Who Wants to Be a Millionaire? (Name der Ausgabe in Deutschland: Wer wird Millionär?, in Österreich: Die Millionenshow) ist eine Quizsendung, welche zum geistigen Eigentum der Firma Celador gehört und 1998 in Großbritannien auf dem Privatsender ITV 1 erstmals ausgestrahlt wurde.
Im Walt Disney World Resort in Florida gibt es diese Attraktion in dem Walt Disney Studios Park.
Die regionalen Töchter der niederländischen Firma Endemol produzieren dieses Sendungsformat in Lizenz für Österreich, Belgien, Deutschland, die Niederlande, Italien, Polen, Portugal und für die Schweiz. Sowohl für die deutsche wie auch für die österreichische Sendung entstehen die Fernsehaufnahmen in Studio 7 der NOB-Studios in Hürth bei Köln. Entgegen dem vom Moderator suggerierten Eindruck wird die Sendung nicht live ausgestrahlt. Circa zwei Wochen vor der Ausstrahlung werden in der Regel drei Sendungen an einem Dienstag (Wer wird Millionär?) bzw. Mittwoch (Die Millionenshow) ab 17.30 Uhr aufgezeichnet.
Fernsehanstalten in über 100 Ländern haben Format- und Ausstrahlungsrechte an diesem Sendungsformat bei Celador lizenziert. Das Aussehen der Sendung ist überall gleich. Aufbau und Design des Studios, Musikeinspielungen, wiederkehrende Kameraschwenks und -fahrten sowie Lichtsetzung sind genau in der sog. Produktionsbibel vom Lizenzgeber festgelegt und dürfen von den Lizenznehmern nicht eigenständig verändert werden.
Diese Regel umging am 10. April 2006 ein Kandidat, der auf dem Stuhl in der Mitte als "Reinhold Schlager" 64.000 EUR erspielt hat, obwohl er bereits drei Jahre zuvor am 16. Mai 2003 unter dem Namen "Luis Meyer" 500 EUR als Kandidat gewonnen hatte. Er soll auf der Bewerbung zur erneuten Teilnahme auch falsche Angaben zu seiner Herkunft gemacht haben. Die Sendungsverantwortlichen haben den Spieler nachträglich disqualifiziert und zahlen den Betrag von 64.000 EUR nicht aus. Die weiteren Kandidaten der Show vom 10. April 2006 bekamen am 8. Mai 2006 eine zweite Chance.
Der Kandidat hat nun die Möglichkeit, 15 zufällig ausgewählte Fragen zu verschiedenen Wissensgebieten zu beantworten. Diese werden von Stufe zu Stufe entsprechend dem Geldgewinn immer schwieriger. Zu jeder Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten, von denen natürlich nur eine richtig ist. Beantwortet der Kandidat die Frage richtig, so steigt er eine Gewinnstufe auf und darf die nächste Frage in Angriff nehmen.
Die Fragen werden von einem externen Redaktionsteam erarbeitet (Für die deutschen Fragen ist die Firma Mind the Company verantwortlich). Die Antworten werden durch das Studium mehrerer Quellen auf ihre Richtigkeit geprüft. Auch Wikipedia gehört dazu, wie der Moderator im Oktober 2005 in einer Sendung verriet.
Eine besondere Rolle kommen Frage 5 und Frage 10 zu: sie sind so genannte „Sicherheitsstufen“. Werden die Fragen dieser Stufen richtig beantwortet, so hat der Kandidat den entsprechenden Geldbetrag sicher gewonnen und verliert ihn auch nicht mehr. Beantwortet er eine der folgenden Fragen falsch, so fällt er auf die letzte Sicherheitsstufe zurück und beendet das Spiel mit dem Gewinnbetrag der Sicherheitsstufe.
Jeder Joker kann im Spiel nur einmal verwendet werden, es können jedoch mehrere Joker bei einer Frage verwendet werden.
