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| Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) University of Münster | |
|---|---|
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| Rektor | Prof. Dr. Jürgen Schmidt |
| Kanzlerin | Dr. Bettina Böhm |
| Gründungsdatum | 16. April 1780 |
| Anzahl Studienfächer | über 130 |
| Anzahl Studierende | 38.510 (SS 2006) | - Frauenanteil: 53 %
| Anzahl Mitarbeiter | 5.000 (ohne Hilfskräfte) | - Professoren (ohne Klinikum): 600
| Abschlüsse (jährlich) | über 4.500 (Jahr 2005) | - Bachelor of Arts: unbekannt
| Gebäude | 285 (240.000 m² Nutzfläche) |
| Ort | Münster, Nordrhein-Westfalen |
| Trägerschaft | Öffentlich |
| Internetauftritt | www.uni-muenster.de |
Die Westfälische Wilhelms-Universität (kurz WWU) in Münster ist mit 38.510 Studierenden (Sommersemester 2006) und rund 130 verschiedenen Studienfächern in 15 verschiedenen Fachbereichen eine der größten deutschen Universitäten. Ihr Namensgeber ist Kaiser Wilhelm II., die Verwaltung befindet sich im ehemaligen fürstbischöflichen Residenzschloss.
Die Westfälische Wilhelms-Universität ist keine Campus-Universität, ihre 285 Gebäude verteilen sich vielmehr über das gesamte münstersche Stadtgebiet. Da es neben der Westfälischen Wilhelms-Universität noch sieben weitere Hochschulen in Münster gibt, gilt die Stadt als äußerst studentisch geprägt. Ein ausgedehntes Universitätsviertel ist hierbei der Bereich zwischen Hindenburgplatz, wo der Fachbereich Biologie im wesentlichen zu finden ist, und Domplatz, wo unter anderem das Haupthörsaalgebäude, das Juridicum (Fachbereiche Jura und Wirtschaftswissenschaften) sowie die Fachbereiche Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Geschichte/Philosophie und Philologie erreichbar sind. Das Zentralklinikum, die Fachbereiche Psychologie und Sportwissenschaft, Mathematik und Informatik, Chemie und Pharmazie, Physik sowie Geowissenschaften befinden sich westlich des Schlosses in der Nähe des Coesfelder Kreuzes. Weitere Institute sind auf dem Leonardo-Campus, der ehemaligen zwischen 1888 und 1901 erbauten Von-Einem Kavalleriekaserne, die sich die WWU mit der Fachhochschule und der Kunstakademie teilt, sowie am Hüfferstift und in der Nähe des Aasees untergebracht.
Die WWU ist sowohl in der Grundlagenforschung als auch im anwendungsbezogenen Bereich eine der führenden deutschen Hochschulen.
Sie fördert begabte Kinder und Jugendliche und ermöglicht es ihnen unkompliziert, schon während der Schulzeit vor dem Abitur Leistungen an der Universität zu erbringen, die nachher im Studium anerkannt werden. Dabei weist die WWU eine Erfolgsquote von über 90 Prozent auf. Zur Förderung dieses Zweckes wurde auch eine Stiftung eingerichtet. Daneben wird zehn Mal im Jahr die „Kinder-Uni Münster“ für acht- bis zwölfjährige Schülerinnen und Schüler angeboten.
Trotz der vielen Studierenden existieren viele Studiengänge mit wenigen Studenten und hervorragendem Betreuungsverhältnis. Im Zuge des Bologna-Prozesses werden alle neuen Studiengänge mit einer Zulassungsbeschränkung belegt, um in Zukunft ein optimales Betreuungsverhältnis zu garantieren. Zur Sicherung der Qualität der Lehrveranstaltungen, wird jede Veranstaltung am Ende des Semesters von den Studenten evaluiert und die Ergebnisse veröffentlicht. Das E-Learning-Kompetenzzentrum des European Research Center for Information Systems sorgt für eine Verbreitung und systematische Unterstützung von E-Learning in den Veranstaltungen aller Fachbereiche.
Damit soziale und gesellschaftliche Aktivitäten kein Aufnahmekriterium wird, fördert die Universität studentische Aktionen und Gruppierungen, die sich sozialen und gesellschaftlichen Themen widmen.
