Wernigerode ist Kreisstadt des Landkreises Wernigerode im Bundesland Sachsen-Anhalt.
Geografie
Geografische Lage
Die Stadt liegt an der Nordostflanke des
Harzes, am Fuße des
Brockens, an den Bundesstraßen
B 6, B 6n und
B 244 und an der Eisenbahnlinie
Halle (Saale) -
Halberstadt -
Vienenburg -
Hannover. Sie gehört zum Bundesland Sachsen-Anhalt und ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
Durch die Stadt fließt die Holtemme, in die unweit des Westerntores der Zillierbach mündet, der im unteren Bereich auch Flutrenne genannt wird.
Nach Hermann Löns wird Wernigerode auch als die bunte Stadt am Harz bezeichnet.
Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
Geschichte
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Über die genaue Entstehung des Ortes gibt es keine schriftlichen Quellen. Nach neuesten Forschungen bestehen keine - wie durch Dr. Eduard Jacobs und Walther Grosse bislang angenommen - ursprünglichen Beziehungen zum Kloster
Corvey (
Weser) und dem dortigen Abt
Warin, sondern der Ortsname weist vielmehr auf eine geschützte Rodungssiedlung hin.
Erstes Siedlungsgebiet war der Klint, wo sich eine Niederungsburg befand, die sogenannte Schnakenburg. 1805 wurden die Reste dieser Burganlage abgebrochenen, als Teil davon ist nur noch das Haus Gadenstedt (Oberpfarrkirchhof 12) aus dem Jahre 1582 erhalten. Zu Zeiten der ersten Siedlung befand sich auf der Anhöhe des Klints noch der harztypische Urwald, der erst gerodet werden musste, daher auch der Namensteil "-rode".
Der Ort wurde 1121 erstmals urkundlich in Zusammenhang mit einem hier ansässig gewordenen, aus Haimar bei Hildesheim stammenden Grafengeschlecht erwähnt. Am 17. April 1229 wurde der Siedlung das Stadtrecht nach dem Vorbild von Goslar verliehen. Im Jahre 2004 feierte Wernigerode das Jubiläum der Verleihung des Stadtrechts vor 775 Jahren.
Nach dem Aussterben der Grafen von Wernigerode in männlicher Linie 1429 wurden Wernigerode Sitz der Grafen zu Stolberg, die über Jahrhunderte hier die Oberherrschaft ausübten. Im Bauernkrieg 1525 wurden mehrere umliegende Klöster geplündert und teilweise zerstört, so insbesondere das Kloster Himmelpforten im heutigen Stadtteil Hasserode. Plünderungen im Dreißigjährigen und Zerstörungen durch Brände brachten großes Leid über die hier ansässige Bevölkerung.
Von 1807 bis 1813 war Wernigerode in das Königreich Westfalen integriert, bevor die Stadt dem neugebildeten preußischen Landkreis Osterwieck der preußischen Provinz Sachsen zugeordnet wurde. Erst nach Einspruch des Grafen Henrich zu Stolberg-Wernigerode wurde Wernigerode 1825 wieder Sitz eines eigenen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Magdeburg.
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte in Wernigerode neben dem Tourismus die industrielle Entwicklung (u. a. Maschinen- und Werkzeugbau, Elektromotoren, Pharmazeutische Produkte, Schokolade, Schreibwaren, Baustoffe) ein, die zu einem wesentlichen Aufschwung der Stadt als Tourismuszentrum und Wirtschaftsstandort führten.
Eingemeindungen
Politik
Stadtrat
(laut amtlichem Endergebniss der Wahl zum Stadtrat von Wernigerode am 13. Juni 2004; Wahlbeteiligung: 40,6%)
- CDU - 33,9%, 13 Sitze
- SPD - 24,6%, 10 Sitze
- Die Linkspartei. - 24,1%, 10 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen - 5,7%, 2 Sitze
- Haus & Grund - 5,2%, 2 Sitze
- WG - 3,9%, 2 Sitze
Städtepartnerschaften
Wernigerode pflegt Partnerschaften mit Carpi in
Italien,
Cisnădie/Heltau in
Siebenbürgen in
Rumänien und mit
Neustadt an der Weinstraße.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Wernigerode hat sehr viele touristische Attraktionen (siehe unten -> "Bauwerke"). Der Stadtkern besteht zum großen Teil aus
niedersächsischen
Fachwerkhäusern. Das
neugotische Wernigeröder Schloss ist vergleichbar mit dem berühmten Schloss Neuschwanstein, ist aber älteren Ursprungs. Auch die Umgebung von Wernigerode ist äußerst reizvoll. Hier startet die
Harzer Schmalspurbahn, die über
Schierke zum Brocken (Blocksberg) sowie nach
Nordhausen in
Thüringen fährt.
