| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Weil der Stadt.png | boeblingen.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Böblingen | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 406 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 43,17 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 19.090 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 446 Einwohner/km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 13,3% | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 71255-71263 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07033 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | BB | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennzahl: | 08 1 15 050 | bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung: | 5 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 4 71263 Weil der Stadt | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Webseite: | www.weil-der-stadt.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail Adresse: | stadt@weil-der-stadt.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Hans-Josef Straub | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 wurde Weil der Stadt – obgleich ein Zentrum der Gegenreformation – durch französische Truppen geplündert und in Brand gesetzt, wodurch große Teile der Altstadt zerstört wurden. Der Stadtbrand von 1648 gilt neben der Schlacht bei Döffingen 1388 als unheilvollstes Ereignis der Stadtgeschichte.
1803 verlor Weil der Stadt im Rahmen der Mediatisierung seine Reichsfreiheit und fiel an Württemberg. 1869 erhielt die Stadt durch die Schwarzwaldbahn (Stuttgart--Calw) Anschluss an das überregionale Eisenbahnnetz. 1972-1975 wurden die umliegenden Nachbarorte Merklingen, Münklingen, Hausen und Schafhausen eingemeindet. 1996 fanden in Weil der Stadt die Heimattage Baden-Württemberg statt.
| FWG | 32,0 % | +1,0 | 9 Sitze | +1 |
| CDU | 29,0 % | -3,0 | 9 Sitze | ±0 |
| SPD | 17,3 % | -3,2 | 5 Sitze | ±0 |
| Die Grünen | 15,0 % | +4,9 | 4 Sitze | +2 |
| FDP/DVP | 6,7 % | +0,3 | 2 Sitze | +1 |
Über die Bundesstraße B295 (Stuttgart – Calw) ist Weil der Stadt an das überregionale Straßen- und Autobahnnetz angebunden.
Die Altstadt von Weil der Stadt besteht aus drei Teilbereichen. Im unteren Bereich am linken Würmufer, der auf das 14. Jahrhundert zurückgehenden Renninger Vorstadt, haben sich mittelalterliche und frühneuzeitliche Handwerkerhäuser und -läden sowie das Spital (1358) mit der sehenswerten Spitalkapelle und ihrem spätgotischen Figurenaltar der Heiligen Sippe Mariens (um 1480), dem barocken Apostel- und dem Nothelferaltar (beide um 1750) sowie dem Arma-Christi-Fresko (14. Jhd., wiederentdeckt 1977) erhalten. Die teilweise begehbare Stadtmauer mit vier Wehrtürmen -- besonders schön ist der Storchenturm -- und dem Königstor umschließt die 1648 vom Stadtbrand weitgehend verschont gebliebene Renninger Vorstadt fast vollständig. Mittelpunkt ist der Viehmarkt mit Brunnen und Kinocenter (Badtorstraße). Am rechten Würmufer befindet sich der Stadtfriedhof mit der Kapelle St. Michael (ältester erhaltener Grabstein von 1506).
Der auf einem Hügelausläufer gelegene Stadtkern -- Keimzelle der ehemaligen freien Reichsstadt und seit dem 6. Jahrhundert besiedelt -- schließt sich unmittelbar westlich an. Sehenswert sind insbesondere die malerische Stuttgarter Straße und der Marktplatz mit dem Rathaus aus der Zeit der Renaissance (1582), dem Alten Rathaus, dem Speidelschen Haus, dem Stadtmuseum, dem Keplermuseum und dem Keplerdenkmal (1870), das an zentraler Stelle an den größten Sohn der Stadt, den Astronomen und Mathematiker Johannes Kepler erinnert. Auf die Fastnachtstradition verweist der Narrenbrunnen am Speidelsberg, überdies lohnen das ehemalige Augustinerkloster (1294-1803) mit dem Marienbrunnen sowie der Delphinbrunnen einen Besuch. Über dem Stadtkern erhebt sich das bedeutendste Baudenkmal Weil der Stadts, die ab dem 15. Jahrhundert als Nachfolgerin einer romanischen Basilika errichtete Stadtkirche St. Peter und Paul, ein spätgotischer Hallenbau aus regionaltypischem Buntsandstein mit drei Türmen, manieristischem Sakramentshaus (1611), barockem Hochaltar (1700), prunkvoller Kanzel (1742) sowie bemerkenswerter Sakralkunst des 20. Jahrhunderts. Den nordwestlichen Abschluss der Altstadt bildet die Heilig-Kreuz-Kapelle (1739), den westlichen ein weiteres Teilstück der Stadtmauer mit dem Judentor (1534). Außerhalb der historischen Stadtbefestigung steht die neugotische evangelische Brenzkirche (1889), benannt nach dem in Weil der Stadt geborenen württembergischen Reformator Johannes Brenz.
Südlich schließt sich der kleinste und jüngste Teilbereich der Altstadt an, die Furter Vorstadt am Talackerbach, mit der als Galerie und Veranstaltungsort genutzten Wendelinskapelle (15. Jhd.) und dem Floriansbrunnen.
Auch in den Teilorten finden sich sehenswerte Baudenkmäler. In Merklingen stehen die Remigiuskirche und das frühgotische Steinhaus inmitten einer von Gräben und einem Brückentor eingefassten Kirchenburganlage. Die Cyriakuskirche in Schafhausen besitzt eine wertvolle Rokokokanzel, im höchstgelegenen Teilort Münklingen hat sich der Jakobsbrunnen, ein historischer Rastort am Pilgerweg nach Santiago de Compostela erhalten. In Hausen kann die alte fünfbögige Buntsandsteinbrücke über die Würm besichtigt werden.
Ort in Baden-WürttembergLandkreis Böblingen | Reichsstadt
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