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Werner ist eine Comicfigur von Rötger Feldmann (Künstlername Brösel). Zunächst Anfang der 1980er in Norddeutschland bekannt, erlangten spätere Werner-Comics schon mit der ersten Auflage deutschlandweite Popularität, zunächst in der sich mit der Figur identifizierenden Jugend, später auch in anderen Schichten. Werner-Festival.JPG Werner ist eine autobiografisch gefärbte Figur, basierend auf Brösels eigenem Leben als auch auf dem seines Bruders Andi. So war letzterer Klempnerlehrling in Flensburg bei Meister Schurich. Brösel trank ehedem gerne Flens und ist zudem ein Biker. So handeln die Geschichten auch von Erfahrungen als Klempnerlehrling, Motorradfahrer , Trinkgelagen und anderen Exzessen. Werner-Geschichten steigern sich oft zu "Katastrophen", typisch sind u.a. eskalierende Massenkonflikte oder Baustellenunfälle mit hohem Sachschaden, die einen komischen Ablauf haben, wie Explosionen durch Fäkalstau im Kanalsystem.

Der Name der Comicfigur ist schlicht der zweite Vorname des Autors.

Wichtige Figuren in den Werner-Comics sind sein Bruder Andi, Meister Schurich - der Name wurde in Röhrich geändert, als der real existierende Meister Schurich die Verwendung seines Namens mittels einer Unterlassungsklage verbieten ließ, da es sich hierbei um die Verunglimpfung seines Namens handle -, (Chef des kleinen Installateurbetriebs, in dem Werner arbeitet), dessen Geselle 'Eckat' (Eckhard), der Architekt Hüpenbecker, Hörni und Kalli, Werners Kumpels, "Präsi" -der Boss des Motorradclubs, Ölfuss, ebenfalls Werners Kumpel und ein genialer Fahrzeugmechaniker, der Porsche-Fahrer Holgi (Holger Henze, Brösels ehemaliger Manager und Wirt des Galerie Club No°68 in Kiel), Nobel-Schröder, ein stinkendreicher PS-Freak, Helmut und Bruno, die Hüter des Gesetzes von der Polizeidienststelle Schnarup-Thumby und der Baulöwe 'Günzelsen'.

Werner bekommt hin und wieder Ärger von den Polizisten Helmut und Bruno, weil er öfters auf seinem Motorrad freihändig zu Einsätzen seines Klempnermeisters Röhrich fahren muss, wenn dieser wieder mal ein "Schnüffelstück" setzen muss. In der rechten Hand muss er hierbei nämlich die Klobürste, in der linken Hand die Saugglocke transportieren. Das Motorrad lenkt er dann nur durch Gewichtsverlagerung, was gegen die StVO verstößt.

Typisch für vor allem die frühen Werner-Comics sind simple, überraschende Wortspiele, oft unter massiver Verletzung von Orthographie und Grammatik, von denen einige in die Alltagssprache weiter Bevölkerungskreise übergegangen sind, z.B. jemandem bescheid zu sagen, in dem man nur das Wort 'bescheid' sagt. Andere durch Werner populär gewordene Ausdrücke sind 'Bullerei' für Polizei, 'Bölkstoff' für Bier, 'Gas, Wasser, Scheiße' für einen Installateurbetrieb oder 'Hau wech die Scheiße!' statt 'Prost!'.

Andere Beispiele: 'Flaschbier' für Flaschenbier, Tass' Kaff' für Tasse Kaffee, 'Schüssel' für Motorrad.

Auch die lautmalerische Wiedergabe von Geräuschen in den Comics hat große Popularität gewonnen: 'Bölk' für ein Rülpsen, 'Schlork' für hastiges Trinken, 'Hualp' für das Erbrechen sowie alle Arten von Fahrzeugmotorengeräuschen von 'Schigger' über 'Farz', 'Rooaaaar' und nicht zuletzt das 'Kult'-Geräusch des alten Lanz-Treckers des Bauern Horst.

Ausgehend von einer dieser Comic-Geschichten im Band "Werner - Eiskalt" wurde Das Rennen zwischen einem selbstgebauten Motorrad mit vier Horex-Motoren (Red-Porsche-Killer und einem Porsche 1988 auf dem Flugplatz Hartenholm auch im Rahmen eines dreitägigen Festivals real veranstaltet. Brösel verschaltete sich und verlor. Die Revanche fand im September 2004 auf dem Lausitzring statt, diesmal mit einem Monster-Bike aus 24 Kettensägen-Motoren, der Dolmette. [http://www.werner-das-rennen.de

1989 präsentierte Brösel mit dem Comic-Band "Besser is das" Werners eigene Biermarke, den Bölkstoff, der in Konkurrenz trat zum bisherigen Flensburger Pilsener, das in den ersten Comics stets in Strömen floss. Der Bölkstoff wurde von der Gilde-Brauerei in Hannover hergestellt. Typisch für dieses Bier war aber wie auch für das Flens die traditionelle Bügelflasche , deren Fump-Geräusch beim Öffnen schon zuvor durch die Comics einen neuen Kultstatus bekommen hatte. Da der Titel "Besser ist das" in den Augen der Flensburger Brauerei unerlaubte vergleichende Werbung darstellte, musste er ab der zweiten Auflage eingeschwärzt werden. Ironie der Geschichte: Inzwischen wird Bölkstoff von der Flensburger Brauerei hergestellt.

Comic-Bände


Der erste Band erschien 1981. Anfangs erschien die Reihe im Semmel Verlach, ab Band 7 bei Achterbahn. Seit Band 12 erscheint Werner bei Ehapa. Hier die Bände in chronologischer Reihenfolge:

  • Brösel: WERNER #1 Oder was? Semmel Verlach/Achterbahn ISBN 3897190001
  • Brösel: WERNER #2 Alles klar? Semmel Verlach/Achterbahn ISBN 3897190028
  • Brösel: WERNER #3 Wer sonst? Semmel Verlach/Achterbahn ISBN 3928950185
  • Brösel: WERNER #4 Eiskalt! Semmel Verlach/Achterbahn ISBN 3897190044
  • Brösel: WERNER #5 Normal ja! Semmel Verlach/Achterbahn ISBN 3928950207
  • Brösel: WERNER #6 Besser is das! Semmel Verlach/Achterbahn ISBN 3897190060
  • Brösel: WERNER #7 Ouhauerha! Achterbahn ISBN 3897190079
  • Brösel: WERNER #8 Wer bremst hat Angst! Achterbahn ISBN 3928950150
  • Brösel: WERNER #9 Na also! Achterbahn ISBN 3897190087
  • Brösel: WERNER #10 Exgummibur! Achterbahn ISBN 3897190109
  • Brösel: WERNER #11 Volle Latte! Achterbahn ISBN 3897190117
  • Brösel: WERNER #12 Freie Bahn mit Marzipan! Ehapa ISBN 3770425200

Filme


Inzwischen gab es mehrere Werner-Verfilmungen:

Weblink


Comics | Comicfigur

 

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