Die Universität ist international bekannt und renommiert, was sich in der Zahl der Austauschstudenten, den internationalen Forschungsgruppen, den Summer Schools und Graduate Schools mit vielen internationalen Dozenten und Wissenschaftlern bemerkbar macht. Insgesamt gibt es Partnerschaftsabkommen mit 400 Universitäten weltweit. Außerdem gibt es Doppel-Diplom- und Doppel-Bachelor-Abkommen (viele in Philologie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften) mit ausländischen Universitäten, so dass ein Student einen deutschen und einen ausländischen Abschluss erwerben kann. Insgesamt studieren etwa 3.600 ausländische Studentinnen und Studenten (knapp neun Prozent) an der Universität, welche vor Allem aus Osteuropa sowie Asien stammen. Im Gegenzug studieren pro Semester gut 2.000 münstersche Studentinnen und Studenten im Ausland.
Vier Museen – das Archäologische, das Geologisch-Paläontologische, das Mineralogische und das Bibelmuseum – sowie der Botanische Garten sind nicht nur Studierenden und Lehrenden, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich.
Bei einem ersten Anlauf erhielt die Stadt 1631 von Papst Urban VIII. und Kaiser Ferdinand II. die Gründungsprivilegien für eine Universität. Die Landesstände hatten schon die bedeutende Summe von 20.000 Talern zugesagt, dennoch scheiterte dieser Versuch in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, zumal Münster als ein Schauplatz der Friedensverhandlungen anderweitig in Anspruch genommen war. Ein erneuter Versuch betrieben durch Christoph Bernhard von Galen, Bischof von Münster, scheiterte 1670 an finanziellen Nöten.
In den 1770er Jahren gelang es Franz Freiherr von Fürstenberg, dem ständigen Vertreter des Kölner Erzbischofs und Bischofs von Münster, Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels, die Gründung voranzutreiben. Als Kapital nutzte er den Erlös aus den Auflösungen zweier Kloster in Münster, dem Kloster Liebfrauen-Überwasser und dem Jesuitenkolleg Münster. Nach der Verleihung der Privilegien für eine Landesuniversität durch Papst Clemens XIV. am 28. Mai, bzw. durch Kaiser Joseph II. am 8. Oktober 1773 erfolgte am 16. April 1780 schließlich die feierliche Eröffnung. Ziel der gegründeten Einrichtung sollte die universitäre Ausbildung begabter Einheimischer in den Fakultäten Theologie, Philosophie, Rechtswissenschaft und Medizin sein, um diese dann an die Kölner Universität zu berufen. Erster Kanzler der Universität wurde Franz von Fürstenberg. Das Amt des ersten Rektors bekleidete Fürstbischof Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels.
Nachdem Münster 1803 im Zuge der napoleonischen Neuordnung Preußen zugeschlagen worden war, sollte die Universität zu einer der modernsten deutschen Universitäten ausgebaut werden. Diese Pläne des Freiherrn vom Stein wurden aber nicht verwirklicht. Vielmehr wurde die Universität Münster nach der Entscheidung der preußischen Regierung vom 18. Oktober 1818 wie auch die Universitäten in Duisburg und Paderborn zugunsten der neuen Universität in Bonn aufgehoben. Übrig blieb eine akademische Lehranstalt zur Ausbildung von Geistlichen und Gymnasiallehrern für die Diözese Münster, der 1821 eine Chirurgenschule zur Seite gestellt wurde. 1843 wurde die Akademische Lehranstalt in Königliche Theologische und Philosophische Akademie umbenannt. Die chirurgische Schule wurde 1849 wie alle anderen dieser Art durch die preußische Regierung geschlossen, da Ärzte nun ein Universitätsstudium absolvieren sollten.
