| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Weil am Rhein.png | Karte_weil_am_rhein_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Region: | Hochrhein-Bodensee |
| Landkreis: | Lörrach |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 268 m ü. NN |
| Fläche: | 19,47 km² |
| Einwohner: | 29.461 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1513 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 14,1 % |
| Postleitzahlen: | 79546-79576 (alt: 7858) |
| Vorwahl: | 07621 |
| Kfz-Kennzeichen: | LÖ |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 36 091 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 6 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 79576 Weil am Rhein |
| Website: | www.weil-am-rhein.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@weil-am-rhein.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Wolfgang Dietz (CDU) |
Weil am Rhein ist die südwestlichst gelegene Stadt der Bundesrepublik Deutschland unmittelbar im Dreiländereck mit der Schweiz und Frankreich. Zusammen mit ihrer direkt angrenzenden Nachbarstadt Lörrach bildet sie ein Oberzentrum. Nach Lörrach und Rheinfelden (Baden) ist Weil am Rhein die drittgrößte Stadt des Landkreises Lörrach.
Die Einwohnerzahl der Stadt Weil am Rhein überschritt 1970 die Grenze von 20.000. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1972 beschloss.
Die Stadtteile Haltingen, Märkt und Ötlingen sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben einen Ortschaftsrat, der bei jeder Kommunalwahl von den Wahlberechtigten neu gewählt wird. Vorsitzender dieses Gremiums ist der Ortsvorsteher. Ferner gibt es in jeder Ortschaft eine Ortschaftsverwaltung, gleichsam ein Rathaus vor Ort.
Zu einigen Stadtteilen gehören weitere Wohnplätze mit eigenem Namen, die aber meist sehr wenige Einwohner haben. Hierzu gehört zum Beispiel der Luisenhof in Ötlingen oder Hupfer in Haltingen.
Lange Zeit von der Landwirtschaft, insbesondere dem Weinbau geprägt, entwickelte sich Weil seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer Stadt, angetrieben durch die günstige Verkehrslage. Mit der Ansiedlung der Bahn und der Entstehung des Rangierbahnhofs Basel-Weil (1913) stieg die Bevölkerung an, und es entstanden neue Stadtteile. Zudem siedelten sich im Stadtteil Friedlingen Textilbetriebe aus der Schweiz an. Am 14. August 1929 wurde Weil mit seinen damaligen Ortsteilen Friedlingen, Leopoldshöhe und Otterbach zur Stadt erhoben und gleichzeitig in Weil am Rhein umbenannt. 1934 entstand der Rheinhafen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung in Weil erneut rasch an, da Heimatvertriebene und Flüchtlinge angesiedelt wurden. Damals gehörte die Stadt zum Landkreis Lörrach im Land (Süd-)Baden, ab 1952 zum Regierungsbezirk Südbaden innerhalb von Baden-Württemberg. 1971 wurde die Nachbargemeinde Ötlingen eingegliedert. Bereits 1970 hatte die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze überschritten, so dass Weil am Rhein 1972 zur Großen Kreisstadt erhoben wurde. Seit der Kreisreform 1973 gehört Weil am Rhein mit dem Landkreis Lörrach zum Regierungsbezirk Freiburg und wurde Teil der gleichzeitig neu gegründeten Region Hochrhein-Bodensee. 1975 wurden noch die Gemeinden Haltingen und Märkt eingemeindet. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.
1999 war Weil am Rhein Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg.
Otterbach war ab 1488 ein Sumpfgebiet zwischen Weil und Kleinbasel, das 1640 teilweise an Kleinbasel gelangte. Auf dem bei Baden verbliebenen Teil stand das baslische Otterbachgut, das zu Friedlingen gehörte. In den 1930er Jahren entstand in Otterbach eine Arbeitersiedlung, die den alten Namen Otterbach erhielt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1700 | 600 |
| 1756 | 688 |
| 1805 | 922 |
| 1836 | 1.056 |
| 1852 | 1.419 |
| 1. Dezember 1871 | 1.409 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 1.451 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 2.052 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 2.357 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 4.565 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 8.254 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 9.181 |
| 13. September 1950 ¹ | 10.507 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 17.389 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 20.298 |
| 31. Dezember 1975 | 26.826 |
| 31. Dezember 1980 | 26.076 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 25.800 |
| 31. Dezember 1990 | 27.082 |
| 31. Dezember 1995 | 27.910 |
| 31. Dezember 2000 | 28.942 |
| 31. März 2005 | 29.391 |
Auch in den Stadtteilen Haltingen, Märkt und Ötlingen gibt es jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine alte Kirche. Auch diese Gemeinden gehören zum Dekanat Lörrach.
