmachen, ohne diese mit den Fachbereichen abgestimmt zu haben. Erstens braucht das Verständnis des Kategorisierungssystems hier etwas Erfahrung (damit beispielsweise keine Zirkel entstehen, nicht redundant klassifiziert wird usw.), zweitens führen zu viele detaillierte, schlecht in die Hierarchie eingepasste Kategorien letztlich dazu, dass der Gesamtüberblick in den Details untergeht. Daher die herzliche Bitte: Mit den Fachbereichen abstimmen; wer nicht so tief einsteigen will, bitte auf der Ebene der Hauptkategorien bleiben.

Größe von Kategorien

In Kategorien werden maximal 200 Unterkategorien bzw. Artikel angezeigt, oberhalb dieser Größe wird eine Kategorie also unübersichtlich und sollte eventuell weiter aufgeteilt werden.

Da Kategorien dem Auffinden von Artikeln dienen, ist es nicht sinnvoll, nur sehr wenige Artikel in eine Kategorie zu packen, da dies das Auffinden nicht erleichtert, sondern erschwert. Völliger Unfug ist das Anlegen von einer Kategorie für einen einzigen Artikel. Eine sinnvolle Zahl, ab der es sich ernsthaft lohnt, sind zehn Artikel, siehe dazu auch den nächsten Abschnitt.

Namenskonventionen

Für das Anlegen der Kategorien gelten die Namenskonventionen analog. Dies bedeutet auch, dass in den meisten Fällen die Kategorie im Singular gehalten ist (etwa Kategorie: Autor, nicht Kategorie:Autoren). Die Namen der Kategorien sollten möglichst eindeutig und aussagekräftig gewählt sein. Grundsätzlich ist natürlichsprachlichen Lemmata der Vorrang zu geben. Die Verwendung von Klammerzusätzen (Qualifikatoren) ist umstritten, sofern die Klammer im Namen nicht der normalen Bezeichnung eines Artikels entspricht (wie beispielsweise Kategorie:Münster (Westfalen)). Qualifikatoren können dort eingesetzt werden, wo dies aus semantischen Gründen sinnvoll sind. Im Zweifel sollen folgende Regeln helfen:

Die Verwendung von ganzen „Pfaden“ von der Wurzel der Kategoriestruktur ist zu vermeiden. Eine Kategorie über griechische Skulpturen sollte beispielsweise nicht „Bildende Kunst:Skulptur:Skulptur der Antike:Griechische Skulptur“ genannt werden, da Kategorien durchaus mehrere Oberkategorien haben können und es deshalb nicht nur einen möglichen Pfad gibt. So wäre für dieses Beispiel auch die Einordnung „Geschichte:Antike:Kunst der Antike:Griechische Skulptur“ möglich. Außerdem wird durch Pfade ein späteres Umstrukturieren und Umbenennen von Kategorien äußerst erschwert.

Schnittmengenkategorien und Software

Schnittmengenkategorien sind solche, die zwei Kategorien zu einer zusammenfassen. Beispielsweise sind in Kategorie:Ska-Musiker die Artikel die zur Schnittmenge von Kategorie:Musiker und Kategorie:Ska gehören. Dies erlaubt das schnellere Auffinden von Ska-Musikern, die sonst sowohl zur Kategorie Musiker und zur Kategorie Ska gehören würden, dort aber jeweils untergingen und nicht auffindbar wären. Schnittmengenkategorien sind also dann sinnvoll, wenn die Überkategorien zu unübersichtlich werden. Hierbei ist zum Erstellen möglichst der CatScan von Duesentrieb zu benutzen. Dieser kann automatisch die Schnittmengen zweier Kategorien anzeigen, so dass das vollständige Auffinden aller in die Schnittmengenkategorie einzufügender Artikel erleichtert wird. Die Möglichkeit zeigt auch, dass das Anlegen von Schnittmengenkategorien Nachteile birgt. Eine boolesche Abfrage per Software könnte prinzipiell automatisch die Schnittmenge liefern, während eine angelegte Kategorie gepflegt werden muss. Leider ist die Leistungsfähigkeit des Tool-Servers, auf dem CatScan läuft, nicht ausreichend, um die Schnittmengenanzeige auch den lesenden Benutzern zur Verfügung zu stellen. Es gibt mittlerweile eine MediaWiki-Extension, die letzte Änderungen in Schnittmengen von Kategorien anzeigen kann, diese ist aber nicht angeschaltet, da dies die Datenbank-Server stark belasten würde. Eine Übersicht der einfachen Schnittmengen einer Kategorie kann mit dem Tool CoCat angezeigt werden.

Hauptkategorien


siehe Hauptkategorien

Kategoriebäume


Hier sollten bitte die einzelnen Fachbereiche eine hierarchische Übersicht über ihren Teilbaum der Kategoriestruktur und die jeweilige Anlaufstelle für Diskussionen und Fragen dazu eintragen – bitte legt Seiten als Unterseite Wikipedia:Kategorien/Fachbereich an.

Einen schnellen und aktuellen Einstieg ermöglicht das Tool CatTree.













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Technische Realisierung und Anwendung


Siehe: Kategorien

Alternativen zu Kategorien


Neben Kategorien existieren in Wikipedia verschiedene andere Mechanismen, die die Navigation und Strukturierung der Artikel erleichtern. Dies sind unter anderem

Vor der Verwendung einer Kategorie sollte deshalb im Einzelfall überlegt werden, ob andere Mechanismen wie zum Beispiel normale Links nicht aus verschiedenen Gründen vorzuziehen sind.

Die Kategorien können eine Übersicht bieten über die Lemmata, die bereits als Artikel fertig gestellt sind. Sie bieten auch keine zusätzlichen Informationen, wie es zum Beispiel in biographischen Listen mit Angaben zu Lebensdaten und Herkunft möglich ist. Mit Hilfe von Listen kann – bei gewissenhafter Sammlung und sinnvoller Anordnung – festgestellt werden, welche Lemmata noch fehlen (rote Links).

Siehe auch:

Listen aller Kategorie-Artikel


  • Eine einfache Auflistung aller erstellten Kategorien findet sich unter Categories.
  • Der aktuelle Kategorienbaum der Wikipedia (ein Abbild der Kategoriestruktur) kann mit dem Tool CatTree angesehen werden.
  • Kategorien/Übersicht enthält eine etwas veraltete hierarchische Strukturliste (Achtung: Sehr umfangreiche Seite!).
  • Uncategorizedpages – Artikel ohne Kategorie

Theoretischer Hintergrund


Das Kategoriensystem der Wikipedia ist ein Thesaurus, der teilweise nach Art einer Klassifikation aufgebaut ist. Teilweise wird Gebrauch von Qualifikatoren gemacht. Die Hierarchische Recherche ist mit dem Tool CatTree möglich. Ein informationswissenschaftlicher Vergleich von Klassifikation, Social Tagging und dem Kategoriensystem der Wikipedia findet sich in dem Paper Collaborative thesaurus tagging the Wikipedia way.

Siehe auch


Wikipedia Hilfe | Wikipedia:Kategorien | Wikipedia:Dokumentation

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