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Wappen Karte
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Wappen Weil der Stadt.png boeblingen.png
Basisdaten
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Bundesland: Baden-Württemberg
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Regierungsbezirk: Stuttgart
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Kreis: Böblingen
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Geografische Lage:
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Höhe: 406 m ü. NN
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Fläche: 43,17 km²
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Einwohner: 19.090 (30. Juni 2005)
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Bevölkerungsdichte: 446 Einwohner/km²
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Ausländeranteil: 13,3%
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Postleitzahlen: 71255-71263
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Vorwahl: 07033
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Kfz-Kennzeichen: BB
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Gemeindekennzahl: 08 1 15 050
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Gliederung: 5 Stadtteile
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Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 4
71263 Weil der Stadt

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Offizielle Webseite: www.weil-der-stadt.de
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E-Mail Adresse: stadt@weil-der-stadt.de
Politik
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Bürgermeister: Hans-Josef Straub
Weil der Stadt liegt in Baden-Württemberg in der Region Stuttgart (Landkreis Böblingen). Die Stadt ist bekannt als Geburtsort von Johannes Kepler.

Geografie


Lage

Weil der Stadt liegt – 25 km westlich von Stuttgart – im Heckengäu, einer Übergangslandschaft zwischen Neckarraum und nördlichem Schwarzwald. Die Stadtgemarkung wird von Südosten nach Nordwesten von der Würm durchflossen, an deren Ufer vier der fünf Teilorte der Stadt (alle bis auf Münklingen) liegen. Der höchste Punkt befindet sich im Südwesten bei 557 m ü. NN (Hönig), der tiefste Punkt im Norden bei 368 m ü. NN (Frohnmühle).

Geologie und Flora

Die Flurböden bestehen aus Muschelkalk und Lehm und sind zumeist steinig. Charakteristisch ist der Bewuchs der hügeligen Landschaft mit Schlehenhecken, ansonsten herrschen Kiefern/ Fichtengehölze und -wälder sowie Felder vor, vereinzelt gibt es Streuobstwiesen. Im Würmtal finden sich naturgeschützte Sumpfauen. Am Westrand der Gemarkung beginnt bereits der für den Schwarzwald typische Tannen- und Fichtenbestand.

Gliederung der Stadt

Weil der Stadt (9.000 Einwohner), Merklingen (5.600 Einwohner), Münklingen (1.500 Einwohner), Hausen (930 Einwohner), Schafhausen (2.200 Einwohner)

Nachbargemeinden

Bad Liebenzell, Neuhausen, Tiefenbronn, Heimsheim, Renningen, Malmsheim, Magstadt, Grafenau, Döffingen, Dätzingen, Ostelsheim, Simmozheim.

Geschichte


Weil-der-stadt-1925.jpg

Geschichtlicher Überblick

Die spätere Stadt Weil der Stadt entstand als dörfliche Siedlung wahrscheinlich im 6. Jahrhundert n. Chr. -- vermutlich auf dem Gelände eines römischen Landsitzes -- und gab sich den Namen Wila (Wile), der dann später zu Weil wurde. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1075 in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. Zwischen 1223 und 1242 wurden dem Dorf Weil, das sich bis dahin im Besitz der Grafen von Calw und des Klosters Hirsau befunden hatte, die Stadtrechte durch Kaiser Friedrich II. verliehen. Bereits um 1275 stieg Weil zur freien Reichsstadt auf, die genaue Jahreszahl ist unbekannt. In den folgenden fünf Jahrhunderten stellte die Stadt eine politische und konfessionelle Enklave im württembergischen Umland dar. Anfangs wurde Weil der Stadt noch grammatisch korrekt als „Weil, die Stadt“ bezeichnet und hob sich dadurch von anderen Weil in der Umgebung ab (beispielsweise von Weil im Dorf oder Weil im Schönbuch). Da Urkunden aber häufig mit der Ortsangabe „gegeben zu Weil, der Stadt“ ausgestellt wurden, etablierte sich im Verlauf der Zeit (Mitte des 19. Jahrhunderts endgültig) die Dativform als offizieller Stadtname unter allen grammatischen Fällen. 1373 erhielt Weil der Stadt von Kaiser Karl IV. die Gerichtsbarkeit und das Zollrecht verliehen, 1489 erlangte die Stadt einen ständigen Sitz im Reichstag, der Vertretung der Reichsstände. Während der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts befand sie sich unter badischem Einfluss. In der Zeit der Hexenverfolgungen zwischen 1615 und 1629 wurden bei einer damaligen Einwohnerzahl von 200 Familien 38 Menschen in Hexenprozessen angeklagt, gefoltert und verbrannt. (Quelle: Baschwitz, Kurt: Hexen und Hexenprozesse, Bertelsmann Verlag, München, 1990, S. 252)

Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 wurde Weil der Stadt – obgleich ein Zentrum der Gegenreformation – durch französische Truppen geplündert und in Brand gesetzt, wodurch große Teile der Altstadt zerstört wurden. Der Stadtbrand von 1648 gilt neben der Schlacht bei Döffingen 1388 als unheilvollstes Ereignis der Stadtgeschichte.