Zurzeit findet in Wernigerode die 2. Landesgartenschau Sachsen-Anhalts statt.
Kultur- & Freizeiteinrichtungen
Das "Kultur- und Kongresszentrum Wernigerode", kurz KiK, ist ein großer Saal für die verschiedensten Veranstaltungen.
Der "Planetenweg" veranschaulicht unser Planetensystem auf eine leicht verständliche Weise. die Abstände zur Sonne sind im Maßstab 1:1 Milliarde. Der Rundgang endet am Harzplanetarium, das perfekte Ziel für alle Astronomieinteressierten.
Die Remise des Kunst- und Kulturvereins ist ein Tipp für anspruchsvolle Konzerte im kleinen Rahmen, Lesungen und andere Arten von Aufführungen.
Der Wildpark Christianental: Am Rande von Wernigerode (Nöschenrode) unterhalb des Schlosses. Ein idealer Ort zur Erholung und vor allem für Kinder sehenswert.
Seit 2005 gibt es den "Hasseröder Ferienpark", ein kommerzielles Ausflugs- und Urlaubsziel mit Spaßbad und weiteren Freizeitangeboten.
Museen
- Schloss, Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jh.
- Harzmuseum
- Krell'sche Schmiede
- Kleinstes Haus
- Feuerwehrmuseum
- Mahn- und Gedenkstätte
- Museum für Luftfahrt und Technik
- Museumshof Koch, OT Silstedt
- Schulmuseum, OT Benzingerode
- Gutsmühle, OT Minsleben
- Naturkundlich-geologischer Lehrpfad zum Bergwerk Aufgeklärtes Glück, OT Hasserode
Galerien
- Galerie im Ersten Stock
- Galerie im Antiquariat B
- Galerie im "Zentrum Harzkultur"
Bibliotheken
- Stadtbibliothek
- Kinderbibliothek
- Harzbücherei
- Bibliothek der Hochschule Harz
Archive
Musik
Wernigerode hat vor allem in der Sparte "Chor" einiges aufzuweisen: hier befindet sich das Landesgymnasium für Musik mit mehreren Chören, so dem renommierten Rundfunk-Jugendchor Wernigerode, 1951 von Friedrich Krell gegründet und bis 1996 geleitet - hier entstanden 1971 die ersten Spezialklassen für Musikerziehung, ein Pilotprojekt mit bildungspolitischen Weichenstellungen bis in die heutige Zeit; künstlerischer Leiter des Chores ist nach Peter Habermann seit 2004 Helko Siede. Neben zwei Kinderchören ist der Mädchenchor Wernigerode unter der Leitung von Bertram Zwerschke ein inzwischen ebenfalls bekanntes Ensemble. Aus ehemaligen Chormitgliedern des Rundfunk-Jugendchores entstand im April 2003 unter Leitung von Peter Habermann der Kammerchor Wernigerode.
Seit 1999 findet alle zwei Jahre ein "Internationaler Johannes-Brahms-Chorwettbewerb & Festival" mit einem internationalen Chorleiterseminar statt. Weiterhin veranstaltet die Stadt jährlich ein Harzchorfest.
Das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode unter Leitung von Christian Fitzner ist eines der wenigen noch existierenden kleinstädtischen Orchester mit überregionaler Bedeutung.
Ein regelmäßiger kultureller Höhepunkt sind dabei die "Wernigeröder Schlossfestspiele".
