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Wappen Karte
Wappen Wiesloch.png Karte_wiesloch_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Regionalverband: Rhein-Neckar
Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis
Geografische Lage:
Höhe: 130 m ü. NN (Marktplatz)
Fläche: 30,26 km²
Einwohner: 26.231 (30. Sept. 2005)
Bevölkerungsdichte: 859 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 15,1 %
Postleitzahlen: 69152 - 69168
(alt 6908)
Vorwahl: 06222
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 098
Stadtgliederung: Kernstadt, 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 13
69168 Wiesloch
Offizielle Website: www.wiesloch.de
Politik
Oberbürgermeister: Franz Schaidhammer
Wiesloch ist eine Stadt im nördlichen Baden-Württemberg, etwa 13 km südlich von Heidelberg. Sie ist nach Weinheim, Sinsheim und Leimen die viertgrößte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises und bildet mit der Nachbarstadt Walldorf eines der Mittelzentren im Bereich des Oberzentrums Heidelberg. Zum Mittelbereich Wiesloch/Walldorf gehören noch die Städte und Gemeinden Dielheim, Malsch, Mühlhausen, Rauenberg und St. Leon-Rot.

Im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadt Wiesloch den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Die Stadt Wiesloch hat mit der Nachbargemeinde Dielheim eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geografie


Wiesloch.png]] Wiesloch liegt teils an den südlichen Ausläufern des kleinen Odenwalds (siehe auch Odenwald), teils im Rheintal und teils im Kraichgauer Hügelland. Auf Wieslocher Gemarkung fließen fünf Bäche: Leimbach, Gauangelbach, Waldangelbach, Ochsenbach und Maisbach.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Wiesloch. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Nußloch, Leimen, Mauer, Meckesheim, Dielheim, Rauenberg, St. Leon-Rot und Walldorf.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Wieslochs besteht aus der Kernstadt und den vier Stadtteilen Altwiesloch, Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen. Darüber hinaus gibt es zum Teil noch separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, z.B. Hohenhardterhof, Keitelberg und Vogelgsang.

Ortsteil Baiertal

Der Ort liegt östlich von Wiesloch im Tal des Gauangelbachs. Das in den 1990er Jahren errichtete Neubaugebiet mit über 700 Wohneinheiten befindet sich im Westen Richtung Wiesloch. Baiertal ist heute eine moderne Wohngemeinde mit (2003) 4440 Einwohnern und verfügt u.a. über einen Supermarkt, mehrere Einzelhandelsgeschäfte, zwei Banken, drei Kirchen, ein Altenpflegeheim, eine Grund- und Hauptschule, einen Golfplatz am Hohenhardter Hof und ein reges Vereinsleben mit insgesamt 30 verschiedenen Vereinen. Jedes Jahr am 3. Wochenende im September findet in der Dorfmitte die dreitägige Kerwe statt, als so genannte Straßenkerwe mit Bewirtung durch die Vereine und Privatpersonen.

Als Aushängeschild Baiertals gilt der Obstanbau, insbesondere der Apfelanbau. Mit 50 Hektar besitzt der Ort die größte zusammenhängende Obstanlage Badens. Die Produkte der fünf Obsthöfe werden dabei seit Jahren von den Erzeugern selbst vertrieben und vermarktet, was sich sehr gut bewährt und den Erzeugern einen überregional guten Ruf eingebracht hat.

Der Spitzname der Baiertaler ist Briggehossler.

Klima

Die Durchschnittstemperaturen in Wiesloch betragen im Januar 1,3°C und im Juli 19,8°C. Dieses äußerst milde Klima bietet, wie an der gesamten Bergstraße, seit jeher gute Bedingungen für den Weinbau.

Geschichte


Die Ursprünge von Siedlungen lassen sich bis in die keltische Zeit (um 500 v. Chr.) zurückverfolgen.