Wenn beim Fünfzig-fünfzig-Joker die vom Kandidaten favorisierte Antwort stehen bleibt, erhöht sich im Gegensatz zur Konstellation beim Ziegenproblem die Gewinnwahrscheinlichkeit nicht, wenn der Kandidat sich für die andere Antwort umentscheidet. Dies liegt daran, dass die Auswahl der wegfallenden Antworten nicht von der Vorauswahl des Kandidaten beeinflusst wird; im Gegensatz zum Ziegenproblem ist es auch möglich, dass eine favorisierte Antwortmöglichkeit vom Computer herausgenommen wird.
Im deutschen Format Wer wird Millionär? wurde anlässlich der 500. Sendung am 10. September 2005 der Kompetenzteam-Joker eingeführt. Hierbei konnten die vier bisherigen Millionäre der Sendung (angelehnt an den Telefonjoker) um Rat gefragt werden. Diesen Joker gab es allerdings nur in der Jubiläums-Ausgabe.
Sobald ein Kandidat das Spiel in der „Mitte“ beendet, beginnt eine weitere Auswahlrunde und ein neuer Kandidat bekommt die Chance auf bis zu eine Million Euro. Ein Kandidat, der es einmal in die Mitte geschafft hat, kann sich nicht noch einmal für eine Sendung bewerben. Wer es nicht geschafft hat, darf sich frühestens drei Monate nach Ausstrahlung der Sendung wieder bewerben.
Sollte ein Kandidat am Ende der Sendung das Spiel nicht auf eine der oben genannten Arten beendet haben, so spielt er in der nächsten Sendung beim erreichten Geldbetrag als so genannter "Überhangkandidat" weiter, wobei man immer mit der Beantwortung einer Frage die Sendung beendet und mit einer neuen Fragestellung die nächste Sendung beginnt. Manchmal ist aber auch die Sendung direkt nach der Ermittlung des Kandidaten durch die Auswahlfrage zu Ende, ohne dass auch nur eine Frage gestellt wurde.
"Die Millionenshow" (ORF) ist für Zuschauer gänzlich kostenfrei.
Gewinnstufen Deutschland
(*) Der Betrag der Sicherheitsstufe bleibt dem Kandidaten erhalten, wenn er bei einer späteren Frage falsch antwortet und verliert.
Bis 1. Januar 2002 (Einführung des Euro) gab es auch noch die Gewinnstufe 250.000 (D-Mark). Da man aber dem Titel der Sendung weiterhin gerecht werden wollte und nicht bereits bei der 1. Frage mit 100 Euro beginnen wollte, wird der Gewinn zwischen der 13. und der 14. Frage nicht verdoppelt, sondern vervierfacht. Auch zwischen den Fragen 3 und 4, 4 und 5 sowie 12 und 13 findet ja keine „echte“ Verdopplung statt.
Bisherige Hauptgewinner(innen)
1 Million Mark:
Die Millionenfrage der Hauptgewinner(innen)
Nasreddin Hodscha
Nursay Pimsorn
Tenzing Norgay
Abrindranath Singh
Robin und Barry
Maurice und Robin
Barry und Mauricey
Andy und Robin
Joseph Roth
Martin Walser
Max Frisch
Friedrich Dürrenmatt
Linus Pauling
Otto Hahn
Pearl S. Buck
Albert Schweitzer
Prominenten-Special
Alle sechs Monate findet eine Wer wird Millionär-Sendung mit Prominenten statt, die mit über 2 Stunden länger als die normalen Sendungen dauert. Die prominenten Gewinner spenden dabei ihren Gewinn an wohltätige Einrichtungen oder Stiftungen. Aus diesem Grund gelten in diesem Spiel nicht ganz so strenge Regeln wie in der normalen Show. Vor allem in den unteren Gewinn-Regionen sprechen sich die Kandidaten mitunter um einen Joker zu sparen ab, ohne dass Günther Jauch eingreift. Die Reihenfolge der Prominenten wird genauso wie in den normalen Sendungen durch Auswahlfragen bestimmt. Im Unterschied zu diesen kommen hier aber immer alle Kandidaten an die Reihe. Mit Harald Schmidt hat im November 2005 ein Kandidat zum zweiten Mal für den guten Zweck gespielt. Barbara Schöneberger spielte im Mai 2006 beim WM-Special ebenfalls, wie auch Hape Kerkeling (in der Rolle des Horst Schlämmer) zum zweiten Mal mit. Hierbei kam es zu einer Premiere. Obwohl Günther Jauch immer abgelehnt hatte selbst als Kandidat zu fungieren, wurde er von Horst Schlämmer (Hape Kerkeling) unter einer List vom Moderatoren-Stuhl gelockt. Ab der 16.000 Euro Frage trat daher Jauch als Kandidat auf während Kerkeling die Sendung moderierte. Jauch gewann stellvertretend für Kerkeling 500.000 Euro für die AIDS-Hilfe.
