| Landesflagge | Landeswappen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Flag of Wien.svg | Wien_3_Wappen.PNG | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
bgcolor="#FFFFFF" | Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | AT: | AT-9 | bgcolor="#FFFFFF" | Kraftfahrzeugkennzeichen: | W | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennzahl: | 90101 - 92301 | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 1010 - 1239, 1400, 1450 | bgcolor="#FFFFFF" | Telefonvorwahl: | 01 | bgcolor="#FFFFFF" | Homepage: | www.wien.gv.at | bgcolor="#FFFFFF" | Karte: Wien in Österreich | bgcolor="#FFFFFF" | At wien.jpg | bgcolor="#FFFFFF" | Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister | Dr. Michael Häupl (SPÖ) | bgcolor="#FFFFFF" | Regierende Partei | SPÖ | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Sitzverteilung im Gemeinderat (100 Sitze): | SPÖ 55 ÖVP 18 Grüne 14 FPÖ 13 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | letzte Wahl: | 23. Oktober 2005 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | nächste Wahl: | vorraussichtlich 2009 | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerung | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: Ballungsraum: | 1.631.082 (2005) 1.900.000 | bgcolor="#FFFFFF" | Rang: | 1. von 9 | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 3.931,3 Einwohner/km² | bgcolor="#FFFFFF" | Geografie | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 414,65 km² | bgcolor="#FFFFFF" | - davon Land: | 395,29 km² (95,33 %) | bgcolor="#FFFFFF" | - davon Wasser: | 19,36 km² (4,67 %) | bgcolor="#FFFFFF" | - Rang: | 9. von 9 | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Ausdehnung: | Nord-Süd: 22,4 km West-Ost: 29,2 km | bgcolor="#FFFFFF" | Höchster Punkt: | 542 m (Hermannskogel) | bgcolor="#FFFFFF" | Tiefster Punkt: | 151 m (Lobau) | bgcolor="#FFFFFF" | Verwaltungsgliederung | bgcolor="#FFFFFF" | Bezirke: | 1 Statutarstadt 23 Bezirke | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeinden: | 1 | bgcolor="#FFFFFF" | - davon Städte: | 1 | bgcolor="#FFFFFF" | - davon Marktgemeinden: | 0 | bgcolor="#FFFFFF" | Karte: Wien und Gemeindebezirke | bgcolor="#FFFFFF" | Wienbez.png | bgcolor="#FFFFFF" | Vienna_20021024.JPG | bgcolor="#FFFFFF" | Wien040531w.jpg | bgcolor="#FFFFFF" | ||||||||||||
Wien ist die Bundeshauptstadt und zugleich ein Bundesland der Republik Österreich. Wien hat 1.631.082 Einwohner (Stand 2005). Im Großraum Wiens (Agglomeration) leben etwa 2 Millionen Menschen.
Wahrzeichen von Wien sind der Stephansdom und das Wiener Riesenrad im Prater.
Die Stadt ist die dritte UNO-Stadt und Sitz mehrerer internationaler Organisationen, wie der OPEC, der OSZE oder der internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Die Innenstadt von Wien wurde im Dezember 2001 auf Antrag des Staates Österreich von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wachsen die Verkehrs- und wirtschaftlichen Beziehungen zu den östlichen Nachbarstaaten Österreichs wieder deutlich. Die geografische Nähe zu Osteuropa macht sich wieder stark bemerkbar. So liegt Wien beispielsweise nur 60 km von der slowakischen Hauptstadt Bratislava entfernt; solch eine Nähe zweier Hauptstädte ist innerhalb Europas einmalig (abgesehen vom Sonderfall Vatikan - Rom).
Wien erstreckt sich von einer Seehöhe von 151 m in der Lobau bis zu 542 m, die auf dem Hermannskogel erreicht wird. Hier, im Nordwesten, sowie im Westen und Südwesten Wiens reicht der Wienerwald mit seinen Höhen (Leopoldsberg, Kahlenberg) und Wäldern bis ins Stadtgebiet hinein. Hier tritt die Donau durch die Wiener Pforte, eine Enge zwischen Leopoldsberg und Bisamberg, nach Wien ein. Aus dem Wienerwald fließen außerdem zahlreiche kleine Flüsse in die Stadt, der bekannteste davon ist der Wienfluss. Die Berge im Westen werden im Süden von den eiszeitlichen Terrassen (Wienerberg und Laaer Berg) fortgesetzt. Dieses gesamte Gebiet wird zum Weinbau genutzt, es bildet die Weinbauregion Wien.
Der Osten der Stadt ist geprägt von den unbebauten, flachen Gebieten des Marchfelds, die der Landwirtschaft dienen. Im Südosten finden sich die Donauauen, eine Auenlandschaft entlang der Donau, die sogar zum Nationalpark erklärt wurde.
Angesichts der vorwiegenden Westwetterlage, wie bei vielen europäischen Städten, sind die gehobenen Wohngegenden eher am westlichen Rand, wo unter anderem die Luft noch sauberer ist, während die alten Industriegebiete eher am östlichen Rand der Stadt situiert sind.
Wien wird heute in insgesamt 23 Bezirke unterteilt. Diese gliedern sich in insgesamt drei „Teile“. Die historische Altstadt, der 1. Bezirk, war bis zum Jahre 1850 deckungsgleich mit dem Stadtgebiet. Unter Kaiser Franz Joseph kam es zur ersten größeren Stadterweiterung, die Vorstädte, die Gemeinden innerhalb des Linienwalls, kamen als 2. bis 9. Bezirk zur Stadt. Am 1. Jänner 1892 kam es zur zweiten großen Stadterweiterung. Die Außenbezirke, damals noch Vororte, wurden eingemeindet. Dieses Stadtgebiet stimmt größtenteils mit dem heutigen Wien überein. Markante Erweiterungen gab es noch 1904, als man die Gebiete nördlich der Donau um Floridsdorf eingemeindete. Eine Vervierfachung seines Stadtgebietes erlebte Wien zur Zeit des Nationalsozialismus, als man ein Groß-Wien schaffen wollte. Diese Änderungen wurden jedoch größtenteils wieder rückgängig gemacht. Seit 1954 sind die Bezirksgrenzen unverändert.
Die einzelnen Bezirke Wiens werden zusätzlich noch in Stadtteile geteilt, die sich an den historischen Gemeinden orientieren. Bei der Festlegung der Bezirksgrenzen versuchte man, diese markant zu setzen - entlang wichtiger Straßen oder Flüsse, wenngleich hierdurch einige ehemalige Gemeinden geteilt wurden. Der 1. Bezirk wird beispielsweise von der Wiener Ringstraße umrundet. Die Innenbezirke wurden durch die Wiener Gürtel Straße von den Außenbezirken abgegrenzt. Der Donaukanal trennt den 2. und 20. Bezirk von der restlichen Innenstadt, und die Donau den 21. und 22. Bezirk vom restlichen Stadtgebiet. Auch der Wienfluss ist während seines gesamten Verlaufes durch die Stadt stets ein Grenzfluss.
Wiens Bezirke:
1.Bezirk Innere Stadt 2.Bezirk Leopoldstadt 3.Bezrik Landstraße 4.Bezirk Wieden 5.Bezirk Margareten 6.Bezirk Mariahilf 7.Bezirk Neubau 8.Bezirk Josefstadt 9.Bezirk Alsergrund 10.Bezirk Favoriten 11.Bezirk Simmering 12.Bezirk Meidling 13.Bezirk Hietzing 14.Bezirk Penzing 15.Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus 16.Bezirk Ottakring 17.Bezirk Hernals 18.Bezirk Währing 19.Bezirk Döbling 20.Bezirk Brigittenau 21.Bezirk Floridsdorf 22.Bezrik Donaustadt 23.Bezirk Liesing
Zusätzlich wird jeder Bezirk in Bezirksteile aufgeteilt.
Erste Besiedelungen lassen sich für die Jungsteinzeit nachweisen. Die Kelten nannten die Stadt Vedunia, die Römer sprachen von Vindobona. Unter dem Adelsgeschlecht der Babenberger erlebte Wien einen ersten Aufschwung, doch Weltgeltung verschaffte der ehemaligen Reichshaupt- und Residenzstadt erst die Herrschaft des Adelshauses der Habsburger, die Wien 1278 als Hauptsitz der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und ab 1806 des Vielvölkerstaates Österreich erwählten.
Die Anfänge der städtischen Geschichtschreibung verzeichnen sich schon im 13. Jahrhundert mit der Stadtchronik von Jans dem Enikel.
Die Ereignisse nach dem Dritten Kreuzzug, in deren Verlauf der englische König Richard Löwenherz von Markgraf Leopold V., dem Tugendreichen, 1192 in Erdberg bei Wien gefangen genommen wurde, brachte ein enormes Lösegeld von 50.000 Mark Silber (etwa 30 Tonnen Silber) ein. Damit wurde unter anderem in Wien eine Münzprägestätte eingerichtet, sowie das Zuschütten der Gräben der alten Stadtmauer beim Stephansplatz und um 1200 der Bau der, auf der Linie des heutigen Ringes verlaufenden, Wiener Stadtmauer finanziert. 1221 bekam Wien, nach Enns 1212, das Stadt- und Stapelrecht verliehen. Letzteres bedeutete, dass Kaufleute, die durch Wien zogen, in der Stadt ihre Waren zum Verkauf anbieten mussten. Dies ermöglichte den Wienern den Zwischenhandel, so dass Wien bald weitreichende Handelsbeziehungen, insbesondere entlang der Donaustraße und nach Venedig unterhielt, und als eine der bedeutendsten Städte des Reichsgebiets galt. Ein Bistum wurde in der Zeit der Babenberger nicht erreicht.
Große Verdienste erwarb sich Rudolf IV., der durch eine kluge Wirtschaftspolitik den Wohlstand hob. Zwei Dinge haben ihm den Beinamen der Stifter eingetragen: die Gründung der Universität Wien 1365 und der Bau des gotischen Langhauses von St. Stephan. Letzteres ist mit der Gründung eines Metropolitan-Kapitels verbunden, das ein symbolischer Ersatz für den noch immer nicht vorhandenen Bischof sein sollte. Die folgende Zeit der Erbstreitigkeiten unter den Habsburgern brachte nicht nur viele Wirren, sondern auch einen wirtschaftlichen Niedergang. Damit verbunden sind auch soziale Unruhen sowie Auseinandersetzungen zwischen der „Patrizier-“ und der „Handwerkerpartei“. 1408 kommt es sogar zur Hinrichtung durch Vierteilung des Bürgermeisters Konrad Vorlauf.