Im Westen von Wiesloch besteht von 120-260 ein römisches Straßendorf mit einigen Gutshöfen. Hier kreuzen sich zwei römische Fernstraßen. (Speyer-Bad Wimpfen-Limes und Ladenburg-Basel). Seit dem 1. Jahrhundert ist der Bergbau auf Blei, Silber und Galmei in Wiesloch nachweisbar.

Wiesloch wurde am 12. September 801 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch als 'Wezzinloch' erstmals erwähnt. 889 urkundet König Arnulf in Wiesloch. 965 bekommt Wiesloch von Kaiser Otto I. die Erlaubnis erteilt einen öffentlichen Markt einzurichten. (bestätigt von Kaiser Otto III. 987 und von König Heinrich IV. 1067)

Im frühen 13. Jahrhundert gelangt Wiesloch unter die Herrschaft der Pfalzgrafen bei Rhein, der späteren Kurfürsten der Pfalz. Als Stadt wurde Wiesloch erstmals 1288 in einer Urkunde des Pfalzgrafen Ludwig des Strengen erwähnt, der genaue Zeitpunkt der Verleihung des Stadtrechts ist jedoch unbekannt. 1296 urkundet König Adolf in Wiesloch.

Im Dreißigjährigen Krieg fand am 27. April 1622 die Schlacht bei Wiesloch zwischen ligistischen Truppen unter der Führung Tillys und den vereinigten Heeren von Mansfeld und Georg Friedrich von Baden-Durlach statt. Wiesloch wird am 28. Januar 1689 in Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von französischen Truppen des Generals Mélac heimgesucht und fast völlig niedergebrannt und zerstört. Die katholische Kirche Sankt Laurentius wird 1750 fertiggestellt.

Bis 1803 gehört Wiesloch zur Kurpfalz, danach geht die Stadt im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden und wird zur Amtsstadt erhoben. 1806 wird sie Sitz eines Bezirksamtes.

Auf ihrer Jungfernfahrt 5. August 1888 mit dem Wagen ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim ging Bertha Benz in Wiesloch der Sprit aus und sie musste bei der Stadt-Apotheke Ligroin als Treibstoff kaufen (der von dem "Höllengefährt" vor seiner Tür nicht sehr begeistert war und erst überzeugt werden musste, das Ligroin überhaupt zu verkaufen). An diese Anekdote erinnert heute ein Denkmal am Wieslocher Marktplatz sowie ein Hinweisschild an der (heute noch existierenden) Stadtapotheke als erste Tankstelle der Welt.

1905 wird die Heil- und Pflegeanstalt, das heutige Psychiatrische Zentrum Nordbaden, eröffnet. 1936 wird das Bezirksamt aufgelöst. Danach gehörte die Stadt zum Landkreis Heidelberg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg werden 1946-1949 in Wiesloch über 2.000 Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen.

1954 wurde der Wieslocher Bergbau wegen Unrentabilität endgültig stillgelegt.

Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 kam die Stadt zum neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis. Gleichzeitig wurde sie zur Großen Kreisstadt erklärt. Die Wieslocher Hauptstraße wurde 1983 zur Fußgängerzone erklärt.

