article Related Topics:
Weimaraner :: Weimar
 


Taubach:036453
Wappen Karte
Wappen Weimar.png Lage der kreisfreien Stadt Weimar in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Höhe: 208,6 m ü. NN
Fläche: 84,26 km²
Einwohner: 64.594 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte: 767 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 99401 - 99428 (alt: 5300)
Vorwahl: 03643
Kfz-Kennzeichen: WE
Gemeindeschlüssel: 16 0 55 000
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schwanseestr. 17
99421 Weimar
Offizielle Webseite: www.weimar.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@
stadtweimar.de
Politik
Oberbürgermeister: Stephan Wolf (SPD)
Weimar ist eine an der Ilm gelegene kreisfreie Stadt am Fuße des Ettersberges mitten im Freistaat Thüringen. Sie ist Sitz mehrerer Thüringer Behörden, eines Amtsgerichtes und des Thüringer Verfassungsgerichtshofes. Weimar ist ein Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums und seit 2004 offizielle Trägerin des Beinamens Universitätsstadt.

Gegenwärtig (31. Dezember 2005) hat Weimar 64.594 Einwohner am Ort des Hauptwohnsitzes, ist somit nach der Landeshauptstadt Erfurt, Gera und Jena die viertgrößte Stadt Thüringens und gehört mit Erfurt und Jena zu den wenigen größeren Städten Thüringens mit einer wieder wachsenden Einwohnerzahl. Nächstgrößere Städte sind Erfurt (ca. 21 km westlich), Jena (ca. 19 km östlich), Halle (Saale) (ca. 72 km nordöstlich) und Bamberg (ca. 125 km südlich).

Weimar ist Sitz von zwei Hochschulen (Bauhaus-Universität Weimar und Hochschule für Musik Franz Liszt) und war der Ort, in dem die Deutsche Nationalversammlung 1919 die Verfassung der ersten Deutschen Republik (vgl. Weimarer Republik) beschloss. Im Jahre 1999 war Weimar Kulturstadt Europas.

Geografie


Geografische Lage

Weimar liegt auf der Ilm-Saale-Platte, am Südrand des Thüringer Beckens, nördlich des Thüringer Waldes. Der höchste Punkt befindet sich mit 486,2 m über NN am Glockenturm Buchenwald. Die zwei tiefsten Punkte im Stadtbereich sind mit 201,2 m über NN die Kirche von Tiefurt und mit 208,6 m über NN der Kegelplatz in der Stadtmitte.

Stadtgliederung

Weimar gliedert sich in folgende Stadtteile:
  • Altstadt
  • Nord-Vorstadt
  • West-Vorstadt
  • Weimar-Nord
  • Weimar-West
  • Ehringsdorf 1. Oktober 1922
  • Gaberndorf 1. Juli 1994
  • Gelmeroda 1. Juli 1994
  • Holzdorf 1. Juli 1994
  • Legefeld 1. Juli 1994
  • Niedergrunstedt 1. Juli 1994
  • Oberweimar 1. Oktober 1922
  • Possendorf 1. Juli 1994
  • Schöndorf 1. Oktober 1939
  • Süßenborn 1. Juli 1994
  • Taubach 1. Juli 1994
  • Tiefurt 1. Oktober 1922
  • Tröbsdorf 1. Juli 1994
Datumsangabe: Tag der Eingemeindung

Geschichte


Weimar_johann_wolf_1569_zusamm12c_kl.jpg Der am 21. September 1925 gefundene Ehringsdorfer Urmensch zeigt, dass schon vor 70.000 bis 100.000 Jahren dieses Gebiet besiedelt war.

Die ältesten Aufzeichnungen über die Stadt reichen bis ins Jahr 899 zurück. Der Name änderte sich im Laufe der Jahrhunderte von „Wimares“ über „Wimari“ zu „Wimar“ und letztlich zu Weimar, was aus den altgermanischen Worten 'wih' (heilig, geweiht) und dem althochdeutschen 'mar' (See, Sumpf oder Moor) herrührt.

Zwischen 946 und 1346 existierte die Grafschaft Weimar bzw. Weimar-Orlamünde als eigenständige politische Einheit.