Bereits kurz nach der Herabstufung der Universität setzten Diskussionen um eine Wiedererrichtung ein. Ihnen folgten jahrzehntelange Verhandlungen mit der preußischen Regierung in Berlin. Erster Teilerfolg war die Anerkennung des philologischen Studiums als Vollstudium im Jahre 1858. Dennoch sollte es noch mehrere Jahrzehnte bis zu Wiedererrichtung der Universität dauern. Hauptstreitpunkt war insbesondere die Glaubensfrage, da die ehemalige katholische Hochschule keine evangelischen Studenten aufnehmen wollte. Dieser sollte im Jahre 1875 geklärt werden, als der Zugang auch für Protestanten erwirkt wurde. Daraufhin dauerte es noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, bis es zur erneuten Gründung der Universität kam.
Auf Betreiben von Fürst Otto zu Salm-Horstmar beschloss das preußische Parlament am 11. März 1902 die Neugründung einer juristischen Fakultät in Münster. Dem Beschluss entsprechend erhob Kaiser Wilhelm II. am 1. Juli 1902 die Akademie wieder in den Rang einer Universität. Gelehrt wurde in den Fakultäten Theologie, Philosophie sowie Rechts- und Staatswissenschaft. 1907 erhielt die Universität schließlich durch Kaiser Wilhelm II. ihren heutigen Namen. Im gleichen Jahr wurde auch der münstersche AStA gegründet. In der Folgezeit entstanden 1914 die Evangelisch-Theologische Fakultät sowie 1925 die Medizinische Fakultät und das Institut für Leibesübungen. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde 1933 die Selbstverwaltung der Universität eingeschränkt. Infolge von Kriegszerstörungen wurde der Lehrbetrieb im Wintersemester 1944/45 eingestellt, die Wiedereröffnung erfolgte am 3. November 1945. Nach dem Wiederaufbau des zu großen Teilen zerstörten Schlosses wurde dieses 1954 als Hauptgebäude der Universität eingeweiht.
Die Abtrennung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät von der Philosophie 1948 und die Aufspaltung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät in die Rechtswissenschaftliche Fakultät und die Wirtschafts- und Staatswissenschaftliche Fakultät erweiterten den Fächerkanon, ehe 1970 eine neue Struktur mit 19 Fachbereichen eingeführt wurde. Diese Struktur erfuhr mit der Angliederung der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe, Abteilung Münster, im Jahr des zweihundertjährigen Bestehens 1980 noch einmal eine Erweiterung und wurde in der Folgezeit immer wieder leicht verändert.
Im Jahre 1983 wurde das neue Zentralklinikum eröffnet, nachdem die Kapazität der alten Klinikgebäude des Universitätsklinikums für die zahlreichen Institutsneugründungen bereits zu Anfang der 1970er Jahre nicht mehr ausreichte.
1999 wurden die Fachbereiche in die heute gültige Anordnung gebracht, der 2004 durch Eingliederung der Münsteraner Abteilung der Musikhochschule Detmold noch der 15. Fachbereich Musikhochschule angefügt wurde. Im Sommersemester 2001 immatrikulieren sich die ersten Juniorstudierenden, d.h. hochbegabte Jugendliche, die vor Erreichung der Hochschulzugangsberechtigung anfangen zu studieren, an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Seit dem 25. Februar 2002 ist die Universität als erste Hochschule in Nordrhein-Westfalen Partnerhochschule des Spitzensports. Ebenfalls 2002 erhielt die Westfälische Wilhelms-Universität eine neue Universitätsverfassung, die eine Stärkung des Rektorats bedeutete.
Der Senat sprach sich 2005 gegen das neue Hochschulfreiheitsgesetz aus. Jedoch aus anderen Motiven als der Asta.
Bedingt durch die Einführung von Studiengebühren für Langzeitstudierende sank die Anzahl der Studierenden zum Sommersemester 2004 um 4.000. Aus Protest gegen eine Einführung von generellen Studiengebühren besetzte der Asta im Mai 2006 das Rektorat der Universität im münsterschen Schloss.
Gegenwärtiger Rektor ist seit 1998 in zweiter Amtszeit (Wiederwahl 2002) Prof. Dr. Jürgen Schmidt. Ab dem 1. Oktober 2006 wird die Juristin Prof. Dr. Ursula Nelles dieses Amt übernehmen. Aufgabe des Rektors ist die Vertretung der Universität nach außen. Die Kanzlerin ist seit 2004 Dr. Bettina Böhm. Sie leitet die Verwaltung, ist Dienstherrin aller nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie verantwortlich für den Haushalt.