1438 wurde Wien nach der Wahl Herzog Albrechts V. zum deutschen König (Albrecht II.) wieder Reichshauptstadt, mit seinem Namen Albrecht ist allerdings auch die erste große Vertreibung und Ermordung der Wiener Juden von 1421/22 verbunden. 1469 wurde die aufstrebende Stadt nunmehr zum Bischofssitz und damit St. Stephan zur Kathedrale. In der Ära des schwachen Friedrich III. war Wien immer auf der Seite seiner Gegner, da er den Landfrieden gegen umherziehende Söldnerbanden nicht gewährleisten konnte. 1556 schließlich wurde Wien Sitz des Kaisers, nachdem Ungarn und Böhmen zum Herrschaftsbereich der Habsburger hinzugekommen waren. Dies ist auch die Zeit der Rekatholisierung der Stadt, die ziemlich rasch protestantisch geworden war. 1551 wurden die Jesuiten geholt, die rasch großen Einfluss am Hof erlangten. Der führende Kopf der Gegenreformation war Melchior Khlesl, der Bischof von Wien um 1600.
Im Jahre 1529 wurde Wien das erste Mal von den Türken erfolglos belagert. Die durch mittelalterliche Mauern geschützte Stadt konnte den Angriffen nur mit Mühe standhalten, bis schließlich ausgebrochene Seuchen und ein früher Wintereinbruch die Türken zum Rückzug zwangen. Durch die Belagerung war die Notwendigkeit zeitgemäßer Befestigungsanlagen deutlich geworden. Nach Plänen von Hermes Schallautzer wurde Wien seit 1548 zu einer Festung ausgebaut. Die Stadt wurde mit 11 Bastionen aus Mauerwerk versehen und von einem Graben umgeben. Um Wien entstand ein Glacis, ein breiter, unverbauter Bereich, der den Verteidigern ein freies Schussfeld ermöglichte. Diese Befestigungsbauten, die bis ins 17. Jahrhundert hinein den Hauptteil der Bautätigkeit ausmachten, sollten sich 1683 bei der Zweiten Türkenbelagerung auszahlen, denn sie schützten die Stadt zwei Monate lang, bis die türkische Armee wegen des Eintreffens des vom Polenkönig Jan Sobieski angeführten Entsatzheeres ihre Kampfrichtung änderte und somit die Belagerung auch diesmal erfolglos endete. Dies war der Beginn des endgültigen Zurückdrängens des Osmanischen Reiches. Wien konnte sich zwar stets gegen die Türken behaupten, die ständige Bedrohung durch die Osmanen hemmte jedoch lange Zeit das Wachstum der Stadt.
Nach den Einschnitten durch die großen Pestepidemien von 1679 und 1713 wuchs die Bevölkerung ständig. Für 1724 schätzt man 150.000 Einwohner, um 1790 waren es bereits 200.000. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Manufakturen gegründet, die erste in der Leopoldstadt. Damals entwickelten sich Kanalisation und Straßenreinigung, was die hygienischen Verhältnisse verbesserte. Ebenso fällt die Einführung der ersten Hausnummern (der Konskriptionsnummern) in diese Zeit, sowie die Anfänge eines staatlichen Postsystems. Unter Kaiser Joseph II. wurde zudem die Stadtverwaltung 1783 modernisiert: es wurden eigene Beamte für die Stadt (den Magistrat) eingeführt. Zur selben Zeit wurden auch die innerstädtischen Friedhöfe aufgelöst.
Mit dem Aufblühen der Stadt entwickelte sich Wien bald zu einem der wichtigsten europäischen Kulturzentren, gipfelnd in der Wiener Klassik mit den Komponisten Mozart, Beethoven und Haydn.
Die folgende Politik der Restauration hatte Zensur und Spitzelwesen zur Folge. Die Bevölkerung zog sich zurück, die Biedermeier-Kultur entstand. Die erste Hälfte dieses Jahrhunderts war zudem geprägt von einer intensiven Industrialisierung, 1837 kam der Anschluss ans Eisenbahnnetz. Die französische Februarrevolution 1848 wirkte sich auch in Wien aus. Am 13. März brach zunächst die Märzrevolution aus, die Metternich schließlich zum Rücktritt zwang, am 6. Oktober dann die Wiener Oktoberrevolution.
Karte Donaudurchstich.jpg 1850 wurde die Stadt erweitert, indem vor allem der Bereich innerhalb des Linienwalls eingemeindet und in Bezirke unterteilt wurde. In diesem Zusammenhang wurden 1858 die Befestigungsanlagen geschleift und an ihrer Stelle die Ringstraße gebaut, die mit Monumentalbauten gesäumt wurde. Vom „Ringstraßenstil“ (Historismus) ist Wien architektonisch entscheidend geprägt. Diese Zeit gipfelte in der Weltausstellung 1873, unmittelbar nach der der große Börsenkrach erfolgte, mit dem die Gründerzeit zu Ende ging.
Nach der großen Überschwemmung von 1830 hatte es immer wieder Überlegungen zu einer Donauregulierung gegeben, diese wurde in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts durchgeführt. Die vielen verästelten Seitenarme der Donau wurden abgegraben und ein schnurgerader Hauptstrom abseits der Stadt geschaffen. Der Arm, der zur inneren Stadt führte, wurde in verengter Form belassen, er erhielt den (irreführenden) Namen Donaukanal (der Name „Kleine Donau“ ist vorgeschlagen worden). In dieser Zeit stieg die Bevölkerung Wiens stark an, vor allem aufgrund der starken Zuwanderung. Die seit 1869 regelmäßig durchgeführten Volkszählungen zeigten schließlich im Jahr 1910 den historischen Höchstwert von 2.031.000 Einwohnern - auf der Fläche des heutigen Wien waren es sogar 2.084.000. Der starke Zustrom von Arbeitskräften hatte zur Folge, dass sogar der Wiener Untergrund besiedelt wurde.
Zu diesem Zeitpunkt stand die alte Kaiserstadt jedoch kurz vor ihrem Ende. Den letzten kulturellen Höhepunkt bildete die Wiener Moderne; in der Architektur wurde die Stadt zu einem Zentrum des Jugendstils, der vor allem mit Otto Wagner und der Künstlervereinigung Secession (nach der das charakteristische Gebäude am Karlsplatz benannt wurde) verbunden ist. Im Volksmund wird die goldene Kuppel liebevoll Krauthäupl genannt. In der Musik wiederum wurde rund um Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg herum die Zweite Wiener Schule erschaffen.
1921 wurde Wien durch das „Trennungsgesetz“ vom umgebenden Niederösterreich abgetrennt und zu einem eigenen Bundesland erklärt. Die schon seit Ende des Ersten Weltkrieges in Wien dominierende Sozialdemokratie stellte nun die Mehrheit im Stadtrat. Seitdem spricht man auch vom „Roten Wien“. Es kam jedoch zu immer größeren Differenzen und Auseinandersetzungen zwischen den politischen Parteien. Der Brand des Justizpalastes 1927, der Zusammenbruch einer der größten Banken des Landes und schließlich die Auflösung des Parlaments 1933 markierten den Weg zu den Kämpfen im Februar 1934. Der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, der autoritär regierte, wurde bei einem Putschversuch der Nationalsozialisten im Amt ermordet. 1938 ließ der Österreicher Adolf Hitler, der im Deutschen Reich an die Macht gekommen war, die Wehrmacht in seine Heimat einmarschieren und in Wien den von der Mehrheit der Österreicher lang ersehnten Anschluss an das Deutsche Reich öffentlich verkünden. Dem Anschluss stimmten daher später auch die Wiener Bürger in einer Volksabstimmung mehrheitlich zu.
Die Zeit der Ersten Republik war auch in Wien geprägt von der Hochinflation der 20er und von der Wirtschaftskrise, begleitet von hoher Arbeitslosigkeit. Zur Arbeitsbeschaffung wurden vor allem Straßenbau-Großprojekte durchgeführt, wie die Höhenstraße auf den Kahlenberg, den Wiener Aussichtsberg.
Ab dem 17. März 1944 erfolgten, ein halbes Jahr nach dem ersten Bombardement auf die „Donau- und Alpengaue” (vormals Rep. Österreich), die ersten Luftangriffe auf Wien. Dabei wurde rund ein Fünftel der Stadt zerstört. Am 2. April 1945 wurde Wien zum Verteidigungsbereich erklärt. Das bedeutete, dass der Kampf bis zum bitteren Ende geführt werden sollte. Die sowjetische Armee befand sich nur noch wenige Kilometer vom Stadtgebiet entfernt. Die Schlacht um Wien dauerte acht Tage und kostete 40.000 Menschen das Leben. In den Gebieten, die bereits unter sowjetischer Kontrolle standen, kam es zu großen, organisierten Plünderungen durch die Zivilbevölkerung. Hierbei wurden auch etliche Geschäfte und Häuser in Brand gesetzt. Durch Funkenflug geriet auch der Stephansdom in Brand, der zuvor den Luftkrieg ohne Bombentreffer überstanden hatte.
Siehe auch: Wiener Operation 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Wien von den alliierten Besatzungsmächten zunächst als Vier-Sektoren-Stadt verwaltet. Schon wenige Tage nach Ende der Kämpfe richteten sie eine provisorische Stadtregierung und Stadtverwaltung ein. Der Kommunist Rudolf Prikryl wurde am 13. April kurzfristig zum Bürgermeister ernannt; drei Tage später wurde er von Theodor Körner (SPÖ) abgelöst. Auch politische Parteien formierten sich wieder. Am 29. April wurde das Parlamentsgebäude von der Besatzungsmacht an die neue provisorische Regierung übergeben und Dr. Karl Renner verkündete die Wiederherstellung der „demokratischen Republik Österreich”. Die Stadt wurde unter Mithilfe von "Trümmerfrauen" rasch wieder aufgebaut. Der Stephansdom erhielt ein neues Dach, Burgtheater und Staatsoper wurden im Jahre 1955 wiedereröffnet.