975 Kaiser Otto II. erwähnt die Siedlung Burg Weimar in einer Urkunde, das Dokument gilt als Geburtsurkunde der Stadt.

Zwischen 1245 und 1249 wurde die spätere Stadtkirche St. Peter erbaut. 1433 wurde sie den Aposteln Peter und Paul geweiht.

1410 erhielt Weimar schließlich das Stadtrecht.

Ausgangs des 15. Jahrhunderts kam die Stadt Weimar in den Besitz der Wettiner und wurde ab 1485 deren Nebenresidenz. In Folge der Besitznahme wurden die vorher bereits vorhandenen unbedeutenden Befestigungen einer Burganlage auf die ganze Stadt ausgedehnt. Es entstand eine doppelte Stadtmauer in Form eines Doppelringes im Abstand von acht bis zehn Metern mit zehn Türmen und vier Toren. Reste dieser Stadtbefestigung sind heute noch vorhanden, so unter anderem der sogenannte Kasseturm.

1552 machte Ex-Kurfürst Herzog Johann Friedrich der Großmütige Weimar zur Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar (später Sachsen-Weimar-Eisenach). Haupt- und Residenzstadt blieb Weimar so bis 1918.

Am 4. Oktober 1653 fand zum ersten Mal der Weimarer Zwiebelmarkt statt. Eine wichtige Rolle spielte Weimar als Ort der deutschen Klassik durch die Anwesenheit von Goethe, Schiller, Herder, Wieland und anderen wichtigen Persönlichkeiten der Epoche.

1846 erhielt Weimar Anschluss an die Eisenbahn aus Halle (Saale).

Im Jahre 1919 fand in Weimar die verfassungsgebende Versammlung der Nationalversammlung statt. Nach diesem Ereignis wurde die dann folgende Ära von 1919 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet. Zur selben Zeit wurde in Weimar auch das Bauhaus gegründet. Weimar wurde außerdem am 1. Mai 1920 Landeshauptstadt des neugegründeten Landes Thüringen.

Ernst-Thaelmann.jpg-Denkmal am Buchenwald-Platz]]

Im Vorfeld des Dritten Reiches lieferten sich die Kulturschaffenden Weimars regelrechte „Publikationsschlachten“. Insbesondere die Auseinandersetzungen zwischen der freigeistigen Gruppe um Harry Graf Kessler, aus der das Bauhaus hervorging (s. o.) und die völkisch-nationalistische Gruppe um Adolf Bartels, die den geistigen Weg zur Macht Adolf Hitlers bereitete, hielten die Stadt in ständiger Polarität.

Weimar im Nationalsozialismus

Durch die kulturelle Bedeutung Weimars erhielt die Stadt Hitlers besondere Aufmerksamkeit. Eine weitreichende Neugestaltung der Stadt wurde durch den Architekten Hermann Giesler geplant und in großen Teilen umgesetzt. Der Gauleiter von Thüringen, Fritz Sauckel, ließ dazu einen Teil des Stadtviertels Asbachgrünzug abreißen, um ein Gauforum zu bauen. Weitere Bauten waren

  • Hotel ElephantHausSauckel3.jpg
  • NS-Pressehaus, 1934/35, heute „Thüringische Landeszeitung“/Redaktion
  • Landesamt für Rassewesen, 1934/35, heute Bauhaus-Universität Weimar
  • Haus der NS-Ärztekammer, 1935, heute Bauhaus-Universität Weimar
  • Haus der Gliederungen der NSDAP, ab 1936, heute Haus 3 des LVwA
  • Halle der Volksgemeinschaft, ab 1937, heute Einkaufszentrum
  • Gebäude der Deutschen Arbeitsfront, 1937, heute Haus 2 des LVwA
  • Gebäude des Reichsstatthalters und der Gauleitung, ab 1938, heute Haus 1 des LVwA
  • Kreishaus der NSDAP, 1936/37, heute Stadtverwaltung Weimar
  • Emmy Göring-Stift, 1936/37, heute Marie-Seebach-Stift/Anbau
  • Nietzsche-Gedächtnishalle, ab 1937, heute leerstehend
  • Viehauktionshalle, 1937, heute für Kulturveranstaltungen genutzt
  • Dienstwohngebäude des „Reichsstatthalters“, („Villa Sauckel“), 1937/38, heute Verwaltungsschule der Bundesanstalt für Arbeit
  • Gästehaus der Stadt Weimar, 1939/40, heute Studentenwerk/Internat
  • Ersatzwohnungsbauten X-Straße, 1937/39, heute Ferdinand-Freiligrath-Straße
  • Verwaltungsgebäude des Wehrkreises IV, um 1934/35, heute Finanzamt Weimar
  • NS-Wohnbebauung im Bereich Windmühlenstraße, 30er Jahre