Ferner sind mehrere Laien- sowie Schulchöre und Ensembles aktiv, so die "Wernigeröder Singakademie", der "Frauenchor Wernigerode", der "Männerchor Wernigerode von 1848", der "Männergesangverein Hasserode 1865", der "Kinderchor Wernigerode" am Landesmusikgymnasium, der Chor des Gymnasiums Stadtfeld, mehrere Chöre des Gerhard-Hauptmann-Gymnasiums sowie die Vokalgruppe "Ars Vivendi".
Weiterhin sind verschiedene Ensembles und Orchester der Kreismusikschule "Andreas Werckmeister" sowie der Yamaha-Musikschule Thomas Schicker mit regelmäßigen Konzerten und Veranstaltungen aktiv.
Bauwerke
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- Rathaus
dominantes Gebäude am Marktplatz, 1277 erstmals als "gimnasio vel theatro", also als "Spiel- und Gerichtshaus]" erwähnt. Der ursprüngliche Bruchsteinbau wurde zwischen 1492 und 1498 um den aufgesetzten Fachwerkteil erweitert. Sein heutiges Aussehen erhielt es nach einem Brand (1521) und einem weiteren Umbau in den Jahren 1539 bis 1544. Besonders bemerkenswert sind die geschnitzten Figuren, mit denen die Geschoss- und Dach-Überstände verziert sind. Es gilt als eines der schönsten Rathäuser Europas.
- Das kleinste Haus der Stadt
in der Kochstraße (siehe Foto) ist heute ein Museum.
- Das schiefe Haus
ehemalige Teichmühle - ein Fachwerkhaus das sich wegen teilweiser Unterspühlung durch den unterirdischen Mühlgraben im Laufe mehrerer Jahrhunderte auf einer Seite abgesenkt hat. Es ist heute Sitz eines Vereins.
- Das Krummelsche Haus
ebenfalls ein Fachwerkhaus, dessen Gebälk mit Relief-Schnitzereien verziert ist. Es ist heute eine Gaststätte.
- Die Alte Münze
eines des wenigen erhaltenen Fachwerkhäuser mit steinernem Erdgeschoss aus dem 16. Jahrhundert beherbergt heute die Harzbücherei und das Stadtarchiv.
- Der Westerntorturm
war ehemals Teil der Stadtmauer und ist mit 41 m der größte der noch erhaltenen Wehrtürme.
- Der Halbschalenturm
auf den Tuchmacherrähmen ist ein alter Stadtmauerturm, der 1889 von Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode wieder mit einem Schieferdach versehen wurde. In der Nähe beim Vorwerk steht noch ein zweiter derartiger Turm.
- Kaiserturm
auf dem Armeleuteberg ist ein 1902 von Edm. Lührmann errichteter Aussichsturm mit guter Aussicht auf das Schloss, die Harburg und das nördliche Harzvorland bis Halberstadt.
- Sylvestrikirche auf dem Oberpfarrkirchhof
älteste Pfarrkirche der Stadt, die zunächst dem Heiligen Georg geweiht war. Sie wurde von den Grafen von Wernigerode 1265 in ein Benediktinerchorherrenstift umgewandelt und ihr mit dem Heiligen Silvester ein zweiter Namenspatron verliehen. Noch heute verfügt die Kirche über dieses Doppelpatrozinum.
- Johanniskirche
Pfarrkirche für die Neustadt von Wernigerode, zwischen 1265 und 1279 erbaut und Ende des 15. Jahrhunderts baulich verändert, in großen Teilen noch im Original erhalten. Bedeutsam ist der vierflügelige Schnitzaltar von 1415 sowie die Ladegastorgel von 1865, die regelmäßig auch für Konzerte ("Orgel zur Nacht") genutzt wird.
- Liebfrauenkirche
einstige Pfarrkirche für das Burgstraßenviertel und Teile von Nöschenrode, 1751 durch Brand zerstört, danach wiederaufgebaut. Der Turm kann bestiegen werden.
- Theobaldikapelle in Nöschenrode
spätmittelalterliches Bauwerk mit Barockausstattung.
Parks
- Lustgarten
- Tiergarten mit Schlossgarten
- Wildpark Christianental
Naturdenkmäler
Sport
Allgemein ist es möglich in Wernigerode fast alle gängigen Sportarten zu betreiben, sei es Ball-, Kampf- oder Denksport.
