Der amtliche Wetterdienst ist für die fachkundige Beobachtung des Wettergeschehens und seine Analyse zuständig, sowie im Regelfall auch für die Wettervorhersage.
Weitere Aufgaben sind meist die Klimatologie, meteorologische Beobachtungen der Umwelt und internationaler Datenaustausch. In vielen Ländern bildet der Wetterdienst mit den geophysikalischen Aufgaben des Staates eine organisatorische Einheit. Auch auf den Hochschulen wird die Meteorologie meistens am Institut für Geophysik gelehrt.
Die ältesten Wetterwarten haben kontinuierliche Datenreihen von über 200 Jahren (z. B. in Kremsmünster). Dabei kann aber schon die Verlegung der Temperaturmessung um einige Meter problematisch sein: für Laien ist eine repräsentative, wiederholbare Genauigkeit von 0,2 bis 0,3 °C nur mit großer Erfahrung möglich, der Einfluss von Strahlung in der Umgebung kann - z. B. bei einem Fensterthermometer - auch auf der Schattenseite 1 bis 2 °C betragen.
Die Kooperation der verschiedenen Wetterwarten und -Dienste hat eine lange Tradition. Sogar in Zeiten von Krieg bleibt der Datenaustausch manchmal aufrecht.
Das DWD-Gesetz definiert z. B. in §4/3 die Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit internationalen Wetterdiensten und anderen Organisationen.
Neben diesen Flugwetter-Diensten gibt es in den ECOMET-Ländern seit 10 bis 15 Jahren mehr und mehr private Wetterfirmen - mit einer Vielfalt von Leistungsangeboten, wie sie nie zuvor existiert hat.
In den USA gibt es zwischen privatem und staatlichem Wetterdienst eine starke Durchdringung, Kooperation und Marktaufteilung. Der Wettbewerb führt zu mehr Zufriedenheit und hat eine Vielzahl spezieller Produkte geschaffen. Durch die Verteilung staatlicher Aufgaben und den Wetterdaten "für den Markt" kommt der NWS mit weniger Staatsangestellten aus als Europas Wetterdienste.
Ein Nachteil solcher Entwicklungen ist aber, dass viele Daten auf dem Markt nicht (mehr) frei verfügbar sind. Wegen der privaten Dienste bildet sich z.Z. ein europäisches Kartell großer Länder zu Preisen, Wetterdaten und Markt (neuer ECOMET-Preismechanismus).
Eine interessante Entwicklung ist bei der Messung und Analyse von Blitzen und Gewittern zu verzeichnen. Im Rahmen von "Lightning"-Projekten gibt es schon in vielen Ländern Europas "halb-öffentliche" Dienste, bei deren Aufbau auch die Forschung einzelner Hochschulen und die Interessenslage von Versicherungen einfloss. Letztere finanzieren das System teilweise (z.B. geringere Prozesskosten bei Versicherungsbetrug), wodurch z.B. in Österreich Überblicksdateien allgemein zugänglich sind.
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