1803 verlor Weil der Stadt im Rahmen der Mediatisierung seine Reichsfreiheit und fiel an Württemberg. 1869 erhielt die Stadt durch die Schwarzwaldbahn (Stuttgart--Calw) Anschluss an das überregionale Eisenbahnnetz. 1972-1975 wurden die umliegenden Nachbarorte Merklingen, Münklingen, Hausen und Schafhausen eingemeindet. 1996 fanden in Weil der Stadt die Heimattage Baden-Württemberg statt.

Stadtwappen

Der schwarze Adler im oberen Wappenfeld ist das Zeichen der deutschen Kaiser und wurde der freien Reichsstadt als Bestätigung ihrer Reichsunmittelbarkeit verliehen. Der lateinische Schriftzug SPQR (= Senatus Populus Que Romanus, Senat und Volk von Rom) im linken unteren Wappenfeld deutet die Ursprünge Weil der Stadts aus einem römischen Landsitz (Villa) an, bezieht sich jedoch vor allem auf seine reichsstädtisch-republikanische, am römischen Recht ausgerichtete Verfassung. Die beiden gekreuzten Schlüssel im rechten unteren Feld schließlich stehen für den Apostel Petrus, den Patron der Stadtkirche St. Peter und Paul.

Eingemeindungen

WdSt-Schafhausen.jpg

  • 1972: Merklingen (mit dem 1971 eingemeindeten Hausen)
  • 1973: Schafhausen
  • 1975: Münklingen

Religionen

In der Stadt und ihren Teilorten sind diverse Kirchen vertreten. Aus der reichsstädtischen Vergangenheit ergibt sich die bis heute fortdauernd starke Stellung der römisch-katholischen Kirche in Weil der Stadt. Merklingen, Münklingen, Hausen und Schafhausen sind hingegen seit der Reformation durchweg protestantisch geprägt. Das ökumenische Zusammenleben der beiden großen Kirchen ist traditionell freundschaftlich.

Politik


WdSt-Rathaus.jpg

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
FWG 32,0 % +1,0 9 Sitze +1
CDU 29,0 % -3,0 9 Sitze ±0
SPD 17,3 % -3,2 5 Sitze ±0
Die Grünen 15,0 % +4,9 4 Sitze +2
FDP/DVP 6,7 % +0,3 2 Sitze +1

Städtepartnerschaften

  • Riquewihr (Frankreich)
  • Bra (Italien)
  • Kreis Temesch im Banat/Rumänien

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Weil der Stadt ist über die Strecke der Schwarzwaldbahn mit der S-Bahn-Linie S6 (über Leonberg und Stuttgart-Zuffenhausen nach Stuttgart Schwabstraße) an das Liniennetz der S-Bahn Stuttgart angeschlossen. Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gewährleistet. Von Weil der Stadt aus verkehren Busse nach Böblingen, Calw, Bad Liebenzell und Pforzheim.

Über die Bundesstraße B295 (Stuttgart – Calw) ist Weil der Stadt an das überregionale Straßen- und Autobahnnetz angebunden.

Ansässige Unternehmen

  • Gottlob Stäbler GmbH+Co.KG (Bauunternehmung)
  • Nussbaum Medien
  • K2 Systems
  • Herion Systemtechnik (Merklingen)
  • Eloxalwerk Weil der Stadt
  • Schlosser GmbH (Merklingen)

Bildung

Die Stadt verfügt mit drei Grundschulen, zwei Grund- und Hauptschulen, einer Förderschule, der Realschule und dem Johannes-Kepler-Gymnasium über Bildungseinrichtungen, auf denen alle Schulabschlüsse erworben werden können. Überdies wirken die städtische Musikschule, eine Zweigstelle der Volkshochschule Leonberg und die in Weil der Stadt ansässige Landesakademie für Jugendbildung e.V. (in Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg, des Landkreises Böblingen und zahlreicher Jugendverbände) am lokalen Bildungsangebot mit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

Kepler-Geburtshaus.jpg
  • Stadtmuseum
  • Keplermuseum
  • Narrenmuseum
  • Puppenmuseum

Sehenswürdigkeiten

WdSt-PeterundPaul.jpg In allen fünf Teilorten der Stadt gibt es historische Bauwerke, Brunnen und Skulpturen.

