Als Wehrmachtsgespann bezeichnet man die von der Deutschen Wehrmacht eingesetzten oder zur Entwicklung in Auftrag gegebenen Motorradgespanne.
Bei beiden Typen handelte es sich um eine gemeinsame, auf dem Zündapp-Entwurf basierende Entwicklung mit gleicher Hinterachse.
Das Getriebe hatte vier Gänge, einen Rückwärtsgang und eine zusätzliche Geländeuntersetzung. Die Hinterachse verfügte über einen zuschaltbaren Antrieb des Seitenrades mit Differentialsperre, das Hinter- und das Seitenrad hatten hydraulische Bremsen.
Die Gespanne zeichneten sich durch Robustheit, gute Zuverlässigkeit und Stabilität sowie durch eine enorme Geländegängigkeit aus. Sie bewältigten Steigungen bis 45 %.
Von dem BMW-Gespann (Beiname "Sahara") wurden über 16.000, von dem Zündapp-Gespann (Beiname "Wüstenelephant") über 18.000 Stück gebaut.
Nach dem Krieg ging die Fertigung in der Sowjetunion weiter, unter dem Namen Ural in Irbit und unter dem Namen Dnepr in Kiew. Die Produktion der ukrainischen Version Dnepr MT-12 wurde 1988 eingestellt. Das Ural-Werk bietet 2006 das Modell Ranger an.
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