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Wenzel I. (* um 1337; † 15. Mai 1388 in Celle) war Herzog von Sachsen-Wittenberg (1370-1388), Kurfürst des heiligen römischen Reiches und Fürst von Lüneburg.

Leben


Wenzel war 1370 Nachfolger seines Bruders Rudolf II.. Er nahm 1376 als Kurfürst an der Wahl Wenzel des Faulen zum deutschen König teil und stand 1377 in der Altmark Kaiser Karl IV. nahe. In Reichsangelegenheiten war er wiederholt auf Seiten des Kaisers aktiv. Eine seinem Haus durch Karl IV. zugesagte Anwartschaft auf Braunschweig-Lüneburg konnte er im Lüneburger Erbfolgekrieg nicht durchsetzen, sie entglitt ihm mit der Schlacht von Winsen/Aller 1388 endgültig.

Mit dem Herzog von Brabant lag er im Streit wegen des Rechts, dem Kaiser das Reichsschwert vorantragen zu dürfen. 1399 stand er im Bündnis der Kürfürsten gegen König Wenzel, an dessen Absetzung 1400 er teilnahm. Mit Anhalt, Magdeburg und Meißen schloss er Landfriedensbünde. Bei der Belagerung von Celle erhielt er die tödliche Wunde. Anderer Überlieferung zufolge, starb er am 18. August 1402 was jedoch auf einer Gräberverwechslung beruht.

Familie


Jüngster Sohn Herzog Rudolf II. und dessen 3. Gemahlin Agnes von Lindow-Ruppin. Wenzel heiratete 23. Januar 1376 Cäcilia von Carrara.

Literatur


  • Lorenz Friedrich Beck: "Herrschaft und Territorium des Herzöge von Sachsen-Wittenberg (1212-1422)", Potsdam 2000. ISBN 3-932981-63-4
  • "Die Askanier" von Heinrich Kühne 1999 im Drei Kastanien Verlag ISBN 3-933028-14-0
  • Geschichte der Sächsisch-Askanischen Kurfürsten von Georg Hirschfeld erschienen bei Julius Sittenfeld /Berlin 1884

Weblinks


Kurfürst (Sachsen) | Fürst (Lüneburg) | Herzog (Sachsen-Wittenberg) | Mann | Askanier | Geboren 1355 | Gestorben 1388

 

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