| Wiesenschaumkraut | ||||||||||||
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| Illustration_Cardamine_pratensis0.jpg | ||||||||||||
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Kreuzblütlerartige (Brassicales) |
| : | Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) |
| : | Schaumkräuter (Cardamine) |
| : | Wiesenschaumkraut |
Die im deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung Wiesenschaumkraut bezieht sich auf das häufige Vorkommen von Schaumnestern der Schaumzikade an dieser Pflanze. Diese sind im Frühjahr so häufig, dass die im Volksmund auch als „Kuckucksspeichel“ bezeichneten Nester der Pflanze den volkstümlichen Namen „Kuckucksblume“ gegeben haben.
Als weit verbreitete und auffällige Wiesenblume besitzt das Wiesenschaumkraut eine Reihe weiterer volkstümlicher Namen, die regional sehr unterschiedlich sein können. Dazu gehören Bettbrunzer, blaue Brunnenkressich, Fleischblume, Gauchblume, Harnsamen, Maiblume, Marienblume, Pinksterbloem, Präriekraut, Schaumkraut, Storchenschnäbli, Strohblume, Wasserkraut, Wiesenkresse und Wilde Kresse.
Die botanische Bezeichnung Cardámine praténsis setzt sich zusammen aus griech. κάςδαμων (kárdamon) = Kresse und lat. pratensis, was mit „auf Wiesen wachsend“ übersetzt werden kann.
Die gestielten, unpaarig gefiederten Grundblätter haben 2 bis 15 Paare rundlicher Fiederblättchen. Die kurzgestielten Stängelblätter sind ebenfalls gefiedert, tragen aber länglich schmale Fiederblättchen. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die „Kreuzblüten“ des Wiesen-Schaumkrautes bestehen aus vier Kronblättern und sechs gelben Staubblättern, welche ungefähr drei mal so lang wie die vier grünen Kelchblätter sind. Die Kronblätter sind weiß bis blassrosa mit dunkleren Adern. Die „Kreuzblüten“ vereinigen sich in einer endständigen Traube, jedoch entstehen am oberen Teil des runden, hohlen Blütenstängels häufig noch weitere kleine Blütentrauben. Bei Regenwetter und Dunkelheit krümmen sich die Blütenstiele und die sich schließenden Blüten nehmen eine nickende Stellung ein. Die Blütezeit des Wiesen-Schaumkrautes ist von April bis Juni. Die Früchte sind stabförmig, mit einem Durchmesser von gut einem Zentimeter und etwa 2 bis 5,5 cm lang.
Das Große Wiesenschaumkraut besitzt etwa 4-6 mm große Kelchblätter, im Gegensatz zu etwa 2-4 mm des Eigentlichen Wiesenschaumkrautes. Auch die Kronblätter sind mit 12-19 mm größer. In Österreich ist das Große Wiesenschaumkraut selten und kommt nur in Niederösterreich etwa in den Marchauen vor.
Dort, wo grundständige Blätter des Wiesenschaumkrautes den feuchten Boden berühren, bilden sich häufig an den Ansatzstellen der Fiederblättchen wurzelnde Brutknospen. Aus diesen wachsen selbstständige Pflanzen heran. Mit dieser vegetativen Selbstausbreitung, die botanisch Blastochorie genannt wird, stellt die Pflanze eine Fortpflanzung auch dann sicher, wenn die Standortbedingungen oder nasskaltes Wetter ein Ausreifen der Samenschoten verhindern.
Als Standort werden frische bis feuchte Fettwiesen und Flachmoore von der collinen bis montanen (etwa bis 1.700 m) Lage bevorzugt. Auch in Bergwiesen, Flachmooren, in Großseggenriedern, an Bachufern und in Auenwäldern ist die Art anzutreffen. Durch eine Bewirtschaftung feuchter Wiesen wird die Verbreitung dieser Art stark gefördert.
Zu den gleichfalls auf dieser Pflanze lebenden Insekten zählt die etwa fünf bis sechs Millimeter lange und variabel gefärbte Wiesenschaumzikade (Philaenus spumaris). Wiesenschaumzikaden leben auf krautigen Pflanzen, deren Pflanzensaft sie saugen. Sie legen an ihren Wirtspflanzen auch ihre Eier ab, aus denen im April und Mai Larven schlüpfen, die gleichfalls den Pflanzensaft saugen. Die unverdaulichen Reste dieses Saftes lassen die Larven als flüssigen Kot über ihren Körper laufen. Durch die Ausatmungsluft der Larve entsteht aus diesem flüssigen Kot ein weißer Schaum, der die Larve vollständig einhüllt und sie vor Sonne und Fressfeinden schützt. Diese auffälligen Schaumklümpchen sind neben dem Wiesenschaumkraut auch an der Kuckuckslichtnelke sowie gelegentlich an der Petersilie zu finden.
Wiesenschaumkraut-Tee wird in der Volksmedizin gegen Rheuma und andere Schmerzzustände verwendet. Heilwirkungen beruhen vor allem auf dem enthaltenen Vitamin C sowie den Senfölglykosiden, die insbesondere auf Niere und Leber anregend wirken. Dieser Wirkung verdankt das Wiesenschaumkraut auch die volkstümlichen Bezeichnungen Bettsoicher, Harnsamen und Griesblümel. Die in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe wirken jedoch auf Magen und Nieren auch reizend und dürfen nur in Maßen genossen werden.
Řeřišnice luční | Eng-Karse | Cardamine pratensis | Pievinė kartenė | Pinksterbloem | Rzeżucha łąkowa
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