Der Wiener Opernball ist jedes Jahr neben dem Neujahrskonzert einer der gesellschaftlichen Höhepunkte im Wiener Fasching.
Nach Ende des Kaiserreiches fand man sehr schnell wieder zurück zu dieser Tradition, bereits am 21. Jänner 1921 fand die erste Opernredoute der Ersten Republik statt. Der erste Ball unter dem Namen "Wiener Opernball" fand 1935 für karitative Zwecke statt. Seitdem findet er (fast) alle Jahre am letzten Donnerstag (Weiberfastnacht) im Fasching in der Wiener Staatsoper statt. Ausnahmen waren meist Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen, wie beispielsweise der Zweite Weltkrieg. 1939 wurde er trotz des bevorstehenden Ausbruchs des Krieges auf Anordnung der deutschen Reichsregierung durchgeführt. Eine weitere Unterbrechungen war 1991 auf Grund des Golfkriegs, bei dem man die Sicherheit der zahlreichen in und ausländischen (Staats-)Gäste nicht garantieren konnte.
Seit 1969 überträgt der ORF gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk den Opernball live. 2005 wurde der Wiener Opernball erstmalig zur rauchfreien Zone erklärt. Lediglich in zwei Rauchersalons und dem Vestibül durfte geraucht werden.
Die Ballbesucher und der Werbeeffekt für den österreichischen Tourismus haben sich auch zu einem Wirtschaftsfaktor in Wien entwickelt. Ca. 4700 Besucher kommen jedes Jahr zum Ball der Bälle nach Wien, wovon etwa die Hälfte der Ballbesucher extra aus dem Ausland kommt. 180 Paare aus dem In- und Ausland eröffnen den Ball. Die Organisation der Eröffnung führt traditionell die Tanzschule Elmayer durch. Anschließend wird traditionell mit dem von Johann Strauß geprägten Kommando: Alles Walzer die Tanzfläche für alle freigegeben.
In vielen Städten der Erde, so auch in New York wird ebenfalls ein Wiener Opernball organisiert. 2005 fand er erstmals auch in Dubai statt.
Organisatorinnen des Opernballs:
Gelegentlich war der Opernball auch das Ziel - von den Gästen weniger geschätzter - politischer Demonstrationen (z. B. der Homosexuellen für ihre rechtliche Gleichstellung). Es gab während des Opernballs auch immer wieder Kundgebungen, die zu Gewaltakten ausartete und die Anwesenheit des weltweiten Publikums ausnützten, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Palette reichte von Protesten gegen den Hunger in der dritten Welt über Proteste gegen die Pelztierzucht bis hin zu Protesten gegen die Regierungen von ÖVP und FPÖ. In letzter Zeit haben derartige Demonstrationen, die meist aus dem linken politischen Spektrum kamen, an Bedeutung verloren.
Kultur (Wien) | Tanzveranstaltung | Veranstaltung (Karneval)
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