Der Wendelstein in den oberbayerischen Kalkalpen wird von zwei Bergbahnen erklommen, die von der Wendelsteinbahn GmbH unterhalten werden.
- bgcolor="#FFDEAD" | Kilo- meter | Höhe m | Haltestelle | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 0,0 | Brannenburg | ursprünglicher Talbahnhof (aufgelassen), Anschluss an die Kursbuchstrecke 950 | |
| 2,3 | 508 | Waching | heutiger Talbahnhof |
| 6,4 | 972 | Aipl | Kreuzungsstelle |
| 7,5 | 1210 | Mitteralm | Haltepunkt |
| 9,9 | 1723 | Wendelstein | Bergbahnhof |
Über zwei Jahre waren rund 800 Arbeiter überwiegend aus Kroatien und Italien im Einsatz, um unter schwersten Bedingungen die 9,95 km lange, von Brannenburg aus weitestgehend über die Ostseite des Berges führende Strecke mit einer Vielzahl von Kunstbauten (7 Tunnel, 8 Galerien, 12 Brücken) zu errichten. Um den Bahnbetrieb auch im Winter aufrechterhalten zu können, wählte man statt der naheliegenden leichteren Route an den Abhängen der Mitter- und Reindler Almen die schwierigere Trasse, die an den steilen Felswänden des Wildalpjochs und des Soin entlangführt. Dieser Weg musste dem Berg buchstäblich abgerungen werden. Allein für die so genannte "Hohe Mauer", einem 127 m langen und 17 m hohen, auch heute noch beeindruckenden Damm kurz vor dem Bergbahnhof, benötigte man 10.000 Kubikmeter behauenes Gestein. Insgesamt kamen 35 Tonnen Sprengstoff zum Einsatz. Die bis 1961 9,95 km lange Strecke wies eine Fahrzeit von 75 Minuten auf. Zunehmender Individualverkehr machte es ab 1961 notwendig, zwischen dem Bahnhof Brannenburg und dem heutigen Talbahnhof im Brannenburger Ortsteil Waching auf die Gleisführung, die die Bundesstraße kreuzte, zu verzichten. Die Fahrzeit verkürzte sich hierdurch um 20 Minuten bei einer Streckenlänge von nunmehr 7,66 km, allerdings verlor man mit dieser Maßnahme den Anschluss an das Bahnnetz der DB.
In den Folgejahren wurde deutlich, dass ein rentabler Betrieb der Bahn nicht aufrechterhalten werden konnte, daher errichtete man 1970 die von Bayrischzell - Osterhofen zum Wendelsteingipfel führende Wendelstein-Seilbahn, die langfristig die Zahnradbahn ablösen sollte. Man erkannte jedoch noch rechtzeitig die Anziehungskraft der Zahnradbahn für den langsam zunehmenden Tourismus und erhielt den Betrieb weiterhin aufrecht.
Mit Hilfe des Freistaates Bayern, der Anliegerkommunen, des Landkreises Rosenheim und der Muttergesellschaft Lechwerke AG begannen 1987 die 17 Millionen DM kostenden Modernisierungsmaßnahmen. Nach deren Abschluss 1991 betrug die Kapazitätssteigerung nahezu 100 %, die Fahrzeit verringerte sich dank zweier moderner Doppeltriebwagen auf 20 Minuten für die Bergfahrt und auf 30 Minuten für die Talfahrt, die Züge fahren seither im Halbstundentakt. Heute arbeiten bei der Zahnradbahn noch ca. 20 Mitarbeiter, doch ist die Bahn immer noch auf Ausgleichszahlungen angewiesen.
Neben der Wendelstein-Zahnradbahn gibt es in Bayern nur noch eine Zahnradbahn, die Bayerische Zugspitzbahn.
Zahnradbahn | Schmalspurbahn | Spurweite 1000 mm | Luftseilbahn | Bahnstrecke in Bayern | Miesbach | Rosenheim (Landkreis)
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