Wetter (Ruhr) ist eine
mittlere kreisangehörige Stadt im
Ruhrgebiet in
Nordrhein-Westfalen. Wetter gehört zum
Ennepe-Ruhr-Kreis und befindet sich im Bereich des
Regionalverbands Ruhr.
Die nächsten
Großstädte,
Dortmund,
Hagen und
Bochum, sind innerhalb von 20 Minuten mit der S-Bahn oder Auto zu erreichen.
Geografie
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind
Gevelsberg,
Hagen,
Herdecke,
Sprockhövel und
Witten.
Nahe gelegene Großstädte sind
Dortmund und
Bochum, aber auch
Essen und
Wuppertal sind gut zu erreichen.
Stadtgliederung
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Geschichte
Wetter war, neben
Altena,
Hamm und
Hörde, eine der vier Kreisstädte der
Grafschaft Mark.
1943: Verlegung des Sitzes der Gauleitung des Reichsgaus Westfalen-Süd von Bochum, das damals durch mehrere Bombenangriffe bereits stark zerstört war, nach Wetter, genauer gesagt auf den Harkortberg. Hier residierte der Gauleiter Albert Hoffmann - ein unverbesserlicher Nationalsozialist. Er war unter anderem dafür verantwortlich, dass in den letzten Kriegstagen völlig unnütz die Brücken über die Ruhr gesprengt wurden. Noch heute zeigen Bunker auf dem Berg Überreste der Befehlsstelle, jedoch sind sie nicht begehbar.
Eingemeindungen
1970: Mit der kommunalen
Gemeindereform wurde der Ennepe-Ruhr-Kreis neu gegliedert, und die südlich der Ruhr gelegenen, ehedem selbständigen Gemeinden
Esborn,
Volmarstein und
Wengern kamen zur Stadt Wetter hinzu, die nördlich der Ruhr liegt. Seitdem gehören auch kleine Teile der ehemaligen Gemeinden
Berge und
Silschede zu Wetter. Das Gebiet von Wetter vor der
Gemeindereform heißt nun Alt-Wetter.
Einwohnerentwicklung
(jeweils zum 31. Dezember)
1998: 29.735,
1999: 29.946,
2000: 29.851,
2001: 29.675,
2002: 29.545,
2003: 29.337,
2004: 29.221
Politik
Wappen
Das Wappen der Stadt entstand bei der Gemeindereform
1970. Es Zeigt im oberen Abschnitt ein „W“ in Zinnenschnittform, das an die beiden Burgruinen erinnert. Der darunter gelegene Schachbalken zeigt die frühere Verbundenheit der
Grafschaft Mark. Das Dreiblatt schließlich ist aus dem alten Wappen des Amtes Volmarstein entnommen und symbolisiert die ehemaligen Edelherren zu Volmarstein.
Städtepartnerschaften
Städtepartnerschaften bestehen mit
South Elmsall,
Turawa (
Polen),
Stadtilm (
Thüringen).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Regelmäßige Veranstaltungen
In Wetter ragen zwei regelmäßige und größere Feste heraus. Das Seefest wird üblicherweise am ersten Juliwochenende am Harkortsee gefeiert und das Parkfestival immer am dritten Juliwochenende von Donnerstag bis Sonntag. Ab dem Jahr 2006 soll das Musikfest jedoch nur noch alle zwei Jahre von Samstag bis Sonntag im Bürgerpark Villa Vorsteher stattfinden.
Lichtburg, Stadtsaal und Bürgerhaus
Die Lichtburg ist ein ehemaliges Kino, das heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Verwaltet wird die Lichtburg durch den Verein Unabhängiges Kulturzentrum Lichtburg e.V.. Dieser verwaltet auch den ca. 500 Personen fassenden Stadtsaal, der auch für private Veranstaltungen gemietet werden kann. Auch das Bürgerhaus, die Villa Vorsteher, wird für Veranstaltungen und von Vereinen genutzt.
Sehenswürdigkeiten
- Harkortsee. Ausgangspunkt für Wanderungen, Fahrrad- bzw. Inlineskatertouren um die beiden Ruhrstauseen Harkort- und Hengsteysee.
- Harkortberg. Ausgangspunkt ausgiebiger Wandermöglichkeiten durch das Ardeygebirge mit Fernsicht auf den Harkortsee. Hier befindet sich auch der Harkortturm, ein weithin sichtbares Erkennungszeichen Wetters.
- Henriette-Davidis-Museum. Leben und Werk der berühmtesten deutschen Kochbuchautorin (Man nehme...).
- Planetenmodell Oberwengern, Zentrum am örtlichen Gymnasium
- Wanderweg "Drei-Dörfer-Weg" über den Höstreichberg
Bauwerke
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- Rathaus Wetter. In Alt-Wetter gelegenes altes Rathaus. Erbaut von Freiherr-von-Stein.
- Haus Hove. In Oberwengern gelegenes Anwesen. Hier residierte Hoffmann von Fallersleben bei Henriette von Schwachenberg.
- Der Harkortturm wurde 1884 erbaut und ist 35 Meter hoch. Er wurde zum Gedenken an Friedrich Harkort auf dem Harkortberg in Alt-Wetter errichtet. Der Turm ist nur zu bestimmten Anlässen oder nach Vereinbarung mit dem Stadtmarketing Wetter begehbar. 130 Stufen führen den Besucher dann zur Aussichtsplattform, die einen Fernblick über den Harkortsee bis ins Sauerland bietet.