Am 15. Mai 1955 erlangte die Stadt Wien mit dem Österreichischen Staatsvertrag und damit der Auflösung des Besatzungsstatus bzw. mit dem Abzug der Besatzungstruppen ihre Freiheit zurück. Nach dem Krieg erfolgte auch in Wien, wie überall im Land und in Westeuropa, ein beispielloser Wirtschaftsaufschwung, nicht zuletzt durch den Marshall-Plan. Wichtig für Wien wurde die U-Bahn, deren erste Teilstrecke 1978 eröffnet wurde. 1979 wurde neben Genf und New York der dritte Amtssitz der UNO mit der UNO-City errichtet. Mit Ende des 20. Jahrhunderts wurde in Wien eine Skyline mit den „Wolkenkratzern“ Andromeda Tower und Millennium Tower am linken und rechten Donauufer (21. und 20. Bezirk) geschaffen.
Viele Touristen kommen im Dezember, wenn die Stadt mit ihren Weihnachtsmärkten aufwarten kann. Aber die meisten der Wiener Sehenswürdigkeiten sind ganzjährig zu besuchen, wie etwa das Schloss Schönbrunn, der Prater oder die Opernhäuser und Museen. Bei U-Bahn-Bauarbeiten stieß man in der Innenstadt bereits mehrmals auf Relikte früherer Besiedelung, darunter die aus dem 13. Jahrhundert stammende Virgilkapelle unter dem Stephansplatz, welche nun ebenso wie die anderen Funde als Sehenswürdigkeiten in den U-Bahn-Stationen betrachtet werden können. Den größten Anteil an den Nächtigungen machen deutsche Touristen mit 1,8 Millionen aus, gefolgt von den Italienern (618.000), US-Amerikanern (586.000), Briten (373.000), Japanern (321.000), Spaniern (315.000), Schweizern (inkl. Liechtenstein, 282.000), Franzosen (einschließlich Monaco, 241.000) und den Niederländern (153.000). Der Anteil osteuropäischer und amerikanischer Touristen ist stark gestiegen. 2004 verbuchte Wien 7,8 Millionen Übernachtungen, wovon nur 1,26 Millionen auf Österreicher zurückzuführen sind.
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1724 | 150.000 |
| 1754 | 175.460 |
| 1790 | 200.000 |
| 1796 | 235.098 |
| 1800 | 231.900 |
| 1810 | 224.548 |
| 1830 | 401.200 |
| 1840 | 469.400 |
| 1850 | 551.300 |
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1857 | 683.000 |
| 1869 | 900.998 |
| 1880 | 1.162.591 |
| 1890 | 1.430.213 |
| 1900 | 1.769.137 |
| 1910 | 2.083.630 |
| 1916 | 2.239.000 |
| 1923 | 1.918.720 |
| 1934 | 1.935.881 |
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1939 | 1.770.938 |
| 1951 | 1.616.125 |
| 1961 | 1.627.566 |
| 1971 | 1.619.885 |
| 1981 | 1.531.346 |
| 1988 | 1.506.201 |
| 1991 | 1.539.848 |
| 2001 | 1.550.123 |
| 2005 | 1.631.082 |
| 2006 | 1.655.274 |
Wien_Bevölkerung.png Die Bevölkerungszahlen in nebenstehender Tabelle beruhen auf den Angaben des österreichischen Statistikamtes und sind auf den heutigen Gebietsstand umgerechnet. 1794/1795 wurden bei der Zählung der anwesenden Zivilbevölkerung, was österreichweit bis 1857 praktiziert wurde, erstmals für Wien separate Zahlen ermittelt. Zuvor, wie 1810 und 1821, war die Einwohnerzahl Wiens dem Land Niederösterreich zugerechnet worden. Ab 1830 sind durchgehend Bevölkerungszahlen für Wien verfügbar. Ab 1869 wurden österreichweit in zehnjährigen Abständen Volkszählungen abgehalten, bei denen allerdings bis 1923 weiterhin die anwesende Zivilbevölkerung gezählt wurde; erst ab 1934 bis 1981 die Wohnbevölkerung. Die Zahlen von 1982 bis 2001 weisen die Jahresdurchschnittsbevölkerung aus, wobei diese Zahlen erst 2002 rückwirkend ermittelt wurden. Seit 2002 werden Hauptwohnsitze auf Basis des Zentralen Melderegisters zur Bevölkerungsermittlung herangezogen.
Wien erlebte bereits ab Ende des 18. Jahrhunderst einen regen Bevölkerungszustrom, doch vervielfachte sich die Zahl der Zuwanderer ab Mitte des 19. Jahrhunderts, als Wien allein zwischen 1857 und 1869 rund 218.000 neue Einwohner bekam. In den nächsten elf Jahren wuchs die Bevölkerungszahl um über 261.000 Personen, von denen rund ein Drittel auf den Geburtenüberschuss und zwei Drittel auf die Zuwanderung zurückzuführen waren. Von 1880 bis 1890 kamen mit 267.000 ähnlich viele neue Einwohner hinzu, wobei das Verhältnis zwischen Zuwanderung und Geburtenüberschuss (40%) sich allmählich anglich. In den nächsten zehn Jahren, von 1890 bis 1900, stieg die Einwohnerzahl sogar um 339.000 Personen. Knapp 49% davon waren nun auf den Geburtenüberschuss zurückzuführen. Grund hierfür waren die einsetzende Industrialisierung und die bedeutende Stellung Wiens als Kaiserstadt (Hauptstadt) des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn. Rund 2,1 Millionen bevölkerten Wien kurz vor Ausbruch des „großen Krieges” (Erster Weltkrieg). Mit der Auflösung des Habsburger Reiches verlor Wien auch an Bedeutung für Zuwanderer. Der Krieg kostete zigtausenden Soldaten aus Wien ihr Leben. Tausende, einst zugewanderte Menschen, kehrten in ihre Heimatländer bzw. ehemaligen Kronländer zurück.
Die Jahre als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates haben Wien nachhaltig geprägt. Nach wie vor ist die Stadt ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Allerdings sind die Nachfahren der ehemals Zugewanderten heute assimiliert und nur die slawischen oder ungarischen Nachnamen sind erhalten geblieben. Namen wie Nowak, Dolezal, Navratil, Wewerka, usw., werden längst zusammen mit einheimischen deutschen Namen, wie Hofbauer, Maier, Haider, usw. als typisch Wienerisch empfunden. Die Namensträger gehören inzwischen zu den Ur-Wienern, den alteingesessenen Einwohnern der Stadt, die noch den Wiener Dialekt verwenden, der sich aus vielen alt- und mittelhochdeutschen sowie jiddischen Begriffen zusammensetzt, aber von den jüngeren Generationen immer seltener verwendet und verstanden wird. Neben dem ursprünglichen Wiener Dialekt wird zunehmend seit Ende des 20. Jahrhunderts auch eine gehobene Wiener Mundart gesprochen.
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Wien rund 200.000 Einwohner weniger als zuvor. In den Zwischenkriegsjahren wanderten etwa 104.000 Personen in die Stadt; das Geburtendefizit von 87.000 Menschen zwischen 1923 und 1934 wurde ausgeglichen. Im Jahr 1934 zählte Wien bereits wieder 1.935.881 Einwohner. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus und nur 5 Jahre später hatte Wien ganze 165.000 Personen weniger an Einwohnern. Die Stadt gehörte nunmehr zum großdeutschen Reich des NS-Diktators Hitler. Viele Menschen waren inzwischen fortgezogen oder wurden in der Folgezeit Opfer politischer, ethnischer oder religiöser Verfolgung und Deportationen. Vom einst blühenden jüdischen Leben, vor allem im zweiten Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt, blieb nach Kriegsende nicht viel übrig.
Nach Kriegsende war die Wiener Bevölkerung auf 1.616.125 Menschen gesunken. Viele Wiener waren als Soldaten gefallen oder kehrten aus der Kriegsgefangenschaft nicht wieder zurück. Die Stadt war zu einem Fünftel zerstört und von fremden Soldaten besetzt. Die Einwohnerzahl sank bis 1987 auf 1.484.885 Personen; der tiefste Einwohnerstand seit 1890; seither steigt die Einwohnerzahl wieder. Verantwortlich dafür ist weniger der geringe Geburtenüberschuss Wiens, sonderen eher die Zuwanderung, vor allem ausländischer Personen. In den 1990er-Jahren kamen viele Flüchtlinge aus Jugoslawien und der Türkei nach Wien; insbesondere viele Türken und Kurden ließen sich in Wien nieder. Von 1987 bis 1994 wanderten 61.000 Menschen in die Stadt. Nachdem von 1994 bis 1998 die Einwohnerzahl wieder leicht um 5.000 bis 6.000 zurückgegangen war, erhöhte sich die Zahl der Einwohner ab 1998 bis Ende 2005 um rund 85.000 Zugezogene.
Ende 2005 lebten in Wien rd. 1,63 Millionen Menschen. Nach der letzten Volkszählung 2001 gab es nur 1,55 Millionen Wiener, davon waren 23,63% nicht in Österreich geboren. 16,02% der Wiener Wohnbevölkerung sind keine österreichischen Staatsbürger. Etwa 48.000 Menschen türkischer Herkunft und rund 120.000 Personen aus den ehemals jugoslawischen Ländern Kroatien, Bosnien, Serbien und Slowenien stellen in Wien mit Abstand die größten Volksgruppen (50%) unter der ausländischen Bevölkerung, sowohl nach Staatsbürgerschaft als auch nach Geburtsland. Weitere Herkunftsregionen sind die ehemaligen Ostblock-Länder, hier vor allem Polen (ca. 25.000) und Tschechien (ca. 21.000), sowie Ungarn (ca. 12.000) und Rumänien (ca. 10.000). Außerdem leben in Wien rund 26.000 Deutsche, 4.000 Italiener, 3.000 US-Amerikaner, 2.500 Schweizer Bürger und etwa 12.000 Menschen aus Ländern sonstiger EU-Länder.
Seit 2000 wächst Wien um etwa 20.000 Einwohner pro Jahr. Laut Statistik Austria (Okt. 2005) wird Wien im Jahr 2045 wieder die 2-Millionen-Grenze überschreiten. Verantwortlich hierfür ist der stetige Zuzug und die steigenden Geburtenzahlen, insbesondere von Menschen ausländischer Herkunft.