Außerdem wurde im Sommer 1937 mit dem Bau des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Ettersberg begonnen. Von den etwa 250.000 Häftlingen wurden dort mehr als 56.000 ermordet. Nach dem Ende des Nazi-Regimes wurde es noch 5 Jahre als sowjetisches Internierungslager genutzt, in dem weitere 7000 von 28.000 Inhaftierten starben.

Jüngste Geschichte

Am 5. November 1993 beschlossen die EU-Kulturminister, Weimar für das Jahr 1999 zur „Kulturstadt Europas“ zu ernennen. 1998 wurden das Klassische Weimar, die Entstehung des Bauhauses und der handschriftliche Nachlass von Goethe im Goethe-Schiller-Archiv in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Seit dem 1. Mai 2004 ist Weimar offizielle Trägerin des Beinamens „Universitätsstadt“. Die Bauhaus-Universität Weimar wurde 1996 von einer Hochschule zu einer Universität erweitert.

2004 erhält die Stadt Gold beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf.

Am Abend des 2. September 2004 zerstörte ein Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek 50.000 Bücher. Totalverluste sind bei Werken des 16. - 20. Jahrhunderts entstanden. Dazu zählen 35 Ölgemälde mit Fürstenportraits des 16. bis 18. Jahrhunderts. Auch die kulturhistorisch bedeutende Musikaliensammlung von Anna Amalia (1739 - 1807), die durch die Notensammlung der Zarentochter Maria Pawlowna (1786 - 1859) ergänzt worden war, wurde ein Raub der Flammen. 2100 Musikdrucke und über 700 Notenhandschriften gingen verloren. Eine der komplettesten Reihen von Jean Paul-Drucken stand mitten im Brandherd.

Einwohnerentwicklung

Population_Statistics_Weimar.png

Im Jahre 1955 erreichte die Einwohnerzahl der Stadt Weimar mit knapp 67.000 ihren historischen Höchststand. Die Bevölkerungszahl ist seit Ende der 1930er Jahre relativ stabil geblieben und schwankte die ganze Zeit - trotz hoher Arbeitslosigkeit und Geburtenrückgang seit der Wende in der DDR im Jahre 1989 - zwischen 60.000 und 67.000.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
-
1779 6.041
-
1818 8.000
-
1. Dezember 1834 ¹ 10.638
-
1. Dezember 1850 ¹ 12.798
-
3. Dezember 1861 ¹ 13.887
-
3. Dezember 1864 ¹ 14.300
-
3. Dezember 1867 ¹ 14.800
-
1. Dezember 1871 ¹ 16.000
-
1. Dezember 1875 ¹ 17.500
-
1. Dezember 1880 ¹ 19.944
-
1. Dezember 1885 ¹ 21.565
-
1. Dezember 1890 ¹ 24.546
-
2. Dezember 1895 ¹ 26.700
-
Jahr Einwohner
-
1. Dezember 1900 ¹ 28.479
-
1. Dezember 1905 ¹ 31.117
-
1. Dezember 1910 ¹ 34.582
-
1. Dezember 1916 ¹ 32.733
-
5. Dezember 1917 ¹ 32.717
-
8. Oktober 1919 ¹ 37.200
-
16. Juni 1925 ¹ 45.957
-
16. Juni 1933 ¹ 49.327
-
17. Mai 1939 ¹ 65.916
-
1. Dezember 1945 ¹ 62.768
-
29. Oktober 1946 ¹ 66.659
-
31. August 1950 ¹ 64.452
-
31. Dezember 1955 66.675
-