Religionen

Wiesloch gehörte anfangs zum Bistum Worms und kam später zum Bistum Speyer. 1071 weihte Bischof Gundekar II. von Eichstätt die heutige evangelische Stadtkirche dem Heiligen Laurentius. Wie in der gesamten Kurpfalz, so wurde auch in Wiesloch die Reformation eingeführt. Wurde 1556 zunächst das lutherische Bekenntnis eingeführt, so wechselte man 1560 zum reformierten Bekenntnis. Wiesloch war danach eine überwiegend protestantische Stadt. Als 1803 die (reformierte) Kurpfalz zum (lutherischen) Land Baden kam, lag eine Vereinigung der beiden protestantischen Kirchen nahe, was 1821 dann vollzogen wurde. Mit Pfarrer und Kirchenrat Johann Karl David Paul Reimold und Posthalter Johann David Greiff waren übrigens zwei Wieslocher in der Badischen Generalsynode vertreten, die diese Union herbeiführte. Seitdem ist die Stadtkirche also evangelisch-uniert und wurde Sitz des Dekans des Dekanats (Kirchenbezirk) Wiesloch, zu dem heute neben der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch mit Johannes-Pfarrei (Stadtkirche), Christus-Pfarrei und Paulus-Pfarrei die Kirchengemeinden der Stadtteile Baiertal und Schatthausen sowie die Kirchengemeinden der Städte und Gemeinden des Umlands, Leimen, Nußloch, Sandhausen, St. Leon-Rot und Walldorf, gehören. Der Kirchenbezirk Wiesloch, welcher derzeit von einer Dekanin geleitet wird, gehört zum Kirchenkreis Nordbaden innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden. Der Kirchenbezirk Wiesloch wird zum 1. April 2008 mit dem Kirchenbezirk Schwetzingen zum neuen Kirchenbezirk "Südliche Kurpfalz" mit Sitz in Wiesloch vereinigt. Ebenso sind in Wiesloch der A.B.-Verein, Evangelischer Verein für Innere Mission, die Liebenzeller Gemeinschaft und der CVJM als Gemeinschaft der Landeskirche vertreten.

Die nach der Reformation übriggebliebenen Katholiken konnten von 1701 bis ca. 1725 den abgemauerten Chor der Stadtkirche als Gottesdienstraum mitbenutzen (Simultankirche). Später erwarben sie die säkularisierte Klosterkirche, die heutige katholische Kirche St. Laurentius. Gehörten die Katholiken im Raum Wiesloch zunächst noch zum Bistum Speyer, so wurden sie 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Die Pfarrgemeinden wurden den Dekanaten Heidelberg, St. Leon und Waibstadt zugeordnet. Als 1929 das Dekanat St. Leon aufgehoben wurde, entstand das Dekanat Wiesloch, das 1976 seine heutige Ausdehnung erhielt. Ihm gehören heute insgesamt 29 Pfarrgemeinden an. Im Wieslocher Stadtgebiet umfasst es die Pfarrgemeinden St. Laurentius, Hl. Dreifaltigkeit (mit der Filialgemeinde St. Marien Frauenweiler), Hl. Kreuz und St. Gallus Baiertal (mit Hl. Dreifaltigkeit Schatthausen).

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Wiesloch auch Freikirchen, darunter eine methodistische Gemeinde. Ferner gibt es in neuerer Zeit auch eine muslimische Moschee.

Eingemeindungen

Bereits 1526 wurde Frauenweiler eingemeindet. 1908 erfolgte die Eingliederung von Altwiesloch, das erst 1824 eine selbständige Gemeinde geworden war und am 31. Januar 1972 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Baiertal und Schatthausen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
-
1577 1.360
-
1689 ca. 900
-
1727 978
-
1777 1.373
-
1. Dezember 1871 3.474
-
1. Dezember 1880 ¹ 3.740
-
1. Dezember 1890 ¹ 3.796
-
1. Dezember 1900 ¹ 4.322
-
1. Dezember 1910 ¹ 6.536
-
8. Oktober 1919 ¹ 6.673
-
16. Juni 1925 ¹ 7.278
-
16. Juni 1933 ¹ 7.637
Jahr Einwohnerzahlen
-
17. Mai 1939 ¹ 7.932
-
Dezember 1945 ¹ 7.636
-
13. September 1950 ¹ 10.926
-
6. Juni 1961 ¹ 13.651
-
27. Mai 1970 ¹ 16.102
-
31. Dezember 1975 21.552
-
31. Dezember 1980 21.746
-
27. Mai 1987 ¹ 21.862
-
31. Dezember 1990 22.947
-
31. Dezember 1995 24.647
-
31. Dezember 2000 25.383
-
31. März 2004 25.742
¹ Volkszählungsergebnis

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Wiesloch hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 35 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien an:
  • CDU 12 Sitze
  • SPD 7 Sitze
  • Grüne 7 Sitze
  • FW 6 Sitze
  • WGF (Wählergemeinschaft Frauenweiler) 2 Sitze
  • Frauenliste 1 Sitz

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt ist seit 1300 der Schultheiß nachweisbar. Ihm standen zwei Bürgermeister und 12 Ratsleute und der Stadtschreiber zur Seite. Die Zahlen der Ratsleute wechselte mehrmals.