Zusätzlich werden die Studierenden vertreten vom Studierendenparlament sowie vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA).
Die in Münster inzwischen stark durch Drittmittel finanzierte Forschung wird unter anderem über acht Sonderforschungsbereiche und drei Schwerpunktprogramme der Deutschen Forschungsgemeinschaft realisiert. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs wird unter anderem durch neun Graduiertenkollegs, zwei Graduate Schools und acht Nachwuchsgruppen gewährleistet. Daneben sind Wissenschaftler der WWU noch an Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprogrammen und Graduiertenkollegs anderer Forschungseinrichtungen beteiligt. Die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis wird durch 15 An-Institute und mehrere Zentren gefördert. In den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Chemie, Geschichte, Islamwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Mathematik, Nanotechnologie, Medizin, Rechtswissenschaften, Theologie und Wirtschaftsinformatik gilt die WWU deutschland- und europaweit als führend. Weitere Bereiche sollen durch Erschließung von Geldern durch internationale Kooperationen, Stiftungen und Spenden folgen. Mit mehreren Georg-Leibnitz-Preisträgern, Max-Planck-Forschungstreisträgern und viele anderen Preisträger unterstreichen die Forschungsstärke.
Als Schwerpunktprogramme der Deutschen Forschungsgemeinschaft werden Dynamik an Grenzflächen (Physik), Mars und die terrestrischen Planeten (Planetologie), Globale Differentialgeometrie (Mathematik) und Sekundäre Wechselwirkungen als Steuerungsprinzip zur gerichteten Funktionalisierung reaktionsträger Substrate (Chemie) gefördert.
In den Nachwuchsgruppen werden die Wissenschaftler unmittelbar nach der Promotion mit dem Ziel betreut, die Voraussetzungen für eine Lehrtätigkeit an einer Hochschule zu erlangen. Unter anderem existiert eine Nachwuchsgruppe mit dem Thema Kulturgeschichte und Theologie des Bildes. In der Planetologie existiert eine zu Experimente zum Wachstum proplanetarer Körper. In der Politikwissenschaft geht es um Europäische Zivilgesellschaft und Multilevel Governance. In der Psychologie gibt es eine zu Kodierung und Verarbeitung visueller Bewegungsinformation und in der Medizin Hemispheric specialization for language. In der Nanotechnologie behandelt die Nachwuchsgruppe in Zusammenarbeit mit CeNTech Quantitative Rasterkraftspektroskopie und in der Physik Nanoanalytische Methoden in der Hirnforschung. Die Mathematik-Nachwuchsgruppe beschäftigt sicht mit Alexandrov geometry and its applications.
Am Graduiertenkolleg Molekulare Interaktionen von Pathogenen mit biotischen und abiotischen Oberflächen sind die Fachbereiche Biologie, Chemie und Medizin beteiligt. Die Physik hingegen ist zusammen mit europäischen Spitzenhochschulen Teil des europäischen Graduiertenkollegs FANTOM (International Research School for Fundamental and Applied Nuclear and aTOMic physics). Außerdem hat sie zusammen mit der Chemie eine Beteiligung an CeNTech. Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin werden internationale Master-und Promotionsstudiengänge angeboten.
Die International Graduate School of Chemistry (NRW Graduate School), die im Jahre 2001 gegründet wurde, ermöglicht ein internationales, straffes, aber sehr anspruchsvolles Promotionsstudium mit dem Abschluss PhD innerhalb von drei Jahren, der auch zum Tragen eines Doktortitels berechtigt.
Das Center for Nonlinear Science (CeNos) ist ein interdisziplinäres Zentrum der Mathematik, Physik, Chemie und Pharmazie. Es beschäftigt sich mit nicht-linearen komplexen Systemen. Es ist aus vorhandenen DFG-Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs entstanden und soll diese um eine Graduate School und Sonderforschungsbereiche, sowie Graduiertenkollegs erweitern. Es bietet durch internationale Berufungen und Promovenden weltweite Spitzenforschung an.