Aus Wernigerode kommt außerdem das
Unihockey-Bundesligateam "Red Devils Wernigerode".
Im Zwölfmorgental existieren mehrere
Skisprungschanzen sowie ein Skilift. Jeweils am letzten Samstag im April findet die "Harzquerung" statt, ein Ultramarathon über den Harz mit Start in Wernigerode und Ziel in Nordhausen.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Walpurgisfeiern am 30. April
- Mitte Juni: Rathausfest u. a. mit Tanzturnier um die Rathauspokale & Mitternachtsball
- Johanisfest der Johannisgemeinde am 24. Juni
- jährlich im Sommer die "Wernigeröder Schlossfestspiele"
- Juli (alle 2 Jahre): Internationales Johannes Brahms Chorfestival & Wettbewerb MUSICA MUNDI
- 2. Wochenende im Oktober: Harzgebirgslauf (national)
- Himmelfahrtwochenende (Do-So): Treffen der Jagdstudenten des WJSC
Kulinarische Spezialitäten
- Original Harzer Baumkuchen
- Hasseröder Bier
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen
Der Ortsteil
Hasserode war Sitz der
Hasseröder Brauerei, die nach der
Wiedervereinigung in den Besitz der
Gilde-Brauerei in Hannover übergegangen ist, die aber mittlerweile zur belgischen-brasilianischen Brauereigruppe
InBev Deutschland Holding GmbH gehört. 1995 wurde im Gewerbepark Nord-West ein hochmodernes neues Unternehmen errichtet. Das "Hasseröder" ist heute ein weltweit beworbenes
Bier, Marktführer in Ostdeutschland und viertgrößter Produzent von Premium-Pils in ganz Deutschland. Die Brauerei wirbt vor allem im Sport wie z.B. beim
Fußball mit der neuen Werbe-Kampagne rund um die fünf "Hasseröder Jungs".
Branchenschwerpunkte
- Metallindustrie
- Automobilzulieferer
- Tourismusgewerbe
- Handel und Dienstleistungen
- Lebensmittelindustrie
- Elektronik und Elektrotechnik
- Handwerk
- Oberflächenveredlung
Weitere wichtige Unternehmen:
Infrastruktur
Wernigerode ist leicht über ein gut ausgebautes Autobahn- und Bundesstraßennetz zu erreichen:
Die nächstgelegenen Autobahnen sind die
A 395 (
Braunschweig –
Vienenburg) sowie die
A 2 (
Dortmund –
Hannover –
Berlin) im Norden, die
A 7 (
Würzburg –
Kassel – Hannover -
Hamburg) im Westen, die
A 4 (
Frankfurt am Main –
Erfurt –
Dresden) im Süden und die
A 14 (
Halle/
Leipzig –
Magdeburg) im Osten.
Die neue
Bundesstraße 6n führt direkt nach Wernigerode und schließt den Gewerbepark Nord-West (AS Nord-West) und das Gewerbegebiet Stadtfeld (AS Zentrum) unmittelbar an.
Wernigerode ist Eisenbahnstation der Strecke Halle (Saale) - Halberstadt - Vienenburg - Hannover, auf der im Stundentakt der sogenannte Harzexpress fährt. Zum Fahrplanwechsel 2005 übernahm die Connex-Gruppe mit ihrem Harz-Elbe-Express die Verbindung Halle (Saale) - Halberstadt - Vienenburg, die bisher von der Deutschen Bahn als Regionalbahn geführt wurde. Ebenso ist in Wernigerode die Endstation der Harzquerbahn, die als dampflokbespannter Schmalspurzug bis auf den Brocken fährt.