Jahr Einwohner
-
31. Dezember 1960 63.996
-
31. Dezember 1964 ¹ 63.943
-
1. Januar 1971 ¹ 63.634
-
31. Dezember 1975 63.004
-
31. Dezember 1981 ¹ 63.725
-
31. Dezember 1985 63.373
-
31. Dezember 1988 63.412
-
31. Dezember 1990 60.326
-
31. Dezember 1995 62.122
-
31. Dezember 2000 62.425
-
31. Dezember 2005 64.594
¹ Volkszählungsergebnis

Politik


Stadtrat

Sitzverteilung im Stadtrat (27. Juni 2004):
CDU: 13
PDS: 9
Bündnis 90/Die Grünen: 6
SPD: 5
Bürgerbündnis Weimarwerk: 9

Oberbürgermeister

Der noch bis zum 1. Juli 2006 amtierende Oberbürgermeister ist seit 1994 Dr. Volkhardt Germer, parteilos (früher SED) (*9. Mai 1944 in Weimar). Eine erneute Kandidatur um das Amt des Oberbürgermeisters bei den Wahlen am 7. Mai 2006 lehnte er ab.

Bei den am 7. Mai 2006 stattfindenden Wahlen um das Amt des Oberbürgermeisters traten sechs Kandidaten an: Stephan Illert (CDU), Dirk Möller (Die Linke.PDS), Stefan Wolf (SPD), Prof. Dr. Wolfgang Siegfried Hölzer (Bürgerbündnis Weimarwerk), Maria-Elisabeth Grosse (FDP) und Gerhard Pilz (parteilos).

Da keiner der sechs Kandidaten die absolute Mehrheit erringen konnte erfolgt am 21. Mai 2006 eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen: Stefan Wolf (27,7 % bzw. 5697 Stimmen) und Prof. Dr. Wolfgang Siegfried Hölzer (22,5 % bzw. 4626 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag mit 40,1 % (52.148 Wahlberechtigte, 20.582 gültige Stimmen, 310 ungültige Stimmen) unter dem Wert der letzten Oberbürgermeisterwahl.

Bei der Stichwahl am 21. Mai 2006 konnte sich der SPD-Kandidat Stephan Wolf (58,3 % bzw. 9726 Stimmen) gegen seinen Mitbewerber Prof. Dr. Wolfgang Siegfried Hölzer (41,7 % bzw. 6963 Stimmen) durchsetzen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 32,4 % (52.244 Wahlberechtigte, 16.689 gültige Stimmen, 262 ungültige Stimmen). Die Amtsübergabe findet am 1. Juli 2006 im Weimarer Rathaus statt.


Wahlergebnisse von der offiziellen Homepage der Stadt Weimar entnommen

Städtepartnerschaften

Datumsangabe: Tag der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages

Partnerschaften der Teilorte

Kultur und Sehenswürdigkeiten


NationaltheaterWeimar.JPG]] Bild_Weimar.jpg- und Schiller-Denkmal]]

Museen und Bauwerke

Bild:030430-goethehaus.jpg|Goethes Wohnhaus am Frauenplan Bild:GoethehausWeimar.JPG|Goethes Wohnhaus am Frauenplan Bild:SchillerWohnhausWeimar.JPG|Schillers Wohnhaus in der Schillerstraße Bild:Roemisches_haus_weimar_sommer_2004.jpg|Römisches Haus im Ilmpark Bild:Goethegartenhaus.jpg|Goethes Gartenhaus im Ilmpark

Sport

  • TC Weimar 1912 e.V.
  • SC 1903 Weimar
  • PSV Weimar
  • DLRG Weimar
  • Empor Weimar
  • VfB Oberweimar
  • HSV Weimar
  • RFV 1990 „Die Löwen“ Weimar e.V.
  • VfL Weimar´90
  • KSSV Victoria Weimar/Schöndorf
  • SSV Vimaria Weimar/TSV Kromsdorf/Empor Weimar (als Spielgemeinschaft)
  • SK Falke Weimar (Schach)

Weimarer Selbstverständnis

In Weimar findet alljährlich das Weimarer Kunstfest Pèlerinages statt, eine Reflexion des Jetzt-Zustandes zeitgenössischer Kultur. Für die Jahre 2004–2006 ist Nike Wagner künstlerische Leiterin des Kunstfestes Weimar, das durch das Thüringer Kultusministerium, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Stadt Weimar finanziert wird.