Das Institut für Kommunikationswissenschaften hat sich national und international eine hohen Ruf erarbeitet. Demgegenüber beschäftigt sich das Centrum für religiöse Studien mit interreligiösen Fragestellungen im Christentum, Judentum und Islam. Ebenfalls mit interreligiösen und zusätzlich interkulturellen Fragestellungen beschäftigt sich das Centrum für religiöse Studien. Weiter existiert das Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeeraumes. Außerdem existieren diverse Sonderforschungs-und Graduiertenkollegs in diesem Bereich.
Das Centrum für Rhetorik bündelt die Bereiche Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis der Germanistik. Daraus werden neue Angebote für Bachelor,Master und Promotionstudiengänge entstehen.
Die Westfälische Wilhelm-Universität verfügt über mehrere eigene Forschungszentren, so zum Beispiel das deutschlandweit einzigartige Zentrum für Niederlande-Studien im Haus der Niederlande, das sich fächerübergreifend den Niederlanden und Flandern widmet. Zu dem Zentrum gehört auch ein Graduiertenkolleg der DFG („Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Deutschland und die Niederlande im Vergleich“).
Im Bereich der Geschichte existiert ein Graduiertenkolleg der DFG zur Gesellschaftlichen Symbolik im Mittelalter.
Das virtuelle Graduiertenkolleg der Psychologie beschäftigt sich in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg und der Universität Tübingen mit Knowledge Acquisition and Knowledge Exchange with New Media.
MuensterLeonardoCampusInformationSystems.jpg Die angewandte Forschung der Volkswirtschaftslehre ist im Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster (CAWM) zusammengefasst und deren theoretische Forschung im Centrum für theoretische Wirtschaftsforschung Münster (CTWM). Zusätzlich existiert noch das Münster Institut für Computational Economics (Abk. MICE, Volkswirtschaftsinformatik).
Die Forschung der Betriebswirtschaftslehre ist in die Bereiche Münster Center for Accounting (MCA), Finance Center Muenster (FCM), Marketing Centrum Münster (MCM), Centrum für Management (CfM, teilweise mit Stiftungslehrstühlen besetzt) und Centrum für Krankenhaus-Management (CKM, errichtet von der Bertelsmann Stiftung), unter denen jeweils mehrere Lehrstühle und Institute zusammengefasst sind, eingeteilt. Dem angeschlossen sind das Institut für Management in Chemie und Pharmazie, das Internationale Centrum für Franchising und Cooperation, welches Wissenschaft und Franchise-Praxis verbindet. Das European Research Center for Information Systems, das internationale Forschung der Wirtschaftsinformatik und Praxispartner (unter Anderem SAP Research) verbindet, ist bisher weltweit einzigartig.
Das Zentrum für Wissenschaftstheorie wurde 2006 gegründet. Es soll besonders die inhaltliche Vernetzung von Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften fördern. Es ist somit vollkommen auf Interdisziplinarität an der WWU ausgerichtet und wird in einer späteren Stufe auch mit anderen Universitäten zusammenarbeiten und als Plattform der Wissenschaft dienen. Viele Fachbereiche der Universität sind daran beteiligt.
Das European Research Center for Information Systems ist maßgeblich an der interdisziplinären Ausrichtung der Universität beteiligt. Ebenfalls interdisziplinär ist der Verbund russischen Wissenschaftlern und Rechtwissenschaftlern im Internationalen Zentrum für Deutsch-Russische Rechtsstudien.
Das Zentrum für Umweltforschung ist ein interdisziplinärer Verbund von Wissenschaftlern zum Thema Umwelt. Daneben gibt es noch das Zentrum für Lehrerbildung. Das Interdisziplinäres Centrum für Elektronenmikroskopie und Mikroanalyse (ICEM) macht Grundlagenforschung im Bereich der Geowissenschaften. Das Interdisciplinary Research Center for Cooperative and Functional Nanoscale Systems beschäftigt sich mit Grundlagenforschung zur Nanotechnologie. Das Lateinamerika-Zentrum beschäftigt sich mit Lateinamerika.