Forschung & Bildung
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- Hochschule Harz - Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)
- Robert-Koch-Institut (Außenstelle Wernigerode)
- Institut für Automatisierung und Informatik GmbH/Zentrum für industrielle Forschung und Entwicklung
- ProRegio Consult GmbH
- Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (Außenstelle)
Grundschulen
- Adolph-Diesterweg Grundschule
- August-Hermann-Francke Grundschule
- Stadtfeld (Ganztagsgrundschule)
Sekundarschulen
- Thomas Müntzer Sekundarschule
- Burgbreite Sekundarschule
Gymnasien
- Gymnasium Stadtfeld
- Gerhard-Hauptmann-Gymnasium
- Landesgymnasium für Musik
- Fachgymnasium (als Teil der Berufsbildenen Schulen)
- Kreismusikschule "Andreas Werckmeister"
- Kreisvolkshochschule
- Berufsbildende Schulen des Landkreises Wernigerode
- Berufsbildungszentrum der Deutschen Bauwirtschaft
Sonderschule
- Liv Ullmann Sonderschule für Lernbehinderte
Private Bildungsträger
- Teutloff Bildungs- und Sozialwerk
- Technische Akademie Überlingen
- Oskar-Kämmer-Schule
Persönlichkeiten
- Wilhelm Reiffenstein (* um 1482-1538), gräflicher Rentmeister und Humanist
- Tilemann Plathner (1490-1551), erster Superintendent der Grafschaften Stolberg und Wernigerode
- Dr. jur. Ludwig Günther Martini (1647-1719), Jurist und Kanzleidirektor der Grafen zu Stolberg
- Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691-1771), regierender Graf und Förderer der Stadtentwicklung
- Julius Leopold von Caprivi (1695-1768), Archivar und Historiker, Urgroßvater des dt. Reichskanzlers
- Anton Heinrich Walbaum (1696-1753) Hofrat des Herzogs von Sachsen-Saalfeld und Pietist, lebte von 1746-53 in Wernigerode
- Johann Georg von Langen (1699-1776), Forst- und Oberjägermeister im Dienst des Grafen Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode
- Johann Friedrich Heintzmann (* 1716), gräflicher Baumeister, er baute u.a. das heutige Robert-Koch-Institut
- Heinrich Gottlieb Zerrenner (1770-1811), evangelischer Theologe und Publizist, Generalsuperintendent
- Johann Michael Sailer (1751-1832), kathol. Theologe u. späterer Bischof von Regensburg, lebte zeitweise beim Grafen
- Johann Heinrich Bleuler (1758-1823), Landschaftszeichner, Maler und Kupferstecher, zeichnete mehrere Ansichten aus der Grafschaft Wernigerode
- Ludwig Stock (1778-1861), Leiter des Provinzialarchivs Magdeburg, verbrachte seinen Lebensabend in Wernigerode
- Victor Aimé Huber (1800-1869), Literaturhistoriker und Sozialpolitiker, starb in Nöschenrode
- Ernst Helbig (1802-1866), Maler der Romantik, lebte lange Zeit in Nöschenrode
- Julius Graf von Bose (1809-1894), preußischer General der Infanterie, starb in Hasserode
- Heinrich Pröhle (1822-1895), Schriftsteller, lebte von 1854 bis 1857 in Wernigerode
- Ernst Förstemann (1822-1906), Lehrer sowie gräflich-stolbergischer Bibliothekar und Archivar
- Cornelius Krummacher (1824-1884), evangelischer Theologe, starb in Wernigerode
- Gustav Lange (1830-1889) Komponist, lebte zuletzt in Wernigerode
- Johannes Karl Friedrich Hesekiel (1835-1918), evang. Theologe, verbrachte seinen Ruhestand in Wernigerode
- Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837-1896), Vize-Reichskanzler, Oberhaupt des Hauses Stolberg-Wernigerode
- Gottlieb Leuchtenberger (1839-1914), Pädagoge und Philosoph, starb in Wernigerode
- Mina Koch (1845-1924), Komponistin, lebte von 1906 bis 1923 in Wernigerode und wurde hier 1924 beerdigt
- Maximilian Nitze (1848-1906), Urologe, Erfinder des Zystopkopes, besuchte hier bis 1869 das Gymnasium
- Prof. Dr. Walter Friedensburg (1855-1938), Archivar und Historiker, starb in Wernigerode