Grund ist einerseits die schwierigere Arbeitsplatzsituation in den nördlichen Bezirken Niederösterreichs und andererseits das Bedürfnis vieler Menschen, vor allem von Familien, über ein Haus oder eine Wohnung in ruhiger Grünlage zu verfügen. Dieser Trend hat sich ab den 80er-Jahren vielerorts noch verstärkt, begünstigt durch immer kürzere Pendelzeiten auf Straße und Schiene.
Im Wesentlichen beschränkte sich die Wanderungsbewegung im Wiener Umland daher bisher auf die Gemeinden entlang großer Verkehrsachsen wie der West- und Südbahn sowie den Autobahnen West- (A1), Süd- (A2), Ost- (A4) und Donauuferautobahn (A22). Künftig wird sich mit der besseren Erschließung des Norden und Osten Wiens durch Eisen- und Autobahnprojekte - die Nordautobahn (A5) soll 2009 eröffnet werden - auch dort eine dichtere Besiedelung ergeben. Das statistische Amt der niederösterreichischen Landesregierung prognostiziert für zahlreiche Gemeinden des Bezirks Wien-Umgebung zwischen 2005 und 2010 einen Zuwachs von 5 % (Schwechat, Klosterneuburg, Gerasdorf, Purkersdorf), 4,9 % (Tulln, Baden) oder 5,5 % (Korneuburg). Auch für die an der künftigen Nordautobahn gelegenen Bezirke Gänserndorf, Mistelbach und Hollabrunn wird von stärkerem Wachstum ausgegangen.
Durch diese Siedlungsbewegungen der letzten Jahrzehnte, die auch weiterhin andauern, ergaben sich an fast sämtlichen Stadteinfahrten Wiens große Probleme mit der Bewältigung des Pendelverkehrs, da viele der in den Speckgürtel gezogenen Personen trotz hohem Arbeitsplatzangebot im Gewerbegebiet südlich von Wien über einen Arbeitsplatz in Wien verfügen (siehe hierzu auch die Spalte „Pendl. n. Wien“ in der untenstehenden Tabelle).
Die Bevölkerungsentwicklung in den Wiener Umlandgemeinden war in den letzten Jahrzehnten meist durch stagnierendes oder rückläufiges Geburtendefizit, sowie kontinuierliche oder ansteigende Zuwanderungsraten geprägt. Die Einwohnerzahl begann nach Ende des Zweiten Weltkriegs in den meisten Wiener Umlandgemeinden rasch und kontinuierlich zu steigen. Nur in wenigen, so zum Beispiel Schwechat, bewirkte das hohe Geburtendefizit bis in die 70er-, 1980er-Jahre eine Stagnation der Bevölkerungszahl, oder ein nur abgeschwächtes Wachstum.
Nebenstehende Tabelle stellt den Bevölkerungszuwachs seit 1951 dem seit 1981 in Relation. Für den Zeitraum 1981 bis 2001 wird zudem die Wanderungsbilanz und die Geburtenbilanz angegeben. Dadurch wird erkennbar, dass in vielen Gemeinden ein großer Teil des Bevölkerungszuwachses seit den 1980er-Jahren statt gefunden hat, und alleine der starken Zuwanderung, die zum Teil auch aus Wien stammt, zu verdanken ist. So erkennt man zum Beispiel an der niedrigeren Wachstumsrate von 1951 bis 2001, dass Klosterneuburg von 1951 bis 1981 einen Bevölkerungsrückgang erlebt hatte, und erst seit 1981 wieder an Einwohnern zulegt, oder dass Maria Enzersdorf im Vergleich zu 1951 zwar doppelt so viele Einwohner hat, aber seit 1981 wieder 10 % der Einwohner verloren hat, was eine seltene Ausnahme für Wiener Umlandgemeinden ist.
Auffällig ist auch, dass Klosterneuburg, Mödling - aber auch Pressbaum - ein im Vergleich zur eigenen Einwohnerzahl und zu anderen Gemeinden ein sehr hohes Geburtendefizit aufweisen, was auf einen höheren Altersdurchschnitt mit wenigen Jungfamilien hinweisen kann. Einen besonderen Ausnahmefall im Vergleich zu anderen Umlandgemeinden stellt auch Wiener Neudorf dar. Dieses hatte als einzige Gemeinde in der Umgebung Wiens zwischen 1981 und 2001 gleichzeitig einen hohen Geburtenüberschuss und eine Abwanderung zu verzeichnen. Außerdem pendelt mit 38,8 % der zweitniedrigste Anteil an den Erwerbstätigen Wiener Neudorfs zum Arbeiten nach Wien, wie in der Spalte rechts außen zu erkennen ist. Generell ist der Anteil der nach-Wien-pendelnden in den südlichen Vorstädten (z.B. Brunn am Gebirge, Wiener Neudorf) geringer als in den westlichen und nördlichen (z.B. Gerasdorf, Purkersdorf), was natürlich an den zahlreichen Arbeitsplätzen südlich von Wien liegt.
| Bevölkerungszuwachs, Wanderungs- und Geburtenbilanz in den Wiener Umlandgemeinden: Reihung nach Bevölkerungszuwachs seit 1981 | |||||||
| Entf. in km | Gemeinde | Bev.-Zuw. 1981 bis 2001 | Bev. 2001 | Bev.-Zuw. 1951 bis 2001 | Wandr.bil. seit 1981 | Geb.bil. seit 1981 | Pendl. n. Wien |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30,0 | Gänserndorf | + 61 % | 7.928 | + 130 % | + 3.031 | - 19 | 50,7 % |
| 12,0 | Gerasdorf | + 56 % | 8.231 | + 137 % | + 3.068 | - 116 | 73,0 % |
| 14,5 | Biedermannsdorf | + 56 % | 2.904 | + 153 % | + 698 | + 347 | 47,1 % |
| 14,5 | Purkersdorf | + 51 % | 7.762 | + 48 % | + 2.359 | + 256 | 64,9 % |
| 15,5 | Gablitz | + 48 % | 4.393 | + 113 % | + 1.722 | - 291 | 64,8 % |
| 15,5 | Laxenburg | + 47 % | 2.736 | + 134 % | + 1.019 | - 144 | 43,3 % |
| 18,0 | Breitenfurt | + 46 % | 5.323 | + 228 % | + 1.961 | - 279 | 61,9 % |
| 14,5 | Groß-Enzersdorf | + 42 % | 8.128 | + 66 % | + 2.170 | + 227 | 63,1 % |
| 24,5 | Strasshof an der Nordbahn | + 41 % | 6.993 | + 59 % | + 2.136 | - 116 | 65,1 % |
| 17,5 | Guntramsdorf | + 38 % | 8.421 | + 55 % | + 2.325 | + 6 | 35,9 % |
| 18,0 | Deutsch-Wagram | + 36 % | 6.808 | + 70 % | + 1.646 | + 141 | 62,8 % |
| 12,5 | Bisamberg | + 36 % | 4.001 | + 124 % | + 1.029 | + 38 | 58,6 % |
| 11,0 | Langenzersdorf | + 35 % | 7.261 | + 54 % | + 2.031 | - 158 | 68,1 % |
| 10,0 | Vösendorf | + 32 % | 4.899 | + 44 % | + 1.454 | - 258 | 54,6 % |
| 23,0 | Wolkersdorf | + 22 % | 6.993 | + 35 % | + 1.319 | - 190 | 51,2 % |
| 14,5 | Korneuburg | + 21 % | 11.032 | + 40 % | + 2.188 | - 268 | 47,8 % |
| 21,0 | Pressbaum | + 19 % | 5.834 | + 33 % | + 1.712 | - 777 | 57,4 % |
| 14,5 | Brunn am Gebirge | + 18 % | 9.422 | + 60 % | + 1.714 | - 267 | 48,1 % |
| 16,5 | Kaltenleutgeben | + 17 % | 2.998 | + 130 % | + 367 | + 79 | 57,9 % |
| 14,5 | Himberg | + 9 % | 5.423 | + 40 % | + 1.048 | - 606 | 44,2 % |
| 11,5 | Klosterneuburg | + 8 % | 24.797 | + 6 % | + 5.955 | - 4.133 | 57,9 % |
| 15,5 | Mödling | + 6 % | 20.405 | + 18 % | + 3.337 | - 2.208 | 40,5 % |
| 15,0 | Wiener Neudorf | + 6 % | 8.428 | + 217 % | - 164 | + 659 | 38,8 % |
| 13,0 | Perchtoldsdorf | + 4 % | 13.998 | + 26 % | + 1.538 | - 991 | 57,5 % |
| 11,0 | Schwechat | + 3 % | 15.456 | + 15 % | + 880 | - 428 | 46,2 % |
| 17,5 | Hinterbrühl | + 1 % | 4.020 | + 25 % | + 451 | - 420 | 42,2 % |
| 15,0 | Maria Enzersdorf | - 10 % | 8.202 | + 103 % | - 610 | - 336 | 46,6 % |
Neben dem Speckgürtel entlang der West- und Südbahn sowie den Autobahnen West- (A1), Süd- (A2), Ost- (A4) und Donauuferautobahn (A22) wird sich künftig mit der besseren Erschließung des Norden und Osten Wiens durch Eisen- und Autobahnprojekte - die Nordautobahn (A5) soll 2009 eröffnet werden - auch dort eine dichtere Besiedelung ergeben.
Die Religionszugehörigkeit der Wiener Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001 wie folgt zusammen:
Rudolf Ritter von Alt 001.jpg: Stephansdom vom Stock-im-Eisen-Platz]]
| römisch-katholisch: | 49,2 % |
| ohne Bekenntnis: | 25,6 % |
| islamisch: | 7,8 % |
| orthodox: | 6,0 % |
| evangelisch: | 4,7 % |
| jüdisch: | 0,5 % |
| altkatholisch: | 0,5 % |
| Sonstige bzw. keine Angabe: | 5,7 % |
siehe auch: Juden in Wien
siehe auch: Liste der Wiener Persönlichkeiten, Liste der Ehrenbürger von Wien
Das Theater an der Wien glänzte in den letzten Jahren mit Musical-Uraufführungen. Mit Abstand am erfolgreichsten war das Musical Elisabeth, das danach in der ganzen Welt in mehreren Sprachen aufgeführt wurde. Das Haus, in dem Beethovens Oper Fidelio uraufgeführt wurde, ist seit 2006 aber wieder ausschließlich Opernhaus.