Heutiges Stadtoberhaupt ist der Bürgermeister, seit 1. Januar 1973 Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der "Erste Beigeordnete" mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".

Bisherige Bürgermeister bzw. (ab 1973) Oberbürgermeister:

Wappen

Das Wieslocher Wappen zeigt in gespaltenem Schild vorne in Schwarz einen rot bewehrten, goldenen Löwen, hinten schräg gerautet von Silber und Blau. Die Stadtfarben sind blau-weiß.

Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1898 amtlich festgelegt. Es symbolisiert den kurpfälzischen Löwen und die Wittelsbacher Rauten und bringt somit die Zugehörigkeit der Stadt zur Kurpfalz zum Ausdruck.

Städtepartnerschaften

Wiesloch unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:

Zudem pflegt Wiesloch freundschaftliche Beziehungen mit Győr (Ungarn).

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater und Museen

Das Palatin ist das Kulturzentrum Wieslochs. Das Wieslocher Heimatmuseum zeigt Gegenstände aus der Lokalgeschichte.

Musik

Die 1987 im heimischen Jugendzentrum gegründete Band The Busters ist ein erfolgreicher "Musikexport" der Stadt und erfreut sich großer Beliebtheit rund um den Globus. Man hat sich dem Ska verschrieben, einem jamaikanischen Musikstil mit multikulturellen Einflüssen. Auch im "traditionellen" hat Wiesloch einiges an Musik zu bieten. Gibt es doch auch einen Fanfarenzug, den "Kurpfälzischen Fanfarenzug der Weinstadt Wiesloch e.V." , der sich der altdeutschen Fanfarenmusik verschrieben hat. So werden auf Naturtonfanfaren und Landsknechtstrommeln klassische Musikstücke, die eigens für Fanfaren bearbeitet wurden, gespielt. Auszüge aus Wagners "Tannhäuser" und Dvoraks "Aus der neuen Welt" werden ebenso wie die "Nußknackersuite" von Tschaikowsky dargeboten. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch historische Kostüme und 2x2 Meter große Schwingfahnen mit den kurpfälzischen Wappen.

Bauwerke

Der Freihof, das älteste Gebäude Wieslochs, hat den Dreißigjährigen Krieg und beide Weltkriege überlebt. Die Wieslocher Burg mit Bergfried beherbergt heute die Polizei. Von der ehemaligen Stadtmauer sind der Dörndl, der Sauermillichhaffe und der Runde Eckturm erhalten. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Kernstadt sind das alte Rathaus, die Evangelische Stadtkirche mit Fundament- und Mauerresten aus dem 11. Jahrhundert, die Sankt Laurentius-Kirche (Wiesloch) und der jüdische Friedhof.

In Altwiesloch ist die Pankratiuskapelle und in Schatthausen das Schatthäuser Wasserschloss zu nennen. Letzteres befindet sich jedoch im Privatbesitz. Ferner gibt es zwischen Baiertal und Schatthausen den Hohenhardter Hof.

Die Wieslocher Stadtapotheke rühmt sich, die "erste Tankstelle der Welt" zu sein, da im Jahr 1888 Bertha Benz bei ihrer Fahrt von Mannheim nach Pforzheim in Wiesloch der Treibstoff ausging und sie in der Stadtapotheke Benzin kaufte.

Weiterhin sehenswert ist die Altwieslochler "Lechner'sche Mühle", die sich entlang der Baiertaler Straße erstreckt. Diese befindet sich leider in Privatbesitz, ist jedoch nach Voranmeldung unter 06222/2228 zu besichtigen.

Feldbahn- & Industriemuseum Wiesloch e.V.