Im 19. Jahrhundert zogen wieder Katholiken nach Weil. Sie wurden zunächst von Stetten aus versorgt und erhielten 1904/05 eine eigene Kirche (Peter und Paul), die 1937 zur Pfarrei erhoben wurde. Die Kirche zum Guten Hirten in Friedlingen wurde 1964 zur Pfarrei erhoben. In Haltingen wurde 1964 eine Pfarrei errichtet, nachdem bereits 1936/38 nach dem Bau der Marienkirche eine Pfarrkuratie errichtet worden war. Zur Gemeinde gehören auch die Katholiken in Märkt und in Ötlingen. Die katholischen Gemeinden im Weiler Stadtgebiet gehören heute zum Dekanat Wiesental des Erzbistums Freiburg.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Weil am Rhein auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter zwei Evangelisch-freikirchliche Gemeinden (Baptisten). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Weil am Rhein vertreten.
| Partei | Sitze |
|---|---|
| CDU | 9 |
| SPD/GRÜNE | 9 |
| UFW | 8 |
| Junges Forum | 4 |
| FDP/Freie Bürger/NWS | 3 |
| Jahre | Name | Amt |
|---|---|---|
| 1804-1814 | Hans Georg Ziegler | Vogt |
| 1814-1818 | Lienin | Vogt |
| 1818-1822 | F. Ziegler | Vogt |
| 1822-1833 | Martin Reinert | Vogt |
| 1833-1835 | Georg Friedrich Ziegler | Bürgermeister |
| 1835-1840 | Johann Mehlin, | Bürgermeister |
| 1840-1841 | Johann Sütterlin | Bürgermeister |
| 1842-1847 | Johann Jakob Glattacker | Bürgermeister |
| 1847-1848 | Fridlin Ziegler | Bürgermeister |
| 1848-1849 | Fridlin Frey | Bürgermeister |
| 1849 | Georg Friedrich Ziegler | Bürgermeister |
| 1849-1856 | Johann Jakob Glattacker | Bürgermeister |
| 1856-1861 | Max Hodel | Bürgermeister |
| 1862-1864 | Georg Friedrich Ziegler | Bürgermeister |
| 1864-1870 | Johann Jakob Fingerlin | Bürgermeister |
| 1870-1876 | Johann Hauser | Bürgermeister |
| 1876-1904 | Georg Friedrich Lienin | Bürgermeister |
| 1904-1918 | Philipp Johann Bertsch | Bürgermeister |
| 1919-1933 | Rudolf Kraus | Bürgermeister |
| 1933-1936 | Walter Hennes | Bürgermeister |
| 1936-1945 | Wilhelm Schellenberg | Bürgermeister |
| 1945-1946 | Rudolf Kraus | Bürgermeister |
| 1946-1957 | Peter Hartmann | Bürgermeister |
| 1957-1965 | Wilhelm Schellenberg | Bürgermeister |
| 1965-1984 | Otto Boll | Bürgermeister ab 1972 Oberbürgermeister |
| 1984-2000 | Dr. Peter Willmann | Oberbürgermeister |
| 2000-heute | Wolfgang Dietz | Oberbürgermeister |
Bis ins 18. Jahrhundert trug die Gemeinde Weil ein Rebmesser und die Initiale „W“ in ihren Siegeln. 1811 tritt anstelle des Rebmessers die Weintraube auf. Nach der Stadterhebung 1929 setzte man die Traube in einen Wappenschild. Ab 1952 bemühte man sich um eine amtliche Festlegung des Wappens, die dann 1962 zur Wappenverleihung führte. Neben dem Weinbausymbol wählte man den Wellenbalken als Hinweis auf den Rhein. Die Wappen der in den 1970er Jahren eingegliederten Gemeinden trugen auch Weinbausymbole oder Symbole im Bezug auf den Rhein und so stellt das 1962 verliehene Weiler Wappen auch eine Verbindung zu den heutigen Stadtteilen dar.