- Prof. Dr. Rudolf Stammler (1856-1938), Rechtsphilosoph, starb in Wernigerode
- Wilhelm Schmidt (Heißdampf-Schmidt) (1858-1924), Ingenieur und Erfinder
- Käthe Papke (1872-1951), Schriftstellerin, die in Wernigerode lebte
- Alkmar von Alvensleben (1874-1946), Obermedizinalrat und Direktor der Landesfrauenklinik in Magdeburg
- Max Otten (1877-1962), Arzt und einer der Pioniere der Arbeitsmedizin
- Walther Grosse (1880-1943), Historiker und 1. Vorsitzender des Harzvereins
- Erhard Hübener (1881-1958), 1. Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, verbrachte Lebensabend in Wernigerode
- Adalbert Defner (1884-1969), österreichischer Landschaftsfotograf, hatte von 1919 bis 1930 eine Fotowerkstatt in Wernigerode
- Wilhelm Pramme (1898-1965), Harzmaler aus Halberstadt, lebte in Wernigerode
- Otto Paulmann (1899-1986), von 1922 bis 1952 Buchhändler und Verleger in Wernigerode
Ehrenbürger
- Arnold Forcke, Apotheker, schenkte der Stadt 1863 ein Grundstück zur Anlage einer Erziehungsanstalt für verwahrloste Kinder
Söhne und Töchter der Stadt
- Graf Albrecht von Wernigerode († 1419), 1411-1419 Bischof von Halberstadt
- Heinrich Winkel (um 1493-um 1551), lutherischer Theologe und Reformator
- Christian Gottlieb Kratzenstein (1713-1795), Professor und Mitbegründer der physikalischen Medizin
- Graf Heinrich Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1716-1778), Domherr, Propst und Kirchenliederdichter
- Heinrich Friedrich Delius (1720-1791), Mediziner
- Prof. Dr. phil. Christian Ernst von Windheim (1722-1766), evangelischer Theologe und Orientalist
- Justus Friedrich Runde (1741-1807), Jurist und Rechtshistoriker
- Martin Heinrich Klaproth (1743-1817), Chemiker, Entdecker der Elemente Uran, Zirkonium, Titan, Cer und Tellur
- Johann Friedrich Eich (1748-1807), Porträtmaler des Gleimkreises
- Heinrich Gottlieb Zerrenner (1750-1811), Schriftsteller und evangelischer Generalsuperintendent
- Graf Henrich zu Stolberg-Wernigerode (1772-1854), Politiker, Gründer der Henrichshütte in Hattingen
- Christian Heinrich Delius (1778-1840), Archivar und Historiker
- Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode (1785-1854), Politiker am Hofe des Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preußen
- Gustav Eduard von Hindersin (1804-1872), preußischer General
- August Wilhelm Grube (1816-1884), Pädagoge und Schriftsteller
- Paul Renner (1878-1956), Maler und Typograf (u. a. Futura-Schriften)
- Hans Falkenhagen (1885-1971), Elektrolytforscher und Professor an der Universität Rostock
- Wilhelm Bittrich (1894-1979) SS-Obergruppenführer im Zweiten Weltkrieg
- Fritz Nötzoldt (* 1908), Buchhändler, Kabarettist, Lektor und Autor in Heidelberg
- Eckart Friedrichson (1930-1976), DDR-Schauspieler, bekannt als "Meister Nadelöhr"
- Karl Oppermann (*1930), Maler, Professor (Hochschule der Künste Berlin)
- Waldtraut Lewin (* 1937), Schriftstellerin, Dramaturgin und Regisseurin
- Heinrich Matscheroth (* 1937), Präsident des FC Einheit Wernigerode
- Manfred Preiß (* 1939), Minister für Regionale und Kommunale Angelegenheiten der DDR
- Otmar Alt (* 1940), Maler, Graphiker, Designer und Bildhauer
- Volker Küster (* 1941), Grafiker und Professor für Kommunikationsdesign in Essen.
- Monika Wulf-Mathies geb. Baier (* 1942) Gewerkschafterin und SPD-Politikerin
- Monika Hauff (* 1944) Sängerin des Duos Hauff und Henkler
- Irene Ellenberger (* 1946), SPD-Politikerin, 1994-1999 Sozialministerin des Freistaates Thüringen
- Paul Bartsch (* 1954), Liedermacher und Autor
- Guido Fulst (* 1970), Olympiasieger und Weltmeister im Radsport
Weblinks
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