Weikersheim ist eine Stadt in
Tauberfranken und gehört zum
Main-Tauber-Kreis, dem nordöstlichsten Landkreis von
Baden-Württemberg. Weikersheim ist ein
Unterzentrum.
Geografie
Weikersheim im Taubertal.jpg
Geografische Lage
Weikersheim liegt im Taubertal, etwa 10 km östlich von Bad Mergentheim.
Nachbargemeinden
Die Stadt grenzt im Osten an die
bayerischen Orte
Röttingen und
Tauberrettersheim, im Südosten an die Stadt
Creglingen, im Süden an
Niederstetten und im Westen und Norden an
Igersheim.
Stadtgliederung
Zur Stadt Weikersheim gehören die Ortsteile Bronn, Elpersheim, Haagen, Honsbronn, Laudenbach, Nassau, Neubronn, Queckbronn, Oberndorf und Schäftersheim.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Weikersheim im Jahr 837. Seit dem 12. Jahrhundert war es Residenz der Grafen von Hohenlohe-Weikersheim.
Seit 1979 ist Weikersheim Sitz des umstrittenen Studienzentrums Weikersheim.
Zum Jagdhaus Louisgarde siehe auch: Kloster Lochgarten
Politik
Partnerschaften
Die Stadt Weikershein unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Schloss und Park Weikersheim.jpg
Der Stammsitz der Herren von
Hohenlohe gilt als das schönste der hohenlohischen Schlösser. Im Kern ein
Wasserschloss, wurde es im
Renaissancestil erweitert. Der Park nach dem Vorbild von
Versailles zählt zu den frühesten
Barockgärten in
Franken.
Stadtkirche Weikersheim.jpg
Die evangelische Kirche
St. Georg am historischen
Marktplatz bietet mit dem halbkreisförmigen Zugang zum Schloss und den angrenzenden Häusern immer noch das idyllische Bild eines Grafenhofes und eines
Residenzstädtchens in Hohenlohe.
Der Gänsturm in Weikersheim.jpg
Der um
1320 erbaute sogenannte
Gänsturm wurde in den letzten Tagen des
Zweiten Weltkrieges so stark zerstört, dass er nach einem Beschluß des damaligen Gemeinderates als Verkehrshindernis abgerissen werden sollte.
Doch bereits im Sommer
1945 bildete sich eine Bürgerinitiative, die den für die damaligen Verhältnisse beachtlichen Betrag von 3396,-
Reichsmark zur Erhaltung des unteren Torturms mit Glocke sammelte.
Die Ansicht des Gemeinderates lautete:
"Der Fremdenverkehr spielt in Weikersheim überhaupt keine Rolle und wird es auch in Zukunft nicht tun!"
Nachdem sich jedoch das
Denkmalamt einschaltete konnte der Gänsturm, wenn auch ohne sein charakteristisches Dach, erhalten werden.
Im Jahre
2003 wurde der Gänsturm wieder nahezu in seinen ursprüngliche Zustand versetzt und in seinen Mauern befindet sich seit
2004 das Stadtmuseum.
Eine Ausstellung beleuchtet die wichtigsten Stationen der Weikersheimer Geschichte in Wort, Bild und mit Objekten.
Um den ersten Sonntag im September findet die
Kärwe, eine
Kirchweih, statt. Sie geht auf das Jahr
1419 zurück und bei einem historischen Umzug wird die Geschichte der Stadt eindrucksvoll dargestellt.
- Musikakademie Schloss Weikersheim (Jeunesses Musicales Deutschland)
- Die Kleinstadt Weikersheim zeichnet sich durch ein ungewöhnlich reichhaltiges Kulturangebot aus.
Dies reicht von den Open-Air-Opernaufführungen der JMD im Sommer bis zu den Free-Jazz und Avantgarde-Konzerten im Club W71, einem der ältesten unabhängigen
soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Der
Bahnhof Weikersheim liegt an der Eisenbahnlinie Kursbuchstrecke 788
Aschaffenburg–
Miltenberg–
Wertheim–
Lauda–
Bad Mergentheim–
Crailsheim (
Tauberbahn/
Maintalbahn). Die Strecke wird seit 1. Januar 2006 von der
Westfrankenbahn im Stundentakt betrieben. Über die Bahnhöfe
Würzburg und
Crailsheim wird die Tauberbahn an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angebunden. Seit 2004 gibt es im Fahrplan jedoch Einschränkungen am Wochenende. Den öffentlichen Personennahverkehr (
ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien im Auftrag der
Verkehrsgemeinschaft Main-Tauber (VGMT) im
Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN).
Einrichtungen
Weikersheim ist Sitz des Kirchenbezirks Weikersheim der
Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
Main-Tauber-KreisOrt in Baden-Württemberg
Weikersheim