Wiener Riesenrad DSC02378.JPG | Prater riesenrad.jpg | Wiener Riesenrad dsc02961.jpg | Riesenrad_Detail_1.jpg | Riesenrad_Detail_2.jpg Das Wiener Riesenrad im Wiener Prater ist ein bekanntes und viel besuchtes Wahrzeichen von Wien und war für einige Zeit das größte Riesenrad der Welt.
Während des Ersten Weltkrieges, im Jahre 1916, wurde der britische Eigentümer des Riesenrades, Walter Basset, enteignet und die Attraktion zur Versteigerung ausgeschrieben. Erst drei Jahre später, 1919 erwarb es Eduard Steiner (nicht mit Gabor Steiner verwandt), der es ursprünglich abreißen lassen wollte, es aber schließlich verpachtete.
1938 wurde das Wiener Riesenrad wie das gesamte Eigentum von Eduard und Gabor Steiner von den Nationalsozialisten arisiert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Wiener Riesenrad durch Feuer und Bomben fast gänzlich vernichtet und brannte 1944 aus. Im selben Jahr verstarben Gabor Steiner, der "Vater des Riesenrades" in seinem Exil in Beverly Hills sowie der letzte rechtmäßige Besitzer vor der Arisierung, Eduard Steiner im KZ Auschwitz.
Im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt Wien wurde auch das Riesenrad ab 1945 wieder aufgebaut und konnte im Jahre 1947 – allerdings nur noch mit der Hälfte der Gondeln – wieder eröffnet werden. Auch heute noch sieht man, dass jeder zweite Ausleger am Riesenrad leer ist und es nun insgesamt 15 Gondeln trägt.
In die Filmgeschichte geriet das Wiener Riesenrad spätestens durch eine längere Sequenz in "Der dritte Mann" (1949, Regie: Carol Reed), mit Orson Welles und Joseph Cotten als Darstellern.
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