Mit dem Haus der Musik hat Wien seit 2000 auch ein Klangmuseum für Kinder und Erwachsene.
Das Marionettentheater Schloss Schönbrunn pflegt das kunstvolle Spiel mit kostbaren Marionetten in Opern und Theaterstücken für Erwachsene und Kinder.
siehe auch:
Daran schließt das Museumsquartier an, ein in den 90er Jahren in den ehemaligen k. u. k. Hofstallungen errichteter Museumskomplex. Dieser beherbergt das Museum moderner Kunst -- Stiftung Ludwig, das Leopold-Museum, das hauptsächlich Werke des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus zeigt, mehrere Hallen mit wechselnden Ausstellungen sowie das Tanzquartier Wien. Das Palais Liechtenstein zeigt eine der weltweit größten privaten Kunstsammlungen.
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Museen, vom Heeresgeschichtlichen Museum über das Technische Museum bis hin zum Wiener Uhrenmuseum und zum Bestattungsmuseum. Nicht zu vergessen sind die Wiener Bezirksmuseen, die einen Einblick in die Geschichte des jeweiligen Bezirks geben.
In Wien finden sich Bauwerke aller Stil-Epochen der Architektur, von der romanischen Ruprechtskirche über den gotischen Stephansdom, die barocke Karlskirche, die hochbarocke Jesuitenkirche und die Bauten des Klassizismus bis zur Moderne. Der Jugendstil hat ebenfalls seine Spuren in Wien hinterlassen: Die Secession, die Stadtbahnstation Karlsplatz und die Kirche am Steinhof von Otto Wagner zählen zu den weltweit bekanntesten Bauten dieser Epoche.
Eine der beliebtesten Touristenattraktionen stellt das Hundertwasserhaus von Friedensreich Hundertwasser dar, das als Gegenmodell zur nüchternen modernen Architektur gedacht ist. Ebenfalls von Hundertwasser gestaltet wurde die Müllverbrennungsanlage Spittelau im Norden Wiens. Ein weiteres Beispiel außergewöhnlicher Architektur ist die Wotrubakirche (Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) des Bildhauers Fritz Wotruba.
Eine Reihe von Stadtteilen wurden seit den 90er Jahren neu erschlossen. Umfangreiche Bauvorhaben wurden rund um die Donau City (nördlich der Donau) und am Wienerberg (im Süden von Wien) umgesetzt. Der 202 m hohe Millennium Tower am Handelskai ist seit 1999 das bisher höchste in Wien gebaute Hochhaus und Zeichen einer architektonischen Wende in Wien hin zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Konformität. In den letzten Jahren vollzieht die Stadt vermehrt eine Kombination aus moderner Architektur mit alten Gebäuden und Wohnbau, wie unter anderem die Revitalisierung der Gasometer 2001, welche weltweites mediales Interesse auf sich zog. Auffällig im Stadtbild sind auch die Wiener Flaktürme und die Wiener Hochquellenwasserleitung.
Wien hat im Vergleich zu anderen Metropolen eine statistisch geringe Anzahl von Hochhäusern. Derzeit gibt es um die 100 Bauwerke über 40 Meter Höhe (Stand: Anfang 2006). Die Stadtverwaltung setzt hier auf Qualität vor Quantität, mit dem Ziel, die Naturräume Wiens und die als Weltkulturerbe anerkannten historischen städtebaulichen Elemente zu erhalten. Deshalb gelten in Wien sehr strenge Richtlinien für die Planung, Genehmigung und den Bau von Hochhäusern. Gemäß Stadtplanung sind weite Teile Wiens, insbesondere in den inneren Bezirken, Ausschlusszonen, in denen keine Hochhäuser errichtet werden dürfen *. Nur rund 26 Prozent der Gesamtfläche Wiens kommen somit überhaupt für die Hochhausplanung infrage. Auch dort müssen die Bauwerke dem städtebaulichen Leitbild entsprechen, eine Reihe von Auflagen erfüllen und dürfen keine bedeutenden Sichtachsen beeinträchtigen. Deshalb entstehen neue Hochhäuser vorrangig in äußeren Bezirken, wo noch mehr Gestaltungsspielraum vorhanden ist und weniger städtebauliche Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.
Die traditionelle Wiener Küche ist geprägt von den früheren Einflüssen der Zuwanderer aus den anderen Regionen und Ländern der k.u.k.-Monarchie. Bedingt durch die Lage der Stadt nahe den Grenzen zu Ungarn und dem früheren Böhmen, finden sich vor allem Speisen aus diesen Ländern auf den Speisekarten. So stammt das Gulasch mit seinen Wiener Varianten – dem Wiener-, Fiaker- und dem Zigeuner-Gulasch – aus Ungarn. Aus Böhmen kamen vor allem die Mehlspeisen, wie verschiedene Strudel, Golatschen und Palatschinken; aber auch die Knödel, die zum Schweinebraten serviert werden.
Immer noch sehr beliebt ist das Wiener Schnitzel, das eigentlich aus Mailand stammt. Dabei handelt es sich um ein paniertes Kalbsschnitzel, das in praktisch jedem Lokal mit Wiener Küche angeboten wird. Als Beilage wird üblicherweise Erdäpfelsalat gereicht. Daneben gibt es als billigere Variante auch das Schweinsschnitzel Wiener-Art. Zu den Feinheiten auf dem Speiseplan gehört der Tafelspitz mit geriebenem Kren (vermischt mit Äpfeln oder Semmeln), kleinen gekochten Salzkartoffeln und oft auch Spinat. Neben der traditionellen Wiener Küche finden sich auf den Speisekarten auch Gerichte aus den Bundesländern, wie Salzburger Nockerln, Tiroler Gröstl oder Kärntner Kasnocken (Käsenocken). Wiener Naschmarkt 2005-10-31.JPG]] Zum Stadtbild Wiens gehören in belebten Gegenden die Würstelbuden, an denen verschiedene heiße Würstel als Imbiss zu kaufen sind. Neben den Frankfurtern, die außerhalb Österreichs meist als Wiener bekannt sind, zählen die Burenwurst ("Bur'n'heit'l"=Burenhaut, auch "Haaße"=Heiße) und die Käsekrainer ("Eitrige") zu den beliebtesten Sorten. Auf Wunsch werden sie mit Essiggurken, eingelegten Pfefferoni, süßem oder scharfem Senf und einer Schnitte Brot oder einer Semmel als Beilage gereicht. Zum Standardsortiment jeder Würstelbude gehört auch der Leberkäse. Alternativ zum Hot Dog wird oft auch der Bosner angeboten, der mit einer Bratwurst gefüllt ist.
Im Winter kann man an belebten Straßenecken bei den Maronibratern, kleinen Ständen mit einem Bratofen, gebratene Maroni, gebratene Erdäpfel, Kartoffelpuffer und manchmal auch geröstete Mandeln kaufen.
Der größte und vielseitigste Markt mit festen Ständen ist der Naschmarkt, wo man Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch, Fleisch und vieles mehr aus aller Welt kaufen kann. In der Innenstadt gibt es eine Reihe von Spezialitätengeschäften, wie z.B. Julius Meinl.
In den vergangenen Jahrzehnten fanden auch in Wien italienische Restaurants bzw. Pizzerias und China-Restaurants ein breites Publikum. In den letzten Jahren kamen aus der asiatischen Küche zuerst japanische und indische und schließlich auch thailändische und vietnamesische Restaurants dazu. Daneben gibt es eine Vielzahl von Gastronomiebetrieben mit Speisen aus aller Welt, vom Balkan über Griechenland und die Levante bis zu den Küchen Afrikas oder Südamerikas. Die Würstelbuden erhielten Konkurrenz durch internationale Fast-Food-Franchiser und Kebab-Läden.
Kino_Klein_Wien_1905.jpg im Wurstelprater, 1905]] Noch bevor am 20. März 1896 in der Wiener Lehr- und Versuchsanstalt für Fotografie und Reproduktionsverfahren die erste belegte öffentliche Kinovorführung mit dem Lumière'schen Kinematographen vor geladenem Publikum statt fand, soll in Josefine Kirbes' Schaubude im Wiener Prater die erste Präsentation von „Lebenden Bildern“ stattgefunden haben. Wien markierte damals den Beginn der Österreichischen Filmgeschichte - es entstanden die ersten Zelt- und später die ersten festen Kinos. Zentren waren dabei die Innere Stadt (z. B. das Homes-Fey-Kino am Kohlmarkt), der Wurstelprater mit dem Münstedt Kino Palast, dem Lustspieltheater (mit bis zu 1000 Besuchern eines der größten) und anderen, sowie die Mariahilfer Straße in Wien-Mariahilf.