Die Altstadt von Weil der Stadt besteht aus drei Teilbereichen. Im unteren Bereich am linken Würmufer, der auf das 14. Jahrhundert zurückgehenden Renninger Vorstadt, haben sich mittelalterliche und frühneuzeitliche Handwerkerhäuser und -läden sowie das Spital (1358) mit der sehenswerten Spitalkapelle und ihrem spätgotischen Figurenaltar der Heiligen Sippe Mariens (um 1480), dem barocken Apostel- und dem Nothelferaltar (beide um 1750) sowie dem Arma-Christi-Fresko (14. Jhd., wiederentdeckt 1977) erhalten. Die teilweise begehbare Stadtmauer mit vier Wehrtürmen -- besonders schön ist der Storchenturm -- und dem Königstor umschließt die 1648 vom Stadtbrand weitgehend verschont gebliebene Renninger Vorstadt fast vollständig. Mittelpunkt ist der Viehmarkt mit Brunnen und Kinocenter (Badtorstraße). Am rechten Würmufer befindet sich der Stadtfriedhof mit der Kapelle St. Michael (ältester erhaltener Grabstein von 1506).

Der auf einem Hügelausläufer gelegene Stadtkern -- Keimzelle der ehemaligen freien Reichsstadt und seit dem 6. Jahrhundert besiedelt -- schließt sich unmittelbar westlich an. Sehenswert sind insbesondere die malerische Stuttgarter Straße und der Marktplatz mit dem Rathaus aus der Zeit der Renaissance (1582), dem Alten Rathaus, dem Speidelschen Haus, dem Stadtmuseum, dem Keplermuseum und dem Keplerdenkmal (1870), das an zentraler Stelle an den größten Sohn der Stadt, den Astronomen und Mathematiker Johannes Kepler erinnert. Auf die Fastnachtstradition verweist der Narrenbrunnen am Speidelsberg, überdies lohnen das ehemalige Augustinerkloster (1294-1803) mit dem Marienbrunnen sowie der Delphinbrunnen einen Besuch. Über dem Stadtkern erhebt sich das bedeutendste Baudenkmal Weil der Stadts, die ab dem 15. Jahrhundert als Nachfolgerin einer romanischen Basilika errichtete Stadtkirche St. Peter und Paul, ein spätgotischer Hallenbau aus regionaltypischem Buntsandstein mit drei Türmen, manieristischem Sakramentshaus (1611), barockem Hochaltar (1700), prunkvoller Kanzel (1742) sowie bemerkenswerter Sakralkunst des 20. Jahrhunderts. Den nordwestlichen Abschluss der Altstadt bildet die Heilig-Kreuz-Kapelle (1739), den westlichen ein weiteres Teilstück der Stadtmauer mit dem Judentor (1534). Außerhalb der historischen Stadtbefestigung steht die neugotische evangelische Brenzkirche (1889), benannt nach dem in Weil der Stadt geborenen württembergischen Reformator Johannes Brenz.

Südlich schließt sich der kleinste und jüngste Teilbereich der Altstadt an, die Furter Vorstadt am Talackerbach, mit der als Galerie und Veranstaltungsort genutzten Wendelinskapelle (15. Jhd.) und dem Floriansbrunnen.

Auch in den Teilorten finden sich sehenswerte Baudenkmäler. In Merklingen stehen die Remigiuskirche und das frühgotische Steinhaus inmitten einer von Gräben und einem Brückentor eingefassten Kirchenburganlage. Die Cyriakuskirche in Schafhausen besitzt eine wertvolle Rokokokanzel, im höchstgelegenen Teilort Münklingen hat sich der Jakobsbrunnen, ein historischer Rastort am Pilgerweg nach Santiago de Compostela erhalten. In Hausen kann die alte fünfbögige Buntsandsteinbrücke über die Würm besichtigt werden.

  • Stadtkirche St. Peter und Paul
  • Spitalkapelle und Spital
  • Marktplatz und Stuttgarter Straße
  • Keplerdenkmal
  • Augustinerkloster
  • Stadtmauer, Storchenturm und Judentor
  • Kirchenburg (Merklingen)
  • Würmbrücke (Hausen)

Veranstaltungen

Weil der Stadt ist traditionelle Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. An dem alljährlich stattfindenden Fastnachtsumzug nehmen über 1000 Maskenträger teil. Es werden Besucherzahlen zwischen 10.000 und 40.000 gezählt.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


Ort in Baden-WürttembergLandkreis Böblingen | Reichsstadt

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