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Die Wiener Welt-Ausstellung wurde am 1. Mai 1873 durch Kaiser Franz Joseph I. eröffnet. Sie war die fünfte Weltausstellung insgesamt und die erste im deutschsprachigen Raum.
Die Weltausstellung stand unter dem Thema Kultur und Erziehung mit dem Ziel, Das Kulturleben der Gegenwart sowie die Gesamtheit der volkswirtschaftlichen Darstellungen und deren Fortschritte zu fördern.
Das Ende der Veranstaltung war der 2. November 1873.
Das Austellungsgelände, gelegen im Wiener Prater, einem ehemaligen Jagdrevier des Kaisers, verfügte über eine Gesamtflache von ca. 230 Hektar, wovon 16 Hektar auf Flächen in Ausstellungshallen entfielen.
Die architektonische Leitung lag in den Händen von Karl Freiherr von Hasenauer.
Die bedeutendsten Gebäude, die zu diesem Zweck errichtet wurden, waren
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Die Bauwerke waren in dem für die Gründerzeit typischen, repräsentativen Stil des Historismus errichtet, und sollten die Besucher von der Größe und der Bedeutung der Monarchie überzeugen.
Neben den Warenausstellungen, in denen die Firmen aus den Teilnehmerländern ihre neuesten technischen Errungenschaften ganz im Sinne des Liberalismus präsentierten, wurden auch eine Reihe von Sonderveranstaltungen, unter anderen zu den Themen Geschichte der Erfindungen und Geschichte der Gewerbe, abgehalten.
Die österreichische Beiträge über das Bildungswesen und über soziale Fragen erregten internationale Beachtung. So wurde erstmals bei einer Ausstellung ein eigener Pavillon für Frauenarbeit und einer dem Kinde gewidmet errichtet.
Im Rahmen der Weltausstellung fanden auch 16 internationale Fachkongresse statt. Der Patentkongress war richtungsweisend für die internationale Zusammenarbeit in Fragen des Patentrechts.
Trotz der 7,25 Millionen Besucher wurden die Erwartungen des Veranstalters nicht annähernd erfüllt. Während der Dauer der Ausstellung kam es zum Wiener Börsenkrach, darüber hinaus brach in Wien eine Choleraepidemie aus, wodurch viele Besucher fernblieben.
Aber auch positive Auswirkungen hatte die Ausstellung, vor allem auf die gesamte medizinische und verkehrstechnische Infrastruktur der Stadt Wien. Um die grosse Besucherzahl, die erwartet wurde, bewältigen zu können, wurde im gesamten Umfeld das Eisenbahn- und Strassennetz erweitert und neue Brücken gebaut.
Noch während der Weltausstellung, am 23. Oktober, konnte die 1. Wiener Hochquellenwasserleitung, zu deren Bau man sich aufgrund wiederholter, durch verschmutztes Wasser verursachter Krankheiten entschloss, von Kaiser Franz Joseph feierlich gemeinsam mit einem Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz eröffnet werden.
Geschichte Wiens | Weltausstellung | Messe (Österreich) | 1873
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