| 12. Special Datum: Sonntag, 28. Mai 2006 WM 2006 Special Gesamtgewinn: 1.250.000 € | Barbara Schöneberger (125.000 €) Tim Mälzer (500.000 €) Rudi Völler (125.000 €) Horst Schlämmer & Günther Jauch (500.000 €) |
| 11. Special Datum: Donnerstag, 24. November 2005 Gesamtgewinn: 1.000.000 € | Harald Schmidt (500.000 €) Tine Wittler (125.000 €) Jürgen Rüttgers (125.000 €) Eva Padberg (125.000 €) Martin Schneider (125.000 €) |
| 10. Special Datum: Montag, 30. Mai 2005 Gesamtgewinn: 364.000 € | Mario Barth (16.000 €) Walter Sittler (64.000 €) Katja Saalfrank (16.000 €) Reinhold Messner (125.000 €) Verona Pooth (125.000 €) |
| 9. Special Datum: Donnerstag, 25. November 2004 Gesamtgewinn: 1.641.000 € | Reiner Calmund (125.000 €) Bernhard Hoëcker (500.000 €) Heide Simonis (500.000 €) André Rieu (16.000 €) Nina Hagen (500.000 €) |
| 8. Special Datum: Montag, 24. Mai 2004 Gesamtgewinn: 455.000 € | Oliver Kalkofe (125.000 €) Steffen Seibert (125.000 €) Henry Maske (16.000 €) Yvonne Catterfeld (64.000 €) Alice Schwarzer (125.000 €) |
| 7. Special Datum: Donnerstag, 27. November 2003 Gesamtgewinn: 782.000 € | Elke Heidenreich (16.000 €) Ulla Kock am Brink (125.000 €) Bernd Stelter (500.000 €) Til Schweiger (16.000 €) Sandra Maischberger (125.000 €) |
| 6. Special Datum: Montag, 26. Mai 2003 Gesamtgewinn: 878.000 € | Rudi Carrell (500.000 €) Thomas Anders (125.000 €) Johannes B. Kerner (125.000 €) Claudia Roth (64.000 €) Barbara Schöneberger (64.000 €) |
| 5. Special Datum: Donnerstag, 28. November 2002 Gesamtgewinn: 564.000 € | Bastian Pastewka (125.000 €) Maria Furtwängler (125.000 €) Hannes Jaenicke (125.000 €) Jochen Busse (125.000 €) Joy Fleming (64.000 €) |
| 4. Special Datum: Montag, 20. Mai 2002 Gesamtgewinn: 830.000 € | Gabi Bauer (125.000 €) Sonja Zietlow (64.000 €) Jasmin Tabatabai (16.000 €) Alfred Biolek (125.000 €) Hape Kerkeling (500.000 €) |
| 3. Special Datum: Freitag, 30. November 2001 Gesamtgewinn: 1.157.000 DM (etwa 590.000 €) | Michael Mittermeier (32.000 DM) Lilo Wanders (500.000 DM) Mike Krüger (125.000 DM) Kim Fisher (250.000 DM) Rezzo Schlauch (250.000 DM) |
| 2. Special Datum: Montag, 28. Mai 2001 Gesamtgewinn: 1.375.000 DM (etwa 700.000 €) | Petra Gerster (250.000 DM) Dirk Bach (250.000 DM) Norbert Blüm (250.000 DM) Thomas Gottschalk (500.000 DM) Heidi Klum (125.000 DM) |
| 1. Special Datum: Freitag, 1. Dezember 2000 Gesamtgewinn: 1.596.000 DM (etwa 800.000 €) | Harald Schmidt (32.000 DM) Peter Kloeppel (500.000 DM) Hella von Sinnen (500.000 DM) Ottfried Fischer (500.000 DM) Katy Karrenbauer (64.000 DM) |
Statistik der ersten 500 Sendungen in Deutschland
Die 500. Sendung "Wer wird Millionär?" wurde am 10. September 2005 ausgestrahlt. 1.089 Kandidaten versuchten seit der ersten Show am 3. September 1999 ihr Glück, vier schafften die Million. 13.745 Fragen stellte Günther Jauch bis dahin.
