| Wappen | Karte |
|---|---|
| Sin escudo.png Wappen | Lage der Stadt Büren in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Detmold |
| Kreis: | Paderborn |
| Kreisangehörige Stadt: | Büren (Westfalen) |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 219 m ü. NN |
| Fläche: | 26 km² |
| Einwohner: | 2200 (31. Dez. 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 85 Einwohner/km² |
| Postleitzahlen: | 33142 (alt: 4793) |
| Vorwahlen: | 02955 |
| Kfz-Kennzeichen: | PB |
| Gemeindekennzahl: | 05 7 74 016 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Königstr. 16 33142 Büren |
| Website: | www.bueren.de |
Die Ortschaft Wewelsburg, die sich in nördlicher, östlicher und südlicher Richtung um die gleichnamige Burg oberhalb der Alme erstreckt, ist seit der kommunalen Gebietsreform des Jahres 1975 Teil der Stadt Büren (Westfalen) im Kreis Paderborn.
Die Ortschaft Wewelsburg existiert bereits zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung der Wewelsburg, welche direkt neben dem Ort Wewelsburg liegt, im Jahre 1123 - damals eine Anlage des Grafen Friedrich von Arnsberg. Kurz nach dessen Tod zerstören Bauern die Burg, welche aber wieder aufgebaut wird. Bis ins 16. Jahrhundert unterliegt die Wewelsburg wechselndem Pfandbesitz.
Das Kanonissenstift Böddeken liegt Ende des 14. Jahrhunderts völlig darnieder. Daraufhin wird das Kloster 1408/09 erfolgreich reformiert: Im Auftrag und mit Unterstützung Wilhelm von Bergs, Elekt des Hochstifts Paderborn, überträgt Gobelin Person das Stift Augustinerchorherren aus dem niederländischen Zwolle. Danach entwickelt es sich zu überregionaler Bedeutung.
1588/1589 fällt die Wewelsburg durch Pfandeinlösung an das Hochstift Paderborn zurück, sie wird fürstbischöfliche Nebenresidenz. 1603-1609 lässt Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg die Gebäude als regelmäßige Dreiflügelanlage mit Ecktürmen ausbauen.
Im Dreißigjährigen Krieg werden Burg und Ort wiederholt besetzt. 1646 erstürmen durch schwedische Truppen die Burg, die gesamte Anlage brennt. 1650-1660 wird die Burg wiederhergestellt und in den folgenden Jahren weiter umgebaut und repariert.
1802, mit der Säkularisierung, fallen die Wewelsburg und das Kloster Böddeken in preußischen Staatsbesitz; das Kloster wird kurz darauf aufgelöst. Mit dem Ende der staatlichen Selbständigkeit des Hochstifts Paderborn verliert Wewelsburg auch die Funktion als Residenz.
1807 bis 1813 gehört das Gebiet von Wewelsburg für wenige Jahre zum Königreich Westfalen, fällt aber nach der napoleonischen Niederlage an Preußen zurück. Wewelsburg wird der 1815 gegründeten Provinz Westfalen eingegliedert - im gleichen Jahr wird der Nordturm der Wewelsburg durch Blitzschlag zerstört - und kommt durch Erlass der Königlichen Regierung in Minden an den 1816 gegründeten Kreis Büren. 1841 wird die bislang schon praktizierte Untergliederung des Kreises in Ämter abgesegnet, nach der Wewelsburg zum Amt Büren gehört.
1924 erwirbt der Kreis Büren die Wewelsburg und baut sie zu einer Wanderherberge mit Veranstaltungssaal und Heimatmuseum aus.
Nachdem Heinrich Himmler 1934 die Wewelsburg für 100 Jahr vom Landkreis mietet, wird sie zu einer Kult- und Terrorstätte der SS. Für das dem Dorf benachbarte, für Aus- und Umbau der Wewelsburg angelegte KZ Niederhagen besteht zwischenzeitlich ein eigenes Standesamt - ausschließlich für die Todesfälle der Häftlinge. 1945 versucht die SS auf Befehl Hitlers die Burg zu sprengen und setzt damit die gesamte Anlage in Brand.
Der Wiederaufbau der Wewelsburg erfolgt bereits 1948/1949 (der Nordturm folgt erst 1973-1975) und 1950 ist sie wieder Jugendherberge und Sitz des Heimatmuseums des Kreises Büren, seit 1975 des Kreises Paderborn.
Das junge evangelische Gemeindezentrum mit eigener Kirche im Ortsteil Graffeln gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Büren der Evangelischen Kirche von Westfalen, Kirchenkreis Paderborn.
Dabei befindet sich auch eine Gedenkstätte für die Opfer des KZ Niederhagen, in dem zur Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeiter für den geplanten Ausbau der Wewelsburg zum Zentrum der NS-Welt lebten. Im Ortskern liegt die katholische Pfarrkirche Sankt Jodokus.
Östlich des Dorfes Wewelsburg, im Tal des Friedens, liegt Gut Böddeken; Dies sind die Überreste eines alten Klosters, welches im Jahre 837 durch den später heilig gesprochenen Paderborner Archidiakon Meinolf, dem Schutzpatron des Bürener und Paderborner Landes, mit Unterstützung des Klosters Corvey zunächst als Kanonissenstift gegründet wurde. Eine bauliche Erneuerung, der Ausbau und die Ausgestaltung des Klosters durch die Augustinermönche geschah in einem längeren Zeitraum von 1434-1487.
Zwischen Gut Böddeken und Altenböddeken liegen die Meinolfuskapelle und ein Soldatenfriedhof mit Gefallenen des Zweiten Weltkriegs.
Die Wirtschaft ist handwerklich und landwirtschaftlich orientiert.
Den Süden der Gemarkung durchschneidet die A 44 Dortmund-Kassel mit der Anschlussstelle Büren in Fahrtrichtung Dortmund beim Bürener Stadtteil Brenken und dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren in Fahrtrichtung Kassel beim Wünnenberger Stadtteil Haaren.
Der so genannte Kleine Hellweg verläuft direkt jenseits des Almetales parallel zu diesem nordostwärts über Oberntudorf und Wewer nach Paderborn, südwestwärts am Flughafen und an Brenken vorbei Richtung Büren.
Durch das Tal der Alme führt von Paderborn kommend über Büren Richtung Alme die Almetal-Bahn, heute nur noch mit Güterverkehr. Das ehemalige Bahnhofsgebäude ist heute eine Gaststätte. Seit einigen Jahren verkehren in den Sommermonaten am Wochenende Touristenzüge zwischen Paderborn und Büren.
Das Gebiet von Wewelsburg gehört zum Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter. Busse der BBH, BahnBus Hochstift GmbH, stellen die Verbindung mit dem Umland, auch zum Flughafen, sicher. An Wochenenden und vor Feiertagen verkehren auch Nachtbusse von Paderborn nach Wewelsburg.
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"Wewelsburg (Ort)".
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