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Kreiswappen
Wappen Karte
Lage des Wetteraukreises in Deutschland.GIF
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Verwaltungssitz: Friedberg (Hessen)
Fläche: 1.101,70 km²
Einwohner: 298.760 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte: 271 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 06 4 40
Kfz-Kennzeichen: FB
Kreisgliederung: 25 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Europaplatz
61169 Friedberg
Website: www.wetteraukreis.de
E-Mail-Adresse: info@wetteraukreis.de
Politik
Landrat: Rolf Gnadl (SPD)
Karte
Hesse fb.png
Der Wetteraukreis ist ein Landkreis im Regierungsbezirk Darmstadt, Hessen, Kreisstadt ist Friedberg (Hessen). Benachbarte Landkreise sind der Landkreis Gießen, der Vogelsbergkreis, der Main-Kinzig-Kreis, die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, der Hochtaunuskreis und der Lahn-Dill-Kreis.

Geografie


Namensgebend für den Kreis ist die Landschaft Wetterau, nördlich von Frankfurt am Main, eine der ertragreichsten Ackerlandschaften Hessens. Diese ist wiederum benannt nach dem Fluss Wetter. Im Westen ragen noch die Ausläufer des Taunus in das Kreisgebiet. Hier befinden sich zahlreiche Mineral- und Thermalquellen (Bad Nauheim, Nidda-Bad Salzhausen, Bad Vilbel). Im Osten des Kreises führt das Ronneburger Hügelland zu den Ausläufern des Vogelsberg hin.

Verkehr


Die fruchtbare Ebene der Wetterau zwischen Taunus und Vogelsberg war von jeher eine wichtige Durchzugsstraße von Nord nach Süd. So hat auch die Main-Weser-Bahn als erste Eisenbahn zwischen Kassel und Frankfurt diesen Weg genommen. Sie ist 1850 von Frankfurt über Friedberg bis Butzbach und 1851 weiter nach Lang Göns eröffnet worden. Das Kreisgebiet gehörte damals zu Hessen-Darmstadt bis auf das kurhessische Bad Nauheim, das erst 1866 dazukam.

Am Rande des Vogelsberges entstand 1870 eine weitere Nord-Süd-Strecke von Gießen über Nidda - Büdingen nach Gelnhausen, die von der zunächst privaten Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft erbaut und mit dieser 1876 in die Hessische Staatsbahn einbezogen wurde.

Zur Umgehung des Frankfurter Raumes erbaute die Preußische Staatsbahn eine Direktverbindung von Hanau nach Friedberg, die 1881 mit der Teilstrecke ab Heldenbergen-Windecken vollendet wurde.

Die Hessische Staatsbahn begann 1888 den Vogelsberg mit zwei Stichbahnen von Nidda nach Schotten und von Stockheim nach Gedern zu erschließen, wovon die letztgenannte 1906 bis Grebenhain-Crainfeld verlängert und so zu einer Querverbindung bis Lauterbach ausgebaut wurde.

Zum wichtigsten Bahnknotenpunkt entwickelte sich die Kreisstadt Friedberg, die heute von Intercityzügen bedient wird.

Zu den drei vorhandenen Schienenwegen von Friedberg nach Frankfurt, Gießen und Hanau kamen noch hinzu: 1897 die Nebenbahnen nach Hungen und Nidda, die bis Beienheim dieselbe Trasse benützen, und 1901 die im Zuge der Bäderbahn Nauheim - Homburg - Wiesbaden errichtete Hauptbahn nach Friedrichsdorf.

Neben Nidda wurde auch Stockheim ein Knotenpunkt; von hier begann die Niddertalbahn 1905 bis Heldenbergen-Windecken und 1907 weiter bis Bad Vilbel an der Main-Weser-Bahn.

Schließlich vervollständigte die private Butzbach-Licher Eisenbahn AG, eine Tochter der Firma Lenz & Co GmbH, das Schienennetz durch die Bahnen, die von Butzbach ausgingen:

  • 1904 Butzbach West - Butzbach Ost - Griedel - Lich
  • 1910 Griedel - Rockenberg - Bad Nauheim
  • 1910 Butzbach Ost - Oberkleen.

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen A 5 Frankfurt-Kassel und A 45 Dortmund-Aschaffenburg. Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 3, die B 275, die B 457 und die B 521.

Geschichte


Das Kreisgebiet war im Laufe der Geschichte in zahlreiche Herrschaftsgebiete zersplittert. Die wichtigsten davon waren die Landgrafen von Hessen (später beide hessischen Landesteile), die Grafen von Solms und Ysenburg, das Erzbistum Mainz und die Freie Reichsstadt Friedberg. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert gehörte das heutige Kreisgebiet zum Großherzogtum Hessen, das die beiden Kreise Friedberg und Büdingen innerhalb der Provinz Oberhessen bildete. Im Rahmen der hessischen Kreisreform wurden beide Landkreise zum 1. August 1972 zum "Wetteraukreis" vereinigt. Kreisstadt wurde Friedberg (Hessen) , da die Stadt relativ zentral im Kreisgebiet liegt. Heute ist Bad Vilbel die größte Stadt im Wetteraukreis mit 30290 Einwohnern (Stand Ende 2002).

Wappen


Blasonierung:
Durch einen blauen Wellenbalken geteilt; oben in Gold wachsend der schwarze, rot bewehrte Doppeladler, unten in Silber zwei rote Balken. (Wappen-Verleihung: 2. Juli 1975)

Bedeutung:
Der Reichsadler steht für das Reichsland Wetterau, das bis zum Mittelalter bestand beziehungsweise für die ehemals Freie Reichsstadt Friedberg. Die roten Balken sind das Symbol der Grafen von Isenburg-Büdingen, die das östliche Kreisgebiet beherrschten und der blaue Wellenbalken symbolisiert den Fluss Wetter und ist damit ein „redendes“ Symbol.

Städte und Gemeinden


Städte

Gemeinden

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Sonstiges


Wichtigste lokale Zeitung ist die „Wetterauer Zeitung“ (Bad Nauheim), im Raum Bad Vilbel die „Frankfurter Neue Presse“, im Ostkreis der „Kreis-Anzeiger“ (Nidda).

Weblinks



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