Ab 1906 wurden in Wien erste Kurzfilme produziert, wobei die zahlreichen französischen Filmschaffenden damals auch in Wien noch die Überzahl im Verglich zu den heimischen Aktiven stellten. Ab 1910 setzte mit Gründung der Wiener Kunstfilm-Industrie die österreichische Stummfilmproduktion ein. Es folgte 1912 die Sascha-Filmfabrik des böhmischen Grafen Alexander Kolowrat-Krakowsky im 20. Gemeindebezirk Liesing. Im Ersten Weltkrieg entstanden neben zahlreichen Propagandaproduktionen auch die ersten (Kriegs-)Wochenschauen. 1918 wurden landesweit 100 Filme produziert - der Löwenanteil davon in Wien. In den folgenden Jahren erreichte die Filmproduktion auch ihren Höhepunkt. Spitzenjahr war 1920 mit 142 Produktionen. 1923 eröffnete die Vita-Film die „Rosenhügel-Filmateliers“, die noch wesentlich größer und moderner als die Sascha-Film-Studios in Sievering waren. Über ein dutzend weitere Filmproduktionsgesellschaften produzierten damals regelmäßig Filme. Wien war als Sitz von Filmgesellschaften und Produktionsort von Beginn an für fast jeden österreichischen Film verantwortlich und zeitweise auch europaweit von Bedeutung. Unumstrittene Hauptstadt der deutschsprachigen Filmproduktion war aber seit je her Berlin, welches in den 1920er-Jahren auch zur „Filmhauptstadt Europas“ avancierte. Vita-Film_Atelier.jpg Mit Sodom und Gomorrha wurde 1923 am Laaer Berg ein Film gedreht, der wegen seiner aufwändigen Szenen, bei denen sogar Darsteller ums Leben kamen, für Aufsehen sorgte. Im auch für Filmproduzenten äußerst beliebten Prater wurden nach während den unterdrückenden Zuständen im Ständestaat mehr Filme als je zuvor produziert. Die Umstellung von Stumm- auf Tonfilm führt ab 1929 zu Demonstrationen der bis dahin eingesetzten Kinomusiker und zum Untergang zahlreicher Grätzlkinos, die sich die Umbaukosten nicht leisten konnten. Dennoch stieg die Zahl der Wiener Kinos weiter an, auf 222 im Jahr 1939, als die Nationalsozialisten bereits sämtliche Kinos mit jüdischgläubigen Besitzern „arisiert“ hatten. Mit der schrittweisen Enteignung der Sascha-Film ab 1935 entstand aus dieser 1938 die Wien-Film, die mittels der Cautio Treuhandgesellschaft der Reichsfilmkammer unterstand, und Wien neben Berlin und München zur Hauptproduktionsstätte von Propagandafilmen werden ließ.
Bei der „Entnazifizierung“ durch die Alliierten im besetzten Nachkriegswien gingen zahlreiche Kinos unberechtigterweise in die Stadteigene Kinobetriebsanstalt (Kiba) über. Zugleich setzte mit Gründung neuer Filmgesellschaften, wie zum Beispiel der Belvedere-Film 1947, die Heimat- und Musikfilm-Produktion wieder an, um zu ihrem absoluten Höhepunkt in den 1950er- und 1960er-Jahren aufzusteigen. Mitten drin wieder viele Wiener Schauspieler, wie Hans Moser, Peter Alexander, Waltraud Haas, Romy Schneider, Hans Holt und Nadja Tiller - um nur ein paar zu nennen. Einer der bedeutendsten Regisseure zu dieser Zeit war Franz Antel - ebenfalls ein Wiener. 1948 wurde mit „Der dritte Mann“ ein mit internationalen Starschauspielern besetzter Spionagefilm abgedreht, der Wien weltweit einen Popularitätsschub verschaffte, und als Nebeneffekt dem Sieveringer Zitherspieler Anton Karas zu unverhoffter Bekanntheit verhalf.
Doch die 1960er-Jahre waren auch vom einsetzenden Kinosterben geprägt. Existierten 1953 noch über 200 Kinos in der Stadt, blieben 1983 lediglich 69 Kinos mit 96 Sälen über. Mit steigender Verbreitung von Multiplex-Kinos ab den 1980er-Jahren konnte zwar der Trend der sinkenden Kinoanzahl nicht gestoppt werden, doch stieg in den 1990ern die Anzahl der Säle auf 191 im Jahr 2001 wieder an. Wegen des nunmehrigen Überschussen und geringerer Auslastung sank die Zahl auf Kosten weiterer Kinos bereits 2002 wieder auf 166 ab. Das 1900 gegründete Erika-Kino galt bei seiner Schließung im Jahr 1999 als ältestes Kino der Welt.
Die Wiener Straßenbahn, „Bim“ genannt, existiert seit 1865, als die erste Pferdetramway ihren Fahrbetrieb aufnahm. Das Straßenbahnnetz wurde in den folgenden Jahrzehnten massiv ausgebaut und ist auch heute noch, nachdem mit dem zunehmenden Individualverkehr der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einige Linien zugunsten des Kfz-Verkehrs aufgelassen wurden, mit einer Netzlänge von 232 Kilometern eines der längsten Straßenbahnnetze der Welt. Wien hat mit 188 Kilometer Länge sogar das drittlängste innerstädtische Straßenbahnnetz der Welt, hinter Sankt Petersburg und Melbourne. Zusätzlich verkehrte seit 1898 die im Jugendstil errichtete Stadtbahn, der Autobusbetrieb wurde in Wien am 23. März 1907 aufgenommen. Diese brachte eine jahrzehntelange Diskussion über einen möglichen Sinn einer U-Bahn.
Die Wiener U-Bahn wurde 1976 eröffnet und bis heute ständig erweitert. Für den U-Bahn-Verkehr wurde auch die Strecke der Wiener Stadtbahn adaptiert. Das Wiener U-Bahn-Netz besteht zurzeit aus fünf U-Bahn-Linien, ist 61 Kilometer lang und hat 85 Stationen. Rund 500 Busse der Stadt verkehren heute auf 640 Kilometer Netzlänge auf den 45 Tages- und den 21 Nachtbuslinien, welche jährlich rund 120 Millionen Fahrgäste verzeichnen. Darüber hinaus fahren auch noch, vor allem in den Stadtrandzonen, private Busunternehmen in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien. Gemeinsam mit den Bahn- und Buslinien im Umland bis etwa 60 Kilometer bildet das Wiener Verkehrsnetz den Verkehrsverbund Ostregion.
Seit Anfang/Mitte der 1990er versucht die Stadt Wien vermehrt, die Wiener Linien behinderten- und seniorenfreundlicher zu machen. Bereits im Jahre 1992 wurde die erste öffentliche Testfahrt mit einer Niederflurstraßenbahn des Typs ULF im Wiener Straßenbahnnetz durchgeführt. Seit Beginn des Serieneinsatzes 1996/97 werden immer mehr ULFs in das Wiener Straßenbahnnetz aufgenommen, wobei bei weitem aber nicht alle Linien mit ULFs ausgerüstet sind. Verantwortlich hierfür ist die Problematik, dass (noch) nicht alle Remisen der Wiener Linien ULF-gerecht ausgestattet sind. Im Moment sind drei Generationen von Straßenbahnen im Wiener Straßenbahnnetz im Einsatz. Neben Straßenbahnen wurde mittlerweile auch ein Großteil der Busflotte der Wiener Linien sowie die Züge der Linie U6 auf Niederflurbetrieb umgestellt.
Als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet im Zentrum von Wien das Citybike Mobilität mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Für eine Stunde ist die Benutzung kostenlos.
Heute besitzt Wien drei große Kopfbahnhöfe: Wien suedbahn 1875.jpg, größter Kopfbahnhof Wiens, zur Zeit des Kaiserreiches]]
und mehrere Durchgangsbahnhöfe:
Südöstlich von Wien befindet sich der internationale Flughafen Wien-Schwechat. Im Jahr 2005 wurden über 230.900 Flugbewegungen abgewickelt; 15,86 Millionen Passagiere frequentierten den Flughafen. Der Flughafen ist die Homebase der Austrian Airlines Group. In letzter Zeit weichen Billigfluglinien auf den nahe gelegenen Flughafen in Bratislava aus; seit dem Jahr 2004 kooperiert der Flughafen Wien-Schwechat mit dem Flughafen Bratislava.
Durch den Rhein-Main-Donau-Kanal ist Wien durch eine Wasserstraße sowohl mit dem Hafen Rotterdam und den deutschen Industriegebieten als auch mit den Ländern Osteuropas bis zum Schwarzen Meer verbunden. Der geplante Donau-Oder-Kanal ist unvollendet geblieben. Die Personenschifffahrt auf der Donau hat fast nur mehr touristische Bedeutung, es gibt einen Tragflügelbootverkehr nach Pressburg und Budapest. Der Wiener Personenhafen liegt bei der Reichsbrücke; daneben gibt es Anlagestellen für Personenschiffe bei Nußdorf und am Donaukanal beim Schwedenplatz. Ab Juni 2006 wird der Schnellkatamaran "Twin City Liner" dreimal täglich die beiden Hauptstädte Wien und Pressburg über die Donau verbinden. In Wien wurde als Ein- und Ausstiegstelle der Schwedenplatz, Abgang Marienbrücke, gewählt. In Pressburg dient das denkmalgeschützte "Propellerhaus" als Stationsgebäude. Vorerst allerdings nur in der touristischen Hauptsaison von Juni bis Ende Oktober, ab 2007 von Mai bis Oktober. Wesentlich bedeutender ist der Frachthafen in der Freudenau. 2003 wurden im Wiener Hafen 9 Mio. Tonnen Güter (vor allem Mineralölprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Baustoffe) umgeschlagen und dazu 1.550 Schiffe abgefertigt.
Gleiches gilt auch für die Autobahnen: A1 Westautobahn, A2 Südautobahn, A4 Ostautobahn und A22 Donauuferautobahn verlassen die Stadt radial. Ursprünglich sollten die Autobahnen A1 bis A5 Wien sternenförmig entgegen dem Uhrzeigersinn beginnend mit der A1 verlassen und bis zur verworfenen A20 Gürtelautobahn führen, welche jedoch nie gebaut wurde.
Eine ringförmige Verbindung im Süden zwischen A2, A4 und A22 bildet die A23 Wiener Südosttangente, zu deren Entlastung die S1 Wiener Außenring Schnellstraße gebaut und am 28. April 2006 eröffnet worden ist. Diese soll östlich der Donau eine Fortsetzung in einem Autobahnring finden; die zur Verbindung notwendige Querung der Lobau und damit des Nationalparks Donau-Auen ist derzeit aus ökologischen Gründen umstritten. West- und Südautobahn sind durch die außerhalb des Wiener Stadtgebietes verlaufende A21, der Wiener Außenringautobahn miteinander verbunden. Die A5, die zukünftige Nordautobahn, soll eine zusätzliche Verbindung zwischen Drasenhofen an der tschechischen Grenze werden.
Innerstädtisch setzen sich die Bundesstraßen bis ins Stadtzentrum fort. Diese sind allesamt mit dem Gürtel, der großen Wiener Ringstraße, die die Innenstadtbezirke umschließt, verbunden. Dies macht diesen Bereich besonders staugefährdet und beeinträchtigt die Wohnqualität. Problemstellen sind des Weitern vor allem die Stadteinfahrten, insbesondere im Westen auf Grund des Wienerwaldes. Im Süden sind die Stauschwerpunkte vor allen auf der A2 und der A23 zu finden. Auf der A23 Wiener Südosttangente stockt der Verkehr im Berufsverkehr fast jeden Tag. Die Parkraumprobleme beschränken sich im Allgemeinen auf die Innenstadtbezirke, wobei hier nur Anrainer längerfristig parken können. Eine Möglichkeit für Besucher in Wien kostengünstig zu Parken ist das P+R Haus in Sankt Marx, das direkt an der A23 Wiener Südosttangente liegt.
