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Weezer
 

Gemeindewappen Lage der Gemeinde
Lage der Gemeinde Weeze in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Landkreis: Kleve
Geografische Lage:
Höhe: 18 m ü. NN
Fläche: 79,49 km²
Einwohner: 10.391 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km²
Postleitzahl: 47652 (4179 vor 1.7.93)
Vorwahl: 0 28 37
Kfz-Kennzeichen: KLE
Gemeindeschlüssel: 05 1 54 064
Hausanschrift der Gemeindeverwaltung: Cyriakusplatz 13-14
47652 Weeze
Offizielle Website: www.weeze.de
E-Mail-Adresse: info@weeze.de
Politik
Bürgermeister: Ulrich Francken (CDU)
Die Gemeinde Weeze liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Gemeinde des Kreises Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Geografie


Gemeindegebiet

Das Gemeindegebiet Weezes hat eine Gesamtfläche von 79,49 km² mit einem Waldflächenanteil von 19 km². In Weeze wohnen 10.391 Einwohner.

Die Gemeinde Weeze gliedert sich in den geschlossenen Ort, den Ortsteil Wemb, in das Gebiet des Ortsteils Laarbruch mit dem Airport Weeze und in 16 Bauernschaften.

Nachbargemeinden/-städte

Die Gemeinde Weeze grenzt im Norden an die Stadt Goch und die Gemeinde Uedem, im Osten an die Gemeinde Sonsbeck (Kreis Wesel), im Süden an die Stadt Kevelaer sowie im Westen an die Gemeinde Bergen (Provinz Limburg, NL).

Geschichte


Die Geschichte Weezes reicht weit zurück. Einzelne Zeugnisse der frühesten Besiedlung dieses Raumes reichen bis in die Alt-/Mittelsteinzeit zurück. Aus den folgenden Epochen stammen ein Gräberfeld mit etwa 1000 Hügeln im Bereich Kalbeck, die berühmte Kupferaxt aus Baal, Siedlungsfunde aus der Hees, Reste der Römerstraße Köln-Nimwegen und ein bedeutender römischer Silbermünzfund. Aus der Zeit um 700/800 n. Chr. sind fränkische Gräberfelder unmittelbar im Ortskern nachweisbar. Der erste urkundliche Nachweis, der sich auf einen Teil des heutigen Gemeindegebietes bezieht, stammt aus dem Jahre 855 n. Chr. , als König Lothar II. dem Gaugrafen Ansfried ein östlich der Niers, im Gebiet der heutigen Bauernschaft Kalbeck, gelegenes Allodium "in villa que vocatur Geizefurt" als Schenkung übertrug.

Die gemeindliche Entwicklung erlitt den schwersten Eingriff durch den Zweiten Weltkrieg, als 80 Prozent des Weezer Ortskerns zerstört wurden. Doch die Bevölkerung schaffte durch handwerkliches Können und großen Fleiß den Wiederaufbau. Die zerstörten Häuser wurden in den 50er und 60er Jahren wieder aufgebaut. Die städtebauliche Entwicklung wurde kontinuierlich fortgesetzt, deren Höhepunkt die Ortskernsanierung war. Heute ist der Ortskern das Forum für Veranstaltungen unterschiedlicher Art wie Kirmes, Weihnachtsmärkte, Straßenpartys und anderes mehr. Wer den Weezer Ortsteil Wemb im Grenzgebiet zu den Niederlanden besucht, seine schmucken Häuser, die weiten Felder und Weiden sieht, vermag sich kaum vorzustellen, dass dort vor nicht allzu langer Zeit Sumpf und Ödland vorherrschten. Doch Wemb mit etwa 983 Einwohnern ist ein sehr attraktiver Ortsteil der Gemeinde Weeze geworden. Der Charakter des Ortsteiles wird immer noch von der Landwirtschaft geprägt. Man darf von einem ländlichen Idyll in Wemb sprechen. Herzstück und Mittelpunkt des ruhigen Ortsteils Wemb ist die 1889 bis 1893 erbaute dreischiffige Pfarrkirche "Heilig Kreuz", ein kunstvoller Backsteinbau. Wertvolle Kunstgegenstände, die aus dem von den Franzosen im Jahre 1802 säkularisierten alten Weezer Kloster "Marienwater" stammen, sind in ihr beherbergt.

