Die WestLB AG ist eine international tätige Geschäftsbank mit Sitz in Düsseldorf und Münster.
1996 übernahm die WestLB die Londoner Investmentbank Panmure Gordon Co. Ltd. und begann, unter dem Namen WestLB Panmure ein europäisches Investmentbanking-Geschäft im Aktienbereich aufzubauen. Darüber hinaus wurde die Präsenz in London massiv ausgebaut. Zeitweise arbeiteten rund 4.000 Mitarbeiter an der Themse. Ein riesiger Neubau in London mit integrierten Fitnesscenter für die Investmentbanker waren äußerliche Höhepunkte der Internationalisierung. Nach riskanten Geschäften des Bereichs Principal Finance in London unter Robin Saunders ergab sich ein Bilanzverlust der Bank von 482,6 Millionen Euro. In der Folge des Bekanntwerdens der Probleme in den Jahren 2002 und 2003 traten zuerst der zuständige Arbeitsdirektor Andreas Seibert und kurze Zeit später auch der Vorstandsvorsitzende Jürgen Sengera und dessen Nachfolger Johannes Ringel von ihren Ämtern zurück. Die WestLB geriet insbesondere auch durch das schleppende Eingeständnis der Probleme in eine tiefe Krise. Als Konsequenz aus den gescheiterten Plänen einer internationalen Investmentbank wurden die risikoreichen Kreditengagements zurückgefahren und der Fokus zurück auf NRW als zentraler Dienstleister der Sparkassen zurückgefahren. Leider wurden auch aufgrund der fehlenden kritischen Masse Teile des Investmentbankings aufgegeben und WestLB Panmure an Lazard verkauft. Durch die öffentlich-rechtlichen Eigentumsverhältnisse der Bank wurde die Schieflage auch in der Landespolitik aufgearbeitet.
Zum 1. August 2002 wurde die WestLB in die Landesbank NRW (heute: NRW.BANK) und in die WestLB AG aufgespalten. Die NRW.BANK betreibt als Anstalt des öffentlichen Rechts das sogenannte "öffentliche Auftragsgeschäft" für das Land Nordrhein-Westfalen (z.B. Vergabe von Förderkrediten). Die WestLB AG betreibt in der Rechtsform der Aktiengesellschaft das sogenannte Wettbewerbsgeschäft als Geschäftsbank und als Zentralbank der rheinischen und der westfälischen Sparkassen.
Anteilseigner der WestLB AG sind zurzeit (Stand: 30. September 2004) der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (30,625 %), der Westfälisch-Lippische Sparkassen- und Giroverband (30,625 %) und die NRW.BANK (38,75 %). An der NRW.BANK sind wiederum das Land Nordrhein-Westfalen mit 64,74 % sowie die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe mit jeweils 17,63 % beteiligt
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