Wien wird seit 1873 durch die erste und seit 1910 zusätzlich durch die zweite Wiener Hochquellenwasserleitung mit Wasser aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet und dem Hochschwab-Gebiet versorgt. Die Gebiete wurden 1965 zum Wasserschutzgebiet erklärt, betreut werden sie von der Forstverwaltung der Stadt Wien. Wasser aus einem Grundwasserwerk in der Lobau wird selten, etwa bei Wartungsarbeiten oder besonders hohem Wasserverbrauch, in bestimmten Bezirken dem Hochquellwasser beigemengt.
Sämtliche Abwässer werden durch die Wiener Kanalisation in die städtische Hauptkläranlage in Simmering geleitet, wobei bei Reinigungsarbeiten und Regen Abwasser in den Donaukanal bzw. die Donau überlaufen. Laut Auskunft der Stadt soll dieses Problem behoben werden, doch ist der Zeitpunkt noch ungewiss. Das Kanalisationssystem selbst gelangte durch den Film Der dritte Mann zu Berühmtheit.
Für die Stromleitungen Wiens ist die Wien-Energie zuständig, ein Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke, welche zur Gänze der Stadt Wien gehören. Der Strommarkt selbst ist liberalisiert, der Wettbewerb jedoch nur im Großkundenbereich ausgeprägt. Wien Energie ist der wichtigste Stromlieferant Wiens.
Die Universität Wien ist zudem die älteste und größte Universität im deutschen Sprachraum. Sie wurde bereits 1365 als „Alma Mater Rudolphina“ gegründet und war vor allem für ihre medizinische Fakultät berühmt, die seit dem Jahre 2004 als eigenständige Universität unter dem Namen Medizinische Universität Wien existiert. 1692 wurde die Akademie der bildenden Künste Wien als Privatakademie des Hofkammermalers Peter Strudl gegründet; seit 1765 besteht die von Maria Theresia ins Leben gerufene Veterinärmedizinische Universität Wien. 1815 wurde die Technische Universität Wien als k.u.k. polytechnisches Institut gegründet; zwei Jahre später folgte die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, die aus der Singschule des Antonio Salieri hervorging. Ebenfalls aus der Zeit des Kaiserreiches stammen die Universität für angewandte Kunst (1867 als Kunstgewerbeschule gegründet), die seit 1872 bestehende Universität für Bodenkultur Wien und die 1898 als k.u.k. Exportakademie gegründete Wirtschaftsuniversität Wien. Neben diesen Universitäten gibt es in Wien noch mehrere Privatuniversitäten wie die PEF Privatuniversität für Management, die Webster University Vienna und die Konservatorium Wien Privatuniversität sowie einige Fachhochschulen und die Filmakademie Wien.
Siehe auch: Schulsystem in Österreich
Viele über Österreich hinaus bekannte Unternehmen wie z.B. Casinos Austria, OMV, Wienerberger, BAWAG und Erste Bank haben ihre Unternehmenszentrale in der Bundeshauptstadt.
Mit der Wiener Börse befindet sich auch Österreichs einzige Wertpapierbörse in Wien.
In Wien waren laut Volkszählung 2001 821.458 Personen in 87.691 Unternehmen beschäftigt. Der Bezirk mit den meisten Arbeitsplätzen ist der 1. Bezirk.
Im Jahr 2005 waren durchschnittlich 92.864 Wiener und Wienerinnen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 13,3% (Österreich Berechnung), 8,2% EU-Berechnung. Im Vergleich zu den anderen neun Bundesländern liegt Wien auf dem letzten Platz. Österreich hat derzeit ca. 314.076 Arbeitslose, das entspricht einer Quote von 8,6% (Österreich Berechnung), 5,3 (EU-Berechnung).
Weitere Fernsehanstalten mit Sitz in Wien sind der österreichweite Privatsender ATVplus und der erst seit 2004 österreichweit unverschlüsselt empfangbare alternative Musiksender gotv, der seine größte Reichweite daher nach wie vor in Wien erreicht. Seit Juni 2004 ist Puls TV empfangbar. Das Sendegebiet ist jedoch auf Wien begrenzt, doch produziert die im 7. Gemeindebezirk ansäßige Fernsehanstalt mehrere österreich-spezifische Sendungen, darunter die Nachrichtensendung „Austria Top News“, für ProSieben Austria. Ende 2005 startete unter dem Namen Okto ein nichtkommerzieller Fernsehsender für Wien.
Neben den ORF-Radiosendern existieren noch zahlreiche private Radiosender, von denen jedoch nur ein Teil auch außerhalb Wiens über weitere Studios verfügt, oder empfangbar ist. Diese fast ausschließlich auf Pop oder Oldies ausgerichteten Sender sind: „Radio Arabella“, „Antenne Wien“, „KroneHit“, „Radio Energy“, „88.6 - Wir spielen was wir wollen“, der Hörfunksender der Erzdiözese Wien „Radio Stephansdom“ mit klassischer Musik und der nichtkommerzielle Radiosender „Orange 94,0“. Logo fm4 frequncy2005 alternativestage.JPG Auch die bedeutendsten österreichweiten Printmedien haben neben den lokalen Zeitungen ihren Hauptsitz in Wien. Was wöchentlich erscheinende Magazine betrifft ist die News Verlagsgruppe mit Sitz im 2. Gemeindebezirk am Donaukanal, zu der die wöchentlich erhältlichen Magazine „News“, „Profil“, „Format“, „woman“, „E-media“ und „TV-media“ sowie das Monatsmagazin „Trend“ gehören, eindeutiger Marktführer. Auflagenstärkste Wochenzeitung ist eigenen Angaben zu Folge jedoch das Unterhaltungsmagazin „Die ganze Woche“ mit 340.000 Exemplaren österreichweit. Einziges auf Jugendliche spezialisierte Printmedium ist der wöchentlich erhältliche „Xpress“ (vormals „Rennbahn-Express“).
Weitere Monatsmagazine mit geringerer Auflage, da auf Fachgebiete konzentriert, sind Auto Touring, Der Reitwagen (Motorradmagazin), Gewinn, Industriemagazin, Datum - Seiten der Zeit und WCM.
Nur in unregelmäßigen Abständen erscheinen die Wiener Printmedien Malmoe (Zeitung), deScripto und die Europäische Rundschau.
Die auf ganz Österreich bezogenen Tageszeitungen „Kronen Zeitung“, „Kurier“, „Der Standard“ und „Die Presse“ sind ebenfalls in Wien ansäßig. Die lokal bedeutendste Zeitung ist die Wochenzeitung „Falter“. Eine österreichweite Besonderheit ist die auf Wien beschränkte, und nur in der U-Bahn erhältliche Gratiszeitung „Heute“, die vor allem durch hohen Werbeanteil und die höchste Auflage in Wien auffällt. Fachspezifische und österreichweit erhältliche Printmedien mit vergleichsweise geringer Auflage sind die „Wirtschaftswoche“, das täglich erscheinende „Wirtschaftsblatt“ und „die Furche“. Zudem existieren noch zahlreiche Printmedien mit minimaler Auflage und thematischer Spezialisierung auf Themen wie Religion oder Politik (vor allem Parteizeitungen).
Eine ehemals sehr bedeutende Wiener Zeitung, aus der einige sehr erfolgreiche Journalisten hervorgingen, war die 1889 gegründete und 1991 eingestellte Arbeiter-Zeitung, die sich als erstes Medium in Wien auch sozialkritischen Themen widmete. Ebenfalls eingestellt wurde, im Jahr 2000, die im 21. Gemeindebezirk ansäßig gewesene Boulevardzeitung „Täglich Alles“.
Die bedeutendste Straßenzeitung Wiens ist der Augustin. Eine weitere nennt sich Uhudla. Beide widmen sich Obdachlosen-spezifischen Themen und werden auch von solchen verkauft.
Auch andere Unternehmen der Medienbranche sind sehr stark auf Wien konzentriert. Darunter einige Werbeagenturen und Unternehmen aus der Filmbranche.
In den 1980er-Jahren entwickelte sich zunächst im Grätzl rund um den Schwedenplatz und die Ruprechtskirche eine rege Beislszene, die scherzhaft Bermudadreieck genannt wird (weil so mancher nach einer langen Nacht dort verschollen sein soll). In den folgenden Jahren dehnte sich die Lokalszene an beiden Ufern des Donaukanals aus. Nahe der Haltestelle Schottenring, ebenfalls am Donaukanalufer, befindet sich schon seit 1995 das Flex - einer der größten Clubs in Wien, in dem täglich Abendveranstaltungen und Auftritte von lokal sowie international renommierten DJs und Bands stattfinden. Mit bekannten Acts - vor allem aus der Ragga/Reggae/Dancehall-Szene - wartet auch das WUK nahe dem Währinger Gürtel auf. Vor allem in den Sommermonaten ist das Museumsquartier ein beliebter Treffpunkt mit mehreren Gastgärten.
Ende der 1990er-Jahre entstanden auch in den ehemaligen Stadtbahnbögen am Gürtel zahlreiche Szenelokale wie etwa das Chelsea, das B72, das Rhiz oder das Q / *, die mittlerweile fest etabliert sind. Diese Lokale wurden bewusst dort gegründet, um den Stadtteil zu beleben. Die Gürtelbögen haben aufgrund ihrer mittigen Lage den Vorteil, für die Anrainer keine zusätzliche Lärmbelästigung darzustellen.
Im umgewidmeten Areal des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses (Altes AKH) haben sich in jüngerer Zeit einige Uni-Institute, Geschäfte und Lokale mit ausgedehntem Freiluft-Betrieb angesiedelt. In den 1990er Jahren schließlich wurde die Sanierung des Gürtels in Angriff genommen, sodass sich etliche In-Lokale auf der ehemaligen Bordellmeile ansiedelten.
