| Wespenspinne | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Argiope_bruennichi_dorsal_ventral.jpg | ||||||||||||||
| : | Kieferklauenträger (Chelicerata) |
| : | Spinnentiere (Arachnida) |
| : | Webspinnen (Araneae) |
| : | Echte Webspinnen (Araneomorphae) |
| : | Radnetzspinnen (Araneoidae) |
| : | Echte Radnetzspinnen (Araneidae) |
| : | Argiope |
Im Schnitt benötigt eine Wespenspinne 40 Minuten für den Netzbau. Die Höhe der Netznabe liegt üblicherweise zwischen 20 und 70 cm über dem Boden. Die Höhe ist angepasst an den Lebensraum der Beutetiere.
Charakteristisch für das Netz der Wespenspinne ist ein häufig sehr kräftiges, zickzackförmiges Gespinstband in vertikaler Ausrichtung ober- und unterhalb der Nabe, das sogenannte Stabiliment. Inzwischen sind weitere Formen von Stabilimenten bekannt. Es gibt zum Beispiel kreisförmige Anordnungen der Zickzacklinien um die Netzmitte herum, nur ein Gespinstband nach unten weisend oder gar ein fehlendes Stabiliment. Diese abnormalen oder fehlenden Stabilimenten deuten darauf hin, dass die ursprünglich zugeschriebene stabilisierende Wirkung für das Netz nicht primär gilt. Auch die Vermutung, dass es sich ausschließlich um eine Art Tarnung des Netzes handelt, gilt als nicht gesichert. Beobachtungen zeigen, dass der Aufbau des Stabiliment entweder durch chemische Kontaminierung des Lebensraumes beeinflusst wird, oder durch das Alter und Geschlecht der Wespenspinnen. Männliche Spinnen weben überwiegend, bis zum erreichen ihrer Geschlechtsreife, die häufige senkrechte Zickzacklinie über und unter der Netznabe, aber auch zirkulär verlaufende Gespinstbänder um die Mittelnabe. Ab September, Oktober scheinen die männlichen Wespenspinnen meist nur noch einarmige nach unten gerichtete Zickzacklinen zu weben. Weibliche Wespenspinnen legen auch überwiegend die bekannte vertikale Zickzackline an, aber auch das ganze Jahr über kreisförmige Stabilemente. Sogar Kombinationen aus einem zirkulären Stabilement und vertikalen zickzackförmigen Gespinstbändern wurden beobachtet.
Die Wespenspinne war früher kaum im norddeutschen Raum anzutreffen. Ihr Vorkommen war nur auf wenige Verbreitungsinseln (in der Umgebung von Berlin) beschränkt. 1940 gelangte sie nach England. Sie breitete sich in den letzten Jahrzehnten sehr rasch aus. Sie taucht fast überall im südlichen und zentralen Mitteleuropa auf. Die Wespenspinne kann als Anzeiger für eine langsame klimatische Veränderung gesehen werden. Trat sie Anfang der 1930er Jahre nur im Mittelmeerraum und in klimatisch besonders begünstigten Bereichen nördlich der Alpen (in Deutschland nur in der Oberrheinischen Tiefebene, im Rhein-Main-Gebiet und der Umgebung Berlins) auf, ist die Art zu Beginn des 21. Jahrhunderts bereits in Norddeutschland und den angrenzenden Ländern anzutreffen.
Die Paarung vollzieht sich Ende Juli bis Anfang August. Männchen, die länger als 10 Sekunden kopulieren, werden häufig gefressen. Manche Weibchen scheinen Männchen auch gezielt als Fressen anzulocken, obwohl sie schon verpaart sind, und verspeisen sie sofort. Ab Ende August legen die Weibchen ihre Eier in kugelförmige, bräunliche Kokons. Die Jungspinnen, die schon bald schlüpfen, überwintern im gut getarnten Kokon. Sobald es für sie warm genug ist, verlassen sie ihren Kokon und bilden sich sehr schnell zu erwachsenen Spinnen aus.
Argiope bruennichi | Argiope (genre) | Vapsvavoris | Wespspin | Tygrzyk paskowany
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Wespenspinne".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world