| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Wiesloch.png | Karte_wiesloch_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Regionalverband: | Rhein-Neckar |
| Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 130 m ü. NN (Marktplatz) |
| Fläche: | 30,26 km² |
| Einwohner: | 26.231 (30. Sept. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 859 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 15,1 % |
| Postleitzahlen: | 69152 - 69168 (alt 6908) |
| Vorwahl: | 06222 |
| Kfz-Kennzeichen: | HD |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 098 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt, 4 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstraße 13 69168 Wiesloch |
| Offizielle Website: | www.wiesloch.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Franz Schaidhammer |
Im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadt Wiesloch den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Die Stadt Wiesloch hat mit der Nachbargemeinde Dielheim eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Nußloch, Leimen, Mauer, Meckesheim, Dielheim, Rauenberg, St. Leon-Rot und Walldorf.
Als Aushängeschild Baiertals gilt der Obstanbau, insbesondere der Apfelanbau. Mit 50 Hektar besitzt der Ort die größte zusammenhängende Obstanlage Badens. Die Produkte der fünf Obsthöfe werden dabei seit Jahren von den Erzeugern selbst vertrieben und vermarktet, was sich sehr gut bewährt und den Erzeugern einen überregional guten Ruf eingebracht hat.
Der Spitzname der Baiertaler ist Briggehossler.
Im Westen von Wiesloch besteht von 120-260 ein römisches Straßendorf mit einigen Gutshöfen. Hier kreuzen sich zwei römische Fernstraßen. (Speyer-Bad Wimpfen-Limes und Ladenburg-Basel). Seit dem 1. Jahrhundert ist der Bergbau auf Blei, Silber und Galmei in Wiesloch nachweisbar.
Wiesloch wurde am 12. September 801 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch als 'Wezzinloch' erstmals erwähnt. 889 urkundet König Arnulf in Wiesloch. 965 bekommt Wiesloch von Kaiser Otto I. die Erlaubnis erteilt einen öffentlichen Markt einzurichten. (bestätigt von Kaiser Otto III. 987 und von König Heinrich IV. 1067)
Im frühen 13. Jahrhundert gelangt Wiesloch unter die Herrschaft der Pfalzgrafen bei Rhein, der späteren Kurfürsten der Pfalz. Als Stadt wurde Wiesloch erstmals 1288 in einer Urkunde des Pfalzgrafen Ludwig des Strengen erwähnt, der genaue Zeitpunkt der Verleihung des Stadtrechts ist jedoch unbekannt. 1296 urkundet König Adolf in Wiesloch.
Im Dreißigjährigen Krieg fand am 27. April 1622 die Schlacht bei Wiesloch zwischen ligistischen Truppen unter der Führung Tillys und den vereinigten Heeren von Mansfeld und Georg Friedrich von Baden-Durlach statt. Wiesloch wird am 28. Januar 1689 in Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von französischen Truppen des Generals Mélac heimgesucht und fast völlig niedergebrannt und zerstört. Die katholische Kirche Sankt Laurentius wird 1750 fertiggestellt.
Bis 1803 gehört Wiesloch zur Kurpfalz, danach geht die Stadt im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden und wird zur Amtsstadt erhoben. 1806 wird sie Sitz eines Bezirksamtes.
Auf ihrer Jungfernfahrt 5. August 1888 mit dem Wagen ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim ging Bertha Benz in Wiesloch der Sprit aus und sie musste bei der Stadt-Apotheke Ligroin als Treibstoff kaufen (der von dem "Höllengefährt" vor seiner Tür nicht sehr begeistert war und erst überzeugt werden musste, das Ligroin überhaupt zu verkaufen). An diese Anekdote erinnert heute ein Denkmal am Wieslocher Marktplatz sowie ein Hinweisschild an der (heute noch existierenden) Stadtapotheke als erste Tankstelle der Welt.
1905 wird die Heil- und Pflegeanstalt, das heutige Psychiatrische Zentrum Nordbaden, eröffnet. 1936 wird das Bezirksamt aufgelöst. Danach gehörte die Stadt zum Landkreis Heidelberg.
Nach dem Zweiten Weltkrieg werden 1946-1949 in Wiesloch über 2.000 Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen.
1954 wurde der Wieslocher Bergbau wegen Unrentabilität endgültig stillgelegt.
Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 kam die Stadt zum neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis. Gleichzeitig wurde sie zur Großen Kreisstadt erklärt. Die Wieslocher Hauptstraße wurde 1983 zur Fußgängerzone erklärt.
Die nach der Reformation übriggebliebenen Katholiken konnten von 1701 bis ca. 1725 den abgemauerten Chor der Stadtkirche als Gottesdienstraum mitbenutzen (Simultankirche). Später erwarben sie die säkularisierte Klosterkirche, die heutige katholische Kirche St. Laurentius. Gehörten die Katholiken im Raum Wiesloch zunächst noch zum Bistum Speyer, so wurden sie 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Die Pfarrgemeinden wurden den Dekanaten Heidelberg, St. Leon und Waibstadt zugeordnet. Als 1929 das Dekanat St. Leon aufgehoben wurde, entstand das Dekanat Wiesloch, das 1976 seine heutige Ausdehnung erhielt. Ihm gehören heute insgesamt 29 Pfarrgemeinden an. Im Wieslocher Stadtgebiet umfasst es die Pfarrgemeinden St. Laurentius, Hl. Dreifaltigkeit (mit der Filialgemeinde St. Marien Frauenweiler), Hl. Kreuz und St. Gallus Baiertal (mit Hl. Dreifaltigkeit Schatthausen).