Lokschuppen.jpg Der Verein Feldbahn- & Industriemuseum Wiesloch e.V. besteht seit 2001 und sammelt historisch wertvolle Schienenfahrzeuge von Feld- und Grubenbahnen in der Spurweite 600mm, um sie - möglichst betriebsfähig - der Nachwelt zu erhalten. Sein Domizil hat der Verein im Feldbahnlokschuppen auf dem ehemaligen Gelände der Tonwaren-Industrie-Wiesloch AG (TIW - AG) in Wiesloch.

Das denkmalgeschützte Lokschuppengebäude mit seinen Rauchfängern für Dampflokomotiven befindet sich noch im Originalzustand seiner Erbauung aus dem Jahre 1905 und ist ein einzigartiges Zeugnis der Industriegeschichte im süddeutschen Raum. Das Museum befindet sich im Aufbau und ist regelmäßig an mehreren Besuchstagen und Sonderveranstaltungen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum befindet sich „In den Weinäckern“ und liegt verkehrsgünstig nur 10 Geh-Minuten vom DB- und S-Bahnhof Wiesloch-Walldorf entfernt. Mit dem PKW erreicht man es über die neue B 3, Abfahrt Wiesloch-West, danach der Beschilderung REWE-Frischelager folgend. Kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich vorort.

Regelmäßige Veranstaltungen

Alljährlich findet Ende August/Anfang September das Kurpfälzische Winzerfest in Wiesloch das 8 Tage dauert, statt. Es wird seit 1935 gefeiert. Am ersten Samstag im September feiert man in der Wieslocher Altstadt das Straßenfest ’’Wein und Markt’’. Weitere Veranstaltungen:
  • Kurpfälzisches Winzerfest über 1 Woche beginnend am letzten Wochenende im August
  • Großes Wein und Markt Fest am ersten Samstag im September
  • Wochenmarkt (Adenauerplatz), freitags 8 - 13 Uhr
  • Tag der Kirchenmusik, Wochenende nach Ostern um den Sonntag Kantate
  • Wieslocher Mai, Anfang Mai
  • Aktion Ferienspaß, Sommerferien
  • Wieslocher Sommer, Anfang Juli
  • Wieslocher Herbst, letzter Sonntag im September
  • Weihnachtsmarkt, Adventswochenden
  • Kerwe in den 4 Stadtteilen

Wirtschaft und Infrastruktur


Druckmaschinenherstellung, Wellpappenherstellung, Lebensmittelzentral- und Frischelager, Finanzdienstleister sind die Hauptzweige der Wirtschaft. Daneben besitzt Wiesloch eine Großkellerei einer Winzergenossenschaft, den Winzerkeller.

Verkehr

S-Bahn RheinNeckar Netzplan Kraichgau.png]]

Straßenverkehr
Wiesloch liegt an der Autobahn A 6 (Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg) und unweit der A 5 (Anschlussstelle Walldorf/Wiesloch) und hat somit direkten Anschluss an die europäischen Fernstraßen E35 und E60.

Ferner liegt die Stadt an den Bundesstraßen B 3 und B 39. Die Entfernung nach Heidelberg beträgt rund 15 km, nach Mannheim rund 30 km.

Öffentlicher Verkehr
Wiesloch verfügt über ein umfangreiches ÖPNV-Angebot.

Der Bahnhof Wiesloch/Walldorf liegt am Westrand des Wieslocher Stadtgebiets an den Bahnstrecken HeidelbergKarlsruhe bzw. Heidelberg – Stuttgart. Es halten Züge des IC- und Regionalverkehrs. Der Bahnhof ist außerdem in das S-Bahn-Netz der S-Bahn Rhein-Neckar integriert, die Linien S3 und S4 stellen halbstündliche Verbindungen in Richtung Heidelberg/Mannheim sowie Bruchsal/Karlsruhe her.

Innerörtliche Anschlüsse bietet das gemeinsam mit der Nachbarstadt Walldorf betriebene Stadtbusnetz mit dreizehn Stadt- und Regionalbuslinien.

