Den Wendenkreuzzug führte Sachsenherzog Heinrich der Löwe im Jahre 1147.
Statt mit Konrad III. auf den Zweiten Kreuzzug ins Heilige Land gegen die Sarazenen zu ziehen, erhielt Heinrich der Löwe von Bernhard von Clairvaux, die Erlaubnis, zusammen mit Erzbischof Adalbero von Bremen und Herzog Konrad von Zähringen gegen die heidnischen Wenden, die zwischen Elbe und Oder bis nach Stettin siedelten, vorzugehen. Bernhard hatte diesen Feldzug gegen die Obodriten als mit dem Zweiten Kreuzzug gleichwertig bestimmt.
Später unterwarf Heinrich auch die Pomoranen östlich von Stettin, die z. T. bereits christianisiert waren. Auf Rügen landeten 1168 Waldemar I. der Große und sein Bischof Absalon. Sie schlugen die Ranen und eroberten die Insel für Dänemark.
Während sich die katholische Kirche eine weitere Verbreitung des Christentums versprach, ging es Heinrich allein um die Erweiterung seines Herrschaftsbereiches (Ostkolonisation) und um Geld. Nach dem früheren militärischen Misserfolg von 983 (Wendenaufstand) begann hiermit erneut die Errichtung deutscher Herrschaft im Raum östlich der Elbe. Der Untergang des eigenständigen wendischen Reiches der Abodriten wurde eingeleitet. 1164 unterwarf Heinrich Pommern.
In der Folge entstanden neben den slawischen, deutsche und niederländische Siedlungen.
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"Wendenkreuzzug".
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