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Wiesloch auch Freikirchen, darunter eine methodistische Gemeinde. Ferner gibt es in neuerer Zeit auch eine muslimische Moschee.
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1577 | 1.360 | - | 1689 | ca. 900 | - | 1727 | 978 | - | 1777 | 1.373 | - | 1. Dezember 1871 | 3.474 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 3.740 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 3.796 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 4.322 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 6.536 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 6.673 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 7.278 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 7.637 |
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| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 17. Mai 1939 ¹ | 7.932 | - | Dezember 1945 ¹ | 7.636 | - | 13. September 1950 ¹ | 10.926 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 13.651 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 16.102 | - | 31. Dezember 1975 | 21.552 | - | 31. Dezember 1980 | 21.746 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 21.862 | - | 31. Dezember 1990 | 22.947 | - | 31. Dezember 1995 | 24.647 | - | 31. Dezember 2000 | 25.383 | - | 31. März 2004 | 25.742 |
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Heutiges Stadtoberhaupt ist der Bürgermeister, seit 1. Januar 1973 Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der "Erste Beigeordnete" mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Bisherige Bürgermeister bzw. (ab 1973) Oberbürgermeister:
Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1898 amtlich festgelegt. Es symbolisiert den kurpfälzischen Löwen und die Wittelsbacher Rauten und bringt somit die Zugehörigkeit der Stadt zur Kurpfalz zum Ausdruck.
Zudem pflegt Wiesloch freundschaftliche Beziehungen mit Győr (Ungarn).
In Altwiesloch ist die Pankratiuskapelle und in Schatthausen das Schatthäuser Wasserschloss zu nennen. Letzteres befindet sich jedoch im Privatbesitz. Ferner gibt es zwischen Baiertal und Schatthausen den Hohenhardter Hof.
Die Wieslocher Stadtapotheke rühmt sich, die "erste Tankstelle der Welt" zu sein, da im Jahr 1888 Bertha Benz bei ihrer Fahrt von Mannheim nach Pforzheim in Wiesloch der Treibstoff ausging und sie in der Stadtapotheke Benzin kaufte.
Weiterhin sehenswert ist die Altwieslochler "Lechner'sche Mühle", die sich entlang der Baiertaler Straße erstreckt. Diese befindet sich leider in Privatbesitz, ist jedoch nach Voranmeldung unter 06222/2228 zu besichtigen.
Das denkmalgeschützte Lokschuppengebäude mit seinen Rauchfängern für Dampflokomotiven befindet sich noch im Originalzustand seiner Erbauung aus dem Jahre 1905 und ist ein einzigartiges Zeugnis der Industriegeschichte im süddeutschen Raum. Das Museum befindet sich im Aufbau und ist regelmäßig an mehreren Besuchstagen und Sonderveranstaltungen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum befindet sich „In den Weinäckern“ und liegt verkehrsgünstig nur 10 Geh-Minuten vom DB- und S-Bahnhof Wiesloch-Walldorf entfernt. Mit dem PKW erreicht man es über die neue B 3, Abfahrt Wiesloch-West, danach der Beschilderung REWE-Frischelager folgend. Kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich vorort.
Ferner liegt die Stadt an den Bundesstraßen B 3 und B 39. Die Entfernung nach Heidelberg beträgt rund 15 km, nach Mannheim rund 30 km.
Der Bahnhof Wiesloch/Walldorf liegt am Westrand des Wieslocher Stadtgebiets an den Bahnstrecken Heidelberg – Karlsruhe bzw. Heidelberg – Stuttgart. Es halten Züge des IC- und Regionalverkehrs. Der Bahnhof ist außerdem in das S-Bahn-Netz der S-Bahn Rhein-Neckar integriert, die Linien S3 und S4 stellen halbstündliche Verbindungen in Richtung Heidelberg/Mannheim sowie Bruchsal/Karlsruhe her.
Innerörtliche Anschlüsse bietet das gemeinsam mit der Nachbarstadt Walldorf betriebene Stadtbusnetz mit dreizehn Stadt- und Regionalbuslinien.
Der Nahverkehr im Stadtgebiet und der näheren Umgebung ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eingebunden, südlich von Bad Schönborn gelten hingegen die Tarifbestimmungen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Wiesloch der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Wiesloch des Erzbistums Freiburg.
Folgende berufsbildende Schulen in Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises befinden sind in Wiesloch: Hubert-Sternberg-Schule (Gewerbliche Schule) mit Technischem Gymnasium, Johann-Philipp-Bronner-Schule (Kaufmännische Schule) mit Wirtschaftsgymnasium sowie Luise-Otto-Peters-Schule (Hauswirtschaftliche Schule).
Ferner gibt es noch drei Privatschulen in Wiesloch, das Abendgymnasium der Volkshochschule, die Private Abendrealschule der Volkshochschule Südliche Bergstraße e.V. und die Tom-Mutters-Schule für Geistigbehinderte der Lebenshilfe.
Mit rund 3500 Mitgliedern ist die TSG Wiesloch einer der größten Vereine in Nordbaden.
Mit rund 800 Mitglieder ist die SpVgg Baiertal der größte Fußballverein der Stadt Wiesloch. Zurzeit spielt Baiertal in der Kreisliga Heidelberg.
Sonstige Personen, die mit Wiesloch in Verbindung stehen:
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