Wende_(Segeln).png Wende bezeichnet ein Manöver beim Segeln.
Bei einer Wende erfolgt ein Kurswechsel, bei dem das Schiff mit dem Bug durch den Wind geht, d.h. der Wind kommt während des Manövers kurzzeitig auch von vorn.
Im Gegensatz dazu geht das Boot bei einer Halse mit dem Heck durch den Wind.
Von einer Q-Wende spricht man - dieser Name ist von der Form dieses Buchstabens abgeleitet -, wenn bei einer Wende eine Kursänderung um mehr als 180° erfolgt und man dabei den vorher anliegenden Kurs kreuzt.
Klassisches unverzügliches Rettungsmanöver bei "Mann über Bord". Die Q-Wende erlaubt auf offener See ohne weitere technische Hilfsmittel etwa an der Stelle wieder anzukommen, wo das Manöver begonnen wurde; dorthin, wo der Überbordgegangene im Wasser treibt.
Bei widrigen Verhältnissen (Starkwind, unerfahrene Crew) und wenn der Raum nach Lee dies zulässt, kann die Q-Wende statt einer riskanteren Halse gesegelt werden.
Die beiden Begriffe Kuhwende und Q-Wende werden heute in der Literatur gleichberechtigt verwendet und bezeichnen das oben beschriebene Segelmanöver.
Früher stand die Bezeichnung Kuhwende für ein Halsemanöver schwer manövrierbarer Rahsegler, das bei Starkwind ausgeführt wurde. Versagte das Wendemanöver auf Kreuzkurs, da das Schiff nicht durch den Wind ging, wurde stattdessen abgefallen, ein Halsemanöver durchgeführt und wieder angeluvt.
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