Die Geschichte und die Gegenwart sind in Wemb überall spürbar. Im Schatten einer in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichteten Windmühle steht das neue Platzhaus auf der gemeindlichen Sportanlage. Das Vereinsleben ist in Wemb von besonderer Bedeutung. Die Veranstaltungen sind mittlerweile so vielfältig, dass ein neues Bürgerhaus gebaut werden musste. Die Bauarbeiten wurden 1992 abgeschlossen. Das Bürgerhaus findet heute bei Vereinen und Jugendgruppen aus der näheren und weiteren Umgebung sehr hohen Zuspruch. Das Gebiet des Baaler Bruches entlang der niederländischen Grenze war wegen seiner tiefen Lage so versumpft, dass dort nur Gestrüpp, Sumpfheide und sauere, unbrauchbare Gräser wuchsen. Die Entwässerung und Kultivierung dieses Sumplandes erfolgten aufgrund eines Meliorationsprojektes, und es entstanden fruchtbare Äcker und gutes Weideland. Verdienstvollen Anteil daran hatten die Arbeiter von der katholischen Arbeiterkolonie St. Petrusheim, das im Jahre 1902 in Baal errichtet wurde. St. Petrusheim gibt heute noch hilfsbedürftigen Personen, die ohne Arbeit, ohne Wohnung und ohne tragfähige soziale Beziehungen sind, Unterkunft, Verpflegung und Arbeit. Unweit des St. Petrusheimes liegt die ehemalige Baaler Dorfschule, die renoviert und den modernen Nutzungsbedürfnissen unserer Zeit angepasst wurde. Die Begegnungsstätte Baal steht heute allen örtlichen Vereinen und auswärtigen Jugendgruppen zur Verfügung, die in der niederrheinischen Weite des Baaler Bruches Ruhe und Erholung finden wollen.

Politik


Wappen

Der Gemeinde Weeze ist mit Urkunde des Preußischen Staatsministeriums vom 26. April 1928 das Recht verliehen worden, ein Wappen zu führen.

Im Wappenschild der Gemeinde nimmt die Gestalt des Ortspatrons und des Patrons der katholischen Kirche St. Cyriakus mit Buch und Palme die linke Hälfte auf blauem Hintergrund ein. Die obere rechte Hälfte zeigt einen Drachenkopf auf goldenem Grund, die untere rechte Hälfte auf weißem Grund einen Zweig mit fünf Rosen (Geldrische Rosen/Mispelblüten) und Blättern. Der Zweig und die Blätter sind in grün, die Rosen in rot dargestellt.

Das Wappen ist bereits auf dem Weezer Schöffensiegel von 1460 zu sehen. Der Drachen und die Rosen verweisen auf die Zugehörigkeit zum früheren Herzogtum Geldern.

Städtepartnerschaften

Die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Weeze aus dem Kreis Kleve und der Stadt Watton von der Grafschaft Norfolk in Großbritannien wurde mit der Unterzeichnung und dem Austausch von Urkunden am 14. März 1987 offiziell begründet. Das Ziel der Partnerschaft - freundschaftliche Beziehung herzustellen und weiter zu entwickeln, alle gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere die Jugend aus Watton und Weeze zu ermutigen, sich gegenseitig zu besuchen, um die menschlichen, kulturellen und sportlichen Beziehungen zu pflegen und eine gemeinsame Heimat in einem vereinten Europa zu schaffen - wurde in der Partnerschaftsurkunde dokumentiert.

In den Jahren danach haben viele offizielle und private Begegnungen, auch im kulturellen und sportlichen Bereich in Watton und Weeze stattgefunden. Besonders erfreulich ist, dass zu jeder Zeit Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Vereine bereit gewesen sind, das Ziel mit zu vertreten und zu unterstützen.

Die wichtigsten Ereignisse der letzten 17 Jahre:

14. März 1987: Offizielle Begründung der Partnerschaft und Austausch von Urkunden in Watton und Weeze

15. Februar 1987: Aufstellung eines Partnerschaftsschildes an der Kevelaerer Straße in Weeze

1988: Schüleraustausch in Weeze und Watton

1990: Mitglieder des Tambourcorps Weeze besuchen Watton

August 1990: Die Weezer Flagge wird anlässlich eines Besuches in Watton vom Vorstand des Partnerschaftsvereins überreicht

April 1991: Das Wattoner High School Orchester gibt in Weeze ein Konzert

September 1991: Gemeinsamer Staffellauf TSV Weeze/Watton in Weeze

1992: Der Wattoner Partnerschaftsverein überreicht der Gemeinde Weeze die Wattoner Fahne

14. April 1992: Feierlichkeiten zum 5-jährigen Bestehen der Partnerschaft in Watton

November 1993: Der Musikverein Wemb gibt ein Konzert in Watton

22. April 1994: Schülerbegegnung von Schülern der Johanneshauptschule Weeze mit Schülern der Wyland High School Watton in Weeze

September 1994: Der Partnerschaftsverein Weeze ist festgebender Verein bei der gemeinsamen Weezer Kirmesfeier

Januar 1995: Besuch von Weezer Ratsmitgliedern und des Gemeindedirektors in Watton zu den Jubiläumsveranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen aller kommunalen Verwaltungen im Vereinigten Königreich

25. Mai 1997: Feierlichkeiten aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Weeze-Watton in Weeze

30. März 2002: Besuch von Weezer Ratsmitgliedern und des Bürgermeisters zum 15-jährigen Bestehen der Partnerschaft in Watton (www.watton.norfolk.org.uk)

1. Mai 2003: Mitglieder des Partnerschaftsvereins fliegen erstmalig nach Weeze zur Eröffnung des neuen regionalen Flughafens „Airport Weeze“ auf dem ehemaligen Gelände der RAF Laarbruch

September 2004: Der Partnerschaftsverein Weeze feiert sein 20-jähriges Bestehen

Nicht zu vergessen sind die jährlichen gegenseitigen Besuche der Partnerschaftsvereinsmitglieder. Daneben begegnen sich auch die Mitglieder beider Vereine immer öfter auf privater Ebene zu besonderen familiären Anlässen. Für weitere Information zur Förderung der Freundschaft mit dem britischen Partnerschaftsverein Watton steht Ihnen der Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Weeze, Udo Peters, Kettelerstraße 7, 47652 Weeze, Tel. 02837/1356 zur Verfügung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke

Mit der Ruine von Schloss Hertefeld im Ortskern von Weeze, Schloss Wissen und Schloss Kalbeck kann die Gemeinde gleich mit drei sehenswerten Schlossanlagen aufwarten:

Schlossruine Hertefeld
Im Jahr 1317 erstmals erwähnt, ist Schloss Hertefeld in seiner wechselvollen Geschichte vielfach umgebaut worden, besonders um die Jahre 1700 und 1900. Nachdem ein Brand das Schlossgebäude 1945 fast vollständig zerstört hatte, wurde es von 2004 bis 2005 teilweise wiedererrichtet und bietet heute kulturinteressierten Besuchern stilvolle Übernachtungsmöglichkeiten.

Schloss Wissen
Das im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Schloss Wissen liegt im Süden des Gemeindegebiets. Seit 500 Jahren ist das von Gräften umgebene Wasserschloss Stammsitz der Familie von Loë und einer der bedeutendsten Adelssitze am Niederrhein.

Schloss Kalbeck

Geschichte des Hauses Kalbeck Schloss_Kalbeck_mit_Garten.jpg Die erste Erwähnung des Alt-Kalbeck findet sich 1326, als Graf Reinald von Geldern an Dirk Loef III von Kleve, ein Neffe des Klever Grafen, „den hoff te Calbeke“ zu Lehen gibt. Dieses Calbeck ( ab 1929 Schreibweise: Kalbeck), welches wohl zunächst eine Hofstelle und erst im 14. Jahrh. zu einer Wasserburg ausgebaut wurde, befand sich gegenüber des heutigen Gasthaus „Jan an de Fähr“ an der Stelle, an der die Kalbecker Ley in die Niers mündet.

Zwei große Brände, einer in der Sylvesternacht 1799/1800 und einer 1907 haben das alte Kalbeck komplett zerstört. Lediglich ein kleiner Teil der Vorburg wird heute noch bewohnt. Dank der erhaltenden Zeichnungen von Cornelis Pronk (1731) und seines Schülers Jan de Beyer (1743) kann man sich ein gutes Bild der alten Burg machen (siehe Postkarte).

Die Lehnsherrschaft Kalbeck wechselt wiederholt zwischen dem Herzog von Geldern un dem von Kleve. Bis zum Jahre 1647 finden sich entsprechend verschiedene Lehnsmänner auf Kalbeck. In diesem Jahr erhält Herr von Lüdinghausen genannt Morrien vom Großen Kurfürsten (Brandenburg) über die Burg und die umliegenden Höfe den Status einer selbständigen Herrschaft. Somit wurde Kalbeck eine eigene Herrschaft, die 1722 187 Einwohner hatte und erst im Jahre 1928 ihre Eigenständigkeit als Kommune verlor und Teil der Gemeinde Weeze wurde.

Die Herren von Morrien stammten aus Westfalen, seit 1670 Reichsfreiherren. Sie besaßen im Münsterland unter anderem die Herrschaft Nordkirchen. Die Erbin und Herrin zu Kalbeck heiratet im Jahre 1838 Friedrich Frhr. von Vittinghoff gen. Schell zu Schellenberg, wodurch die Herrlichkeit Kalbeck in die Familie Vittinghoff-Schell kam. Die Familie wohnte seit 1452 auf Schloss Schellenberg im Süden von Essen.

Gegen Ende des 19. Jahrhundert wurde in geringer Entfernung von Schloss Schellenberg mitten im Wald ein Förderschacht niedergebracht; eine Seilbahn, die das Fördergut zur Kokerei brachte, führte etwa 100 Meter am Haus vorbei. Daraufhin beschloss Friedrich Frhr. v. Vittingshoff-Schell, der Urgroßvater der heutigen Besitzerin, nach Kalbeck zu ziehen.

Er besah sich die Ruine des alten Schlosses und entschloss sich einen Kilometer entfernt im Wald ein neues Schloss, das heutige Kalbeck, zu bauen. Im Jahre 1906 wurde mit dem Bau begonnen, der 1910 fertiggestellt wurde. Dem Architekten Herrmann Schaedtler (1857 – 1931), einer der großen Architekten des Historismus, diente als Muster das im 17. Jahrhundert gebaute Schloss Werries bei Hamm in Westfalen.

Der Gesamtkomplex bestand ursprünglich aus zwei zweiflügeligen Gebäudeeinheiten, dem Herrenhaus mit Wohn- und Repräsentationsräumen sowie der Vorburg als Wirtschaftstrakt. Beide Gebäudeeinheiten liegen parallel zueinander. Der Westflügel des Herrenhauses erstreckt sich in Richtung Vorburg und ist von dieser durch die heutige Hofzufahrt getrennt. Die Anordnung der Bauten vermittelte somit den Eindruck einer dreiflügeligen Gesamtanlage.

Durch schwere Kriegseinwirkungen brannte im Februar 1945 der größte Teil des Schlosses aus, wobei vor allem der südliche ehemalige Herrenhausflügel am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dieser Gebäudeteil wurde in der Nachkriegszeit nur zur Hälfte wieder aufgebaut. Das erste Geschoss bleibt erhalten, das die Schlosskapelle und die Bibliothek aufnimmt, während der Rest des Gebäudeteils zu einer großen, nach oben offenen Halle umgestaltet wird. Der Turmtrakt wurde nach heutigen Wohnbedürfnissen instand gesetzt. Von der ursprünglichen Ausstattung ist nichts mehr erhalten.

Im Zuge des Wiederaufbaus wurde auf der sich westlich des Hauses befindlichen Gartenfläche eines formale Rosenbeetanlage geschaffen. Im Jahre 1965 wurde der Rosengarten erstmalig im Juli der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Einnahmen dienten der „Krankenbruderschaft Rhein-Maas e. V.“ zum Zwecke der Betreuung der Kranken und Behinderten auf Pilgerfahrten vor allem nach Lourdes. Mit zunehmender Alterung und Absterben eines Großteils der Rosen wurden die alljährlichen Rosenschauen 1997 eingestellt.

Seit Mitte 2001 bewohnt die derzeitige Eigentümerin, Antoinette Frfr. v. Elverfeldt-Ulm mit ihrer jungen Familie das Haus Kalbeck. Ihre Mutter, M.J. Frfr. Spies v. Büllesheim, geborene Freiin v. Vittinghoff-Schell, hatte Kalbeck von ihrem Onkel, Dr. Felix Frhr. V. Vittinghoff-Schell (Bürgermeister von Weeze 1949 – 1969), übernommen.

In den Jahren 2001/2002 wurde das Haupthaus umfangreich renoviert. Die übrigen Gebäudeteile sollen nach und nach renoviert und einer Mietnutzung zugeführt werden.

Am Ende jeder Weezer Kirmes, während die "Kirmespuppe" verbrannt wird, singen die Weezer traditionell das Lied "An de Weezer".

An de Weezer

Ihr Weezer lasset euch sage'

biendet doch bitte dat Klage'.

Een so schönes Döflein wir habe',

hört man von üwerall sage'.

Jed's Jahr sind wir beisammen.

All de Fraue' und de Mannen.

Wir feiern een schillerndes Fest

Ihr Weezer trinket und esst'!

Wir nehmen alle Leute auf.

Die Großen, die kleinen auch.

Lasst uns jeden willkommen heiße',

bis se wieder von uns reise'.

Refrain:

An die Weezer, lasst euch mal sage'.

Ihr seid de Besten gar keine Frage!

Image:Weeze Marktplatz.jpg|Alter Markt Image:Weeze Rathaus mit Wappen 2005.jpg|Rathaus Image:SchlossWissen01.jpg|Schloss Wissen Image:Schlossruine_Hertefeld_mit_Turm_und_Glocke.jpg|Schlossruine Hertefeld

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Kinderkarnevalszug
  • Pfingstmontag-Halbmarathonlauf
  • Schreinermarkt
  • Weezer Straßenparty
  • Schlossparkkonzert Kalbeck
  • Kirmes in Wemb
  • Kirmes in Weeze
  • 5 x 5 km Staffellauf
  • Schloss Wissener Familienkonzerte
  • Weezer Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Flugverkehr
Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Weeze, an dessen Betreibergesellschaft die Gemeinde Weeze 0,5 % Anteil hält, und der Flughafen Düsseldorf International.

Historie des Airports Weeze

1954 Gründung des britischen Militärflughafen Weeze/Laarbruch. Die Royal Air Force stationiert hier u.a. Tornados, Bucaneers und Harriers. Die Briten engagieren sich auf allen gesellschaftlichen Ebenen und sind am Niederrhein als Nachbarn sehr geschätzt. Viele freundschaftliche Beziehungen bestehen noch heute.

1993 Gründung der „Flughafen Niederrhein GmbH“. Träger ist die Region. Die Gesellschaft erarbeitet Nutzungskonzepte für das Flughafenareal. Ziel: Neue Arbeitsplätze und Unternehmensansiedlungen, die den absehbaren Wegzug von 5.000 Militärangehörigen ausgleichen können.

1997 Das Nutzungskonzept „Euregionales Zentrum für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe“ findet in den Niederlanden und in Deutschland breite Zustimmung. Das Genehmigungsverfahren beginnt.

1999 Nach 45 Jahren verlässt die „Royal Air Force“ ihre Basis Weeze/Laarbruch am 30. November . Die Region verliert gute Freunde, die auch als Auftraggeber und Kunden sehr geschätzt waren. Über 400 zivile Arbeitsplätze gehen verloren.

2001 Eine niederländische Investorengruppe kauft Laarbruch und übernimmt das 620 ha große Areal. Am 20.Juni erteilt Verkehrsminister Ernst Schwanhold die luftrechtliche Genehmigung für den zivilen Flugbetrieb.

2002 Der Bau des neuen Passagierterminals und eines neuen Vorfeldes beginnt. Die Flugbetriebsanlagen werden komplett renoviert und teilerneuert. Die Deutsche Flugsicherung richtet einen Tower ein.

2003 Am 1. Mai nimmt der neue Flughafen Niederrhein den Linienverkehr auf. Die Low Cost – Airline Ryanair fliegt 3 x täglich nach London.

Bis zum 1. August werden die Passagiere in einem provisorischen hergerichteten Hangar abgefertigt. Dann wird das neue 15.000 qm Terminal eröffnet.

Im Oktober bekommt der Flughafen seinen ersten Homecarrier: Die niederländische V Bird stationiert drei Airbus A 320 und bietet Low Cost– Flüge zu deutschen und europäischen Flügen an.

Eine Klage der Nachbargemeinde Bergen führt zu einer Einschränkung des Wochenendbetriebs. Flugumleitungen und der Transport der Passagiere zu entfernteren Ausweichflughäfen kosten die junge Airline über eine Million Euro.

Nur kurze Zeit fliegt der niederländische Veranstalter Sudtours mit seinem Ferienflieger Dutchbird; die Vermarktung der Pauschalreisen nach Gran Canaria in Deutschland bleibt ohne Erfolg.

2004 Am 1. Mai – Wochenende feiern 80.000 Besucher den ersten Geburtstag des Flughafens. Wenig später wird der 500.000. Passagier begrüßt. Der Flughafen erweitert die Parkflächen: 3.000 Parkplätze stehen jetzt zur Verfügung. Am 8. Oktober stellt V Bird den Betrieb ein, Verhandlungen mit neuen Investoren waren überraschend gescheitert. Kurz darauf meldet die Gesellschaft Insolvenz an. Rund 4.000 V Bird - Passagiere müssen sich um neue Tickets bemühen. In der Folge verlieren rund 100 Beschäftigte ihren Job am Flughafen.

Ryanair erweitert sein Flugangebot am Niederrhein. Neben London wird zum Winterflugplan täglich auch Glasgow/Prestwick und Barcelona/Girona angeflogen. Rom/Ciampino und Stockholm/Skavsta sind 2005 hinzugekommen.

Schienen- und Busverkehr
Der Bahnhof Weeze liegt an der linksniederrheinischen Strecke (DB-Kursbuchstrecke 495), auf der täglich im Stundentakt und zusätzlich stündlich von montags bis freitags im Schienenpersonennahverkehr der „Niers-Express“ (RE 10) von Kleve über Krefeld nach Düsseldorf verkehrt.

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die Dieseltriebwagen „Talent“ der Firma Bombardier Transportation (DB-Baureihe 643) einsetzt.

Im kommunalen Personennahverkehr verkehren eine Reihe von Buslinien zur Erschließung des Gemeindegebiets.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Straßen
Weeze ist über die Bundesstraße 9 an die Bundesautobahn 57 (E 31) angebunden.

Öffentliche Einrichtungen

4 Kindergärten; 1 integrative Kindertagesstätte; Wohnhaus der „Lebenshilfe“ für Schwerbehinderte; Jugendtreff „Wellenbrecher“; Petrusheim; Altenheim Clemenshaus; Theresienstift; Altentagesstätten; Sozialstation des Caritasverbandes Geldern- Kevelaer.

Bildungseinrichtungen

2 Grundschulen; Johannes-Hauptschule; Spiel- und Lernstube; Volkshochschulzweckverband Goch-Kevelaer-Uedem-Weeze, Gesamtschulzweckverband Goch-Uedem-Weeze, Schule von 8 bis 1 /13+.

Freizeit- und Sportanlagen

5 Sportplätze; 2 Turn- und Sporthallen; Tennisanlage; Reithalle; Schießsportanlagen; 16 Kinderspielplätze; Zeltplatz; Reisemobilstellplatz; Indoorkartbahn; 3 Paddelboot-Vermieter; Fahrradverleih; Rad- und Wanderwege; Nierswanderweg; Tierpark mit Waldlehrpfad und Streichelzoo; Wildschweingatter im Laarer Wald; Grillhütten.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks


Ort in Nordrhein-Westfalen | Niederrhein

weeze

 

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