Ein Wehr (auch Stauwehr, Stauwerk) ist im Wasserbau eine Stauanlage, die im allgemeinen zusammen mit anderen Anlagen (Wasserkraft, Schifffahrtsanlagen, Stauhaltungsdämmen) einen Flussbereich abschließen. Wehre können zeitweise überströmt oder durchströmt (oder beides gleichzeitig) sein.
Dabei wird der Bereich unterhalb des Wehres als Unterwasser, der oberhalb als Oberwasser bezeichnet. Das überfallende Wasser fällt hinter dem Wehr in ein Tosbecken. Das Tosbecken kann durch eine Schwelle abgeschlossen werden, die der Stabilisierung des Wechselsprung dient.
Als Stauziel wird ein Wasserstand im Oberwasser bezeichnet, der entsprechend der Zweckbestimmung des Wehres für den Regelbetrieb zulässig ist. Kurzfristige Überschreitungen sind dabei möglich. Im Gegensatz dazu stellt das Höchste Stauziel die maximale Wasserspiegelhöhe beim Bemessungshochwasserabfluss dar.
Die ersten Wehre gab es schon vor 5000 Jahren. Frühe Wehre wurden als feste Einbauten in den Fluss angelegt, heute enthalten sie meist zumindest teilweise bewegliche Elemente (sogenannte Schützen), mit denen eine dynamische Niveauregulierung möglich ist. Moderne Wehre enthalten auch häufig einen Fisch-Kanu-Pass.
Wehre können verschiedenen Zwecken dienen (oft auch mehreren Zwecken gleichzeitig):
Weir | Seuil (barrage) | Stuw | Jaz
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"Wehr (Wasserbau)".
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