Die Stadt Weimar vergibt jedes Jahr am 10. Dezember, dem von den Vereinten Nationen proklamierten Internationalen Tag der Menschenrechte, den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar an Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die sich mit ihrem Wirken für mehr Menschlichkeit und Toleranz zwischen den Menschen und Völkern, aber insbesondere auch für die Wahrung und Herstellung der Grundwerte Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit vor dem Hintergrund ihrer ethnischen und religiösen Identität in ihrer oder für ihre Heimat einsetzen. Preisträger im Jahre 2005 war Lipkan Basajewa (Tschetschenien).

Wirtschaft und Infrastruktur


Anteile:

  • produzierendes Gewerbe: 11,2 %
  • Handel/Gastronomie: 37,6 %
  • sonst. Betriebe 50,1 %

Es gibt 3344 (2002) Betten in 37 Beherbergungsstätten. Es gab 435.677 Übernachtungen bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 1,9 Tagen.

Verkehr

Weimar Bahnhof.jpg

Weimar ist ein Knotenbahnhof mit ICE-Halt der Strecken (Saarbrücken / Karlsruhe / Wiesbaden -) Frankfurt am Main - Leipzig (- Dresden) und (Hamburg -) Berlin - Düsseldorf. In Weimar beginnen sowohl die Holzlandbahn nach Gera (frühere Mitte-Deutschland-Verbindung) als auch eine eingleisige Bahnlinie nach Kranichfeld. Zum Stadtgebiet gehören zwei Bahnhöfe (Weimar Hauptbahnhof und Weimar Berkaer Bahnhof) sowie die vier Haltepunkte WE-Oberweimar (Holzlandbahn), WE-West, WE-Legefeld, Nohra (alle Linie WE - Kranichfeld).

Den öffentlichen Personennahverkehr betreibt die Stadtwirtschaft Weimar GmbH mit einem Stadtbusnetz. Die zentrale Umsteigehaltestelle am Goetheplatz wird von allen 8 Stadtbuslinien bedient. Weitere wichtige - jedoch nicht von allen Linien angefahrene - Umsteigehaltestellen befinden sich am Hauptbahnhof, in der Gropiusstraße und am Wielandplatz. In der umliegenden Region, also im Weimarer Land und im Landkreis Sömmerda wird der ÖPNV von der Verwaltungsgesellschaft des ÖPNV Sömmerda und Weimar mbH betrieben. Zwischen 1899 und 1937 besaß Weimar ein Straßenbahnnetz mit 1.000 mm Spurweite, welches durch Busse und Oberleitungsbusse ersetzt wurde. Am 01. April 2006 wurde in den Städten Erfurt, Jena, Weimar, Apolda und im nordwestlichen Landkreis Weimarer Land der einheitliche Verbundtarif Mittelthüringen eingeführt. Alle öffentlichen Nahverkehrsmittel können zum einheitlichen Tarif benutzt werden.

Südlich von Weimar verläuft die A 4, deren direkte Anschlussstelle beim Ortsteil Gelmeroda liegt. Außerdem kreuzen sich in Weimar die Bundesstraßen B 7 und die B 85

Medien

Weimar ist ein Medienstandort:
  • Sitz oder Teilsitz traditioneller oder neu gegründeter Verlage
  • Sitz landesweiter Rundfunkanstalten
  • Redaktionsort der „Thüringischen Landeszeitung“. Außerdem gibt es eine Lokalausgabe der Thüringer Allgemeinen (Erfurt)
  • Ausbildungsstätte für medientechnisches Know-How (u.a. eigene Fakultät Medien an der Bauhaus-Universität Weimar)
  • Sitz des regionalen Fernsehsenders Salve.TV
  • Sitz des lokalen Rundfunksenders Radio Lotte
  • Ort eines freien, selbst verwalteten und nicht kommerziellen Netzwerkes - Weimarnetz auf der Basis von Freifunk