38 Millionen Euro wurden laut RTL insgesamt erspielt. 35.000 Euro gewann im Schnitt jeder Kandidat. Die Millionen-Frage wurde etwa 22-mal gestellt. Davon wurde sie nur von 4 Kandidaten beantwortet, die allesamt mit der Million belohnt wurden. (Stand: 28.01.06)
Irrtümer der Wer-wird-Millionär-Redaktion
Der Redaktion, die sich die Fragestellungen ausdenkt (Die Firma Mind the Company), passieren dabei hin und wieder auch Fehler derart, dass keine oder mehrere Antwortmöglichkeiten richtig sind. In einigen dieser Fälle durfte der Kandidat, der an solch einer Frage ausgestiegen oder ausgeschieden ist, später neu einsteigen. "Wer wird Millionär" beruft sich unter anderem auf die Brockhaus-Enzyklopädie; und www.wissen.de sei ein Sponsor der Sendung.
Beispiele:
In unregelmäßigen Abständen finden auch Promi-Millionenshows statt, zusätzlich gab es schon eine Europa-Millionenshow (mit Fragen zu Europa bzw. zur EU-Erweiterung), eine Ausgabe für Kinder, für Paare, für junge Väter und Mütter, ein Bürgermeister-Special, in dem Bürgermeister Geld für ein Projekt ihrer Gemeinde erspielen konnten, sowie ein Maturanten-Special.
Gewinnstufen Österreich
(*) Der Betrag der Sicherheitsstufe bleibt dem Kandidaten erhalten, wenn er bei einer späteren Frage falsch antwortet und verliert.
Bisherige Hauptgewinner(innen)
Promi-Millionenshows
Im wesentlichen gilt für die Promi-Millionenshows in Österreich das gleiche, was für die deutsche Version geschrieben wurde. Bisher gab es neun Promi-Specials, deren Gesamtgewinn für wohltätige Zwecke gespendet wurde:
Gewinnstufen Großbritannien
Im September 2001 wurde dem Kandidat Major Charles Ingram der Hauptgewinn von £1.000.000 nachträglich aberkannt, da ihm einige Freunde/Verwandte (u. a. auch Tecwen Whittock, der davor ebenfalls an der Show teilgenommen hatte), die im Publikum saßen, durch Hust- und Räusperzeichen bei mehreren Fragen halfen. Auffallend war, dass Ingram z. B. jede Frage, auf die er keine sofortige Antwort wusste, laut wiederholte und auf die Zeichen wartete und dass er eine Antwort, die er bereit war zu geben, plötzlich verwarf und eine andere in Erwägung zog.
Gegenwärtig wird das Sendeformat in über 100 Ländern ausgestrahlt. Lizenzen wurden bis jetzt in 107 Länder verkauft.
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