| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Wesseling.png | Lage der Stadt Wesseling in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Regierungsbezirk Köln |
| Landkreis: | Rhein-Erft-Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 42,5 - 62,7 m ü. NN |
| Fläche: | 23,4 km² |
| Einwohner: | 37.178 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.532 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 50389 |
| Vorwahl: | 02236, 02232 |
| Kfz-Kennzeichen: | BM |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 62 040 |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile: Wesseling, Berzdorf, Urfeld, Keldenich |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Alfons-Müller-Platz 50389 Wesseling |
| Website: | www.wesseling.de |
| Bürgermeister: | Günter Ditgens (CDU) |
Die Stadt Wesseling grenzt am linken Ufer des Rheins südlich an den Kölner Stadtteil Godorf an. Weitere Nachbarstädte sind Brühl im Westen und Bornheim im Südwesten. Die Stadt ist unterteilt in die Stadtteile Wesseling-Mitte, Keldenich, Berzdorf und Urfeld, sowie die Gewerbegebiete Rheinbogen und Eichholz.
Um 1700 bestand in Wesseling eine Gespannwechselstelle der Treidelschifffahrt. Bis zur Industrialisierung schien der Ort aber zwischen Köln und Bonn eher unbedeutend geblieben zu sein. Erst 1793 deutete ein Gerbereibetrieb auf das kommende Industriezeitalter hin.
1848 wurde in Wesseling ein demokratischer Arbeiterverein gegründet. In diesem Jahr griff auch der Aufstand der Treidler (Rheinhalfen) auf die Wesselinger Treidelstation über, die ihr Gewerbe durch die aufkommende Dampfschifffahrt gefährdet sahen. 1880 gründeten Heinrich und Frank Zimmermann eine Firma zur Verwertung von Gasreinigungsmasse als Ursprung der späteren Degussa-Werke.
1904 begann der Bau der Rheinuferbahn von Köln über Wesseling nach Bonn. Eine Querbahn verband Wesseling mit Brühl-Vochem von 1900 bis 1981.
1932 ergaben die letzten freien Reichstagswahlen in Wesseling für die Deutsche Zentrumspartei: 45%, gefolgt von KPD: 24%, SPD: 16% und NSDAP: 8%.
1937 wurde schließlich die bedeutende Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG (UK) in Wesseling gegründet.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges waren 1944 in der Wesselinger Industrie 10.000 ausländische Zwangsarbeiter eingesetzt. Die Stadt selber zählte zum Vergleich nur 7.500 Einwohner. Die zum großen Teil in der UK-Raffinerie beschäftigten Zwangsarbeiter waren in großen Barackenlagern am Rhein untergebracht.
Bei den ersten Gemeindewahlen 1946 erzielten CDU: 51,2 %; SPD: 31,1 %; KPD: 17,7 %.
Zum 1. Januar 1975 wurde Wesseling durch § 1 Abs. 1 des Köln-Gesetzes in die Stadt Köln eingemeindet, erhielt aber nach erfolgreicher Klage am 1. Juli 1976 wieder ihre Selbständigkeit zurück.
Im Kammerbezirk der IHK Köln hat Wesseling den größten prozentualen Anteil an Gewerbeflächen.
In Wesseling befinden sich Schienenstrecken der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK). Bedient wird im Güterverkehr über Brühl und die dortige Bundesbahnstrecke vor allem der Hafen Köln-Godorf, der ehemals große Bedeutung für den Absatz der Briketts aus dem Rheinischen Braunkohlerevier hatte. Heute hat er vor allem für den Absatz der Chemischen Industrie Bedeutung.
Die Bahnstrecke zwischen Bonn und Köln, die über Wesseling führt, wird Rheinuferbahn genannt. Personenverkehr findet mit Stadtbahnwagen durch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und Stadtwerke Bonn (SWB) statt. Rechtlich handelt es sich um eine Eisenbahnstrecke nach EBO. Sie ist mit 750 V Gleichstrom elektrifiziert.
Eine Personen- und Fahrradfähre verbindet Wesseling mit Niederkassel-Lülsdorf auf der gegenüberliegenden Rheinseite.
Außerhalb des Ortsteils Urfeld betreibt auf Schloss Eichholz die Konrad-Adenauer-Stiftung ein Bildungszentrum.
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