In Weil am Rhein hat die Bundespolizeipräsidium Süd seinen Sitz.
Der Landkreis Lörrach ist Träger des Schulkindergartens für Geistigbehinderte.
Das private Abendgymnasium Weil am Rhein, die private Abendrealschule, der private Emma-Fackler-Schulkindergarten für Körperbehinderte und Sprachbehinderte sowie das private Berufskolleg zur Erlangung der Fachhochschulreife runden das schulische Angebot Weils ab.
Das Vitra Design Museum von Frank Gehry zählt zu den bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in Europa.
Das Rathaus wurde am 5. Juni 1964 eingeweiht. Es sollte den Beginn einer neuen Stadtmitte repräsentieren. Vor dem Rathaus wurde ein Uhrenturm errichtet, der die im Dreiländereck aneinander stoßenden Länder Deutschland, Frankreich und Schweiz symbolisiert.
Die evangelische Kirche Alt-Weil wurde 1791 erbaut und erhielt 1906 einen höheren Turm. Doch gab es bereits dort vorher eine Kirche, die bereits 786 im Besitz des Klosters St. Gallen war. 1956 entstand im Westen Weils die Johanneskirche für die Leopoldshöhe und Otterbach. 1963 wurde die Friedenskirche in Friedlingen erbaut. Die katholische Peter-Pauls-Kirche wurde 1904/05 auf der Leopoldshöhe errichtet. 1957 entstand in Friedlingen die Kirche zum Guten Hirten, ein moderner Hallenbau mit freistehendem Turm.
In Haltingen wurde die dortige alte evangelische St. Georgskirche 1718 umgebaut, doch blieb der ältere Turm erhalten. Die Katholiken des Ortes erhielten 1936 die Marienkirche. Die Kirche in Märkt geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Im Chor befinden sich Wandmalerein des 15. Jahrhunderts, die 1959 restauriert wurden. Die Ötlinger Kirche wurde 1410 bis 1420 erbaut, geht jedoch auf eine frühere Kirche zurück. Auch in dieser Kirche sind spätgotische Freskenbilder zu bewundern.
Mit dem Gebäude der (inzwischen aufgelösten) Vitra Werkfeuerwehr von Zaha Hadid und dem Pavillon von Tadao Ando bietet die Stadt zwei weitere Anlaufpunkte für Architekturbegeisterte. Außerdem ist Weil am Rhein die "Stadt der Stühle" und lockt damit jährlich zahlreiche Besucher zu sich. Ausgestellt sind diese Stühle am Gelände des Vitra Design Museums und viele der Exemplare finden sich an etlichen Stellen in der Stadt selbst wieder.
Mit der Entwicklung des Stadtteils Leopoldshöhe und dem Zuzug von Bahnbediensteten aus dem Rheinland veränderte sich das Bild der Weiler Fasnacht kurzzeitig, denn Sie wollten "Ihre Fasnacht" feiern, und dies zur kalendermäßigen Fasnachtszeit.
Doch die lange Tradition der Buurefasnacht setzte sich durch und somit wird dieser althergebrachte Brauchtum gepflegt und erhalten. Mittlerweile ist Weil am Rhein zur Hochburg der "Buurefasnacht" geworden und präsentiert in bester Manier mit seinen bis zu 5000 Hästrägern jährlich fasnächtliches Brauchtum unserer alemannisch schwäbischen Fasnacht. Dazu gehört auch das "Schnitzelbanksingen", das 1951 nach der Umtaufe von "Grüne Zipfel" in "Wiler Zipfel" hier wieder Einzug hielt. 1957 wurde die Narrenzunft gegründet und 1958 dem Verband oberrheinischer Narrenzünfte (VON) unter dem Namen "Narrenzunft Weil" beigetreten. 1962 wurde der Zunftrat gebildet und 1966 nannte man sich "Narrenzunft Wiler Zipfel". 1970 wurden wir schließlich in das Vereinsregister eingetragen. Mit dem Wachstum unserer Stadt wuchs auch die Narrenzunft. Clique um Clique schloss sich der Zunft an, sodass die Narrenzunft heute zweiundzwanzig Narrengruppen zählt.
Außerdem findet jährlich am 31. Juli der Weiler Weinweg in Flammen statt. Hier werden entlang des Weiler Weinweges durch den gesamten Weinberg Schwedenfeuer entzündet.
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