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Indien West Bengal.png Westbengalen (bengali পশ্চিম বঙ্গ, Paścim Baṅga, englisch West Bengal) ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 88.752 km² und 80.221.171 Einwohnern (Stand 2001). Die Hauptstadt Westbengalens ist Kolkata. Die Landessprache ist Bengali.

Geografie


Westbengalen grenzt an die Bundesstaaten Orissa (Südwesten), Jharkhand (Westen), Bihar (Nordwesten), Sikkim (Norden) und Assam (Nordosten), sowie im Nordwesten an Nepal, im Nordosten an Bhutan, im Osten an Bangladesch und im Süden an den Golf von Bengalen. Klima_kalkutta.png

Relief

Die Oberflächenform in Westbengalen wird von der Indo-Ganges Ebene dominiert, mit Höhen zwischen 0 und 150 m über NN. Im Südwesten befinden sich die Randgebiete der Peninsular Plateaus mit Höhen zwischen 150-300 m über NN. Nördlich der Ebene befindet sich hingegen das Gebirgsmassiv des vorderen Himalayas, welches an der Grenze zu Sikkim sich bereits über 3000 m über NN erstreckt. Südlich davon befindet sich eine Hauptrandstörung gefolgt von der vordersten Gebirgskette des Himalayas, den Siwaliks. Am Fuße dieser Gebirgskette situiert liegen das Bharbar, gebildet durch die Erosion der Siwaliks und der Terai, spezielle Sumpfgebiete, die ganzjährig Wasser führen.

Klima

West Bengal unterliegt dank dem Monsun größtenteils einem warmtropischen Sommerregenklima, teils semihumid, teils semiarid, mit Ausnahme der nördlichsten Distrikte, die im Einfluss eines subtropischen, kontinentalen Klimas stehen. Der Jahresniederschlag liegt unter 2000 mm.

Durchschnittstemperaturen:

  • Januar: 17°C-21°C je nach Region
  • April: 27°C-30°C

Mögliche Auswirkungen der Globalen Erwärmung: Für das flachliegende Westbengalen ist die globale Erderwärmung von folgenschwerer Bedeutung. Ein globaler Temperaturanstieg von 2°-3° würde durch das schmelzen der Polkappen zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 2-3 m führen. Bereits heutzutage hat das Land in der Zeit des Sommermonsuns mit Überschwemmungen zu kämpfen, ein Anstieg des Meeresspiegels hätte bei dem extrem flachen Relief katastrophale Flächenverluste zur Folge.

Flora und Fauna

Die potentielle Baumvegetation besteht größtenteils aus laubabwerfenden Feuchtwäldern mit dichtem Bodenbewuchs. Im Vorderen Himalaya trifft man auf hohe Kastanien und Eichen, auf subtropische Berg- und Kiefernwälder sowie auch feuchte Mischwälder, aber auch auf Koniferen, die eigentlich in Sibirien heimisch sind. In Küstennähe befinden sich Mangrovenwälder, die als wichtige Brutstätten für Fische fungieren. Die Mangroven sind auch das Rückzugsgebiet des vom Aussterben bedrohten bengalischen Tigers.

Größte Städte

(Stand: Volkszählung 2001)

Stadt Einwohner
Kolkata 4.580.544
Haora 1.008.704
Durgapur 492.996
Asansol 486.304
Shiliguri 470.275
Bhatpara 441.956
South Dum Dum 392.150
Maheshtala 389.214
Panihati 348.379
Rajpur 336.390
Kamarhati 314.334
Kulti 290.057
Bardhaman 285.871
Rajarhat-Gopalpur 271.781
Bally 261.575
Baranagar 250.615

Geschichte


Im Jahr 1905 wurde Bengalen von den Engländern entlang der hinduistisch-muslimischen Religionsgrenze in zwei Teile geteilt. Der westliche Teil bestand in etwa aus den heutigen (2005) indischen Bundesstaaten Westbengalen, Jharkhand, Orissa und Bihar. Nach Protesten der Bevölkerung revidierten die Engländer 1912 die Teilung. Bihar, das damals noch Jharkhand enthielt, und Orissa blieben jedoch selbständige Provinzen. Erst als 1947 die britische Kolonie in einen hinduistischen Teil (etwa das heutige Indien) und einen muslimischen Teil (etwa die heutigen Staaten Bangladesch und Pakistan) aufgespaltet wurde, kam der westliche Teil Bengalens unter dem Namen Westbengalen als Bundesstaat zu Indien. Aus dem östlichen Teil Bengalens wurde nach einem Unabhängigkeitskrieg 1971 das heutige Bangladesch. Die Trennung der Gebiete entsprach etwa der Grenzziehung aus dem Jahr 1905.

Seit den 1960er Jahren kämpfen radikale marxistisch-leninistische Rebellen, die Naxaliten, in Westbengalen.

Politik


Wie in allen anderen indischen Bundesstaaten ist der formal höchste Repräsentant Westbengalens der vom indischen Staatspräsidenten auf Empfehlung der Regierung des Bundesstaates ernannte Governor. Die Regierung, und damit die Tagespolitik, wird von einem Chief Minister (Ministerpräsidenten) angeführt, der die Exekutivgewalt hat. Das Landesparlament (Vidhan Sabha) und die Regierung sitzen in der Landeshauptstadt Kolkata. Eine Legislaturperiode dauert 5 Jahre. Das Ein-Kammern-Parlament besteht derzeit aus 295 Abgeordneten. Der Ministerpräsident, bereits in seiner zweiten Amtszeit (2006-2011), ist Buddhadeb Bhattacharya.

Westbengalen hat die längstregierende, demokratisch gewählte kommunistische Regierung der Welt. Seit 1977 regiert die Communist Party of India (Marxist) ununterbrochen. Jyoti Basu (Ministerpräsident von 1977 bis 2001) ist noch immer der längstamtierende Ministerpräsident eines indischen Bundesstaates. Andere einflussreiche Parteien Westbengalens sind der Indian National Congress und der Trinamool Congress.

Der Calcutta High Court in Kolkata, ist die höchste juristische Instanz für den Bundesstaat Westbengalen und das Unionsterritorium Andamanen und Nikobaren.

Politische Gliederung

Westbengalen ist in 19 Distrikte unterteilt:

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Distrikt Hauptstadt Fläche
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Bankura Bankura 6882 km²
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Bardhaman Bardhaman 7024 km²
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Birbhum Suri 4545 km²
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Dakshin Dinajpur Balurghat 2183 km²
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Darjiling Darjiling 3149 km²
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Haora Haora 1467 km²
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Hugli Hugli-Chinsura 3149 km²
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Jalpaiguri Jalpaiguri 6227 km²
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Koch Bihar Koch Bihar 3387 km²
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Kolkata Kolkata 185 km²
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Malda English Bazar 3733 km²
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Murshidabad Baharampur 5324 km²
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Nadia Krishnanagar 3927 km²
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North 24 Parganas Barasat 4095 km²
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Pashchim Medinipur Medinipur km²
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Purbo Medinipur Tamluk km²
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Purulia Purulia 6259 km²
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South 24 Parganas Alipur 9955 km²
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Uttar Dinajpur Raiganj 3180 km²
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Westbengalen Kolkata 88.752 km²

Weblinks



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