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Eine Werft (alt-niederl./friesl.: Der am Wasser baut. (siehe auch: Warft)) ist ein Betrieb zum Bau und zur Reparatur von Booten und Schiffen. Der Schiffbauplatz einer Werft ist die Helling oder der Helgen. Jedes auf ihr gebaute Schiff erhält eine Bau-Nr. (Baunummer) - ein stets fortlaufender Zähler, der die jeweilige Zahl der bisher auf der Werft gebauten Schiffe angibt. Auch für Anlagen zur Produktion und Grundinstandsetzung von Luftschiffen und Flugzeugen wird teilweise der Ausdruck Werft (Luftschiffwerft, Flugzeugwerft) benutzt.
Nach den hergestellten Typen von Wasserfahrzeugen wird unterschieden zwischen
Lange Zeit erfolgte der Bau von Schiffen in den Werften an Land. Die ersten sicher nachgewiesenen und noch heute existierenden Trockendocks entstanden unter Zheng He in Nanking, China, zum Bau der legendären Schatzflotte Anfang des 15. Jahrhunderts. Mit dieser Entwicklung wurde der Bau großer, über 100 m langer Schiffe möglich.
Für Reparaturzwecke wurde 1839 vom amerikanischen Ingenieur Gilbert das Schwimmdock erfunden. Schwimmdocks funktionieren ähnlich wie U-Boote: Zum Einfahren der Schiffe werden sie geflutet und tauchen soweit ab, dass das zu reparierende Schiff einfahren kann. Anschließend wird das Wasser aus den Tanks herausgepumpt oder mit Pressluft herausgedrückt, so dass das Schwimmdock mit dem Schiff soweit auftaucht, dass der Boden trocken ist. Der Neubau von Schiffen findet zunehmend in großen, geschlossenen Hallen statt.
Vom 16. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts befanden sich die größten Werften zunächst in Europa, dann auch in Nordamerika.
Im Zuge der sog. Werftenkrise wurden in Europa Schiffbaukapazitäten abgebaut, die größten Werftkapazitäten entstanden nun in Japan, Süd-Korea und China.
Die drei großen Werften Blohm & Voss,Hamburg, Deutsche Nordseewerke, Emden (beide ThyssenKrupp Werften) und HDW wurden am 5. Januar 2005 zusammen geschlossen. Dazu übernahm der Thyssen-Krupp-Konzern, der bereits Eigentümer von Blohm & Voss und der Nordseewerke war, die HDW vom US-Finanzinvestor One Equity Partners. Im Rahmen der Übernahme bekamen die Amerikaner 25 Prozent am neuen Verbund und 240 Millionen Euro in bar. Damit ist insbesondere die U-Boot-Technologie der HDW für die deutschen Standorte gesichert.
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