Der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) ist ein Zusammenschluss nationaler Ärzteverbände. Er wurde 1947 gegründet und repräsentiert 84 nationale Berufsvereinigungen (Stand: März 2005). Auch einzelne Ärzte können als assoziierte Mitglieder beitreten. Der Weltärztebund versucht, einen hohen ethischen Standard im Gesundheitswesen zu fördern sowie Ärzten in Form von Deklarationen und Stellungnahmen ethische Leitlinien an die Hand zu geben.
Beschlussorgan der Organisation ist die jährliche Generalversammlung, in die Vertreter der nationalen Berufsvereinigungen sowie der assoziierten Mitglieder entsandt werden. Bekannte Beschlüsse sind das 1948 verfasste Genfer Ärztegelöbnis und die Deklaration von Helsinki aus dem Jahre 1964. Diese Kerndeklarationen zu ethischen Grundsätzen ärztlichen Handelns wurden auf verschiedenen Generalversammlungen um Stellungnahmen zu Menschenversuchen, Organtransplantation, In-vitro-Fertilisation, Gentherapie, Gentechnologie und Sterbehilfe fortgeschrieben und ergänzt. Die Sammlung der Erklärungen und Deklarationen des Weltärztebundes umfasst weitere ethische und soziale Themen aus dem ärztlichen Berufsfeld, z.B. zur Definition des Todeszeitpunkts, zum Schwangerschaftsabbruch, zum Verbot der Mitwirkung an körperlichen Bestrafungen, die Erklärung zum Gebrauch und Missbrauch [[Psychotropika| psychotroper Medikamente]], Erklärungen zum Risiko des Tabakkonsums, zu Problemen der Umwelt und Demographie und einzelne Resolutionen zu Menschenrechtsverletzungen in verschiedenen Ländern.
Die westdeutschen Ärzte waren seit 1951 durch die Bundesärztekammer im Weltärztebund vertreten.
Präsident des Weltärztebundes ist Generalsekretär des Weltärztebundes ist seit Anfang 2005 Otmar Kloiber aus Brühl (Rheinland). Er wurde Nachfolger des Südafrikaners Delon Human, der seit 1997 als WMA-Generalsekretär amtierte. Die 57. Generalversammlung findet im Oktober 2006 in Sun City (Südafrika) statt, im Jahre 2007 wird die Generalversammlung in Kopenhagen und 2008 in Seoul tagen.
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