Wettsteinbrücke1.jpeg]] Die Wettsteinbrücke ist die zweitälteste Rheinbrücke der Schweizer Stadt Basel.
1843 legte Ingenieur Joseph Charley, der Erbauer der Freiburger Hängebrücke, der Obrigkeit einen Entwurf für eine 6,6 m breite Kettenbrücke zwischen Harzgraben und der Baarmatte vor und gleichzeitig ging auch ein Projekt des Strassburger Ingenieurs Lecrom ein. Der Experte Henri Dufour aus Genf, der nachmalige General, verschmolz die beiden Studien zu einem Vorschlag. Auf eine Verwirklichung wurde aber verzichtet.
Erst im Februar 1876 legte das Baudepartement von Basel das realisierbare Projekt einer geneigten Harzgrabenbrücke vor.
Innerhalb von zwei Jahren entstand ein imposantes Bauwerk, welches aber drei Arbeitern das Leben gefordert hatte. Die Konstruktion wurde von zwei Strompfeilern getragen, wies eine Gesamtlänge von 357,56 m auf und war 12,6 m breit. Die Brücke wies vom kleinbasler- zum grossbasler Ufer eine Steigung von 2,67 % auf und erhielt daher den Übernahmen "Schräge Brücke".
Am Samstag 7. Juni 1879 wurde die Brücke feierlich dem Verkehr übergeben und erhielt im Herbst 1880, als krönender Abschluss, auf den Wiederlagerpfeilern vier monumentale, je drei Meter hohe und fünfzig Zentner schwere Basilisken. Diese wurden vom Bildhauer Ferdinand Schlöth entworfen und in den Werkstätten von Benckiser gegossen.
Erst 1881 erhielt die Harzgrabenbrücke ihren offiziellen Namen, als Wettsteinbrücke, im Gedenken an Bürgermeister Johann Rudolf Wettstein (1594-1666).
Ab 1935 wurde daher die Brücke von 12.6 auf 21.5 Meter verbreitert, die Strassenbahn auf zwei Spuren ausgebaut. Mit einem grossen Volksfest wurde die "neue", verbreiterte Wettsteinbrücke am 4. Juni 1939 eingeweiht.
Mit dem Brückenumbau mussten aber die vier wuchtigen Basilisken entfernt werden und die stolzen Vögel fanden im Erlenpark, im Hof Schützenmattstrasse 35 in Basel, am Vierwaldstättersee in Meggen und am Genfersee in Nyon einen neuen Standplatz.
Im Mai 1990 entschieden sich die Basler Bürger für eine Sanierung der Brücke und gegen einen vom spanischen Ingenieur Santiago Calatrava vorgeschlagen Neubau der Brücke.
Unter Verwendung der beiden Strompfeiler wurde ab 1991 eine neue Wettsteinbrücke aufgebaut.
Der Basilisk aus den Lange Erlen fand den Weg zurück zur Wettsteinbrücke und ist am Brückenkopf auf Grossbaslerseite zu bewundern.
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