Der wichtige Rohstoff Wasser ist der Forschungsschwerpunkt beim Netzwerk Wasser. Es ist ein Verbund aus Wissenschaft und Praxis an dem die Westfälische Wilhelms-Universität, das Universitätsklinikum und die Fachhochschule Münster teilhaben. Zusammen mit der Universität der Stadt Nimwegen wird das Internationale Centrum für Begabungsforschung betrieben.
Die beiden größten Mensen sind die direkt am Aasee gelegene Mensa am Aasee, ehemals Mensa I, mit Platz für über 1.600 Gäste und die Mensa am Ring, ehemals Mensa II, am Naturwissenschaftlichen Zentrum rund um das Coesfelder Kreuz. In der Mensa am Aasee wird regelmäßig auch frisch Gegrilltes verkauft. Außerdem gibt es wie in Mensa am Ring drei Menüs zur Auswahl, wobei drei Beilagen im Preis inbegriffen sind. Die weiteren Mensen befinden sich in der Hüfferstiftung, dem Sitz der Fachhochschule Münster, im Bispinghof, wo sich unter anderem die Theologischen Fakultäten befinden und die Mensa da Vinci am Leonardo-Campus, den sich Universität, Fachhochschule und Kunstakademie teilen.
In den Mensen wird bargeldlos mit der MensaCard bezahlt, was eine beschleunigte Abwicklung an den Kassen bewirken soll. Diese Karten können an speziellen Automaten mit Bargeld aufgeladen werden, eine Aufladung direkt an der Kasse ist zwar möglich, kostet jedoch 0,25 €. Die Studenten werden an der Wartung des Systems in der Weise finanziell beteiligt, als dass der Erwerb einer Karte 5 € kostet.
Das Zentrum für Informationsverarbeitung (ZIV) bietet Studierenden Computerarbeitsplätze nach dem neusten Stand der Technik mit neuster Standardsoftware und Spezialsoftware (z.B. im Bereich Mathematik, Physik, Statistik). Des Weiteren werden Dienste, wie ein universitätsweites Wireless LAN, Drucken über das Internet, Computercluster für rechenaufwendige Aufträge und Computerkurse angeboten.
Das Sprachenzentrum ermöglicht es den Studierenden aller Fachbereiche, in Kleingruppen knapp 20 verschiedene Sprachen zu erlernen. Dabei können auch fachspezifische Sprachenkurse gewählt werden. Es werden international akkreditierte Zertifikate angeboten wie z.B. DELE, UNIcert (unter anderem Geisteswissenschaft und Sozialwissenschaft, Medizin, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft) oder FFA (Zusatzstudiengang für Studierende der Rechtswissenschaften in Common Law oder Droit français).
Für musikalisch interessierte Studierende gibt es unter anderem das Studentenorchester Münster, zwei Big Bands und das Junge Sinfonieorchester. Chöre wie der Madrigalchor oder das „Ensemble 22“ genießen auch international hohes Ansehen. Theaterbegeisterte Studierende können sich bei der Studiobühne am Domplatz oder dem Theaterlabor an der Scharnhorststraße ausleben.
Die wichtigsten Studenteninitiativen (wie z.B. AIESEC, AEGEE, MTP, ELSA, Market Team, move e.V., Debattierclub usw.) und daneben noch einige mehr sind in Münster, häufig mit hoher Mitgliederzahl, anzutreffen.
Abends sind die vielen Studierenden vor allem im Kuhviertel und Hansaviertel anzutreffen, wo viele Studentenkneipen beheimatet sind. Als berühmt-berüchtigt gilt das Bermuda-Dreieck in der Jüdefelderstraße, wo die dichteste Besetzung der Kneipen herrscht. Die älteste reine Studentenkneipe ist die 1959 eröffnete Cavete. Erwähnenswert ist zudem die Studentenkneipe Frauenstr. 24, einem ehemals besetzten Haus gegenüber dem Schloss, in dem seit über drei Jahrzehnten eifrig über studentische Politik diskutiert wird. Es gibt über 1000 Kneipen, Bars, Clubs und Diskotheken in Münster. Außerdem finden überregional bekannte Studentenfeste statt, wie z.B. das Juwi-Fest oder WiWis on Rock, bei denen auch mal Prominente angetroffen werden können.
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