Einen weiteren Schwerpunkt des Nachtlebens bildet im Sommer die Copa Cagrana bzw. Sunken City auf der Donauinsel bei der Reichsbrücke mit zahlreichen Open-Air-Lokalen. Ebenfalls eine seit einigen Jahren neu belebte Gegend ist das Freihausviertel im vierten Bezirk, das nicht nur abends, sondern, wegen seiner Nähe zum Naschmarkt, auch untertags gut frequentiert ist. Zusätzlich entstanden seit dem Ende der 90er Jahre zahlreiche Großraum-Diskotheken und Entertainment-Center am Stadtrand, unter anderem in der Donaustadt (Diskothek Nachtschicht Deluxe).
Wien besitzt viele unterschiedliche Parkanlagen und ist weltweit eine der Städte mit dem höchsten Grünflächenanteil, der die Hälfte des Stadtgebiets ausmacht.
In der Innenstadt gibt es gleich mehrere Parks, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, die reich an Denkmälern und Parkbauten bestückt sind. Hierzu zählt der Stadtpark, der an die Hofburg anschließende Burggarten, der der Augarten, sowie der Volksgarten Von den barocken Gartenanlage der Vorstadtpalais ist der Schlosspark vom Schloss Belvedere mit dem botanischen Garten noch fast in Originalgröße erhalten geblieben. Neben den großen Parks gibt es zahlreiche kleiner Parkamlage insbesondere in den Innenstadtbezirken. Diese werden scherzhaft auch Beserlparks genannt. Auch Friedhöfe wurden nach dem Ersten Weltkrieg in Parkalagen (beispielsweise der Währinger Schubertpark) umgewandelt.
Der größte Parkanlage Wiens ist der Wiener Prater in der Leopoldstadt. Mit 600 Hektar ist er fast doppelt so groß wie der Central Park in New York und drei Mal so groß wie der Berliner Tiergarten. Das ehemalige kaiserliche Jagdgebiet, das noch heute zu großen Teilen aus Aulandschaften besteht, wurde 1766 von Joseph II. dem Volk übergeben. Rund um den grünen Prater entstanden im Laufe der Zeit das Messegelände, wo die Weltausstellung 1873 statt fand, der Vergnügungspark Wurstelprater mit seinem Wahrzeichen dem Riesenrad, sowie mit dem Ernst-Happel-Stadion (ehemals Praterstadion) das größte Fußballstadion Österreichs.
Die 21,1km lange und 200m breite Donauinsel ist ebenfalls ein beliebten Naherholungsgebiet der Wiener Bevölkerung. Ursprünglich wurde sie in den Jahren 1972 bis 1988 als Hochwasserschutz "errichtet". Hier gibt es unter anderem einen großen FKK-Badebereich. Im Gebiet der Reichsbrücke hat sich zudem eine vielfältige Lokalszene entwickelt, einmal pro Jahr wird auf ihr das Donauinselfest veranstaltet.
Im Westen der Großstadt reichen die Ausläufer des Wienerwaldes zum Teil weit in die verbauten Bereiche der Außenbezirke hinein. Hier findet sich unter anderem der Lainzer Tiergarten, ein weitläufiges Waldgebiet (2.500 Hektar) mit reichem Wildbestand. In dem ehemaligen kaiserlichem Jagdgebiet finden sich neben ehemaligen Jagdschloss Hermesvilla bis heute das Jagdwild, wobei insbesondere die Wildschweine im Lainzer Tiergarten sehr populär sind. Die Wälder im Westen werden durch den Wiener Grüngürtel im Süden (Wienerberg und Laaer Berg), der teilweise aufwändig wieder aufgeforstet wurde fortgesetzt. Nördlich der Donau dient, neben dem Donaupark, insbesondere die Lobau als Naherholungsgebiet. Das Auengebietes der Donau ist sogar Teil des Nationalparks Donau-Auen.
Sowohl sehenswert als auch Grünoasen sind die Wiener Friedhöfe, die als Erholunsgsorte gelten und zum spazieren einladen. Der Zentralfriedhof ist nicht nur für seine Ehrengräber berühmt. Es befinden sich dort auch ein evangelischer Friedhof, der neue und alte jüdische Friedhof, eine islamische Abteilung, eine moslemisch-ägyptische Abteilung, sowie zahlreiche orthodoxe Abteilungen und Grabstätten der Anatomie. Auch der St. Marxer Friedhof ist ein beliebtes Areal für Spaziergänge. Er ist nicht nur der älteste Friedhof Wiens (Biedermeierfriedhof, 18. Jahrhundert) sondern beherbergt unter anderem auch die Gräber von Wolfgang Amadeus Mozart und Josef Madersperger.
Neben den Fußballvereinen gibt es zahlreiche erfolgreiche Wiener Vereine in anderen Sportarten. Im Eishockey wurden 2005 bei den Herren die Vienna Capitals sowie EHV Sabres bei den Damen österreichischer Meister. Zusätzliches Highlight in der Wiener Eishockey-Saison war die Weltmeisterschaft in der Wiener Stadthalle. Die Footballer von den Chrysler Vikings konnten 2004 und 2005 die Eurobowl gewinnen, die WBV Homerunners wurden österreichischer Meister im Baseball. Die Volleyballer der aon hotVolleys sowie die Handballer der Margareten Fivers mussten sich jeweils mit dem Vize-Meistertitel zufrieden geben.
Neben den Mannschaftssportarten gibt es in Wien ebenfalls ein breites Angebot für Individualsportarten. Als Laufstrecken sind die Wege im Prater oder auf der Donauinsel sehr beliebt. Trainert kann auch im Ferry-Dusika-Hallenstadion werden. Einmal jährlich findet zusätzlich der Vienna City Marathon statt. Radfahrern stehen neben über 1.000 Fahradkilometern zahlreiche Mountainbikestrecken in den Wiener Bergen zur Verfügung. An der Alten Donau und an der Donau gibt es für Freunde des Rudersports insgesamt 11 verschiedene Rudervereine. In Wien gibt es 3 ordentliche und 4 außerordentliche Mitgliedsclubs des Österreichischen Golf Verbandes, Golfplätzen stehen etwa am Wienerberg zur Verfügung. Als Fechtenklub ist vor allem der Wiener Sportclub bekannt. Auch für den Wintersport, der in Österreich einen hohen Stellenwert genießt, gibt es vielfältige Angebote. Die Stadt Wien betreibt auf der ehemaligen FIS-Strecke Hohen-Wand-Wiese und auf der Dollwiese zwei Schipisten. Ab einer Schneelage von 20 Zentimetern zieht das Sportamt der Stadt Loipenspuren durch den Prater, auf der Donauinsel, am Wienerberg, auf den Steinhofgründen, im Schwarzenbergpark, am Cobenzl und im Maurerwald. Die Streckenlängen reichen von 2,5 km (am Wienerberg) bis zu 12 km (Donauinsel).
Seit der Erhebung Wiens zu einem eigenen Bundesland im Jahre 1921 ist der Wiener Bürgermeister gleichzeitig Landeshauptmann. Das Wiener Rathaus beherbergt sowohl die Amtsräume des Wiener Bürgermeisters sowie des Gemeinderates, der den Rang eines Landtages innehat. Verwaltet wird die Stadt durch eine Vielzahl von Magistratsabteilungen (Ämter), welchen jeweils genau festgelegte Aufgabenbereiche zugeteilt sind.
Da das Wiener Wahlrecht mehrheitsfördernd ist, hat die SPÖ die absolute Mehrheit an Sitzen im Gemeinderat (55%), obwohl sie nicht die absolute Stimmenmehrheit (49%) in Wien hat.
Bei den parallel abgehaltenen Bezirksvertretungswahlen konnte sich die SPÖ in 16, die ÖVP in fünf und die Grünen in zwei Bezirken durchsetzen. Die ÖVP erlangt die Stimmenmehrheit traditionell in den bügerlichen Wohngegenden in der Innenstadt sowie in den Villengegenden am westlichen Stadtrand. Die Grünen stellen in den kleineren Innenstadtbezirken 7 und 8 den Bezirksvorsteher, erhielten jedoch weniger Stimmen in den Außenbezirken. Die FPÖ konnte vor allem dort höhere Stimmenanteile erreichen.
Die Wahlbeteiligung erreichte 60,81 % (nach 66,58% 2001) bei der Gemeinderatswahl und 58,5 Prozent bei den Bezirksvertretungswahlen. Erstmals waren 16- und 17-Jährige stimmberechtigt.
Siehe auch: Liste der österreichischen Landeshauptleute, Wahlen in Österreich
Es gibt außerdem in Frankreich die Stadt Vienne im Département Isère und einen gleichnamigen Fluss und die danach benannten Dèpartements Vienne und Haute-Vienne.
Wien unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
| Zagreb (Kroatien), seit 1994 | |
| Tel Aviv (Israel), seit 2005 | |
| Belgrad (Serbien), seit 2003 | |
| Warschau (Polen) |
Außerdem bestehen Partnerschaften zwischen einzelnen Wiener Bezirken und folgenden japanischen Städten/Bezirken:
Die Josefstadt (Wien 8) bildet gemeinsam mit den gleichnamigen Bezirken Józsefváros in Budapest und Timişoara den Bund der Josefstädte.
Weiters bestehen folgende Partnerschaften zwischen Wiener Bezirken und chinesischen Bundesländern (Provinzen), Städten und Bezirken.
Wien | Hauptstadt in Europa | Hauptstadt in der EU | Österreichische Landeshauptstadt | Träger des Europapreises
Wene | Wien | Biena | فيينا | Вена | Виена | Vienna | Beč | Viena | Vídeň | Wien | Wien | Vienna | Vieno (Aŭstrio) | Viena | Viin | Viena | Wien | Vienne (Autriche) | Vín | וינה | Beč | Bécs | Wina | Wien | Vín (borg) | Vienna | ウィーン | ვენა | 빈 | Wien | Vindobona | Wien | Wene | Vièna | Viena | Vīne | Виена | Wien (Stadt) | Wienen | Wenen | Wien | Wien | Wiedeń | Viena | Viena | Вена (город) | Beč | Vienna | Viedeň | Dunaj | Vjena | Беч | Wien | Viyana | Відень | Wien | 維也納