- Burg Volmarstein. Burgruine mit Fernsicht über das Ruhrtal, erbaut im Jahre 1100 vom Kölner Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenburg .
- Freiheit Wetter. Mittelalterlicher Stadtkern mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Hervorzuheben ist hier das Fünf-Giebel-Eck, ein Arrangement von mehreren Häusern.
- Burg Wetter. Die Burg Wetter, eine bedeutende Burgruine, befindet sich nahe der Freiheit Wetter.
- Eisenbahnviadukt über die Elbsche, einem Nebenfluss der Ruhr, in Wengern.
- Leimkasten. Mittelalterlicher Bau im alten Dorfkern von Wengern.
Denkmäler
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- Dampfmaschinenschwungrad. Industriedenkmal in Alt-Wetter. Dampfmaschinenschwungrad aus dem ehemaligen Stahlwerk Harkort. Es befindet sich an der Schiffsanlegestelle am Harkortsee.
- Friedrich-Harkort-Gedenktafel am Harkortsee.
- Gedenktafel an den Kapp-Putsch am Bahnhof der Stadt Wetter für die dort stattgefundenen Kämpfe
- Ehrenmal. Es befindet sich am Ehrenmalweg in Alt-Wetter. Panoramablick über den Harkortsee.
- Denkmal an die Toten der Kriege 1866 und 1870/71. Dieses Denkmal befindet sich nahe der Burg Volmarstein.
- Denkmal an die Opfer von 1939 bis 1945. Dieses Denkmal befindet sich nahe der Burg Volmarstein.
- Freiherr-von-Stein, am Rathaus erinnert ein Denkmal an ihn.
Sport
In Wetter sind mehrere
Sportvereine und Sporteinrichtungen beheimatet.
In Wetter-Oberwengern befindet sich ein
Hallenbad, in Alt-Wetter ein
Freibad, welches zur Zeit zu einem Natur-Schwimmbad umgebaut wird.
Auf dem
Harkortberg und dem Böllberg befinden sich
Sportplätze, ebenso wie auf dem Brasberg in Wengern, in der Köhlerwaldstraße in Volmarstein oder am Schmandbruch. Auf fast allen Plätzen liegt die Hauptbenutzung im Bereich Fußball, lediglich letzterer wird vom Baseballteam der Volmarstein Heroes benutzt.
Wetter ist in Fachkreisen überregional bekannt für die Klasse des beheimateten
Kanupoloclubs Wetter, dessen Frauenteam in der ersten Liga spielt. Des Weiteren sind mehrere Damen und Jugendliche feste Bestandteile der jeweiligen Nationalteams.
Infrastruktur und Wirtschaft
Verkehr
Wetter liegt an der Autobahn
A 1 und den Bundesstraßen
B 226 und
B 234.
Eisenbahnanschlüsse bestehen über die
S 5 nach
Dortmund und über
Hagen,
Wuppertal und
Düsseldorf nach
Mönchengladbach, sowie einem Regionalbahn- bzw. Regionalexpressanschluss über
Bochum nach
Essen. Die nächstgelegenen Fernverkehrsbahnhöfe sind in
Hagen,
Dortmund und
Bochum.
Die
Radfernwege
Ruhrtalradweg, von der
Ruhrquelle in
Winterberg bis zur
Mündung in den
Rhein bei
Duisburg und
Kaiserroute, von
Aachen nach
Paderborn führen entlang der Ruhr durch Wetter.
Wetter gehört dem
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr an.
Öffentliche Einrichtungen
Bildung
In Wetter gibt es sieben
Grundschulen:
- Bergschule
- Gem. Grundschule Schmandbruch
- Gem. Grundschule Volmarstein
- Gem. Grundschule Albringhausen
- Grundschule Grundschöttel
- Osterfeldschule (Wengern)
- Kath. Grundschule Wetter
Wetter hat folgende weiterführende Schulen:
Unternehmen
In der Stadt sind mehrere bekannte Unternehmen ansässig:
Persönlichkeiten
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- Marquard Bohm , gestorben 3. Februar 2006 in Wetter, deutscher Schauspieler, Bruder von Hark Bohm.
- Henriette Davidis, heute erinnert das Henriette-Davidis-Museum an die Kochbuchautorin.
- Erwin Geldmacher (1885-1965), Professor für Betriebswirtschaftslehre
- Hoffmann von Fallersleben, Jugendfreund von Henriette von Schwachenberg, der Gutsherrin des in Wetter-Oberwengern gelegenen Haus Hove.
- Friedrich Harkort, Unternehmer und Politiker in der Frühzeit der industriellen Revolution.
- Jürgen Renfordt, deutscher Schlagersänger, Komponist, Texter und Produzent.
- Alfred Rethel, malte die Harkortschen Werkstätten auf der Burg Wetter. Dieses Bild entstand um 1834 und gilt als wichtige Darstellung der beginnenden Industrialisierung
- Benjamin J. Gill, Professor & anerkannte Authorität für Sinologie & Anglistik in Harvard, Mass., USA.
- Eduard Scheve, geboren 1836 im Stadtteil Volmarstein, Begründer der evangelisch-freikirchlichen Diakonie und Außenmission
- Freiherr vom Stein war von 1784 bis 1793 Bergamtsdirektor in Wetter, reorganisierte dort die Rechnungsführung und gilt als Urheber der kommunalen Selbstverwaltung.
Weblinks
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