Bildung

Schulen
  • Berufliches Gymnasium
  • Freie Waldorfschule Weimar
  • Jena-Plan Schule Weimar
  • Friedrich-Schiller-Gymnasium
  • Goethegymnasium
  • Hoffmann-von-Fallersleben-Gymnasium (ab August 2006 „Humboldt-Gymnasium“)
  • Sophiengymnasium (ab August 2006 „Humboldt-Gymnasium“)
  • Spezialgymnasium für Musik Schloss Belvedere
  • Thuringia International School

Universitäten/Hochschulen
  • Bauhaus-Universität (ehemalige Kunstakademie Weimar) mit derzeit etwa 4700 Studenten in 4 Fakultäten(Bauingenieurwesen, Architektur, Kunst und Medien).Die Tradition der Universität geht auf die Gründung im Jahr 1860 als „Großherzoglich-Sächsische Kunstschule“ zurück. 1907 kam die von Henry van de Velde gegründete Kunstgewerbeschule hinzu. 1919 fusionierte Walter Gropius beide Schulen und gründete das „Staatliche Bauhaus Weimar“. Die historischen Gebäude sind seit 1996 Bestandteil der INESCO-Kulturerbeliste.
  • Hochschule für Musik Franz Liszt (mit dem darin integrierten und mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena kooperierenden Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena) mit derzeit etwa 850 Studenten

Freizeit

Durch seine zahlreichen Klassikerstätten, durch weitere Museen, Galerien und Baudenkmale sowie Kulturstätten (Theater, Studenten- und Alternativ-Kultur) ist Weimar das bedeutendste Ziel für Städtetourismus in Thüringen. Weimar liegt am 124 km langen Ilmtal-Radwanderweg und ist gut in das in Thüringen bestehende Netz aus Wanderwegen eingebunden. Das kleinste Museum Weimars ist Marie Seebach in der Tiefurter Allee gewidmet. Immerhin Vorbild für Giuseppe Verdis Casa Verdi in Mailand.

Persönlichkeiten


Sonstiges


Die Einwohner Weimars werden als Weimarer bezeichnet. Weimaraner ist eine Hunderasse, die im 19. Jahrhundert hier gezüchtet wurde.

Literatur


  • Weimar, in: Meyers Konversationslexikon, 4.Aufl. 1888/89, Bd.15, S.489.
  • Annette Seemann: Weimar - ein Reisebegleiter. Insel, ISBN 3-458-34766-6
  • Peter Merseburger: Mythos Weimar - Zwischen Geist und Macht. dtv, ISBN 3-423-30787-0
  • Merian: Weimar. Jahreszeiten Verlag, ISBN 3-7742-9901-3
  • Angela Pfotenhauer, Elmar Lixenfeld: Weimar – Welterbe. Monumente-Edition. Monumente-Publikation der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2006, ISBN 3-936942-65-X oder ISBN 3-936942-66-8
  • Justus H. Ulbricht: Klassikerstadt und Nationalsozialismus. Kultur und Politik in Weimar 1933 bis 1945. Weimar 200, ISBN 3-931743-55-1
  • Norbert Korrek, Justus H. Ulbricht, Christiane Wolf: Das Gauforum in Weimar. Ein Erbe des 3. Reiches. Weimar o.J., ISBN 3-86068-146-X

Weblinks


Ort in Thüringen | Weltkulturerbe in Deutschland | Weimar | Ehemalige deutsche Landeshauptstadt | Ehemaliger Residenzort in Thüringen

Weimar | فايمار | Ваймар | Weimar | Weimar | Výmar | Weimar | Weimar | Vajmaro | Weimar | Weimar | وایمار | Weimar | Weimar | ויימאר | Weimar | Weimar | Weimar | ヴァイマル | Weimar | Weimar | Weimar | Weimar | Weimar | Weimar | Веймар | Weimar | Вајмар | Weimar | 魏玛

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Weimar".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld