Die Wegwerfgesellschaft ist eine durch Konsumismus und Umweltverschmutzung geprägte Überflussgesellschaft.
Der Begriff bezeichnet eine kritische Sicht von Überproduktion und der Produktion unnötiger oder kurzlebiger Gegenstände in einer Konsumgesellschaft, deren Konsumverhalten sich an den Möglichkeiten des Konsums orientiert und weniger an der Notwendigkeit.
Unsere heutige Gesellschaft ist weitgehend eine Wegwerfgesellschaft, was eben nicht mehr 1a ist, wandert sofort in den Container. Dies liegt allerdings nicht unbedingt am "bösen Willen" der Verbraucher, sondern vielmehr im Interesse einer gewinnorientierten Industrie, die, ohne Rücksicht auf notwendige Ressourcenschonung, eigentlich hochwertige und entsprechend teure Produkte auf den Markt bringt, die konstruktiv jedoch so gestaltet sind, dass sie auch bei einem, eigentlich geringfügigen Defekt, nicht, oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand repariert werden können, z.B. Vergießen elektronischer Bauteile, Nieten und Kleben statt Verschrauben, bzw. Verschraubungen durch Abreißschrauben oder ein erzeugerspezifisches Design der Schraubenköpfe, die dann nur mit entsprechend teurem Spezialwerkzeug gelöst werden können oder normale Schlitzschrauben, die nur in eine Richtung gedreht werden können, weil die Flanken des Kopfes in der Gegenrichting abgeschrägt sind, damit der Schraubendreher abrutscht. Dies verfolgt den Zweck, dass ein Verbraucher auch bei einem kleinen Defekt des entsprechenden Teils zu einem Neukauf ganzer Baugruppen oder Neugeräte genötigt wird.
Gute Beispiele sind hierfür Bauteile moderner Automobile oder Haushaltsgeräte.
Derart gestaltete Produkte gibt es dagegen nicht unter dem Einfluss von Rohstoffmangel aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen (Rohstoffembargo durch andere Staaten, die über entsprechende Rohstoffe in ausreichender Menge verfügen; wie z.B. der u.a. dadurch verursachte chronische Mangel an Buntmetallen oder Tiefziehblech in der ehemaligen DDR), da hier die Schonung der vorhandenen Ressourcen Vorrang hat. Hier wurde versucht, aus vorhandenem Material möglichst hochwertige und langlebige, beziehungsweise leicht instandsetzbare Produkte herzustellen, was jedoch nicht immer gelang, wie beispielsweise bei Rollenketten oder Wälzlagern, die dann zum Ausgleich entsprechend überdimensioniert wurden.
Ein Kuriosum aus heutiger Sicht war auch, dass auf Grund des Rohstoffmangels sogar Zündkerzen und elektronische Bauteile industriell regeneriert und etwas günstiger als Neuteile wiederverkauft wurden. Solche Artikel waren an einer Punzierung, bzw. einem Stempel oder Aufkleber zu erkennen, auf dem "regeneriertes Bauteil" stand.
Ein Vorteil dieser Wirtschaftsbedingungen war allerdings ein signifikant geringeres Müll- und Restmüllaufkommen.
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