Der Nahverkehr im Stadtgebiet und der näheren Umgebung ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eingebunden, südlich von Bad Schönborn gelten hingegen die Tarifbestimmungen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).

Ansässige Unternehmen

Medien

Über das lokale Geschehen der Stadt berichtet die in Heidelberg ansässige Rhein-Neckar-Zeitung mit dem Lokalteil für Walldorf und Wiesloch. Außerdem berichtet jeden Donnerstag die "WieWo" über Ereignisse, die in Wiesloch und seinen Ortsteilen passierte sind. Die "Wieslocher Woche" erscheint bei Nussbaum Medien in St.Leon-Rot und ist die Plattform für Vereine, Kirchen, Parteien und sonstigen Institutionen, die sich und ihre Arbeit in Wiesloch lokal präsentieren wollen .

Gerichte, Behörden und Einrichtungen

Wiesloch besitzt ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Heidelberg gehört, und eine Außenstelle des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis. Ferner befindet sich in Wiesloch das PZN - Psychiatrisches Zentrum Nordbaden.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Wiesloch der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Wiesloch des Erzbistums Freiburg.

Bildung

Wiesloch verfügt über ein vielfältiges Schulangebot, nämlich ein Gymnasium (Ottheinrich-Gymnasium), eine Realschule (Realschule Wiesloch), eine Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule) und zwei Haupt- bzw. Grund- und Hauptschulen (Gerbersruhschule (Hauptschule) und Pestalozzi-Grund- und Hauptschule). Ferner gib es vier Grundschulen: Schillerschule, Maria-Sibylla-Merian-Grundschule, Grundschule Frauenweiler und Grundschule Schatthausen.

Folgende berufsbildende Schulen in Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises befinden sind in Wiesloch: Hubert-Sternberg-Schule (Gewerbliche Schule) mit Technischem Gymnasium, Johann-Philipp-Bronner-Schule (Kaufmännische Schule) mit Wirtschaftsgymnasium sowie Luise-Otto-Peters-Schule (Hauswirtschaftliche Schule).

Ferner gibt es noch drei Privatschulen in Wiesloch, das Abendgymnasium der Volkshochschule, die Private Abendrealschule der Volkshochschule Südliche Bergstraße e.V. und die Tom-Mutters-Schule für Geistigbehinderte der Lebenshilfe.

Sport

Das Stadion an der Parkstraße besteht aus einer Wettkampfbahn Typ B mit Großspielfeld, 400-m-Rundbahn (Kunststoff), Leichtathletik-Segmentflächen (Kunststoff) und einer Stehtribüne für ca. 7.500 Zuschauer.

Mit rund 3500 Mitgliedern ist die TSG Wiesloch einer der größten Vereine in Nordbaden.

Mit rund 800 Mitglieder ist die SpVgg Baiertal der größte Fußballverein der Stadt Wiesloch. Zurzeit spielt Baiertal in der Kreisliga Heidelberg.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Die Stadt Wiesloch hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstige Personen, die mit Wiesloch in Verbindung stehen:

  • Georg August Schweinfurth, * 29. Dezember 1836 in Riga; † 19. September 1925 in Berlin), Afrikaforscher; seine Vorfahren kamen aus Wiesloch.
  • Adolf Kussmaul, *22. Februar 1822 in Graben, verlebte seine Jugendjahre in Wiesloch
  • The Busters, eine der bekanntesten deutschen Ska-Bands (gegründet 1987)

Literatur


  • Erich Keyser (Hrsg.): Badisches Städtebuch; Band IV 2. Stuttgart 1959 (Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages)
  • Stadtverwaltung Wiesloch (Hrsg.): Wiesloch. Beiträge zur Geschichte. 2 Bände. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher, 2000/2001
  • Ludwig H. Hildebrandt (bearb.): Mittelalterliche Urkunden über Wiesloch und Walldorf. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2001

Weblinks


Ort in Baden-WürttembergRhein-Neckar-Kreis Kurpfalz

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