Werner Sombart (* 19. Januar 1863 in Ermsleben; † 18. Mai 1941 in Berlin) war ein deutscher Soziologe und Volkswirt.
Sombart war ab 1890 Professor in Breslau und von 1906 bis 1931 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Er widmete sich vor allem der Erforschung der Wirtschaftsgeschichte des Abendlandes. In seinem Hauptwerk Der moderne Kapitalismus (1902) entwarf er die Einteilung in die Entwicklungsphasen Früh-, Hoch- und Spätkapitalismus. Ebenso wie seinem Zeitgenossen Max Weber ging es Sombart um ein spezifisch soziologische und historische Fundierung der Entwicklungsgeschichte des kapitalistischen Systems.
Sombarts Soziologie behauptete unter anderem eine Entsprechung von Geist und Gesellschaft, was bedeutet, dass Geistes- und Gesellschaftswissenschaften als Einheit gesehen werden müssen. Bemerkenswert sind seine Beiträge zur Bedeutung des Luxus. Nachdem Sombart den Thesen von Karl Marx zunächst positiv gegenüber gestanden hatte, bezog er in späteren Jahren als pessimistischer Kulturphilosoph einen national-konservativen Standpunkt.
In zweiter Ehe war Sombart mit der 30 Jahre jüngeren Tochter eines rumänischen Universitätsprofessors verheiratet; aus dieser Ehe stammt - nach vier Töchtern aus erster Ehe - sein Sohn Nicolaus Sombart.
Mann | Deutscher | Soziologe (19. Jh.) | Soziologe (20. Jh.) | Ökonom (19. Jh.) | Ökonom (20. Jh.) | Hochschullehrer | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Sachliteratur | Geboren 1863 | Gestorben 1941
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