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Im Katholizismus unterscheidet man sieben Werke der Barmherzigkeit, die nicht ausschließlich zu verstehen sind, sondern Beispiele für Hilfeleistungen benennen. Die Werke sind bestimmt durch die Situation der Not Leidenden und Helfenden und sollen allgemein menschliche und immer wiederkehrende existentielle Nöte beheben:

  • Hungernden zu essen geben
  • Tote bestatten
  • Kranke besuchen
  • Gefangene trösten
  • Fremde beherbergen
  • Nackte bekleiden
  • Arme versorgen.

Nach Mt 25, 34-46 liegt der Wert der Werke der Barmherzigkeit gerade darin, dass die Gerechten nicht auf ihren „Lohn“ reflektiert haben und der Weltenrichter (Jesus) sich mit den Notleidenden identifiziert.

Die sieben Werke der Barmherzigkeit werden den"sieben Todsünden (genauer: sieben Hauptlaster, und zwar: Geiz, Zorn, Neid, Trägheit, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Stolz) gegenüber gestellt.

Unter den sieben Werken der Barmherzigkeit kann man auch die Sieben Tugenden verstehen

Diese sind:

  • Mut
  • Hoffnung
  • Reinheit
  • Liebe
  • Freundschaft
  • Zuverlässigkeit
  • Klugheit/Wissen

Literatur


  • Oliver Freiberger, Catherine Hezser, Eckart Reinmuth u.a.: Werke, Gute I. Religionsgeschichtlich II. Judentum III. Neues Testament IV. Kirchengeschichtlich V. Systematisch-theologisch. In: Theologische Realenzyklopädie 35 (2003), S. 623-648 (Überblick)

Ethische Handlung | Moraltheologie

 

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