Der Weihnachtsmann ist eine Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens. Dargestellt wird er als freundlicher alter Mann mit langem weißem Bart, roter mit weißem Pelz besetzter Kutte, Geschenkesack und Rute. Der Tradition nach bringt er den "braven" Kindern an Heiligabend (bzw. in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember) Geschenke und bestraft die "bösen" Kinder. Er vereinigt somit Eigenschaften des gutmütigen Sankt Nikolaus und seines strafenden Knechtes (Ruprecht, Krampus, Schmutzli oder im Rheinland Hans Muff).
Schwind winter.jpg Über die direkte Beziehung zum heiligen Nikolaus hinaus existiert im nördlichen Europa seit alters her eine dem St. Nikolaus vergleichbare Gestalt, die mit Rute und Nüssen die Menschen auf die lange Winterszeit vorbereitet. Die Rute galt dabei als Fruchtbarkeitssymbol, die Nüsse als gehaltvolle und haltbare Nahrung. Dieser bärtige alte Mann war in einen langen braunen Winterpelz mit Kapuze gekleidet und fuhr auf einem Rentierschlitten, sein Wohnort ist Lappland. Zum einen geht man davon aus, dass hier noch deutliche Elemente des nordischen Gottes Thor enthalten waren, zum anderen diente diese Gestalt dem ursprünglich aus Norwegen stammenden Grafiker Haddon Sundblom als entscheidende Vorlage für die Kreation des Coca-Cola-Weihnachtsmanns. Auch der russische Weihnachtsmann Väterchen Frost ist dieser Gestalt direkt entlehnt worden.
Der heutige populäre Mythos des Weihnachtsmanns, der mit einem von Rentieren gezogenen fliegenden Schlitten reist, heimlich durch den Kamin in die Häuser steigt und dort die Geschenke verteilt, geht zurück auf das 1823 anonym veröffentlichte Gedicht The Night before Christmas (früher wurde es meist Clement Clarke Moore zugeschrieben, heute gelegentlich Major Henry Livingston Jr., aber auch diese Zuschreibung ist nicht völlig gesichert). Der Autor nennt in dem Gedicht auch die Namen seiner Rentiere: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen. Rudolph kam erst 1939 durch ein Gedicht von Robert L. May dazu, das die Vorlage für das bekannte Weihnachtslied Rudolph, the Red-Nosed Reindeer von Johnny Marks lieferte. Ab 1862 zeichnete der deutschstämmige Karikaturist Thomas Nast Bilder des Weihnachtsmannes für die Zeitschrift Harper's Weekly, die ihn bereits mit Rauschebart und Rute zeigten.
Er trägt außerdem kein rot-weißes (wie die "normalen" Weihnachtsmänner),sondern ein blau-weißes Kostüm, was für den Frost und die Kälte steht. An seiner Seite ist immer ein kleines Mädchen, die Gehilfin des Ded Moros, die "Sneguratschka" genannt wird (russ. "Sneg"= dt. Schnee).
Der "internationale" Weihnachtsmann fährt seine Geschenke mit einem Schlitten aus, der von bis zu zwölf Rentieren durch die Luft gezogen wird. Bekanntestes Rentier ist Rudolph mit der roten Nase (Rudolph the Red Nosed Reindeer).
Um 1820 entstanden die ersten aus massiver Schokolade gefertigten Nikolausfiguren in der Darstellung als Bischof mit Mitra und Stab. Etwa 20 Jahre später wurden sie erstmals in der heute gewohnten Form als Hohlkörper hergestellt. Die Darstellung wechselte mit dem Aufkommen der Weihnachtsmannfigur recht schnell zur heute vorherrschenden Form.
Zur Herstellung wird flüssige Schokolade zwischen zwei Formen gebracht und diese im sogenannten Schleudergußverfahren solange gedreht, bis sich die Schokolade gleichmäßig verteilt hat und erkaltet ist. Über 9000 Tonnen Schokolade werden in Deutschland jährlich zu etwa 100 Millionen Schokoladenweihnachtsmännern verarbeitet. Damit liegt der Schokoladenweihnachtsmann an zweiter Stelle hinter dem Schokoladenosterhasen, auf den 56% der Schokoladenhohlkörperproduktion entfallen. (Zahlen aus dem Jahr 2002).
Die Figur des Schokoladenweihnachtsmannes hat mittlerweile in Deutschland fast vollständig den eigentlich traditionellen Schokoladennikolaus verdrängt. Auffälligster Unterschied bei den Schokoladenfiguren dürfte wohl die rote Zipfelmütze beim Weihnachtsmann gegenüber der Mitra beim Nikolaus sein, ebenso der fehlende Bischofsstab. Vor allem bei sonstigen Darstellungen ist auch noch die rote Hose und Jacke, die ausgeprägten roten Pausbacken und die oft rote Knollnase des Weihnachtsmannes auffällig. Auch die Barttracht ist leicht unterschiedlich, der traditionelle Nikolaus hatte keinen so weißen und so aufgeplusterten Rauschbart und trägt einen bodenlangen Bischofsmantel.
In Österreich sind nach wie vor Schokoladennikolaus und -krampus üblich, Schokoladenweihnachtsmänner sind hingegen eher selten zu finden.
Gegen diese Entwicklung und zur Erhaltung der Tradition des Christkinds stellt sich ein Österreichischer Verein "Pro Christkind".
Für diese Entwicklung und zur Erhaltung der Tradition des Weihnachtsmannes stellt sich ein Deutscher Verein "Pro Weihnachtsmann"
Weihnachtsmann | Julemanden | Santa Claus | Santa Claus | Joulupukki | Père Noël | סנטה קלאוס | Babbo Natale | サンタクロース | ಸಾ೦ಟಾ ಕ್ಲಾಸ್ | Weihnachtsmann | Kerstman | Julenissen | Święty Mikołaj (z Laponii) | Papai Noel | Moş Crăciun | Jultomten | Noel Baba | 圣诞老人
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Weihnachtsmann".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world